Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

Hinweis: Zum Lesen verlinkter PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden.

2.7.2022 • Digitalradio: Betriebsversuch BaWü ist gestartet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Baden-Württemberg ist der lange erwartete DAB+-Betriebsversuch mit Small Scale-Technik seit gestern auf Sendung. Bis Jahresende 2022 wird der niederschwellige kostengünstige Zugang zu DAB+ erprobt, der vor allem lokale und nichtkommerzielle Radiosender kostengünstig und digital „in die Luft“ bringen könnte.
Das erste Small Scale-Projekt mit einem Gleichwellenbetrieb, so Initiatorin Dana Diezemann (Regionalradio BW), sendet mit der Kurzkennung RRBW im Block 12B und zunächst vom Standort Abstatt-Happenbach mit 0,8 kW Leistung. In Kürze kommen die Standorte Stocksberg (Löwenstein) und Güglingen (je 2,5 kW maximal) dazu.
Der Sendebetrieb begann mit einem Infokanal, in dem eine Schleife mit Erkäuterungen zum Projekt gesendet wird. Mit bis zu 16 Kanälen soll die Übertragung von Sprache, Musik und Grafik sowie verschiedene Sendeparameter erprobt werden. Zum umfangreichen Testprogramm gehört u.a. die laut Diezemann neue Funktion, die schon bei DVB-T und
Das berechnete Sendegebiet
(Grafik: Regionalradio BW/DABlist).
DVB-T2 dafür sorgt, die Bandbreite eines Multiplexes bedarfsgerecht zwischen den einzelnen Kanälen zu verteilen. Vorgesehen sind ebenso Versuche zur temporären Regionalisierung einzelner Programme und ein regionaler EWF-Warnkanal. Mit Blick auf Empfangsgeräte sind Kompatibilitätstests mit Grafiken, Verkehrsdaten und Bewegtbildern angekündigt. Auch von einer Timeshift-Funktion ist die Rede, mit der ein Programm bis zu fünf Minuten „zurückgespult“ werden kann.
Lana Diezemann hatte bereits 2019 ein erstes Konzept für ein Small Scale-Sendenetz in Baden-Württemberg vorgelegt. Der nun begonnene sechsmonatige Betriebsversuch wurde von der Medienanstalt RLP zugelassen und die Frequenz im April 2022 von der BNetzA bereitgestellt.
Das baden-württembergische Projekt greift ebenso wie der Versuch im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach das Prinzip auf, mittels kostengünstiger Hardware und freier Software einen preisgünstigen Sendebetrieb zu ermöglichen. Im großen Maßstab erfolgreich praktiziert wird das bereits in der Schweiz und England.
Quellen: Diezemann im rundfunkforum am 1.7., RRBW-Infokanal vom 2.7. | Hintergrund: Programme, Small Scale in BaWü.
Zum Seitenanfang

1.7.2022 • Digitalradio: WDR beendet den Sendenetzausbau für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Westdeutsche Rundfunk beendet den Ausbau seines DAB+-Sendenetzes: „Mit der Inbetriebnahme am Standort Biedenkopf ist das angestrebte Netz im DAB+ Kanal 11D nun komplett“, teilt der WDR mit. Von dem auf hessischem Gebiet nahe der Grenze zu NRW stehenden Sendemast des HR wird mit 1 kW Sendeleistung abgestrahlt. Dadurch wird der WDR-Mux „insbesondere in Bad Berleburg und Bad Laasphe störungsfreier empfangen“, teilt die Sendeanstalt mit. Die neue Antenne wird gemeinsam mit dem HR genutzt.
Quelle: Info des WDR vom 1.7. | Hintergrund: Programme, Privatradios in NRW.
Zum Seitenanfang

1.7.2022 • Digitalradio: HR verbessert Empfang in der Region Marburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Am Standort Sackpfeife (Biedenkopf) hat der Hessische Rundfunk die Antenne für seinen DAB+-Block 7B ersetzt und heute offiziell in Betrieb genommen. Die neue Antenne wurde auf 200 Metern Höhe des Funkmastes montiert. Gegenüber der Position des Vorgängers bringen zusätzliche 70 Meter Höhe bei gleicher Sendeleistung „deutliche Empfangsverbesserungen im Landkreis Waldeck-Frankenberg von Korbach mit dem Edersee im Norden, in der Region Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf, bis hinein in den Lahn-Dill-Kreis in Mittelhessen“. Die neue Antenne wird gemeinsam mit dem WDR genutzt.
Quelle: Info des HR vom 1.7. | Hintergrund: Programme, Privatradios in Hessen.
Zum Seitenanfang

1.7.2022 • Digitalradio: München-Mux jetzt auch von Isen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bayern Digital Radio hat am Standort Isen östlich von München den dritten Sender für deas Münchner Privatradio-Ensemble im Block 11C in Betrieb genommen. Laut BDR wird damit der Empfang in den Landkreisen Erding, Freising und Ebersberg optimiert. Der Lokalmux versorgt laut BDR rund 2,76 Mio. Einwohner, von denen für etwa 2,35 Mio. eine Zimmerantenne ausreicht. Der Versorgungsgrad wird mit 80,3 Prozent (indoor) bzw. 94,4 Prozent (mobil) angegeben.
Quelle: Presseinfo von BDR vom 1.7. | Hintergrund: Programme, Privatradios in Bayern.
Zum Seitenanfang

1.7.2022 • Digitalradio: DAB+ ist attraktiv für Zielgruppen-Werbung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 DAB+-Hörer schalten öfter Privatsender ein als UKW-Hörer. So nutzen 53 Prozent von ihnen eher Privatsender, während 51 Prozent der UKW-Nutzer eher ARD-Wellen und Deutschlandradio einschalten. Das stellt eine aktuelle Zielgruppenstudie der Hamburger Agenturgruppe pilot für ad.audio, die Werbetochter von Antenne Deutschland, fest.
Weil Radio, digital wie analog, vorwiegend am Morgen und im Auto gehört wird, scheint es konsequent, dass sich die Hörgewohnheiten kaum unterscheiden: Musik präferieren 25 Prozent der DAB+-Klientel. Bei Morningshows und Nachrichten liegt UKW mit je 19 Prozent vorn. Diese Werte liegen nur 1 Prozent über dem des anderen Ausspielweges (Grafik klickbar).
„Interessante Potenziale“ für die werbetreibende Wirtschaft bieten laut der Studie vor allem die DAB+-Hörer. Sie haben ein überdurchschnittliches Einkommen, großes Interesse an digitalen Produkten und „eine ausgeprägte Marken- und Luxus-Affinität“.
Quelle: Presseinfo von Pilot vom 30.6., Präsentation zur Studie | Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

1.7.2022 • Frequenzen: „Call to Europe“ fordert den Erhalt von UHF
Terrestrik 57 Unternehmen und Institutionen der Bereiche Rundfunk und Kultur aus 17 europäischen Ländern (Grafik klickbar) machen sich mit einem gemeinsamen „Call to Europe“ für den Erhalt des UHF-Restbandes stark. Die Frequenzen zwischen 470 und 694 MHz (Kanäle 21 bis 48) sollen auch nach 2030 für den Rundfunk (DVB-T2 oder 5G Broadcast) und PMSE-Dienste erhalten bleiben. Entsprechend soll der Mobilfunk keine weiteren UHF-Frequenzen bekommen.
Im Vorfeld der Entscheidung über die Zukunft des Frequenzbandes während Weltfunkkonferenz (WRC-23) im November 2023 wird festgestellt: „Auf dem Spiel steht die Zukunft der meistgenutzten TV-Infrastruktur in Europa – 80 Millionen oder 43 % der Haushalte in der Europäischen Union sehen über digitales terrestrisches Fernsehen fern – und von Produktionen für Kultur, Medien und Veranstaltungen aller Art.“ Es handele sich u.a. um Funkmikrofone und In-Ear-Monitore, ohne die heute kein Konzert- oder Konferenzveranstalter auskommt.
„Ohne den Zugang zu diesem Spektrum werden Kultur, Inhalteproduktion und terrestrisches Fernsehen nicht mehr wie bisher möglich sein“, warnen die Unterzeichner.
Zu den Unterzeichnern aus Deutschland gehört die Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen, in der sich ARD, Deutschlandradio, Media Broadcast, die Medienanstalten, SOS – Save Our Spectrum, Sennheiser, Vaunet, ZDF und ZVEI zu diesem Thema zusammengeschlossen haben.
Hinweis : PMSE steht für Programme Making and Special Events (Produktionsfunk).
Nachtrag : Dem Aufruf haben sich inzwischen weitere Verbände und Institutionen aus Österreich, Frankreich und Spanien angeschlossen.
Quelle: Presseinfo der Allianz vom 30.6. (mit Wortlaut des Call) | Hintergrund: Kampf um UHF.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2021) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff