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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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17.11.2018 • Digitalradio: NRW-Kabinett für flächendeckendes DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Noch bevor die NRW-Landesmedienanstalt LfM die Auswertung der DAB+-Abfrage an die Landesregierung übermittelt hat, nimmt das NRW-Kabinett Stellung indem das Landesmediengesetz geändert wird. Man wolle die Chancen der Digitalisierung „konsequenter und aktiver nutzen“ und NRW als „als Medien-Digital-Land profilieren“, kommentiert Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). In diesem Sinne werde der LfM „mehr Flexibilität eingeräumt, um die landesweite, flächendeckende Verfügbarkeit von Hörfunkprogrammen mit lokalen, regionalen oder landesweiten journalistischen Inhalten auch über DAB+ zu fördern“.
Der Beschluß betrifft zugleich eine Änderung der Zusammensetzung des WDR-Verwaltungsrates und die NRW-Zustimmung zum 22. Rundfunkänderungsstaatsvertrag. Die Entscheidung des Landtages wird vor Jahresende erwartet.
Die (2017 aus der Regierung abgewählte) SPD hatte vorab ihre grundsätzliche Ablehnung von DAB+ herausgestellt: DAB+ „könnte den Wettbewerb um Marktanteile auf dem NRW-Hörermarkt verschärfen und würde insbesondere die Lokalradios vor neue Aufgaben stellen“.
Quellen: Presseinfo der NRW-Landesregierung vom 13.11. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradios in NRW.
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17.11.2018 • DVB-T2 HD: „Phase 3a“ - nächster Schritt am 28. November
Die nächsten Umschaltungen auf DVB-T2 HD und Kanalwechsel werden am 28. November durchgeführt. Für das Bezahlpaket FreenetTV geht dann die letzte Ausbaustufe auf Sendung. Wie immer wird an den genannten Sendestandorten das bisherige DVB-T nicht mehr ausgestrahlt. Um die neuen Programme zu sehen sind ein Empfangsgerät für DVB-T2 HD und ein Sendersuchlauf notwendig.
Am Standort Heilbronn gehen nun auch die Multiplexe des Bezahlfernsehens Freenet TV auf Sendung. Die letzte Umstellung in Baden-Württemberg sind terminlich mit zahlreichen Kanalwechseln verbunden.
Ein umfangreiches Paket von Kanalwechseln ist für den ARD-Mux und FreenetTV an zahlreichen Standorten in Hessen vorgesehen. Ein Kanalwechsel des ZDF in Osthessen könnte sich auch auf Zuschauer in Bayern auswirken. Der HR kündigt außerdem eine hessenweite Änderung von Parametern im ARD-Kanal an. Von daher wird landesweit - am 28.11. ab 10 Uhr - (mit Ausnahme der Sender Kreuzberg und Pfaffenberg) ein Suchlauf empfohlen. Als ILS-Stream wird außerdem das SR-Fernsehen mit HbbTV-geeigneten Geräten hessenweit zu sehen sein.
Auch in Rheinland-Pfalz endet der Umstieg. FreenetTV schließt mit den Standorten Trier und Kaiserslautern den bundesweiten Aufbau seines Sendenetzes ab. Dort, auf dem Donnersberg und in der Eifel (Scharteberg) werden die Multiplexe von ARD, ZDF und SWR aufgeschaltet. Die Sendeanlagen Haardtkopf, Kettrichhof, Saarburg und Weinbiet werden „nach intgensiver Prüfung des Gesamtaufwandes“ für das Fernsehen nicht mehr benötigt. Zwei Freenet-Muxe wechseln in Koblenz den Kanal.
Im Saarland wechseln das ZDF, ein Freenet-Mux (beide Schoksberg) und der SR-Mux (Göttelbörner Höhe) den Kanal.
DVB-T2 HD meldet (dem eigenen Massnahmeplan widersprechend) die Aufschaltung am ARD/SR-Standort Berus. nach SR-Angaben waren Anfang November Koordinierung und Genehmigungen nicht beendet, sodass ein Einschalttermin noch nicht absehbar sei.
Der Umstieg geht auch in Thüringen und im gesamten MDR-Bereich zuende. Die drei Muxe mit 17 öffentlich-rechtlichen Programmen kommen jetzt auch vom Inselsberg.
Über einige Änderungen der bisherigen Planung wurde bereits berichtet. Die Umstiegs-„Phase 3a“ endet am 5. Dezember mit den letzten Aufschaltungen der Programme von ARD und ZDF in Mecklenburg-Vorpommern, NRW und Schleswig-Holstein. In drei Bundesländern stehen Kanalwechsel an. In die Schluß-„Phase 3b“ geht der Umstieg mit drei Terminen ab dem 13. März 2019.
Quellen: Massnahmen am 28.11. (DVB-T2 HD), Infos von HR, MDR, SWR und DVB-T2 HD. Aufschaltungen, Kanalwechsel.
Hintergrund: Migration, FreenetTV. DVB-T2 HD in Ba-Wü, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Thüringen.
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16.11.2018 • Digitalradio: DAB+ im Neuwagen wird zur Pflicht (2)
Einige Stellungnahmen gibt zur gestrigen Verabschiedung des European Electronic Communications Code im EU-Parlament.
Aus Sicht des Weltverbandes WorldDAB ist die Aufnahme des Digitalen Radios „ein wichtiger Meilenstein (...und...) ein deutlicher Beweis dafür, dass DAB+ europaweit als zentraler und zukunftssicherer Ausspielweg für Radio etabliert ist.“ Die EU-Staaten hätten jetzt - unabhängig vom nationalen Einführungsstand - „grünes Licht für die Einführung einer generellen Digitalradiopflicht“.
Auch Heike Raab, Medienstaatsekretärin in Rheinland-Pfalz und Ko-Vorsitzende des Digitalradio Boards, begrüßte den EU-Beschluß. Im Board sei eine Interoperatibilitätsregelung als Novelle des §48 TKG bereits ebenso Konsens wie unter den Bundesländern. „Es ist nun an der Bundesregierung, die Interoperabilitätsverpflichtung zügig umzusetzen“, stellte Raab erneut fest.
Der Branchenverband Vaunet ist sichtlich erfreut, dass „UKW hiervon unberührt“ bleibt. Kritisiert wird, dass die EU die „die zunehmende Radionutzung via Smartphones jedoch nicht berücksichtigt“ hat.
Quelle: Meldung von infosat, Presseinfos von Digitalradio Büro und Vaunet vom 15.11.
Hintergrund: EECC (Download); Artikel 113 und Annex XI beachten.
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16.11.2018 • Digitalradio: MacDonalds verlost 500 DAB+-Radios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Beim vorweihnachtlichen „Monopoly“-Gewinnspiel von MacDonalds gibt es u.a. 500 Digitalradios zu gewinnen. Es handelt sich um das portable Digitradio 215 mit Branding für Schwarzwald-Radio aus der Produktion von Technisat.
Quelle: Meldung von satnews vom 16.11. | Hintergrund: Digitradio 215 in der dehnmedia-Datenbank.
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16.11.2018 • Digitalradio: Verzögerungen beim HR-Netzausbau
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für die Inbetriebnahme der vier noch für 2018 angekündigten neuen Sendestandorte für den DAB+-Mux des HR (Kanal 7B) ist mit Verzögerungen zu rechnen. Hintergrund sind u.a. wetterabhängige Bauarbeiten an den Standorten Gießen-Dünsberg und Gelnhausen. Dort ist der HR mit seiner Sendetechnik nur Mieter des Turmbesitzers.
Mit der am Standort Habichtswald vorgesehenen Leistungserhöhung ist nach Angaben des HR im 2. Quartal zu rechnen. Der neue Sender Würzberg soll im Herbst 2019 in Betrieb gehen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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15.11.2018 • Digitalradio: MDR testet Stadtsender in Erfurt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der DAB+-Testsender des MDR für das Erfurter Stadtgebiet ist laut einer Meldung jetzt in Betrieb. Drei Programme mit unterschiedlichem Fehlerschutz werden von einem 0,5 kW-Sender im Kanal 11A gesendet. Das Projekt soll zeigen, „ob mit einem Kleinleistungssender vom Dach des MDR-Landesfunkhauses Erfurt ein signifikanter Versorgungsbeitrag für das Erfurter Stadtgebiet erzielt werden kann“. Das hatte der MDR im September auf Anfrage von dehnmedia mitgeteilt. Der auf das 4. Quartal 2018 begrenzte Test steht in Zusammenhang mit Klagen über schlechten Radio- und TV-Empfang in der Erfurter Innenstadt. Ein Gutachten der Medienanstalt TLM hatte einen Stadt-Standort empfohlen.
Quelle: Meldung von satnews vom 15.11. | Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
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15.11.2018 • Digitalradio: DAB+ im Neuwagen wird zur Pflicht (1)
Das Europa-Parlament hat gestern eine Neufassung des European Electronic Communications Code verabschiedet. Laut Artikel 113 legt fest, dass Autoradios in Neufahrzeugen künftig einen Digital-Tuner haben müssen. Den Mitgliedsstaaten dürfen das auch auf andere Radioprodukte anwenden. Zur Freude der Telekoms sind Produkte mit „untergeordneter“ Radiofunktion ausgenommen; ausdrücklich genannt werden Smartphones.
Laut Richtlinie müssen Fernseher mit einem Display ab 30 Zentimetern Diagonale mindestens eine Schnittstelle für einen in der EU anerkannten oder industriewweiten digitalen Empfangs-Standard aufweisen.
Der EU-Beschluß nennt keine konkreten Technik-Standards. Ab 2021 (zwei Jahre nach der im Frühjahr 2019 erwarteten Veröffentlichung im Offiziellen Bericht der EU) düfte der Beschluß wirksam werden. Daher ist vom aktuellen Stand - also von DAB/DAB+ bzw. der DVB-Familie - auszugehen.
Die Mitgliedsstaaten sollen im Übrigen die Programmveranstalter „ermutigen“, interoperable Digital-Techniken zu nutzen, damit die Geräte auch für andere Dienstangebote genutzt werden können. Ist das nachweislich nicht der Fall, soll ein „kostenloser und einfacher Prozeß der Rückgabe“ gewährleistet sein.
Bisher hatte Italien bereits DAB+ zur Ausstattungspflicht für alle ab dem 1. Januar 2020 angebotenen Radios beschlossen. Frankreich plane Ähnliches, sobald die Netzabdeckung von DAB+ 20 Prozent erreicht. Nachdem das deutsche Bundeskabinett seit 2011 mehrere Versuche in gleicher Richtung abschmetterte, will die aktuelle Bundesregierung eine Interoperabilitäts-Bestimmung in eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes einbauen. Ziel sei es, „das Digitalradio als niedrigschwelliges Medium zu stärken“.
Quelle: Meldungen von infosat vom 15.11. | Hintergrund: EECC (Download); Artikel 113 und Annex XI beachten.
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15.11.2018 • Vor 20 Jahren: Weltpremiere für Digital-TV via Antenne
Am 15. November 1998 ging DVB-T in England weltweit erstmals in den Regelbetrieb. Es handelte sich um das kostenpflichtige Programmpaket OnDigital. Wie bei uns ab 2002 gab es sechs Multiplexe. Drei wurden mit analog-terrestrischen Programmen belegt, die anderen mit neuen belegt.
OnDigital hatte von Beginn an Probleme mit Settopboxen und war mit £199 erheblich teurer als BSkyB, das zeitgleich für £159 nicht nur konkurrenzlose 200 Programme via Satellit sondern auch Schüssel und Box samt Installation anbot. Wenig später traten Kabel-Netzwerke in den Wettbewerb ein.
Im April 1999 meldete OnDigital 110.000 Abonnenten und es zeichnete sich ab, dass man mit BSkyB (zeitgleich 350.000 Kunden) nicht mithalten konnte. Das änderte sich auch nach einem Rebranding im Juli 2001 nicht: Als ITV digital wollte die Nähe zur Ursprungsmarke ITV werblich nutzen. Anfang 2001 hatte Sky schon 5,7 Mio. Abonnenten, während ITV Digital sich gerade über die 1 Mio.-Grenze kämpfte.
Gegen den Mangel an Abos konnte man auch mit teuren Fußball-Deals nicht anarbeiten. Das betraf zunächst vier Jahre Champions League ab 1999/2000. Für immerhin 315 Mio. £ erwarb man dann ein Dreijahrespaket der britischen Football League. Das erwies sich bald als Anfang vom Ende: Für das zweite und dritte Jahr wollte man statt vereinbarter 179 Mio. £ nur 50 Mio. £ zahlen, was die Sportfunktionäre verweigerten.
ITV Digital wurde im März 2002 u.a. wegen dieser hohen Schulden unter Zwangsverwaltung gestellt. Nachdem sich kein Käufer fand wurde Ende April 2002 die Liquidation eingeleitet. Der Sendebetrieb wurde beendet, die Sendelizenz kassiert.
Seit Oktober 2002 gibt es in England Freeview - ein digitalterrestrisches und wie der Name sagt: frei empfangbares Angebot. 2009 starteten erste HDTV-Kanäle.
Freeview wurde zum Vorbild für Deutschland, wo frei empfangbares DVB-T ab 2002 eingeführt wurde - zuerst in Berlin und dort weltweit erstmalig in Verbindung mit der Analog-Abschaltung. Erst nachdem die Privaten ihre HDTV-Kanäle auf allen Verbreitungswegen kostenpflichtig vermarkten (seit 2017 auch über DVB-T2 HD), gibt es in Deutschland terrestrisches Pay-TV.
Quellen: Wikipedia über OnDigital/ITVdigital, Freeview (engl.) | Hintergrund: Rundfunkgeschichte.
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15.11.2018 • Unterhaltungselektronik: Weniger Fernseher - aber smart
„Smart-TV-Geräte avancieren zur Standardausstattung in den TV-Haushalten Deutschlands“, freut sich heute die Deutsche TV-Plattform. Unter Verweis die GfK-Marktforschung heißt es, dass 3,4 Mio. der in den ersten drei Quartalen 2018 etwa 4,6 Mio. verkauften Fernseher smarte Funktionen aufweisen. Der „smarte“ Anteil sei somit um 5 auf 74 Prozent gestiegen. Der Großteil dieser Fernseher (86 Prozent) arbeite mit dem Interaktiv-Standard HbbTV. Im gleichen Zeitraum seien zudem rund 480.000 Settopboxen und Videoplayer/-Recorder mit solcher Aussttattung über die Ladentheken gegangen.
Die vorliegenden Zahlen zeigen aber auch, dass der Verkauf „smarter“ Fernseher - wegen der ab 2012 eingebrochenen Gesamtverkaufszahlen - nach Stückzahlen bis 2016 annähernd stabil war. Rettet „Smart“ die TV-Branche?
Der Verkauf von Boxen etc. fällt in den ersten drei Quartalen 2017/2018 jedoch fast auf die Hälfte ab. Hintergrund ist möglicherweise eine Marktsättigung wegen des im Wesentlichen beendeten DVB-T2 HD-Umstiegs.
Der ebenfalls von der GfK betreute Hemix-Index hatte für das erste Halbjahr den Rückgang des TV-Absatzes um immerhin 11,1 Prozent auf 3,05 Mio. Stück festgestellt. Die o.g. 4,6 Mio. Stück für drei Quartale liegen also im Schnitt eines niedrigen Niveaus. Ob das üblicherweise stärkere Geschäft im Weihnachtsquartal reicht, um den Werten des gesamten Vorjahres (7,02 Mio. TVs wurden verkauft) nahe zu kommen, wird man sehen. Den 2011er-Höhepunkt von 9,5 Mio. Stück zu erreichen, ist ohnehin illusionär.
Wenn keine großartigen Stückzahlen zu machen sind, müssen die Produkte teurer werden, um die Hersteller in die Gewinnzone zu bringen.
Der Anteil der „smarten“ am TV-Markt ist seit 2015 gestiegen (Grafiken klickbar).
Im Vergleich 2017/2018 sind die Stückzahlen der „smarten“ TVs stabil, bei Boxen stark rückläufig.
Die GfK-Zahlen von Ende 2013 zeigen den Höhepunkt des TV-Verkaufs in 2011.
Das bestätigt laut Hemix der im 1. Halbjahr um 7,7 Prozent von 581 auf 626 Euro gestiegene Durchschnittspreis. Dazu mögen hoch beworbene Trend wie 3D, Riesendisplays, UltraHD oder eben „smartes“ Fernsehen beitragen.
Beim Gerätekauf sollte man jedenfalls auf Ausstattungen und Funktionen achten - und darauf, welche man wirklich nutzen will. Und darauf, welche zwar mit bezahlt werden, aber eigentlich nicht erwünscht sind.
Quelle: Presseinfo der TV-Plattform vom 14.11. | Hintergrund: Hemix-Zahlen (1. HJ 2017/2018).
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14.11.2018 • Digitalradio: In NRW sind bis zu 150 Programme möglich
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die NRW-Landesanstalt für Medien (LfM) lässt eine Kurzfassung zur Teilnahme an der Bedarfsabfrage verlauten. Sie bestätigt ein „großes Interesse“ in Sachen DAB+ in NRW.
„47 Veranstalter von Hörfunk- und Audioprogrammen sowie Plattformbetreiber haben Interesse an DAB+-Kapazitäten in Nordrhein-Westfalen angemeldet“, teilt die LfM mit. „Unter den Interessenten sind nationale Anbieter, lokal und regional ausgerichtete private Sender und bundesweit tätige Plattformbetreiber.“
Die LfM hatte ihre Ausschreibung an ein Konzept mit neun kombinierbaren Senderegionen gebunden. Ihre Teilnahme hatten auch Lulu.FM (mit der Nano-Comp electronic GmbH für einen Kölner Small Scale-Mux mit elf Programmen) und Mehr!Radio (Ballungsraum-Mux für Düsseldorf) angekündigt, obwohl ihre Sendekonzepte nicht ins vorgegebene Korsett passen. Laut einer Meldung kann aufgrund der Antowrten mit einem NRW-Potenzial von bis zu 150 Stationen gerechnet werden. Kürzlich wurde auch die Bewerbung von Divicon Media bekannt; das Unternehmen betreibt u.a. die Small Scale-Muxe in Sachsen. Sechs
Regio-Mux für Köln-Bonn. Zum Download eines pdf mit allen Regionen die LfM-Grafik klicken.
der 44 NRW-Lokalradios hatten in der Zeitung ihres Anteilseigner-Verlages hingegen ihre Ablehnung von DAB+ mitgeteilt.
Im Vorfeld hatte eine von der LfM beauftragte Studie den NRW-Lokalradios u.a. geraten, den bisherigen „selbstbezogenen Markt“ aufzugeben. „Allein auf UKW zu setzen, ist eine endliche Geschichte“, hatte LfM-Direktor Tobias Schmid die Ausgangslage beschrieben.
Die LfM will die Unterlagen auswerten und „schnellstmöglich“ an die Landesregierung weiterleiten.
Quellen: Info der LfM NRW, Meldung von satnews vom 13.11. | Hintergrund: LfM-Bedarfsabfrage, DAB+ und Lokalradios in NRW.
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14.11.2018 • Digitalradio: DAB+ ist für die RTL-Radios nicht verzichtbar
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Radioveranstalter müssen die maximale Reichweite ihrer Programme sicherstellen. Dafür alle Verbreitungswege zu nutzen ist für Stephan Schmitter, Chef von RTL Radio und dem RTL Radiocenter Berlin, der Ausgangspunkt zu seiner Positionierung zu DAB+.
„Ansonsten würde ich ja – wie im Beispiel von DAB+ in Berlin – freiwillig auf circa 10 Prozent meiner Kontaktchancen verzichten und mögliche vermarktbare Reichweite verschenken“, sagt der Radiomann im Interview mit Infosat. Man dürfe den Wettbewerber nicht das Feld überlassen. So fiel die Entscheidung, DAB+ „als einen von vielen Empfangswegen neben dem Hauptübertragungsweg UKW, Kabel und IP“ zu besetzen. Nachdem man in Sachsen-Anhalt aus Lizenzgründen bereits Erfahrungen machte, ging man Ende August mit drei Stationen in Berlin und Brandenburg digital in den Parallelbetrieb.
Aus Sicht von Schmitter ist jedoch eine nationale DAB+-Präsenz nicht refinanzierbar. „Wir prüfen ein Engagement in den regionalen Märkten und dort, wo es Sinn macht und es sich finanzieren lässt, müssen wir unseren Hörer die Möglichkeit geben, uns so zu hören wie sie es möchten.“ Folglich deutet Schmitter abschließend an, müsse es nicht bei den genannten Regionen bleiben: Man sei „in weiteren Ländern mit den Landesmedienanstalten im Gespräch, um sinnvolle Möglichkeiten auszuloten.“
Quelle: Schmitter-Interview bei infosat vom 13.11. | Hintergrund: Privatradios und DAB+.
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14.11.2018 • Digitalradio: Probleme mit VW-Autoradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung treten bei VW-Fahrzeugen mit einem ab Werk eingebauten DAB+-Radio in Bayern Empfangsprobleme auf. Dies betrifft offenbar nur den Empfang in Bayern und dort den landesweiten DAB+-Mux des BR: Im Kanal 11D sei zum 1. Juli auf den Protection Level 1B umgeschaltet worden. Dieser werde erstmalig in Deutschland verwendet und ist offenbar in den Vorgaben für die VW-Zulieferer nicht vorgesehen. Betroffene VW-Kunden können von ihrer Vertragswerkstatt oder beim Händler ein Software-Upgrade aufspielen lassen, das das Problem beseitigt.
Quelle: Meldung von satnews vom 13.11.
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13.11.2018 • DVB-T: Leipzig Fernsehen kann weiter senden
Überallfernseh-Logo Leipzig Fernsehen kann im lokalen DVB-T Multiplex der Messestadt (Kanal 31) weitersenden. Der SLM-Medienrat hat mit der LE Medien GmbH als einzigem Bewerber einen neuen Veranstalter für den Lokalsender zugelassen. Die Ausschreibung wurde nötig, weil der bisherige Veranstalter videowerkstatt.net in Liquidation steht und die Lizenz zum Jahresende zurückgegeben hatte. LE Medien bzw. deren Beteiligung F.i.S. GmbH liefert bereits seit 2016 das Programm.
LE Medien kündingt - nunmher als Veranstalter - „ein 24-stündiges, tagesaktuelles, regionales Fernsehvollprogramm“ mit lokalen und sachsenweiten Elementen an. Kern ist das Magazin Drehscheibe Leipzig sowie Drehscheibe Sachsen, Sportsaendungen und aktuelle Live-Übertragungen, heißt es zu den Inhalten.
Der Mux ging 2008 als erstes deutsches lokales „Lowpower-Lowtower“-Projekt auf Sendung mit der sächsischen Mugler AG als alternativem Netzbetreiber. Der Regelbetrieb begann 2010. Leipzig Fernsehen sendet seit 2016 über DVB-T in HDTV (MPEG-4).
Quelle: Presseinfo der SLM vom 12.11. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen, Lokal-TV in Leipzig.
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13.11.2018 • Digitalradio: Ausschreibungen für Nürnberg und Augsburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bayerns Medienanstalt BLM will die Belegung von zwei der vier DAB+-Stadtmultiplexe komplettieren. Gestern wurde eine Ausschreibung für zwei Programmplätze á 66 CU in Nürnberg (Kanal 10C) veröffentlicht. Der Sendebetrieb für die seit kurzem zwei Sendestandorte, den die BLM-Tochter BMT verantwortet, kostet laut Ausschreibung monatlich je 2.303,40 Euro (netto). Im Augsburger Mux (Kanal 9C) ist ein Programmplatz mit 54 CU vakant, für den BMT 1.630,80 Euro berechnet. Bewerbungen für beide Sendegebiete werden bis zum 12. Dezember entgegen genommen. Förderungsmöglichkeiten werden in den Ausschreibungen angedeutet.
Erst vor Kurzem wurde Arabella Plus für alle Stadtmuxe (als Teil einer landesweiten Senderkette) zugelassen. In Augsburg hatte es in diesem Jahr umfangreiche Änderungen des Programmangebots gegeben.
Quelle: BLM-Ausschreibungen zu Nürnberg, Augsburg vom 12.11. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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13.11.2018 • DVB-T2 HD: Regionalfenster bei Sat1 verlängert
Die Medienanstalt LPR hat die Zulassung des Regionalfensters 17:30 Sat.1 Live bis 2024 verlängert. Das von Montag bis Freitag ausgestrahlte halbstündige Regionalmagazin für Hessen und Rheinland-Pfalz wird von der TV IIIa GmbH&Co KG produziert.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 12.11. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Hessen.
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12.11.2018 • Digitalradio: Oldie Welle Niederbayern im Regelbetrieb
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Spartensender Oldie Welle Niederbayern ist nunmehr offiziell im Niederbayern-Multiplex (Kanal 7D) auf Sendung. Getestet wurde das bisher nur im Internet verbreitete Programm mit Musik und stündlichen Nachrichten bereits seit Anfang Oktober. Jetzt wurden laut einer Meldung die OnAir-Ankündigungen für den regulären Betrieb entfernt. Eine offizielle Info vom Veranstalter Unser Radio Deggendorf liegt jedoch nicht vor, die Station hat keine eigene Website. Das SpinOff wurde von der Medienanstalt BLM im Mai zugelassen.
Quelle: Meldung von satnews vom 12.11. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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10.11.2018 • England: 430 Rückmeldungen zu Small Scale-Netzen
England Die britische Medienbehörde Ofcom hat 430 Rückmeldungen auf ihre Bedarfsermittlung zu Small Scale Netzen für Lokalradios („Minimuxe“) erhalten. Dabei wurde eine nicht erfassbare Fülle existierender und geplanter Radiostationen als interessiert genannt.
Die Rückmeldungen betreffen 313 Sendegebiete im ganzen Land. Besonders begehrt scheinen Glasgow (8), Leeds und Westlondon (6), Liverpool und Nordlondon (5) sowie Belfast, Birmingham, Bradford, Ost- und Südlondon und Southampton (je 4).
Die Ergebnisse sind die Grundlage für weitere Vorarbeiten. 2019 will Ofcom Planungen zu Frequenzen und Sendegebieten sowie die Lizenzierungsbedingungen mit der Branche diskutieren. Davor müssen Regierung und Parlament noch die rechtlichen Voraussetzungen beschließen.
Small Scale DAB „öffnet dem digitalen Radio eine neue, lokale Dimension“, hatte Ofcom dem Prinzip kostengünstiger Sendetechnik für kleine Versorgungsgebiete nach dem Abschluß von zehn Testprojekten
Die klickbare Ofcom-Karte zeigt potenzielle Muxe, für die mindestens ein interessiertes Programm bekannt ist.
vor zwei Jahren bescheinigt. Die Testlizenzen wurden im Vorfeld der Abfrage bis 2020 verlängert, um einen Übergang in den Regelbetrieb zu ermöglichen.
Quelle: Meldung von radio today und Ofcom-Bericht vom 9.11. | Hintergrund: Small Scale in England und allgemein.
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10.11.2018 • Digitalradio: DAB/DAB+-Verkauf global leicht rückgängig
Gleich zweimal hatte der internationale Lobbyverband WorldDAB in den letzten Tagen einen Bestand von mehr als 70 Mio. DAB/DAB+-Radios in den europäischen Kernmärkten und Australien gemeldet. Während des Kongresses von WorldDAB (6./7.11.) relativierte Jan Lorbach von der GfK-Marktforschung gar zu positive Urteile. Er sieht zwei Ursachen für den rückläufigen Verkauf im Zeitraum Januar bis August 2017/2018.
Zum Einen hat der im Dezember 2017 vollzogene Aussstieg aus UKW die Verkaufszahlen in Norwegen in diesem Jahr auf normale Werte zurück geholt. Werde das skandinavische Land nicht berücksichtigt, seien die Verkaufszahlen mit plus 3,6 Prozent weiter ansteigend.
Als zweiten Grund nannte Lorbach die Smart Speaker, die in England ein Fünftel des Audiomarktes besetzen und rückläufige Verkäufe von Radios ausgelöst hätte. In Deutschland sollen inzwischen 11 Mio. dieser Datenkraken verkauft worden sein.
Bedenklich ist allerdings, dass Smart Speaker Gerät und Netzzugang koppeln. Die Hersteller treten also als sog. Gatekeeper auf und erfassen und verkaufen Nutzungsdaten. Mit Smart Speakern werden eher Musik-Streamingdienste genutzt als Radio gehört. Insofern greifen die SmartSpeaker nicht nur das digital-terrestrische sondern das Medium Radio insgesamt an.
Quelle: Meldungen von teltarif.de vom 9.11., radioworld vom 7.11. | Hintergrund: DAB+.
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9.11.2018 • DVB-T2 HD: Urlaubsinsel Helgoland ist OnAir
Seit gestern werden 15 Programme von ARD und ZDF in FullHD auch auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland verbreitet. Das teilt der Norddeutsche Rundfunk mit.
Nach bisheriger Planung endet der Umstieg im Bundesland Schleswig-Holstein am 5. Dezember. Dann werden Programme von ARD und ZDF an den Sendestandorten Bredstedt, Brunsbüttel (hier nur ARD und NDR), Heide und auf Sylt auf die neue Technik umgeschaltet.
Quelle: Info des NDR vom 8.11. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Schleswig-Holstein.
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9.11.2018 • DVB-T2 HD: Kanalwechsel am 28. November bestätigt
Auf der offiziellen DVB-T2 HD-Website findet sich seit heute eine Liste der am 8. November vorgesehenen Kanalwechsel. Die Massnahmen betreffen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und das Saarland. Die Ankündigungen stimmen mit den bisher bekannten Informationen überein. Am 28. November werden auch etliche DVB-T Standorte auf DVB-T2 HD umgeschaltet. In dem Zusammenhang nimmt FreenetTV die letzten drei Sendestandorte seiner Versorgungsplanung in Betrieb.
Quelle: Kanalwechsel-Liste vom 9.11. | Hintergrund: Übersicht alle Kanalwechsel bis 2019 (dehnmedia).
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9.11.2018 • Digitalradio: Divicon will NRW ans DAB+-Netz bringen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Leipziger Technikunternehmen Divicon Media hat sich am Call for Interest, der am 29. Oktober auslief, beteiligt und sich damit als DAB+-Netzbetreiber (letztlich alternativ zu Media Broadcast) für DAB+ in NRW ins Gespräch gebracht.
Für einen technischen Dienstleister steht „zuerst die Wirtschaftlichkeit der unterschiedlichen Übertragungswege im Vordergrund“, heißt es in einer Presseinfo. „Durch die jüngsten Entwicklungen von DAB+ in Europa und in Deutschland, wie dem Umstieg von Deutschlandradio von UKW auf DAB+, oder das erfolgreiche Small Scale DAB+ Projekt in Sachsen, rechnet die DIVICON MEDIA mit ausreichend Potential für einen wirtschaftlichen DAB+ Betrieb im Rahmen vieler weiterer Szenarien – so auch in NRW.“
Nach langer genereller Ablehnung von DAB+ hatte die Medienanstalt NRW-LfM im September eine Bedarfsabfrage gestartet, um den „konkreten Bedarf für Übertragungskapazitäten“ zu ermitteln. Der Fragebogen präferierte allerdings ein Regionalkonzept, das eher die Interessen der bestehenden Lokalradios bedient. Potenzielle neue Player in der BRW-Radiolandschaft sahen sich ausgegrenzt.
Divicon betreibt neben zahlreichen UKW-Sendern u.a. die DAB+-Lowpower-Sender in Leipzig und Freiberg.
Quelle: Presseinfo von Divicon Media vom 9.11. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradios in NRW.
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9.11.2018 • Schweiz: Zweiter Deutschschweiz-Mux noch vor Jahresende
DABplus-Logo Schriftzug Der zweite Privatradio-Mux für die Deutschschweiz soll am 15. Dezember in die Probephase und noch vor Jahresende in den Regelbetrieb gehen, teilt das Portal DAB Swiss nach einem Gespräch mit Managern des Netzbetreibers Swiss Mediacast mit.
Demnach sind zunächst neun Sendestandorten im Kanal 7B vorgesehen, jedoch liefen derzeit noch Baubewilligungsverfahren. Auch die Programmbelegung ist noch nicht fixiert. Ein weiterer Ausbau sei 2019 geplant. Strategisch werden zuerst die größeren Agglomerationen und die wichtigen Verkehrsachsen abgedeckt. Auch bei der deutschen Bundesnetzagentur wurden einige Sendestandorte angefragt.
Wie es weiter heißt, gibt es in der schweizerischen Radiobranche aufgrund unterschiedlicher Interessen keinen gemeinsamen Standpunkt zum UKW-Abschalttermin, der zwischen 2021 und 2024 vorgesehen ist. Dazu schreibt DAB Swiss: „Negativ dazu beigetragen haben die manipulierten Fakenews aus Norwegen, wonach der Radiokonsum nach der Abschaltung von UKW eingebrochen sei.“
SMC hat 2017 45 und 2018 bislang 37 neue Sendestandorte in Betrieb genommen. Demnächst wird das letzte nur analog sendende Privatradio neo1 (Emmental) parallel im DAB+-Kanal 8B aufgeschaltet.
Quelle: DAB Swiss vom 30.10. | Hintergrund: DAB+ und Small Scale in der Schweiz.
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8.11.2018 • DVB-T2 HD: Freenet korrigiert Abo-Zahlen stark nach unten
Freenet TV FreenetTV dämpft die Euphorie seiner Aktionäre hinsichtlich FreenetTV. In der Zwischenbilanz der Muttergesellschaft Freenet AG zum 3. Quartal 2018 wurden erhebliche Korrekturen der Abozahlen nach unten vorgenommen.
Die Betreibergesellschaft Media Broadcast hatte Ende August 1,14 Mio. zahlende bzw. 1,001 aktive Nutzer des Abofernsehens via DVB-T2 und Sat angegeben. Jetzt wurde die Kundenzahl auf 901.500 reduziert - also um immerhin gut 20 Prozent. Laut Quartalsbericht werden nämlich nicht mehr verkaufte Guthabenkarten sondern nur die tatsächlich freigeschalteten Abos gezählt. Dies geschehe „aus Gründen größerer Transparenz und besserer Messbarkeit“, so die Mutter-AG.
Bislang wurde die Anzahl der verkauften Kundenkarten mit der Anzahl der freenet TV Abo-Kunden gleichgesetzt. Allerdings hat ein Teil dieser Kunden regelmäßig seine Guthabenkarten auf Vorrat gekauft, ohne diese unmittelbar zu aktivieren beziehungsweise den entsprechenden Umsatz zu generieren.
Die Entwicklung redet man dennoch gut: Nach der geänderten Zählweise sei die Zahl der RGUs („Revenue Generating Units“ = Umsatzerzeugende Kunden) binnen Jahresfrist von 744.900 um 21 Prozent auf den heutigen Wert gestiegen. Daher sehe man sich „auf direktem Wege, das Jahresziel von 1 Millionen RGU zu erreichen“, adressiert das Management (aus dem sich kürzlich der Finanzchef verabschiedet hatte) die Aktionäre. Parallel bleibe es weiter beim Ziel von 1,2 Mio. Kunden (nach alter Zählweise).
Media Broadcast, die Betreibergesellschaft von FreenetTV, steckt unterdessen (und trotz des Verkaufs der UKW-Infrastruktur) in erheblichen finanziellen Problemen. Sie stellt die Mitarbeiter vor die Wahl zwischen einer Viertagewoche ohne Lohnausgleich oder Entlassungen von 25 Prozent der Beschäftigten.
Nachtrag : Ein Sprecher von Media Broadcast teilt zur Entwicklung der Kundenzahlen ergänzend mit: „Darüber hinaus gab es im Juni, als das erste Jahr freenet TV Mitgliedschaft auslief, eine signifikante Anzahl an Abo-Kunden, die nicht verlängert haben.“ Der Rückgang der aktiver Nutzer stehe im Übrigen in keinerlei Beziehung zu den geplanten Beschäftigungsmassnahmen.
Quellen: Meldung von Broadband TV News, Quartalsbericht vom 7.11. | Hintergrund: FreenetTV.
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8.11.2018 • Digitalradio: Neue Hybridkonzepte für Autoradios
Ein Referenz-Konzept für künftige hybride Autoradios stellte die britische Firma Radioplayer beim Kongress von WorldDAB in Berlin vor.
Die über DAB, UKW und Webradio erfassten Stationen stellt der Prototyp - im Gegensatz zu aktuellen Produkten - in einer einzigen Programmliste dar, so dass man nicht mehr zwischen Empfangswegen umschalten muss. Für das Arrangieren der Senderlisten mit großzügig dimensionierten
Link zum Demovideo von Radioplayer.
Programmicons und die Bedienung der gespeicherten Programme wurde das Vorbild heutiger Smartphones und Tablets aufgegriffen. Aber auch Lenkrad-Fernbedienungen wurden berücksichtigt. Der Prototyp basiert auf einem 7 Zoll Android-Touchscreen.
Sprachsteuerungen erleichtern die Bedienung eines Autoradios erheblich; Tests sind für die nächste Entwicklungsphase vorgesehen. Sprachsteuerungen wünschten sich auch andere Redner in Berlin, einige wollen diese aber nicht unter Kontrolle der Datenkraken wissen.
Quelle: Presseinfo von Radioplayer UK vom 7.11. | Hintergrund: DAB+.
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8.11.2018 • Digitalradio: DAB+ wichtigster digitaler Sendeweg
Während des WorldDAB-Kongresses wurde eine Unsicherheit einiger Radiomacher bezüglich der Zukunft ihres Mediums zurück gewiesen. Michael Oschmann (Müller Medien, beteiligt an zahlreichen Stationen in Deutschland) gibt einen positivem Ausblick. DAB+ gibt er die wichtigste Rolle in einem Mix digitaler Sendewege. IP ergänze das durch Special Interest-Angebote. Diesen Gedanken illustrierte Siobhan Kenny vom britischen Privatradioverband Radiocentre mit der Info, dass in England 74,4 Prozent des digitalen Audiokonsums live - also als Radio - stattfinden, während nur 10,2 Prozent durch Audio-Abrufen ausgelöst werden.
Eine neue Studie aus England weist die Vorteile von DAB+ gegenüber Mobilfunknetzen der 3. und 4. Generation aus. Dabei schnitt mobiles Internetradio wegen Funklöchern und langsamen Datenverbindungen abseits der Autobahnen schlecht ab. Schon heute überlaste der Videokonsum vielfach den Mobilfunk, kommentierte Simon Mason vom britischen Netzbetreiber Arquiva. Im Zusammenhang mit dem autonomen Fahren rechne er mit einer Zunahme des Videokonsums. Für das Radio bleibe da noch weniger Platz in den Mobilfunknetzen übrig.
Quelle: Bericht von teltarif.de vom 7.11. | Hintergrund: DAB+.
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8.11.2018 • Digitalradio: Top100 Station sendet in Berlin
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Top100 Station hat den Sendebetrieb im Berliner DAB+-Mux (Kanal 7B) begonnen. Damit erweitert der Berliner Musiksender seine Verbreitung aus dem Web auf die Terrestrik für die Hauptstadt und deren Umgebung.
Aus der letzten Lizenzierung sind noch die Sendestarts von Radio Germany One (Berlin) und Power Radio (Berlin/Brandenburg, Kanal 12D) fällig.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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7.11.2018 • Digitalradio: SWR baut sein Sendenetz weiter aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Südwestrundfunk informiert jetzt über seine Planungen für das Sendenetz bis Jahresende. Vorgesehen sind Inbetriebnahmen an folgenden Sendestandorten und Terminen in Baden-Württemberg:
14. November : Baiersbronn und Schramberg im Kanal 8D verbessern die Versorgung im Bereich Baiersbronn, Freudenstadt, dem oberen Schiltachtal sowie in und um Schramberg.
20. November : Weingarten im Kanal 8A erweitert die Versorgung im Raum Weingarten und Ravensburg.
13. Dezember
18. Dezember
: Bad Urach und Sigmaringen schließen Versorgungslücken im Kanal 8D im Ermstal (Metzingen, Bad Urach, B465) sowie im Donautal um Sigmaringen (B32).
Für 2019 bestätigt der SWR den Netzausbau an den Standorten Haardtkopf (mit Leistungserhöhung), Diez an der Lahn, Bitburg, Alf Bullay, Zweibrücken und Oberes Ahrtal in Rheinland-Pfalz.
Quelle: Info des SWR vom 7.11. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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7.11.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV vermarktet mit Technisat
Das Bezahl-Paket FreenetTV wird im Zuge einer Weihnachts-Kampage nunmehr im Bundle mit Settopboxen von Technisat angeboten. Wie beide Unternehmen mitteilen, erhalten Käufer der Boxenprodukte Digipal T2 HD (DVB-T2) bzw. Digit S4 (Sat) eine 12 Monats-Freischaltung für FreenetTV. Dieses für 99,99 Euro gehandelte Kombipaket erspare den Kunden über 40 Prozent im Vergleich mit dem getrennten Erwerb von Box und Guthabenkarte.
Vom 12. November bis 13. Januar soll eine multimediale Werbekampagne vor allem Neukunden überzeugen.
Quellen: Presseinfo von Media Broadcast vom 7.11. | Hintergrund: FreenetTV.
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7.11.2018 • Digitalradio: Allgäu-Mux startet voraussichtlich am 15.12.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der neue Multiplex für das Allgäu geht „voraussichtlich am 15.12.“ auf Sendung. Die Ausstrahlung erfolgt im Kanal 8B und mit je 4 kW Sendeleistung von den Standorten Grünten und Memmingen. Das bestätigt Bayern Digitalradio auf Anfrage von dehnmedia. Wie es weiter heißt wird mit sechs (namentlich noch nicht festgelegten) Programmen von drei Anbietern aus der Region geplant.
Nachtrag : Schon anlässlich der Lizenzierung wurde klar, das AllgäuHit, RT1 Südschwaben, Radio Galaxy Kempten, RSA Radio, RSA2 Heimat und RSA3 Holiday mit hoher Wahrscheinlichkeit die ersten Starter sind. Ebenso, dass RSA Bodensee und Ostallgäu erst nach der Netzerweiterung 2019 folgen. Wann das neue landesweit lizenzierte ArabellaPlus sendet bleibt offen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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7.11.2018 • Digitalradio: Neuer Sendestandort für Nürnberger Lokalmux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Nürnberger DAB+-Stadtmultiplex hat eine Erweiterung des Versorgungsgebietes nach Südosten bekommen: Im Kanal 10C ist der Sender Dillberg mit 10 kW Sendeleistung jetzt ans Netz gegangen. Nach dem Probebetrieb erfolgt die offizielle Inbetriebnahme übermorgen. Derzeit sind keine weiteren Standorte für den Nürnberg-Mux geplant. Das bestätigte der Netzbetreiber Bayern Digitalradio auf Anfrage von dehnmedia.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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7.11.2018 • Digitalradio: MDR bestätigt Aufschaltung auf dem Kreuzberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 rDer MDR hat die Inbetriebnahme des Senders Kreuzberg/Rhön für seinen Thüringen-Mux (Kanal 8B) offiziell bestätigt. Von dem Standort in Bayern werde „der Südwesten Thüringens nunmehr deutlich stabiler mit den über DAB+ verbreiteten MDR-Hörfunkprogrammen versorgt“, so Niels Schulze, Abteilungsleiter Programmverbreitung des MDR. Die nach Thüringen gerichtet abstrahlende Antenne wird vom BR betrieben und die Nutzung durch den MDR beruht auf einer Vereinbarung beider Bundesländer.
Der Versorgungsgrad in Mitteldeutschland steige mit dem neuen Sender auf 85 (Indoor) bzw. 97,5 (mobil) Prozent.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 6.11. | Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
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6.11.2018 • AGF: Noch 350.000 Haushalte am analogen Kabel
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Kampagne der Kabelnetzbetreiber zur Abschaltung des letzten analogen Rundfunkempfangsweges trägt Früchte. Im Oktober stieg nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) die Zahl der Digital-Haushalte um 130.000 auf 38,45 (Vormonat: 38,32) Mio. Das entspricht 99,1 (98,8) Prozent der 38,8 Mio. Fernsehhaushalte in Deutschland.
Bei den meisten Netzanbietern wird auch der Radioempfang künftig nur noch digital (mit DVB-C Technik) möglich sein. Aber es gibt natürlich Alternativen.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.11., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine (extern).
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5.11.2018 • DVB-T2 HD: Änderungen der Umstiegs-Planungen
Im Vorfeld des dritten Termins von „Phase 3a“ des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD wurden einige Änderungen von Aufschaltungen gegenüber bisherigen Veröffentlichungen bekannt. dehnmedia gibt die Auskünfte der Pressestellen wieder.
Der Start von FreenetTV am Sender Heilbronn-Weinsberg war für den 24. Oktober avisiert. Nunmehr ist der 28. November vorgesehen, teilt Media Broadcast mit.
Beim NDR ist die ersatzlose Abschaltung des Senders Alfeld vorerst vom Tisch. Dort ist der Umstieg jetzt „für 2019 geplant.“ Für Alfeld und für Uelzen Stadt (wo es beim Umstieg der Muxe von ARD und NDR am 22. Mai 2019 bleibt) stehen laut NDR die Konfigurationen noch nicht fest.
Kerlingen wurde schon 2017 als zusätzlicher Standort für den ARD-Multiplex im Saarland kommuniziert. Nach mehreren Verschiebungen wurde zuletzt der wenig entfernte Standort Berus/Felsberg (von wo früher die Europawelle Saar gesendet wurde) für den 28. November genannt. Von dort möchte der SR „so bald als möglich“ senden. „Die notwendigen Genehmigungs- und Koordinierungsverfahren wurden in die Wege geleitet“, so eine SR-Sprecherin. Ein Einschalttermin sei noch nicht absehbar.
Quellen: Eigene Recherche | Hintergrund: Migration, FreenetTV.
DVB-T2 HD in Baden-Württemberg, Niedersachsen Saarland.
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2.11.2018 • Digitalradio: NRW-Sendenetzer sucht Gründe gegen DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Einen - tatsächlich gravierenden - Grund gegen DAB+ nennt Peter Beinke, Technikchef bei Audio Media Service. Der NRW-Sendedienstleister sieht für sich und seine sieben Lokalradio-Kunden aus dem Raum Ostwestfalen-Lippe (OWL) „5G als Alternative für DAB“. Die für DAB+ geplanten Sendegebiete entsprächen den Bedürfnissen der OWL-Radios nicht.
Beinke übt damit indirekt Kritik am Zuschnitt der von der Medienanstalt LfM geplanten neun Senderegionen. Zudem hatte der Fragebogen des am 29. Oktober ausgelaufenen Call for Interest Überlegungen zu alternativen Netzstrukturen unter ferner liefen platziert. Das war auch von anderen Interessenten kritisiert worden. Das LfM-Konzept schießt zudem kleinteilige Sendenetze für Lokalradios aus, die z.B. mit Small Scale-Verfahren kostengünstig realisierbar sein könnten. Ebenso ausgeschlossen werden Ballungsraumkonzepte anderer Anbieter wie Mehr!Radio oder LuluFM.
Dass Beinke zugleich in Populismus macht, wundert nicht: Weil nur 20 Prozent der Radiohörer DAB+-Geräte hätten, würden 80 Prozent der Hörer laut Beinke bei einer UKW-Abschaltung vom Radio abgeschnitten. Eine allgemeine UKW-Abschaltung ist bekanntlich nicht geplant und wird nur von DAB+-Gegnern als Drohgebärde benutzt. 5G für den mobilen Radioempfang dürfte im Übrigen verbraucherfeindliche Wegezölle mit sich bringen.
Beinkes Unternehmen AMS ist im Übrigen eine Mehrheitsbeteiligung der Neuen Westfälischen Zeitung, in der sein Statement veröffentlicht wurden. Dieser Verlag hält - welch ein Zufall - je drei Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen an OWL-Lokalradios. Die Firmengruppe ist wiederum Teil der Unternehmensgruppe DDVG. Diese gehört der SPD, deren NRW-Politiker ebenfalls gegen DAB+ arbeiten.
Quelle: Bericht der NW vom 1.11. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradios in NRW; Radiobeteiligungen der NW (KEK).
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2.11.2018 • Satellit: Sky beginnt SD-Abschaltungen
1" Sky leitet das Ende des Simulcasts in Standard- (SD) und HDTV-Bildauflösung via Astra ein. 14 SD-Programme werden laut einer Meldung am 29. November abgeschaltet. Für betroffene Abonnenten werden die HDTV-Varianten ohne Aufpreis freigeschaltet. Sky ordne zugleich seine Astra-Programme neu und spare dadurch zwei seiner elf Astra-Transponder. Über deren künftige Nutzung wurde nichts bekannt.
Das Bezahlfernsehen geht diesen Schritt als erster deutscher TV-Anbieter. Begünstigt wird das durch die Ausstattung mit HDTV- und UltraHD-Geräten von rund 31 Mio. bzw. 80 Prozent der Haushalte. Laut Digitalisierungsbericht Video 2018 ist in 19,8 Prozent der Haushalte auch das Zweitgerät für HDTV geeignet. Als „HD-only“ gelten knapp zwei Drittel (26 Mio.) der TV-Haushalte. 69,4 Prozent sehen nach eigenen Angaben tatsächlich HDTV-Programme.
Die ARD-Anstalten und das ZDF „avisieren“ die Abschaltung ihrer SD-Programme via Astra nach Angaben der Medienanstalten für Mitte 2020. ProSiebenSat1 und RTL werden dem nicht vor 2023 folgen: Das Bundeskartellamt hatte Ende 2012 ihre Vorhaben verhindert, SD-Programme via Sat, Kabel und IPTV kostenpflichtig grundzuverschlüsseln. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 55 Mio. Euro Bußgeldern und gegen die Zusage eingestellt, dass die SD-Programme über Kabel, Sat und IPTV bis Ende 2022 frei empfangbar bleiben.
Quelle: Meldung von DF vom 31.10. | Hintergrund: HDTV-Roadmap.
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1.11.2018 • Digitalradio: Thüringen-Mux des MDR jetzt vom Kreuzberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Thüringen Nach Angaben von ukwtv.de wurde der DAB+ Thüringen-Mux des MDR jetzt am bayerischen Sendestandort Kreuzberg/Rhön aufgeschaltet. Der Mux mit den MDR1-Lokalisierungen für Erfurt, Gera, Suhl und Heiligenstadt wird im Kanal 8B gesendet. Die Sendeleistung soll entsprechend der Zulassung durch die BNetzA bei 10 kW liegen.
Quelle: ukwtv.de vom 30.10. | Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
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1.11.2018 • Digitalradio: ARD und Garmin partnern bei Verkehrsinfos
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Garmin integriert als erster Hersteller via DAB+ empfangene TPEG-Daten der ARD-Verkehrsredaktionen in ein Navigationsgerät. Das Navi DriveSmart 5 MT-D ARD | EU ist seit Kurzem im Handel. Es bietet u.a. kartenbasierte Echtzeitdienste zur Verkehrslage, Routenberechnung und Ermittlung alternative Strecken, Hilfen bei der Parkplatzsuche usw.
Die Transport Protocol Experts Group (TPEG) entwickelt als internationales Expertengremium Verkehrsinfo-Dienste und betreibt deren Standardisierung. TPEG-Daten sind umfangreicher, präziser und schneller beim Nutzer als die bisherigen analogen Verkehrs-Infos. Sie können über beliebige digitale Netze verbreitet werden. TPEG soll den bekannten Traffic Message Channel (TMC) ablösen, einen mit UKW/RDS verbundenen analogen Datendienst.
Die ARD sendet seit 2005 TPEG-Daten in ihren DAB- bzw. DAB+-Multiplexen.
TPEG-Daten der ARD auf dem Garmin-Navi (klickbare Grafik von Garmin).
Seit September 2017 werden die TPEG-Daten der ARD im Regelbetrieb ausgestrahlt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und TPEG, Telematik-Forschungen.
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1.11.2018 • Kabelradio: Alternativen für den Hörfunk-Empfang
Derzeit läuft die Kampagne für die Digitalisierung des Rundfunkkabels auf Hochtouren. Die Umstellung betrifft nicht nur das Fernsehen, sondern bis auf wenige Ausnahmen auch den Radioempfang. Über das Kabel wurde im UKW-Spektrum gesendet; Kabelradio war also mit jedem UKW-Radio empfangbar. Nach der Digitalisierung funktioniert das nicht mehr und ein Empfänger für den Kabelstandard DVB-C wird benötigt. Aber es gibt natürlich auch Alternativen. Hier eine kurze Übersicht über die Empfangswege des Radios.
KabelradioFür digitales Kabelradio braucht man einen DVB-C Tuner. Ein Fernseher ist fürs Radiohören eher ungeeignet, zeigt aber immerhin eine Programmliste an - auch wenn die Signale aus einer Kabel-Settopbox kommen. Nur hochwertige Boxen haben ein Display, das Sendernamen anzeigt. Derzeit ist nur ein Zusatztuner als lieferbar bekannt, der als Radio konzipiert ist, genau das tut und Stationsspeicher hat.
UKWJedes Radio (auch das bisher ans Kabel gestöpselte) kann UKW „durch die Luft“ empfangen. Eine neue Programmierung von Stationstasten ist notwendig. Nahe am Sender ersetzt eine ansteckbare Stabantenne die Kabeldose.
DAB+Terrestrisch ist digital die bessere Lösung, vor allem wenn (wie u.a. in Berlin oder Bayern) zahllose Programme angeboten werden - auch solche, die es nicht über UKW gibt. DAB+-Radios gibt es in allen Varianten vom Taschenradio bis zur Stereoanlage.
WebradioTausende Radiostationen aus aller Welt werden im Internet bzw. über Webportale verbreitet. Webradios bekommen ihre Daten von einem Router und über LAN-Kabel oder WLAN. Die Überschreitung von Volumengrenzen und die Nutzung von Radio-Portalen können zusätzliche Kosten auslösen!
MobilfunkBeim Radio am Smartphone handelt es sich, wenn kein UKW-Tuner eingebaut ist, in der Regel um Internet-Radio über ein Mobilfunk-Netz. Es gelten die Beschränkungen des Mobilfunkvertrages (z.B. zusätzliche Kosten oder Leistungssenkung bei Überschreitung des Limits).
Mobilfunk 5GWenn überhaupt werden flächendeckende 5G-Netze mit broadcastähnlicher Technik für Radio- und TV-Empfang kaum vor 2030 marktreif. Ähnlich wie im Kabel wird der Mobilfunkanbieter zusätzliche Gebühren verlangen. Die gegenwärtigen technischen Konzepte des Mobilfunks sind ungeeignet, Programme im bisherigen Umfang gleichzeitig an tausende Hörer zu streamen.
Viele im Handel angebotene Radiogeräte sind seit einiger Zeit hybrid, während die deutsche Politik die Übernhame entsprechender EU-Vorgaben immer noch aussitzt. Die meisten DAB+-Radios und Webradios haben grundsätzlich UKW mit an Bord. Es gibt viele Produkte für alle drei Sendewege.
Produkte für Heimnetze bzw. mit Sprachsteuerung sind nicht ohne Weiteres als Radio zu bezeichnen. Sie benötigen ein integriertes oder angeschlossenes Empfangsgerät für einen der o.g. Sendewege. Smart Speaker funktionieren ohnehin nur durch ihre Verbindung ins Web - und eben auch zu Webradios. Aufgepaßt: Alexa & Co. verkaufen Informationen über das Nutzungsverhalten. Ob und wie das geschieht können Besitzer dieser Geräte nicht wirklich kontrollieren.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ - Datenbank.



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