Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

Hinweis: Zum Lesen verlinkter PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden.

14.1.2022 • Digitalradio: Sportradio NRW will ab 4. Februar senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sportradio NRW will am 4. Februar im DAB+-Ensemble NRW (Block 9D) auf Sendung gehen. Es handelt sich um das 13. von 16 Stationen, die Zuweisungen für den von der Media Broadcast-Tochter Audio Digital betriebenen landesweiten Multiplex haben.
Der Spartensender ist ein Ableger von Sportradio Deutschland (Bundesmux 2) für das Bundesland. Der Veranstalter, die Leipziger Teutocast, plant zwei weitere DAB+-Sender für das Bundesland. Dort steht noch der Sendestart der Oldie Antenne, eines Spartensenders von Antenne Bayern, aus.
Quellen: Meldung von Infosat vom 13.1. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
Zum Seitenanfang

12.1.2022 • Belgien: RTBF plant UKW-Ausstieg bis 2027
RTBF, die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt für Wallonien, den französischsprachigen Teil Belgiens, will die analoge Radioverbreitung über UKW bis 2027 abbauen. Das ist Teil eines neuen Strategiekonzepts, das auf einen digitalen Wandel setzt, um mehr jüngere Menschen zu erreichen.
Ende 2020 hatten 20 Prozent der wallonischen Bevölkerung ein DAB+-Radio und etwa 80 Prozent war das digitale Sendeverfahren bekannt. Der Anteil digitaler Plattformen (DAB+, Streaming, Digital-TV) am Radiokonsum lag zeitgleich bei rund 50 Prozent.
Die neue Strategie schließt auch den Ausstieg aus der digitalen TV-Terrestrik bis 2027 ein; stattdessen wird auf IPTV gesetzt.
Quelle: Meldung von radioworld vom 6.1. | Hintergrund: DAB+ in Belgien.
Zum Seitenanfang

11.1.2022 • Österreich: Lulu.FM bereicht Großraum Wien ab Samstag
Der Kölner Sender Lulu.FM nimmt am Samstag (15.1.) um 9 Uhr den Sendebetrieb im Wiener DAB+-Ensemble auf. „Österreichs Hauptstadt und größte Metropole, mit seiner vielfältigen und offenen queeren Szene, bekommt damit ein LGBTIQ-Radio, dass für queere Vielfalt, Hörbarkeit und Sichtbarkeit in der österreichischen Radiolandschaft sorgt“, wird dazu mitgeteilt.
Lulu.FM geht davon aus, dass bereits rund 500.000 Einwohner das Programm empfangen können. Der Wiener DAB+-Mux sendet vom Standort DC Tower mit 13 kW Leistung im Block 11C. Versorgt wird der Großraum der österreichischen Hauptstadt samt Teilen Niederösterreichs und bis nach Tschechien hinein, so Lulu.FM.
Quelle: Presseinfo von Lulu.fm vom 11.1. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
Zum Seitenanfang

10.1.2022 • Österreich: Welle1 schaltet über DAB+ auf Wien um
Welle1, seit fast genau einem Jahr mit einem Musikprogramm im nationalen DAB+-Mux des Nachbarlandes auf Sendung, verbreitet seit heute ihr neues Programm für Wien auch über das nationale DAB+-Netz.
Hintergrund ist der heutige Start der UKW-Verbreitung in der Hauptstadt mit dem für Wien gebauten Inhalten. Die UKW-Lizenz hat Welle1 zwar schon seit 2017. Jedoch wurde der Sendebeginn durch die Klage eines unterlegenen Bewerbers bis jetzt verzögert.
Quelle: Bericht von radiowoche vom 10.1. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
Zum Seitenanfang

9.1.2022 • England: Nationale DAB-Muxe werden bis 2035 verlängert
Die britische Regierung hat der Medienbehörde Ofcom gestattet, Lizenzen für die beiden nationalen DAB-Multiplexe bis Ende 2035 zu verlängern. Die Entscheidung erfolgt im Ergebnis einer von Juli bis September 2021 durchgeführten Konsultation.
Die Presseinfo nennt 46 Radiostationen, denen damit eine längere Perspektive geboten werden soll. Multiplex Digital One (Lizenz endet im November 2023) Sound Digital (März 2028) bleiben damit Betreiber der nationalen Ensembles.
Die Regierung wurde aktiv, weil Ofcom aus rechtlichen Gründen diese Lizenzen nicht selbst verlängern darf. Die öffentlich-rechtliche BBC unterliegt andere Gesetzen und ist nicht betroffen.
DAB ist nach Stand 3. Quartal 2021 mit 43 Prozent der Hörzeit meistgenutzter Radio-Verbreitungsweg in England. Auf andere digitale Ausspielwege entfallen zusammen weitere 23 Prozent. 90 Prozent der Briten nutzen den digitalen Radioempfang.
Quelle: Presseinfos des Digitalministeriums zu Lizenz und Konsultation vom 5.1. | Hintergrund: DAB+ in England.
Zum Seitenanfang

3.1.2022 • Digitalradio: Rockland räumt Platz in Berlin/Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rockland hat am Wochenende wie angekündigt seinen Platz im Berlin-Brandenburger Block 12D geräumt. Der Veranstalter hatte die eigentlich bis 2025 gültige Zuweisung zum Jahreswechsel zurückgegeben. Die Musikwelle der Magdeburger VMG-Gruppe war zur IFA 2018 in dem damals neuen Zweiländer-Ensemble auf Sendung in der Hauptstadtregion gegangen. In Sachsen-Anhalt (Block 11C) und Leipzig (Block 6C) sendet Rockland weiter.
Für den Block 12D werden vier Programme erwartet; Termine für die Aufschaltungen sind jedoch nicht bekannt. Es handelt sich um den Newcomer Großstadtradio, Radio Holiday (The Radio Group), Mega Radio Berlin (Mega Radio hatte eine frühere Zuweisung nicht wahrgenommen) und das Potsdamer BHeins (war von 2014 bis 2016 auf DAB+).
Eine weitere Änderung für die Hauptstadtregion, ebenfalls noch ohne Termin, ergibt sich aus den November-Beschlüssen der MABB: Im Berliner Block 7B steigt Germany One aus; das Schwesterprogramm von Radio Holiday wird durch ByteFM ersetzt.
Quellen: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
Zum Seitenanfang

2.1.2022 • Digitalradio: Bilanz 2021 - Ausblick 2022
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zehn Jahre nach dem Neustart der digitalterrestrischen Radioverbreitung führt kein Weg mehr an DAB+ vorbei. Das belegen die Einschalt- und Verkaufszahlen und das Programmangebot, das bis Ende 2021 auf rund 300 Kanäle unterschiedlichsten Charakters anwuchs. Rund 100 davon werden ausschließlich digital verbreitet - also über DAB+ und das Internet.
In der Konsequenz können auch bisher zurückhaltende Privatradios nicht mehr abseits von DAB+ agieren: 2021 haben neue Länder-Multiplexe für kommerzielle Stationen im größten Bundesland NRW, dem Saarland und Thüringen den Sendebetrieb begonnen. Weitere neue landesweite und regionale Netze für private Radiosender sind in Vorbereitung. Weit voran ist Bayern, wo jetzt alle UKW-Privatradios ihren Platz auf DAB+ haben. Für die Flächen-Bundesländer planen die ARD-Anstalten weitere Sendeanlagen ein, um letzte Lücken zu schließen und den Indoor-Empfang ihrer Programme zu sichern. Der Geräte- und Hörermarkt wird durch die Präsenz der Privatradios in weiteren Bundesländern und durch die europaweite Hybridtuner-Pflicht vorangebracht.
Bedenklich scheinen allerdings Programmkonzepte, die das Radio zur automatisierten Diskothek verkommen lassen und deren Betreiber auf kostengünstigen personalarmen Betrieb setzen, und auf schnelle Gewinne trotz eher geringer Werbeumsätzen spekulieren. Sie schreiben nicht nur das Prinzip jeglicher Medienarbeit - die Kombination von Information und Unterhaltung - in den Wind. Statt diese Tradition und die Vorzüge des Mediums (u.a. die schnelle Reaktion auf Ereignisse) weiter zu entwickeln koppelt man die Hörer vom Geschehen in Deutschland und der Welt ab. In diesen dramatischen Zeiten, wo kompetente Information eine hohe Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft hat, ist das nicht nachvollziehbar.
Einen ausführlichen Rückblick auf die Ereignisse von 2021 und eine Vorausschau auf 2022 gibt ein umfangreicher neuer Beitrag.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Deutschland vom 15.12. | Hintergrund: DAB+ - Bilanz und Ausblick.
Zum Seitenanfang

2.1.2022 • DVB-T2 HD: FreenetTV lässt SD-Versionen rotieren
Unter der Kennung „Jetzt testen in SD“ wirbt Plattformbetreiber Media Broadcast weiter für sein gleichnamiges kostenpflichtiges Terrestrik-Paket mit HDTV-Kanälen der Privatsender FreenetTV.
Ein frei empfangbares rotierendes Programm (derzeit Sat1) in der schlechteren alten Standard-Bildauflösung soll nun das HDTV-Angebot besser aussehen lassen und dessen Kosten für neue Kunden attraktiv machen.
Dies geschieht vor dem Hintergrund abstürzender Kundenzahlen. Schon Ende 2020 war der Kundenbestand nach einer kräftigen Preiserhöhung rückläufig und wurde mit rund 1 Mio. Verträgen bilanziert. Im August 2021 meldete der Konzern nur noch 845.000 „umsatzgenerierende Nutzer“. Das entspricht einem Rückgang um 15,9 Prozent und bedeutet einen noch stärkeren Verlust an Umsatzbringern als 2018/19, als 1,14 Mio. Zahlende gemeldet wurden. Zugleich ist das gegenläufig zur stabilen bzw. gering gestiegenen Nutzung von DVB-T2 HD, die die
FreenetTV versorgt seit Mai 2019 rund 80 Prozent der Bevölkerung (hellgrün)
Grafik: Media Broadcast (klickbar).
Landesmedienanstalten mit 2,6 Mio. Haushalten beziffern. Zuvor wurde der gescheiterte Sat-Ableger vom Markt genommen.
Die neuerliche Werbeaktion hängt wohl auch mit dem bevorstehenden Wegfall des sog. Nebenkostenprivilegs zusammen: Das Ende der Zwangsumlage von Kabelkosten auf die Miete soll privaten Haushalten bei der Wahl alternativer TV-Empfangswege helfen.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der Freenet AG vom 11.8. | Hintergrund: Freenet TV.
Zum Seitenanfang

1.1.2022 • Digitalradio: Hamburger Musikwelle beendet ihr Programm
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Hamburger Radio 917xfm hat seine Sendungen zum Jahreswechsel auf allen Verbreitungswegen eingestellt. Zur Aufschaltung des Nachfolgers ByteFM auf DAB+ und UKW liegt noch kein Termin vor.
Das Musikradio wurde 2010 als Abkömmling von Alsterradio gegründet, dem UKW-Radio der Nordwest-Zeitung. Die Verbreitung im Hamburger DAB+-Ensembles begann im Oktober 2017. Kurz danach stieg Antenne Bayern beim Veranstalter mit 49 Prozent ein und Alsterradio wurde zur Rock Antenne Hamburg umfirmiert. Jetzt scheinen zwei Sender des Veranstalters für die Hansestadt einer zuviel zu sein. Die bis April laufende Zuweisung für 917xfm wurde schon zum Jahreswechsel zurück gegeben.
Weiter offen bleibt, wann der zweite DAB+-Privatmux der Hansestadt starten kann. Dafür zugelassen (aber noch ohne Zuweisung eines Programmplatzes) sind Radio Teddy, Radio Holiday, Nordseewelle, Ostseewelle sowie der Newcomer Harbour Town Radio.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 31.12. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hamburg.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2021) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff