Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte DVB-T Mobil Allgemein Aktuell
Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

Hinweis: Zum Lesen verlinkter PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden.

16.1.2017 • Unterhaltungselektronik: Vorsicht bei FM-Transmittern
Bundesnetzagentur „Auffällig oft entsprechen sogenannte FM Transmitter nicht den Anforderungen.“ Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat 2016 insgesamt den Handel von 986.000 Produkte, davon 744.000 dieser Geräte, verhindert. Die Geräte werden oft für die Übertragung von einem DAB+-Zusatztuner zum Autoradio oder Musik vom Smartphone zu einer Stereoanlage benutzt.
Die beanstandeten Geräte stammen zumeist aus China und arbeiten auf unzulässigen Frequenzen oder mit überhöhter Sendeleistung. BNetzA hat „bei 537 Internetanbietern Angebote beendet, weil die Produkte Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten verursachen können“. Den zweitgrößten Posten stellten 201.000 Funkkopfhörer dar, die „wegen der Nutzung sicherheitsrelevanter Funkfrequenzen“ aus dem Verkehr gezogen werden mussten. Solche Produkte dürfen in den EU-Ländern nicht verkauft oder betrieben werden.
BNetzA empfiehlt, auf das CE-Zeichen an der Ware zu achten. Es wurde 1985 geschaffen. Es schließt keine Qualitätsaussage ein; vielmehr bestätigt der Hersteller oder Importeur, dass sein Produkt den EU-Vorschriften genügt.
Quelle: Presseinfo der BNetzA vom 16.1., / Hintergrund: BNetzA-Infos zur Marktüberwachung, CE-Kennzeichnung (Wikipedia).
Zum Seitenanfang

16.1.2017 • Digitalradio: CDU-interner Beschluss pro Hybridchip
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Das CDU-Netzwerk „Medien und Regulierung“ stellt sich gegen die Kanzlerin. Die Partei-Gliederung legte ein Positionspapier zur Zukunft des Rundfunks vor. Ziel sei u.a. der rasche Netzausbau für DAB+. UKW könne abgeschaltet werden, sobald andere Verbreitungswege vergleichbar genutzt würden.
Weiter heißt es u.a: „Mobile Endgeräte und Neuwagen sollen so ausgestaltet sein, dass sie den Empfang von DAB+ ermöglichen – zum Beispiel über einen technologieneutralen Multichip.“ Im Dezember hatte die Regierung Merkel den Vorschlag des Bundesrates für eine Verpflichtung der Radiohersteller auf Hybridchips abgelehnt. Der aktuelle Vorschlag geht mit der Einbindung der Autoindustrie sogar noch weiter.
Quelle: Presseinfo der CDU vom 27.12.2016 / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

16.1.2017 • Digitalradio: Alle Radio-Sendestandards in einem Multi-Chip
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Auf der Fachmesse CES hat die Chipschmiede NXP vor Kurzem einen neuen Chip für den Radioempfang im Auto vorgestellt. SAF-4000 sei der weltweit erste softwarebasierte Integrationslösung für alle global eingesetzten Radio-Sendestandards. Das schließe - neben UKW, Mittelwelle und DAB+ - auch DRM+ und HDradio ein. Der fingerspitzenkleine Schaltkreis (siehe NXP-Foto) könnte bisherige Multistandard-Boards mit getrennter Signalverarbeitung ersetzen.
Quelle: Presseinfo von NXP vom 4.1. / Hintergrund: Alternativen zu UKW.
Zum Seitenanfang

13.1.2017 • Digitalradio: LMK treibt Small Scale weiter
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die rheinland-pfälzische Medienanstalt LMK behält Kleinleistungskonzepte auf der Tagesordung. LMK und die Hochschule Kaiserslautern hatten vor einiger Zeit einen Koffersender vorgestellt. Dieser wurde nun mit OpenSource-Komponenten des Projekts Open Digital Radio (ODR) ausgestattet. Studentische Arbeiten hatten das Ziel Einrichtung, Betriebssicherheit und Performance der Sendeanlage zu verbessern. Außerdem wurde eine Benutzeroberfläche geschaffen. Die Ergebnisse der Arbeiten werden am 15. März beim Kolloquium „Technische Innovationen mit small-scale DAB aus Rheinland-Pfalz - ODR2go - ein portabler DAB-Sender auf Basis der ODR-mmb-Tools mit Benutzeroberfläche“ vorgestellt.
Die LMK und die Hochschule Kaiserslautern hatten 2014 einen DAB+/DRM+-Kombisender entwickelt und mit 100 Watt Sendeleistung im Kaiserslauterner Block 12A getestet. Integriert war der seinerzeitige Stand der ODR-Software. Ziel war es, lokalen und Bürgerradios durch finanzierbare Senderinfrastrukturen den Einstieg in die digitale Terrestrik zu erleichtern.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 12.1. / Hintergrund: DAB+ in Small Scale, Rheinland-Pfalz
Zum Seitenanfang

12.1.2017 • Digitalradio: Lulu.FM sendet ab 1. Februar im Hessen-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Hessen Lulu.fm sendet ab dem 1. Februar nach Berlin/Potsdan und Hamburg auch im Rhein-Main-Gebiet (K 11C) mit Frankfurt/Main und den Landeshauptstädten Wiesbaden und Mainz. Dadurch wird der Einzugsbereich des Programms für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle Menschen um 4,5 auf über 12 Mio. Hörer ausgeweitet. Weil das Programm dann in fünf Landeshauptstädten zu empfangen ist, wird zeitgleich der Claim in „das schwul-lesbische Metropolenradio“ geändert.
Der Kölner Radioveranstalter verweist auf seine für die Werbung attraktive Hörerbasis, die ein überdurchschnittliches Einkommen hat und als besonders technikaffin gilt.
Quelle: Presseinfo von lulu.fm vom 12.1. / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hamburg, Hessen
Zum Seitenanfang

11.1.2017 • Digitalradio: Streaming ist kein Ersatz für die Terrestrik
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Radio-Streaming im Internet - das ist für viele Programmveranstalter die Zukunft der Hörfunkverbreitung und in Deutschland ein beliebtes Argument gegen DAB+. Kolumnist James Cridland beschäftigt sich heute bei radioszene.de mit den Kosten von Broadcast und Streaming.
Die Beispielrechnung basiert zwar auf US-Gegebenheiten, trifft prinzipiell aber auch anderswo. Cridland kalkuliert 55 Dollars monatlich für 100 parallele Radiostreams - zu wenig für einen professionellen Radioveranstalter. Cridland geht von einem Marktanteil von 5 Prozent aus, was im Beispiel 43.000 Streams bzw. Hörer bedeutet. Kosten: 23.650 Dollars nur fürs Streaming. Hinzu kämen auf Senderseite 65.000 Dollar für 343 Terabyte Datenvolumen. Und auch die Hörer würden zur Kasse gebeten, sobald sie ihre Flatrate ausgeschöpft haben. Das kann bei einem Gigabyte - oder 32 Radiostunden - der Fall sein. Cridland setzt UKW mit den entsprechenden Reichweiten bei 6.000 Dollars an. Fazit: Streaming kostet das Vierfache von UKW-Broadcast. Das Internet ist, so Cridland, „definitiv Teil der Zukunft des Radios. Aber es ist kein Ersatz für terrestrische Übertragung und kann dies auch nicht sein. Jedenfalls noch nicht.“
Quelle: Beitrag bei radioszene.de vom 11.1. / Hintergrund: Broadcast vs. Mobilfunk.
Zum Seitenanfang

11.1.2017 • DVB-T2 HD: Verbraucherschutz warnt vor Geschäftemachern
Hinweis
  Noch 69 Tage bis
  zum Regelbetrieb
  von DVB-T2 HD!


Die Verbraucherzentralen beschäftigen sich weiter intensiv mit dem Umstieg DVB-T2 HD. Die VZ NRW konstatiert jetzt eine verstärkte Geschäftemacherei mit Antennenzuschauern, „denen mit Hinweisen auf die DVB-T-Abschaltung teure Kabelverträge als Ersatz angeboten worden sind oder die Postwurfsendungen von IPTV-Anbietern bekommen haben“. Da könnten Zuschauer in eine Falle geraten. „Während ein Kabelanschluss mit rund 15 bis 20 Euro pro Monat zu Buche schlägt, muss man bei DVB-T2 HD lediglich für die Privatsender rund fünf Euro pro Monat bezahlen“, so Michael Gundall, Fernsehexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Zudem machten lange Laufzeiten Kabel- oder IPTV-Verträge unattraktiv. Außerdem biete DVB-T2 HD im Gegensatz zum Fernsehkabel „echtes Full HD“. Während DVB-T2 HD in vielen aktuellen Fernsehern integriert ist, muss für IPTV-Verträge grundsätzlich ein Zusatzgerät gemietet oder gekauft werden, das „wesentlich teurer als ein DVB-T2-HD-Receiver ist“. Störungen des DSL-Netzes beeinträchtigen im Gegensatz zur Terrestrik den IPTV-Empfang.
Quellen: Presseinfo der VZ NRW vom 10.1. / Hintergrund: DVB-T2 HD.
Zum Seitenanfang

11.1.2017 • Digitalradio: Small Scale-Test auch im Saarland?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Saarland Ein Projekt mit Kleinleistungssendern und kostengünstiger Technik könnte auch im Saarland durchgeführt werden. Laut einem Bericht verhandele die Medienanstalt LM Saar derzeit mit regionalen Radioveranstaltern. Als Testgebiet wird der Raum Merzig/Mettlach genannt.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 10.1. / Hintergrund: DAB+ in Saarland, Small Scale
Zum Seitenanfang

10.1.2017 • DVB-T2 HD: Ist die Handball-WM im Internet rechtswidrig?
Mit Live-Sendungen von der morgen beginnenden Handball-WM im Internet verstößt der Sponsor der deutschen Liga, die Deutsche Kreditbank (DKB), möglicherweise gegen Mediengesetze. Die Deutsche Kreditbank (DKB), Sponsor der deutschen Handball-Verbandes und der Nationalmannschaft, hatte die Rechte erst vor wenigen Tagen erworben - nicht zuletzt wohl auch, um das teure Sponsoring nicht verpuffen zu lassen.
Die Zulassungs-Kommission ZAK der Medienanstalten geht allerdings davon aus, dass die Übertragungen der DKB „aller Voraussicht nach als zulassungspflichtiger Rundfunk einzustufen“ sind. Sollte die ZAK auf ihrer nächsten Sitzung am 31. Januar - also zwei Tage nach dem WM-Endspiel - so entscheiden, „muss die DKB mit einer Beanstandung rechnen“. Ob und in welcher Form das Sanktionen gegen die DKB nach sich zieht, bleibt erst einmal offen.
Die Handball-WM ist nach Olympia der zweite hochrangige Sportevent, bei dem ARD und ZDF nicht zum Zuge kamen. Der Rechteinhaber beIn Media, eine Tochter des katarischen Staatssenders Al-Jazeera, hatte eine Begrenzung der Ausstrahlungen auf Deutschland verlangt, um eigene Pay-Sender in Nordafrika und Europa zu schützen. ARD und ZDF hätten ihre Reichweite via Satellit begrenzen müssen. „Wir werden von allen Beitragszahlern finanziert“, so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Wir können nicht 18 oder noch mehr Millionen Zuschauer ausschließen.“ Das Problem betreffe alle Free TV-Sender. beIn Media hatte andere deutsche Interessenten für andere Rechtepakete nicht berücksichtigt. Im Gegensatz zur WM 2015 ging auch Sky leer aus.
Verlierer des Ganzen sind letztlich die Zuschauer. Für die meisten heißt das: TV-Handball am kleinen PC-Schirm, wenn überhaupt. Die DKB hat zwar für die Spiele der deutschen Mannschaft ein Kommentatorenduo eingekauft. Hinter dem werblichen Satz „keine klassische TV-Berichterstattung“ verbirgt sich, dass es keinen eigenen Bericht aus einer Halle und keine Vor- oder Nachberichterstattung geben wird. Was das Fernsehmachen betrifft ist eine Bank halt keine fest Bank.
Mal ehrlich: Der Deutsche Handballverband sollte sich bei der internationalen Dachverband dafür einsetzen, bei der Rechtevergabe auf Zugangsmöglichkeiten vieler Zuschauer zu achten. Das wäre Werbung für den Sport. Stattdessen hat man sich ein Millionenpublikum abkaufen lassen. Den katarischen Medienkonzern scheint die Sache des Sports wenig, Eigeninteressen umso mehr zu interessieren.
Quellen: Presseinfos von ZAK vom 10.1. und DKB vom 9.1.; A. Balkausky in der Sportschau vom 6.1.
Ältere Meldungen: Spiegel Online, FAZ.
Zum Seitenanfang

10.1.2017 • DVB-T2 HD: Olympia in HDTV bleibt grundverschlüsselt
Freenet TV Discovery Channel hebt die Grundverschlüsselung seiner HDTV-Programme während der Olympischen Spiele nicht auf. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von dehnmedia. Diese Bemerkung der Presseinfo von Media Broadcast und Discovery Channel hatte für Irritationen gesorgrt: „Ab 2018 wird Eurosport 1 HD (...) jeden bedeutenden deutschen Olympia-Moment im Free TV präsentieren, ergänzt durch weitere Übertragungen auf DMAX HD.“
Klargestellt wird, dass ein freier Empfang nur die Varianten in der Standard-Auflösung und nicht die grundverschlüsselten HDTV-Ausstrahlungen betrifft. Terrestrik-Zuschauer können Olympia live also nur mit einem Freenet-Account live (bis 2024) verfolgen.
Quellen: Presseinfo von Media Broadcast vom 4.1. / Hintergrund: Freenet TV.
Zum Seitenanfang

10.1.2017 • Digitalradio: Fünf Punkte Forderungskatalog für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Das norwegische Vorbild vor Augen hat der Verein Digitalradio Deutschland jetzt einen Forderungskatalog vorgelegt. Der Vorsitzende Willi Steul, der auch Intendant von Deutschlandradio ist, richtet fünf Forderungen hauptsächlich an die Medienpolitiker von Bund und Ländern. Hier eine Zusammenfassung:
Es kann nicht sein, dass Radio weiter die analoge Insel im digitalen Meer bleibt. Die Politik soll die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Umgang mit UKW-Frequenzen und -Lizenzen prüfen.
Die Zukunft des Hörfunks liegt nicht nur im Internet. Radio braucht einen eigenen Ausspielweg.
Eine DAB+ Roadmap kann nur mit verstärkter Kooperation von Bund und Ländern zum Ziel führen. Die Zeit drängt, weil die KEF u.a. fordert, dass ab 2019 ein Konzept zur UKW-Abschaltung vorliegt.
Privatradios brauchen Fördermittel für den Simulcast. Ein Digitalisierungsfonds von Bund und Ländern, gespeist aus Erlöseb der Digitalen Dividende II und einer technischen Infrastrukturförderung der Medienanstalten könnte das ermöglichen.
Digitalradio DAB+ gehört als Standard in Fahrzeuge. Im Sinne der Verbraucher sind dazu regulatorische Rahmenbedingungen wünschenswert.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 9.1. / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

10.1.2017 • Norwegen: Morgen beginnt die UKW-Abschaltung
Norwegen DABplus-Logo Schriftzug Die Provinz Nordland mit etwa 240.000 Einwohnern ist die erste Region Norwegens (und weltweit), wo UKW zugunsten von DAB+ abgeschaltet wird. Vollzogen wird morgen um 11.11 Uhr.
Der Zeitplan ist seit dem entsprechenden Regierungsbeschluß vom April 2015 bekannt und es gab eine Werbekampagne. Dennoch sollen „zwei von drei Einwohnern gegen die Umstellung“ sein. Das meldet die Süddeutsche Zeitung ohne nähere Quellenangabe.
Tatsächlich könnte man Bedenken gegen eine UKW-Abschaltung nachvollziehen: Die Hörer müssen ihre Gewohnheiten ändern und neue Geräte anschaffen. Der internationale Lobbyverband WorldDAB beziffert die Haushaltsausstattung per Dezember 2016 bei 3,45 Mio. Geräten, die von 71 Prozent der 5,1 Mio. Norweger genutzt werden. In 715.000 Autos werde DAB+ empfangen; das sind nur 30 Prozent der Fahrzeuge, so Kritiker des Umstieges.
Der Umstieg wird in sechs Schritten bis zum 13. Dezember 2017 und von Norden nach Süden verlaufen (Grafik klicken zum Vergrößern). Zuvor hatten sich die Radioveranstalter - das öffentlich-rechtliche NRK und die privaten Gruppen P4 und SBS (gehört der Hamburger Bauer Media Gruppe) mit anderen Beteiligten auf diesen Fahrplan geeinigt.
Hintergrund: Norwegen-Seite von World DAB, SZ vom 4.1., Presseinfo von DRD vom 6.1.
Zum Seitenanfang

10.1.2017 • Digitalradio: Neues Programm MaxxFM für Berlin gestartet
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Heute hat die Radio B2 GmbH ein weiteres Radioprogramm auf Sendung gebracht. Maxx FM ust im Berliner Privat-Multiplex (Kanal 7B) sowie online zu hören. Die Sendegenehmigung der MABB läuft bis zum 31. Oktober 2023, „sofern nicht vorher eine Ausschreibung von DAB+-Frequenzen stattfindet“.
Es handelt sich um das vierte Programm des Anbieters; Radio B2, Radio Gold und StarSatRadio sind bereits digital auf Sendung.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 9.1. / Hintergrund: DAB+ in Berlin.
Zum Seitenanfang

9.1.2017 • Schweiz: Mehr Programme, weniger Vielfalt mit DAB+?
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug DAB+ bringt zwar mehr private Radioprogramme in die Luft - aber vielfältiger werde das Programmangebot dadurch nicht. Das begründet Stefan Grüning, Betreiber der schweizerischen Website www.dab-swiss.ch, in einem Beitrag auf radioszene.de.
„Dem anspruchsvollen DAB-Hörer reicht ein einziger, auf seine Region abgestimmter Mainstream-Radiosender vollends. Alle anderen, gleichklingenden Angebote werden bei ihm längerfristig keinen Erfolg haben.“ Daher reiche es „heute einfach nicht mehr, einfach nur '08:15-Chartsmusik' auszustrahlen.“, so Grüning. Er vermisst Bemühungen um die „Programmgestaltung und eine eigene, klar erkennbare Identität. Kein Mensch braucht dutzende, identische Programme, welche jeden Tag mehrere Male dieselben, aktuellen Hits, versetzt mit seichten Wortbeiträgen ausstrahlen.“ Als potenzieller Gewinner im Wettbewerb der Radios sieht Grüning folglich Veranstalter, „welche auf Abwechslung, vertiefte Inhalte und wiedererkennbaren Moderatoren“ und auf Innovation und Unterscheidbarkeit setzen.
In der Schweiz sollen alle Radioprogramme ab 2019 in UKW und DAB+ ausgestrahlt werden. Danach wird UKW bis 2024 schrittweise abgeschaltet. Zum Jahreswechsel hatte auch dehnmedia das computergesteuerte Formatradio kritisiert.
Quelle: Beitrag bei radioszene.de / Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

9.1.2017 • AGF: Schwache Digitalisierungsbilanz
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Im Vergleich mit den Vorjahren hat sich das Tempo der Digitalisierung des Rundfunkempfangs 2016 wieder verlangsamt. Nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) wechselten im Dezember 2016 rund 420.000 Haushalte zum digitalen TV-Empfang. Damit erhöhte sich der Anteil der Digitalhaushalte gegenüber dem Vormonat und über alle Verbreitungswege von 90,3 auf 91,1 Prozent, entsprechend 34,91 Mio. TV-Haushalten. Das war der größte Monatsschub im Jahr 2016. Zum Jahreswechsel 2015/2016 hatten 33,45 der 38,19 Mio. TV-Haushalte (87,6 Prozent) digitale Empfangswege genutzt. Seither sank die Zahl der analogen Kabelhaushalte von 4,74 Mio. auf 3,5 Mio.
Das Kabel ist seit dem 30. April 2012 einziger analoger TV-Übertragungsweg. Seit 2012 entwickelte sich die Digitalisierung wie folgt:
JahrTV-Haushaltedv. digitalisiertin Prozentanaloge HHDiff. z. VJ

1.1.201236,04 Mio.20,93 Mio.58,1 %15,11 Mio.---        
1.1.201336,24 Mio.26,46 Mio.73,0 %9,78 Mio.5,33 Mio.
1.1.201436,71 Mio.28,41 Mio.77,4 %8,30 Mio.1,48 Mio.
1.1.201537,03 Mio.30,89 Mio.83,4 %6,14 Mio.2,16 Mio.
1.1.201638,19 Mio.33,45 Mio.87,6 %4,74 Mio.1,40 Mio.
1.1.201738,32 Mio.34,91 Mio.91,1 %3,50 Mio.1,24 Mio.

Hinweis: Angaben laut AGF. Der Sprung bei der Haushaltszahl ab 2016 entsteht, weil seither alle deutschsprachigen Haushalte - unabhändig von der Nationalität - erfasst werden.
Die Abschaltung des analogen Sat-Fernsehens hatte 2012 für ein nioht wieder erreichtes Tempo gesorgt. Jedoch zeigen die AGF-Zahlen auch, wie sich die Digitalisierung der Kabelnetze langsamer wurde hat: 2016 wurde die 1 Mio.-Grenze wegen der 420.000 Umsteiger des Dezember überschritten. Allein im Dezember 2015 waren 1,37 Mio. Haushalte umgestiegen.

Das vergangene Jahr zeigt zudem einen höchst unkontinuierlichen Verlauf der Digitalisierung zwischen monatlich nur 10.000 und 420.000 Haushalten. Hier die Monatswerte von 2016:
Monat Zuwachs Anteil Monat Zuwachs Anteil Monat Zuwachs Anteil

Januar 180.000 88,1 % Mai 160.000 88,9 % September 130.000 89,8 %
Februar 50.000 88,2 % Juni 10.000 88,9 % Oktober 70.000 90,0 %
März 80.000 88,4 % Juli 130.000 89,2 % November 130.000 90,3 %
April 20.000 88,5 % August 80.000 89,5 % Dezember 420.000 91,1 %

Quelle: Monatsinfos der AGF im Jahr 2016. Basis: 38,19 Mio. TV-Haushalte. Vgl. verlinkte dehnmedia-Meldungen.

2016 sind monatlich im Durchschnitt nur rund 103.000 Haushalte zum digitalen Empfang gewechselt. Die Medienanstalten haben vorgeschlagen, das analoge Kabel spätestens Ende 2018 - also in 24 Monaten - (bei Unitymedia schon Mitte 2017!) außer Nutzung zu nehmen. Bis dahin müssten die Kabelnetzer im monatlichen Durchschnitt knapp 146.000 Haushalte von ihren Digital-Angeboten überzeugen. Da is sicher noch jede Menge PR-Arbeit notwendig.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.1.2017, AGF-Übersicht seit 2001.
Zum Seitenanfang

7.1.2017 • DVB-T2 HD: Haltbarer als Mobilfunktechnik
DVB-T wird in Deutschland von den ersten Aufschaltungen 2002 bis zur letzten Abschaltung 2019 genutzt. „Die Lebenserwartung für DVB-T2 HD setze ich ähnlich an“, so Veit Ohlischläger, Leiter Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland. Die Innovationszyklen der Unterhaltungselektronik würden zwar immer kürzer, seien aber im Vergleich mit dem Mobilfunk eher „langlebig“.
Für DVB-T2 HD würde das eine Laufzeit von etwa 17 Jahren - also über 2030 hinaus - unterstellen. Das entspricht den europäischen Entscheidungen; die EU will die UHF-Frequenzen „bis mindestens 2030“ für das Fernsehen erhalten.
Die vom Projektbüro noch vor zwei Wochen geschürte Befürchtung von Lieferengpässe für DVB-T2 HD-Geräte relativiert Ohlischläger unterdessen: „Die Verkaufszahlen von DVB-T2 HD-Empfängern legen aktuell deutlich zu. Derzeit verzeichnen wir Steigerungsraten von rund 50% pro Monat. Wie zu erwarten war handeln erst wenige Betroffene, sodass wir in der Tat mit einem deutlich stärkeren Ansturm im ersten Quartal 2017 rechnen.“ Es bleibe daher bei dem Ratschlag, jetzt schon einzukaufen, um Engpässe zu vermieden. In den Ballungsgebieten könne schon jetzt der Pilot-Kanal genutzt werden.
Quellen: Interview bei medenbarometer.info vom 5.1. / Hintergrund: DVB-T2 HD.
Zum Seitenanfang

7.1.2017 • Digitalradio: TLM-Chef fordert Unterstützung vom Land
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Thüringen Wegen der beitragsfinanzierten Aktivitäten der Öffentlich-rechtlichen und des inzwischen umfangreichen Geräteangebots befinde sich UKW auf dem Rückzug. Internetradios hätten keinen durchgreifenden Erfolg. Daher dringt der Direktor der Thüringen-Medienanstalt TLM Jochen Fasco auf auf eine Entscheidung der Landesregierung, „ob es Formen der finanziellen Unterstützung für private Veranstalter geben kann“. In anderen Ländern sei das der Fall, spielte Fasco gegenüber der Agentur dpa auf jüngste Entscheidungen in Bayern an. Die Landesverfassung fordere die Politik auf, „für ausgewogene Verbreitungsmöglichkeiten zu sorgen“, so Fasco. Daher habe die TLM die Landesregierung gebeten, in 2017 ein Strategiegespräch mit den landesweiten und Bürgerradios durchzuführen.
Das dpa-Gespräch anlässlich der Vergabe von Fördermitteln an die thüringischen Bürgerradios geführt. Die Veranstalter in Erfurt, Weimar, Nordhausen, Eisenach, Jena und im Städtedreieck Saalfeld/Rudolstadt und Bad Blankenburg erhalten 2017 zusammen 936.000 Euro.
Quelle: dpa-Meldung bei DF, TLM-Presseinfo vom 6.1. / Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
Zum Seitenanfang

4.1.2017 • DVB-T2 HD: Eurosport und DMax bei Freenet TV
Freenet TV Eurosport1 HD und DMax HD werden mit Beginn des Regelbetriebes am 29. März 2017 Teil des kostenpflichtigen terrestrischen Programmpaketes Freenet TV. Das gab der Plattformbetreiber Media Broadcast heute bekannt. Damit können Abonnenten unter den Antennenzuschauern Live-Übertragungen künftiger Olympischer Spiele auf Eurosport1 sehen. Die Mutterfirma Discovery Channel hatte ARD und ZDF Mitte 2015 um die Rechte überboten. Über die Weitergabe von Teilrechten an ARD und ZDF hatte es keine Einigung gegeben.
Bereits im Juni hatte man sich mit Eurosport-Wettbewerber Sport1 und QVC „grundsätzlich über die kommerziellen Bedingungen zur Verbreitung via DVB-T2 HD verständigt“.
Quellen: Presseinfo von Media Broadcast vom 4.1. / Hintergrund: Freenet TV.
Zum Seitenanfang

4.1.2017 • Digitalradio: Wieder illegale Ausstrahlung in NRW
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 In NRW ist es, wie im Oktober 2016, zu offenkundig illegalen Sendungen auf DAB+ gekommen. Laut einem Forumsbericht wurden die Programme Radio Berg, Radio Bonn/Rhein-Sieg und Radio Köln in den letzten Dezembertagen im Kanal 9B und unter der Multiplex-Kennung „GFH-Test“ verbreitet. Diese Nutzung der drei Lokalradios war von der Veranstaltergesellschaft der drei Lokalradios nicht genehmigt. Das bestätigte Geschäftsführer Dietmar Henkel auf Anfrage von dehnmedia.
Eine aktuelle Meldung geht von einem „Piratensender“ aus, die in NRW bisher auf UKW aktiv waren. Die Macher unterstreichen ihre Unseriosität durch die gefälschten Userdaten ihres Facebook-Auftritts. Als User wird eine „Gesellschaft für Hörfunkdigitalisierung (GfH)“ mit einer nicht existenten Postanschrift genannt. Laut dem Medienbericht gibt es weder die Gesellschaft noch den für sie auftretenden Verantwortlichen.
Die NRW-Medienanstalt LfM hatte zu der Oktober-Ausstrahlung erklärt, dass dafür weder eine Sendegenehmigung noch eine Frequenzzuteilung durch BNetzA vorlag.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 3.1., Forums-Beitrag dazu.
Zum Seitenanfang

3.1.2017 • Norwegen: UKW-Abschaltung beginnt nächste Woche
Norwegen DABplus-Logo Schriftzug Norwegen setzt eine Marke in der Radiogeschichte und zeigt der Welt, wo es langgeht. Dort wird - weltweit erstmalig - das analoge UKW-Radio durch Digitalradio mit DAB+ ersetzt.
Der Umstieg beginnt am 11. Januar im Norden (Grafik von radio.no, Klicken zum Vergrößern; „felles“=gemeinschaftlich) und wird in sechs Schritten vollzogen. Die letzten UKW-Sendestandorte des öffentlich-rechtlichen NRK und der beiden Privatradio-Konzerne SBS/Radio Norge (gehört zur Hamburger Bauer Media) und P4 gehen am 13. Dezember 2017 außer Betrieb. Zeitgleich werden zahlreiche DAB-Programme auf DAB+ umgestellt. Nur etliche der 200 Lokalradios bleiben auf Zeit analog.
In Norwegen gibt es 22 Stationen im nationalen Digitalnetz. Mit UKW sind nur fünf nationale Frequenzketten möglich. Mittels DAB erreicht NRK 99,5 Prozent der 5,2 Mio. Norweger, die Privaten 92,8 und die kommunalen Radios 50 Prozent. Die Versorgung des Strassennetzes ist digital höher als mit UKW. Digitalradio hören täglich 64 Prozent der Radionutzer. In 57 Prozent der Haushalte und 30 Prozent der Autos finden sich Digitalradios, von denen insgesamt 3,3 Mio. verkauft wurden.
Hintergrund: Infos der Norwegischen Medienbehörde, von radio.no und Worlddab.
Zum Seitenanfang

2.1.2017 • Digitalradio: Scheitert Domradio-SmallScale an den Finanzen?
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Rheinland-Pfalz Das Projekt eines Lokal-Multiplexes auf SmallScale-Basis von Domradio Nahe droht zu scheitern. Laut einer Meldung fehle es an Partern, die sich an einem gemeinsamen Multiplex und rund 25.000 Euro Kosten beteiligen. Angedacht sei eine Sendeanlage für den Kanal 12A mit 50 W Leistung auf dem Kirchturm in Bretzenheim bei Bad Kreuznach.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 2.1. / Hintergrund: DAB+ mit Small Scale DAB und in Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

2.1.2017 • Digitalradio: NKL-Doppeltausch in Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 hessen Die nichtkommerziellen Lokalradios (NKLs) in Hessen haben turnusgemäss gewechselt. Auf Kanal 11C sind jetzt Radio Rheinwelle bis Ende März (dann Radio Rüsselsheim) und Radio X bis Ende Juni (dann Radio Darmstadt) zu hören.
Je zwei hessische NKLs teilen sich bisher einen Programmplatz im halb- bzw. vierteljährlichen Wechsel. Schon bei Start von RadioX im März 2016 waren Parameteränderungen diskutiert worden. Würden Fehlerschutz und Datenrate reduziert, wäre ein dritter NKL-Programmplatz möglich. Dann könnten zwei NKLs 24/7 senden.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 2.1. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
Zum Seitenanfang

2.1.2017 • Digitalradio: Small Scale-Projekt rückt etwas näher
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Mit einiger Verspätung deutet sich an, dass der sächsische Lokalradio-Test endlich in die Gänge kommen könnte. Laut einem Bericht liegen der Medienanstalt SLM inzwischen Interessensbekunden lokaler Radioveranstalter vor und die (ursprünglich für April 2016 annoncierte) Ausschreibung soll nun „Anfang 2017“ erfolgen. Noch werde ein kostengünstiger Sendestandort gesucht.
Das Small Scale-Technikkonzept mit Open Source-Software sei „für Leipzig ideal“ hatte die SLM schon früher verlauten lassen. Sie wird die Verbreitungskosten während der maximal zwei Jahre Laufzeit tragen. Ein zweites Projekt sei in der Universitätsstadt Freiberg geplant.
Beide Projekte orientieren sich an den Schweizer Lokalmultiplexen. Das IRT hatte kürzlich Technikkomponenten für SmallScale getestet und ein Pilotprojekt für München angekündigt.
Quelle: radiowoche.de vom 30.12. / Hintergrund: DAB+ mit SmallScale und in Sachsen.
Zum Seitenanfang

2.1.2017 • Digitalradio: Neuer Werbevermarkter
Digitalradio-Schriftzug ab 6/2105 Die Düsseldorfer Audimark GmbH, bisher als Werbevermarkter für Webradios hervorgetreten, erweitert 2017 ihr Portfolio auf DAB+. Senderpartner sind Absolut Hot und Absolut Relax, Kultradio, Radio Augsburg und Schlagerparadies. Audimark ist damit einer der wenigen Werbevermarkter, die sich mit DAB+ beschäftigen. Hauptproblem der Vermarktung gerade von Radios, die nur auf DAB+ präsent sind, ist das Fehlen regelmässiger Nutzungs-Erhebungen. Die „Quoten“ sind Grundlage für die Werbepreise. Auf dem Gebiet ist in Bayern noch Studio Gong tätig, das neben der eigenen Programmfamilie auch PureFM, Fantasy Lounge und Radio Ilmwelle mit Werbung versorgt.
Die Medienanstalten hatten zur IFA eine Pilotstudie zur DAB+-Nutzung vorgestellt. Danach entfallen auf DAB+ täglich 46 Nutzungsminuten - das entspricht 19 Prozent des Radiokonsum.
Quelle: radio-wird-dgital.de vom 29.12., audimark.de / Hintergrund: DAB+.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2016) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff