Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

Hinweis: Zum Lesen verlinkter PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden.

8.12.2022 • Digitalradio: Testalarm erfolgreich auch über DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zum zweiten Mal führten Behörden des Bundes und der Länder heute den „Warntag“ durch. Aufgabe war ein Test aller an das „Modulare Warnsystem“ (MoWaS) des Bundes angebundenen Systeme, über die die Bevölkerung im Fall von Katastrophen informiert werden soll - von Sirenen bis zum Rundfunk.
Wiederum erwies sich DAB+ „als wichtiger, robuster und zuverlässiger Kanal zur Übermittlung von Meldungen im Krisenfall“, so das Fazit des Digitalradiobüros. „Nach Auslösung der Test-Warnmeldung durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wurde diese von den zuständigen Redaktionen verifiziert und anschließend mehrfach im Programm verlesen. Geeignete DAB+ Radios mit Alarmfunktion schalteten sich aus dem Standby ein und übertrugen das warnende Live-Radioprogramm. DAB+ Radios zeigten einen Lauftext mit wichtigen Informationen auf Deutsch, Englisch und Französisch. DAB+ Empfangsgeräte mit Farbdisplay übertrugen via Slideshow statt üblicher Programmlogos eine rote Kachel mit der Meldung des BBK. Die Entwarnung erfolgte gegen 11:45 Uhr.“ Hervorgehoben wird der in Teilen Bayerns empfangbare Testkanal 10D, wo der Netzbetreiber Bayern Digital Radio „eine scharfe Warnmeldung“ erfolgreich an DAB+ Geräte mit Warnfunktion sendete. Das Büro erinnert außerdem an die Bemühungen um die internationale Standardisierung eines Warnverfahrens für DAB+, das auch ein „Aufwecken“ von Radios aus dem Standby beinhaltet.
Auch die DAB+-Netzbetreiber Milling Broadcast Services (Mux Bad Kreuznach; Rostock) und RegionalRadioBW (Small Scale Test) bewerten ihre Erfahrungen positiv. Dana Diezemann (RegionalRadioBW) weist daraufhin, dass ein dauerhafter Kanal für Warnmeldungen sinnvoll ist, weil noch zu wenige Empfänger die Alarmsignalisierung auswerten.
Christian Millings Einschätzung erinnert an den ersten Warntag: „Das neue groß beworbene Cell Broadcasting hat auf unseren Endgeräten nicht funktioniert“ und die Meldungen über die Warnapps „kamen entweder nicht oder nur mit großer Verzögerung an“, so seine Erfahrung mit Mobilfunk-Diensten. Zudem sei die Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe „lange Zeit überlastet“ gewesen oder habe falsche Meldungen ausgegeben.
Eine Presseinfo des BBK titelt „Warnsysteme haben ausgelöst“. Das wertet Präsident Tiesler als Erfolg, denn „das Zusammenspiel der einzelnen Systeme hat funktioniert und die Menschen sind auf das wichtige Thema Warnung aufmerksam geworden.“ Einschätzung zum tatsächlichen Verlauf soll es später geben. Bis zum 15. Dezember kann jeder an einer Fragebogen-Aktion des BBK teilnehmen.
Kommentar : Nach dem Desaster von 2020 zeigt auch der zweite Warntag die Vorteile des terrestrischen Rundfunks, analog wie digital, für die Information in Krisensituationen dank hoher Ausfallsicherheit und Nutzung ohne Vertragsbindung. Eine MoWaS-Schnittstelle zu dem mit DAB+ verbundenen Warndienst würde die Einbeziehung des digitalen Hörfunks optimieren.
Quelle: Presseinfos von DAB+-Büro, Milling/Diezemann (Aussendung), BBK vom 8.12.
Hintergrund: DAB+ und EWF, Warntag-Umfrage des BBK bis 15.12.
Zum Seitenanfang

7.12.2022 • Digitalradio: DAB+ am Warntag in Bayern, Sachsen-Anhalt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der morgige bundesweite „Warntag“ beginnt um 11 Uhr mit der Verbreitung behördlicher Informationen über zahlreiche Plattformen, darunter Rundfunk und Mobilfunk. Dazu kündigen die Medienanstalt BLM und Privatradios aus Sachsen-Anhalt ihre Mitwirkung mit besonderem Bezug auf DAB+ an.
Für Bayerns Landesmedienanstalt BLM hebt Präsident Thorsten Schmiege die „klassische Rolle des linearen Radios“ hervor. „Dank DAB+ mit seiner robusten Infrastruktur gibt es jetzt eine sehr gute neue Möglichkeit, verlässlich zu warnen.“ Im Freistaat werde über den EWF-Testkanal (Block 10D) eine Nachricht abgesetzt. „Alle DAB+-Geräte mit Warnfunktion im Sendegebiet - also im westlichen Mittelfranken und südöstlichen Oberbayern - können den Test empfangen. (...) Zusätzlich zur Warndurchsage erscheint auf den Radiodisplays die Warnmeldung mehrsprachig und mit entsprechenden Hinweisen.“
In Sachsen-Anhalt beteiligen sich Radio Brocken und Radio SAW, „um einen EWF-Testalarm im DAB+ Kanal 11C auszulösen“. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen und der Medienanstalt Sachsen-Anhalt wird eine Testdurchsage zu hören sein; zusätzliche Textinformationen erscheinen auf dem Radiodisplay, wird mitgeteilt.
Nachtrag : Wie 2020 wird sich auch Deutschland beteiligen, dessen Programme u.a. im ersten DAB+-Bundesmux empfangen werden können. Die Programmfamilie Audiotainment Südwest (BigFM, Regenbogen 2, Radio Regenbogen, RPR1) wollen mit Videos in Gebärdensprache und Durchsagen „in einfacher Kindersprache“ unterstützen.
Quelle: Presseinfos der BLM und der Radios vom 5.12. | Hintergrund: DAB+ und EWF.
Zum Seitenanfang

6.12.2022 • Digitalradio: Bundesmux 2 verbessert Empfang in Münster
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Antenne Deutschland hat einen neuen Senderstandort für das zweite nationale DAB+-Ensemble in Betrieb genommen. Das teilt das Unternehmen heute mit. Dank der neuen Antenne im Stadtgebiet von Münster/Westfalen verbessere sich der Empfang der 16 Programme besonders innerhalb von Gebäuden und mobil im gesamten Großraum Münster.
Quelle: Presseinfo von Antenne Deutschland vom 6.12. | Hintergrund: Programme, Hintergrund zum DAB+-Bundesmux 2.
Zum Seitenanfang

6.12.2022 • Digitalradio: BR mit zusätzlichem Sender für die Oberpfalz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk hat bereits am 9. November einen DAB+-Sender für den Block 7C auf dem Hohen Bogen aufgenommen. Entsprechende Beobachtungen wurden jetzt aus dem BR bestätigt. Dort wird der in der Region (auch vom Hohen Bogen) im Block 6C verbreitete Mux Oberpfalz mit fünf Stationen des BR und 8 Privatradios ausgestrahlt. Das verbessere den Empfang im Raum Eschlkam und Neukirchen b. Hl. Blut. Im Moment seien keine weiteren Inbetriebnahmen im Block 7C geplant, ist zu erfahren.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Programme, Privatradios in Bayern.
Zum Seitenanfang

6.12.2022 • Digitalradio: NDR gibt Ausbauprogramm für 2023 bekannt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie traditionell hat der NDR wieder am Nikolaustag seine Planung für den Ausbau seines DAB+-Sendenetzes im kommenden Jahr veröffentlich. Demnach sind folgende 11 neue Sendeanlagen geplant:
Mecklenburg-Vorp.





Schleswig-Holstein
Frühjahr



Herbst
Ende 2023
Frühjahr
Region Nordost-Rügen (Halbinseln Wittow und Jasmund sowie Binz)
Region Usedom Ost (inkl. Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck)
Region Sternberg / Goldberg
Region Krakower See
Region Rendsburg
Region Kappeln (inkl. Gelting, Maasholm, Olpenitz)
Die NDR-Planung bis Ende 2023 (klickbar).
Sommer Region Eiderstedt (inkl. St. Peter-Ording)
Niedersachsen Frühjahr Region Papenburg
Sommer Region Hermannsburg (inkl. Faßberg, Unterlüß, Eschede, Bergen) (aus der Planung 2022)
Region Hann. Münden (inkl. Scheden, Hedemünden, Staufenberg)
Herbst Region Salzgitter
Wie der NDR außerdem mitteilt, handelt es sich bei den neuen Füllsendern in Celle und Wolfsburg um einen Probebetrieb: Neuartige Technik (SFN-Repeater) sollen in beiden Städten den Empfang im Haus verbessern.
Die Projekte für 2023 stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung. Die genauen Termine werden daher kurzfristig bekannt gegeben. 2023 werden außerdem an den Standorten Flensburg und Bremerhaven-Schiffdorf die Sendeleistungen erhöht, um die Flächenversorgung zu verbessern.
Quelle: DAB+-Seiten des NDR vom 6.12. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Zum Seitenanfang

6.12.2022 • Digitalradio: Neuer Standort für den Bundesmux1 in MV
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Sendenetzer Media Broadcast teilt die gestrige Aufschaltung des ersten nationalen DAB+-Ensembles am Standort Torgelow mit. Die neun privaten Wellen und vier Sender vom Deutschlandradio sind jetzt auch im im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu empfangen. Der Sender im Block 5C arbeitet mit maximal 5 kW Sendeleistung.
Nach früheren Informationen sind in Mecklenburg-Vorpommern der Standort Neustrelitz und in Sachsen eine Sendeanlage bei Zwickau noch in der Planung.
Quelle: Twitter-Info von Media Broadcast vom 5.12. | Hintergrund: Bundesmux, DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
Zum Seitenanfang

5.12.2022 • Digitalradio: DAB+-Änderungen zum Monatswechsel
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Hie eine Zusammenfassung einiger Änderungen im Programmangbot mehrere DAB+-Multiplexe, die am Wochenende geschaltet wurden.
On Air Support, Netzbetreiber des baden-württembergischen Privatradio-Ensembles (Block 11B), meldet die Inbetriebnahme zweier neuer Senderanlagen. Von den Standorten Brandenkopf und Alpirsbach aus werden seit dem 1. Dezember Teile der mittleren Schwarzwalds mit dem Kinzigtal, von Freudenstadt bis Offenburg mit den 16 Programmen versorgt.
Ebenfalls am 1. Dezember wurde eine ältere Ankündigung umgesetzt: Im zweiten DAB+-Mux Hamburgs (Block 12C) ging das Freie Radio FSK auf Sendung. Die Medienanstalt MA HSH hatte zuvor bewilligte Fördermittel von UKW auf DAB+ umgewidmet, um die digitale Verbreitung bis Ende 2023 zu finanzieren. Die nichtkommerzielle Station war bereits 2015/2016 auf DAB+ vertreten.
Das in Frankfurt/Main beheimatete Programm Vidovdan hat zusätzlich zu Nordhessen (Block 6A) sein Sendegebiet erweitert. Das Zielgruppenradio für Menschen mit Wurzeln in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens wird nun auch im Versorgungsgebiet des bis März 2026 terminierten Bad Kreuznacher DAB+-Versuchsprojektes verbreitet.
Quelle: Infos von On Air Support, Rundfunkforum zu Hamburg vom 1.12., Rheinland-Pfalz vom 4.12.
Hintergrund: DAB+ in Ba-Wü, Hamburg, Rheinland-Pfalz
Zum Seitenanfang

1.12.2022 • Digitalradio: MDR Extra jetzt auch für Sachsen-Anhalt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der MDR hat in seinem sachsen-anhaltinischen DAB+-Block 6B jetzt das Programm MDR Extra aufgeschaltet. Das wird im Rundfunkforum berichtet. Es handelt sich - wie beim sächsischen MDR-Vorbild - um einen Eventkanal, in dem u.a. Parlamentsdebatten aus dem Landtag, Drittliga-Fußball und ausgewählte Kulturveranstaltungen übertragen werden.
Quelle: Meldung im Rundfunkforum vom 30.11. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Sachsen-Anhalt.
Zum Seitenanfang

1.12.2022 • Digitalradio: Sendestart für 089Kult in München
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie angekündigt hat heute der Radio Gong-Ableger 089Kult offiziell den Sendebetrieb begonnen. Das Programm ist im Münchner DAB+-Mux (Block 11C) und online zu hören. Nach eigenem Bekunden mischt der Sender „die größten Kulthits von den 80ern bis heute“ mit Kultur-Inhalten sowie Nachrichten aus der Landeshauptstadt und Umgebung.
Nachtrag : Lulu.FM bekommt ein Programmfenster bei dem neuen Münchner Sender. Somit ist der Sender digitalterrestrisch auch der LGBTIQ+-Community Münchens zugänglich.
Quelle: Info von Radio Gong, Presseinfo von Lulu FM vom 2.12. | Hintergrund: DAB+ lokal und Privatradios in Bayern.
Zum Seitenanfang

1.12.2022 • DVB-T2 HD: Förderung für Lokal-TV und DAB+ in Sachsen
Acht sächsische Lokal-TV Stationen erhalten 2023 zusammen rund 400.000 Euro Fördermittel für ihre Verbreitungskosten. Davon profitieren u.a. die terrestrisch verbreiteten Programme Lausitzwelle (Raum Hoyerswerda/Bautzen, K27), Sachsenfernsehen Chemnitz (K30) Sachsenfernsehen Dresden (Kanal 37) und TV Westsachsen für Zwickau (K30) und Plauen (K23).
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Weitere 26.000 Euro gehen an die Uni-Radios Radio UNiCC (Chemnitz Block 5B) und Mephisto 97.6 (Leipzig, Block 6C) für die Zuführung und Verbreitung ihrer Programme über UKW (nur Mephisto) und DAB+.
Der Medienrat beschloß auch die Unterstützung von vier nichtkommerziellen Radios mit zusammen 94.000 Euro für Sende- und Leitungskosten sowie GEMA- und GVL-Gebühren. Von ihnen sendet derzeit Radio Blau (Leipzig, Block 6C) auf DAB+. Mit der neuen Mux-Struktur sollen auch Radio T (Chemnitz, Block 5B) und ColoRadio (Dresden, Block 7A) digitalterrestrisch senden.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 29.11. | Hintergrund: DVB-T2 HD, DAB+ in Sachsen.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2021) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff