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Nachrichten-Archiv: Juli 2010






31.7.2010 • 3D: Sony zeigt Rundumdisplay
3D-Brille (XpanD) Auf der Fachmesse Siggraph zeigte Sony ein „Ray Modeler“ genanntes autostereoskopisches Rundumdisplay. „Wie in vielen SciFi-Filmen“ werden Bilder in kompletter Rundumsicht gezeigt; man kann sie - abhängig vom eigenen Standpunkt - also von vorne, von der Seite bzw. von hinten ansehen. Das Bild wird aus LED-Quellen aufgebaut, die jeweils um ein Grad versetzt angeordnet sind. Die Steuerung gezeigter Objekte ist mittels Gesten in Echtzeit möglich. Eine kommerzielle Vermarktung ist zur Zeit nicht vorgesehen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 39.7. / Hintergrund: Stereoskopie-Perspektiven.
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30.7.2010 • Bayern: Nachfolger für Tele5 über DVB-T
Bayern Der Medienrat der Landesmedienanstalt BLM hat die Nachfolge für Tele5 geregelt, der in München und Nürnberg aus der DVB-T Verbreitung aussteigt. Auf dem Münchener Kanal 66 nimmt nunmehr Bibel-TV den vierten Programmplatz ein. In Nürnberg darf der Shoppingsender QVC auf dem Kanal 60 einsteigen. Der termin der Aufschaltung ist noch offen.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 29.7. / Hintergrund: DVB-T in München/Südbayern und Nordbayern.
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30.7.2010 • IFA: Fachdebatte zur Terrestrik und Digitalisierungsbericht
IFA-Logo Während der traditionellen Veranstaltungsreihe Medienpolitik@IFA steht unter anderem das Thema „Terrestrisches Fernsehen - ein Auslaufmodell? Die Verantwortung der Medienpolitik im Wettbewerb der Infrastrukturen“ auf der Tagesordnung. Kurt Beck (Vorsitzender der Rundfunkkommission der Bundesländer, Helmut Egenbauer (MediaBroadcast), Adrian von Hammerstein (Kabel Deutschland), Hans Hege (MABB), Iris Henseler-Unger (BNetzA), Hans-Joachim Kamp (ZVEI) und Lutz Marmor (NDR) diskutieren unter anderem über HDTV und die Antennenverbreitung. Die Moderation hat Prof. Ulrich Reimers, ein Einführungsstatement kommt von Rainer Hecker (gfu). Wird die Antenne trotz des Erfolges mit DVB-T zum Verlierer im Wettbewerb der Verbreitungswege? Die Diskussion (6. September, 14 Uhr, ICC) ist Teil der Fachveranstaltungen im IFA-Umfeld und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Wie in den Vorjahren nutzt die Zulassungskommission ZAK der Landesmedienanstalten die Medienwoche zur Präsentation des neuen Digitalisierungsberichts.
Quelle: Homepage der Medienwoche / Hintergrund: Homepages Medienwoche, Funkausstellung.
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29.7.2010 • Rundfunkbeitrag: Industrieverband droht mit Klagewelle
Euro-Münze Telecom e.V., ein Verband, der sich als „Verbraucherschutz für die Anwender der geschäftlichen Telekommunikation“ begreift, „befürchtet“ eine Klagewelle gegen das neue Rundfunkfinanzierungsmodell. Wie zuvor der BDI und andere Industrieverbände wird Beitragsfreiheit für Unternehmen gefordert. Die Leistung sei bereits durch den für den Privathaushalt entrichteten neuen Rundfunkbeitrag abgegolten. „Die zusätzlichen Gebühren für gewerbliche Betriebe sind deshalb ersatzlos zu streichen. Wer mehrfach kassiert, muss mit einer Prozesslawine rechnen“, was auch zu Rechtsunsicherheit bei den Rundfunkanstalten führe, droht der Verband offen und fordert Nachbesserungen vor Einführung des „Rundfunkbeitrages“ ab 2013. Dadurch würden Unternehmen Hartz-IV-Empfängern gleichgestellt und vom Beitrag befreit.
Zuvor hatte der Bundesverband der Autovermieter behauptet, die nicht privat genutzten Autos samt Autoradios würden ein Gebührenaufkommen von 1,2 Mrd. Euro auslösen, was „verfassungsrechtlich unzulässig“ sei.
Quelle: Presseinfo von Telecom e.V. vom 28.7. / Hintergrund: Neuer Rundfunkbeitrag.
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27.7.2010 • 3D: Arte mit Hitchcock und Arnold am 3D-Tag
3D-Brille (XpanD) Der deutsch-französische Kulturkanal Arte hat am 28. August einen „3D-Tag“ ins Programm genommen. Gezeigt werden zwei Filme von 1954, die - im Kampf gegen die zunächst in den USA aufkommende Konkurrenz des Farbfilms - stereoskopisch gedreht wurden. Programmhit ist die 3D-Version von Sir Alfred Hitchcocks Krimi „Bei Anruf Mord“. Gezeigt wird auch Jack Arnolds schwarzweisses Horroropus „Der Schrecken vom Amazonas“.
Der am 21. August erscheinenden Zeitschrift Arte Magazin ist eine Rot-Cyan-Brille beigefügt, mit der man den Raumeffekt der anaglyphisch aufbereiteten Bilder sichtbar machen kann.
Quelle: Info von Arte / Hintergrund: 3D-Fernsehen.
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27.7.2010 • Baden-Württemberg: Wartungstermine (2)
Baden-Württemberg Für die Sendeanlagen Bad Mergentheim und Waldenburg sind Wartungstermine am 8. bzw. 9. September vorangekündigt.
Quelle: Meldung von DVB-T Südwest vom 26.7.
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27.7.2010 • DAB: Verhandlungen ins Stocken geraten
DAB-Logo Die Verhandlungen zwischen den sechs Privatradios und Deutschlandradio und dem Sendenetzbetreiber MediaBroadcast um die Verbreitungskosten für das bundesweite Digitalradionetz mit DABplus scheinen zu stocken. Nach Medienberichten soll es am 16. Juli nicht zu einer Einigung gekommen sein. Am 5. August wird nochmals verhandelt.
MediaBroadcast fordert für das bundesweite Übertragungsnetz in der ersten Ausbaustufe mit 35 Sendanlagen ab 2011 etwa 484.000 Euro jährlich. Bis dahin wird eine Indoor-Versorgung von 38 Mio. Einwohner zugesagt. Die Kosten werden ab 2015 auf über 1,9 Mio. Euro (jeweils netto) steigen, wenn 110 Sender in Betrieb sind. Das sei den Programmanbietern angesichts der unklaren Erfolgslage zu teuer, zudem fordere MediaBroadcast eine Vertragsdauer von vier Jahren. Strittig sei auch die gemeinsame Bewerbung und Vermarktung.
Die Landesmedienanstalten hatten diese Verträge für die Lizensierung vorausgesetzt. Diese sollten der Zulassungskommission ZAK zum 3. August vorliegen. Zudem hatte auch die KEF die Aufhebung der Sperre für DAB-Gebührenmittel vom Vertragsabschluß bis September abhängig gemacht.
Quelle: Meldung von Satellifax vom 26.7. / Hintergrund: Bundesweites Digitalradio.
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27.7.2010 • Video: Sony hat einen BluRay-Nachfolger in der Spur
Blauvioletter Laser. Fotos: Sony Noch hat die BluRay-Disc den Vorgänger DVD nicht an den Rand gedrängt. Die Industrie arbeitet aber bereits an der nächsten Speichergeneration. Diese soll die Kapazität der Datenträger um den Faktor 20 steigern.
Sony und Forscher der japanischen Tohoku-Universität stellten ein Konzept vor, dass auf einem kleinen blauvioletten (Klicken, um Foto zu vergrößern) statt der bisherigen ultravioletten Laser basiert. Dieser arbeite mit 100 Watt Leistung bei einer Wiederholrate von einem Gigahertz. Die Lasereinheit sei wesentlich kleiner, wodurch sich neue Gerätekonzepte erwarten ließen.
Quelle: Presseinfo von Sony Japan vom 20.7.
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26.7.2010 • Österreich: Weitere Aufschaltungen angekündigt (2)
Österreich DVB-T Logo Österreich Nach Oberösterreich und Tirol wurde jetzt der 19. Oktober als Termin für Umstellungen in der Steiermark bekannt gegeben: Für 18 Regionen kommt das Ende des analogen Betriebes, davon für 10 mit einem dreiwöchigen Simulcast ab dem 28. September, die anderen werden hart umgeschaltet. Zehn analoge Anlagen werden abgeschaltet, dort müssen die Zuschauer die Antennen auf andere Standorte richten.
Quelle: DVB-T AT / Hintergrund: Änderungen in Österreich.
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26.7.2010 • Bayern: Kanalwechsel im Raum Würzburg am 27. Juli (3)
Bayern Zur Erinnerung: Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der neuen Sendeanlage Würzburg Frankenwarte steht ein Kanalwechsel. Betroffen sind DVB-T Zuschauer in den Landkreisen Würzburg Stadt/Land, Schweinfurt Stadt/Land, Kitzingen und Main-Spessart.
Der neue Kanal 36 des ARD-Bouquets (DasErste, Phoenix, Arte, EinsPlus) ist bereits in Betrieb, so dass schon vorab ein Sendersuchlauf vorgenommen werden kann. Der bisherige ARD-Kanal 10 geht morgen um 9 Uhr ausser Betrieb.
Quelle: Presseinfo des BR vom 15.7. / Hintergrund: DVB-T in Nordbayern.
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24.7.2010 • Bayern: Wartungstermine
Bayern Für die kommende Woche sind Arbeiten an den Anlagen angekündigt: Am 26. Juli wird am Sender München-Olympiaturm zwischen 9 und 12 Uhr gearbeitet. Ebenfalls am 26. Juli wird zwischen 5.30 und 7 Uhr die Stromanbindung der Anlage Hesselberg gewartet. Am 27. Juli folgen Arbeiten am Sender Augsburg/Walden und am 28. Juli am Sender Pfaffenhofen; die Abschaltungen sind dort jeweils für 9 bis 12 Uhr angekündigt. Die Arbeiten sind an allen Standorten mit zeitweisen Abschaltungen aller Multiplexe verbunden.
Quelle: Info von DVB-T Bayern vom 23.7.
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22.7.2010 • Digitale Dividende: Vodafone startet Ausbau im September
Überallfernseh-Logo Nach der Telekom äußert sich nun auch Vodafone zum LTE-Ausbau. Im September beginnend sollen bis ins kommende Jahr hinein 1.500 Sendeanlagen errichtet werden. Von Beginn an sollen in den Ausbaugebieten 3 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.
Quelle: Presseinfo von Vodafone vom 21.7. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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22.7.2010 • Baden-Württemberg: Wartungstermine
Baden-Württemberg Für den 28. Juli sind am Sender Geislingen-Oberböhringen Wartungsarbeiten angekündigt. Daher kann es zwischen 10.30 und 12 Uhr zu Beeinträchtigungen des Empfangs aller drei Bouquets (ARD K 59, ZDF K 23 und SWR K 33) kommen.
An den öffentlich-rechtlichen Multiplexen des Senders Stuttgart-Frauenkopf wird am 31. Juli zwischen 3.05 und 6.30 Uhr gearbeitet.
Quelle: Meldung von DVB-T Südwest vom 21.7.
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21.7.2010 • Rundfunkbeitrag: Probleme mit Datenschutz?
Euro-Münze Die Erklärung des Chefs der sächsischen Staatskanzlei Johannes Beermann (CDU), wonach die Datenschutzbeauftragten der Bundesländer keine Beanstandungen am neuen Beitragsmodell für die Rundfunkfinanzierung gehabt hätten, sorgt für heftigen Widerspruch.
„Wir haben dem in keiner Weise zugestimmt und haben außerdem nach wie vor erhebliche Bedenken gegen das Projekt“, kommentierte Andreas Schneider, Sprecher des sächsischen Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig. Die Datenschützer befürchteten mehr Beschwerden aufgrund unklarer Verfahrensregeln. Die GEZ würde nach gegenwärtiger Planung zu einer „neuen Supermeldebehörde“.
Anmerkung: Die GEZ verfügt jetzt schon über mehr Personendaten, als für die Erhebung des künftigen Rundfunkbeitrags notwenig sind. wo bleibt da die Aufregung?
Quelle: Bericht der Sächsischen Zeitung vom 21.7. / Hintergrund: Neues Modell.
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20.7.2010 • Italien: Sky will auf die Antenne
Italien DVB-T Logo Italien Das italienische Bezahlfernsehen Sky Italia will sich an der bevorstehenden Ausschreibung von insgesamt terrestrischen Frequenz beteiligen. Allerdings hat die EU-Kommission dem Unternehmen zur Auflage gemacht, im Fall einer Frequenzzuteilung mindestens fünf Jahre auf Pay-Dienste zu verzichten, also Free-TV anzubieten. Zudem habe das Unternehmen zugesagt nur für eine Frequenz bieten zu wollen.
Sky Italia war 2003 aus dem Kauf von Telepiù und Stream durch den Murdoch-Mutterkonzern hervorgangen. Die Kommission hatte die Fusion mit der Auflage genehmigt, Programme bis Ende 2011 nur über Satellit zu verbreiten. Sky Italia hatte Ende 2009 eine Befreiung von dieser Auflage beantragt, um an der bevorstehenden Ausschreibung der letzten fünf Multiplexe teilnehmen zu können. Nachdem seit 2003 Wettbewerber wie Mediaset (Berlusconi) und Telecom Italia/Dahlia terrestrische Pay-Dienste anbieten, habe sich die Ausgangssituation grundlegend geändert, so die Kommission. Sie erhofft sich dadurch offenbar einen breiten Wettbewerb: Elf der bisher zugeteilten 16 DVB-T Multiplexe nutzen Mediaset, RAI und Telecom Italia.
Quelle: Mitteilung der EU-Kommission vom 20.7.
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20.7.2010 • IFA: ARD präsentiert wieder HbbTV
IFA-Logo Ein Schwerpunkt des ARD-Auftritts zur Funkausstellung (Berlin, 3. bis 8. September) ist die Verbindung von Fernsehen und Internet. Das wird am Beispiel neu gestalteter Mediatheken, Program Guides und des Videotextes und mithilfe des Standards Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) verdeutlicht. Zu sehen ist das neben den messeüblichen Starauftritten und BEratungsaktionen, in der Messehalle 2.2. Bereits im Vorjahr war die Technikpräsentationen einer der Messe-Anziehungspunkte.
Quelle: Meldung von Infosat vom 20.7. / Hintergrund: HbbTV.
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20.7.2010 • ARD: „Zahlenspielerei“ um Haushaltsbeitrag
Euro-Münze ARD Logo Leuten, die um Mehreinnahmen der Öffentlich-rechtlichen im Zusammenhang mit dem neuen Finanzierungsmodell spekulieren, empfiehlt die ARD „Rechnen lernen mit der Maus“. In Medienberichten war daüber spekuliert worden, dass das neue Modell den Anstalten ab 2013 „815 Millionen zusätzliche Mäuse“ bringe. Solche Meldungen sind laut ARD „rein interessensgesteuert“ und wurden bereits früher zurückgewiesen. Zuletzt wurde dabei Bezug auf interne ARD-Schätzungen genommen.
Die ARD hatte bereits vorab diese Zahlen zurückgewiesen. Das neue Modell sei noch nicht so weit konkretisiert worden, dass sich daraus die Einnahmen aus dem künftigen Rundfunkbeitrag kalkulieren liessen, so die ARD. Zudem würden bis zu 1,5 Mio. Haushalte sowie viele soziale Einrichtungen nach dem neuen Modell entlastet.
Es sei daher auch offen, ob das neue Modell den von der ARD bislang erwarteten Einnahmeverlust stoppen werden. ARD, ZDF und D-Radio erhalten gegenwärtig 7,5 Mrd. Euro aus Rundfunkgebühren. Diese sollen bis 2020 um 200 Mio. Euro zurückgehen.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 11.7. / Hintergrund: Neues Modell.
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18.7.2010 • Baden-Württemberg: Fast 14 Prozent mit DVB-T
Baden-Württemberg 13,8 Prozent der Haushalte in Baden-Württemberg verfügen über DVB-T Settopboxen, 2007 waren es 7,9 Prozent. Das geht aus der jüngsten Laufenden Wirtschaftsrechnung des Statistischen Landesamts hervor. Im gleichen Zeitraum stieg die Haushaltsausstattung mit Sat-Boxen vin 45,1 auf 46,0 Prozent, die der Kabelanschlüsse von 42,8 auf 44,9 Prozent. 94,6 (2007: 93,3) Prozent der Haushalte haben ein Fernsehgerät. Die Zahl der Flachbild-Geräte verdreifachte sich seit 2007 auf 26,8 Prozent.
Das Amt befragte 1.005 Haushalte und rechnete auf 4,5 Mio. Haushalte im Bundesland hoch.
Quelle: Statistik des Stat. LA vom 15.7.
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18.7.2010 • Bitkom: 10 Jahre nach der UMTS-Auktion
Bitkom Fast zehn Jahre nach Beginn der UMTS-Frequenzauktion setzen die Telekommunikationsanbieten 5,8 Mrd. Euro (Hochrechnung 2010; 2009: 5,3 Mrd. Euro) mit UMTS-Diensten um. Die Netzbetreiber erzielten damit ein Viertel ihrer Umsätze mit der mobilen Datenübertragung, wobei UMTS nicht gesondert ausgewiesen wird.
Nachdem damals die Netzbetreiber 50,8 Mrd. Euro für die Frequenzen gezahlt hatten, scheint UMTS also kaum ein Gewinnbringer zu sein. Hinzukommt, dass nach Angaben des Indstrieverbandes Bitkom weitere 10 Mrd. Schaden entstanden seien, weil „eine Welle von Bürgerinitiativen den UMTS-Ausbau verzögerte“. Im Zeitraum 2000 bis 2005 habe es daher „kaum nennenswerte Umsätze“ der bis dahin etwa 2,3 Mio. Teilnehmer gegeben. Deren Zahl verzehnfachte sich bis 2009 auf 24,2 Mio. und soll bis Ende 2010 auf auf 31 Mio. springen.
Im April/Mai hatte eine erneute Frequenzauktion den Weg für die UMTS-Nachfolgetechnik LTE frei gemacht. Besonderes Interesse der Netzbetreiber hatte die „Digitale Dividende“ gefunden; das Fernsehen musste dafür sein angestammtes Spektrum oberhalb von 790 MHz (Kanal 90) an die Telekoms abgeben. Da mit Störungen des DVB-T- und Kabelempfangs durch LTE-Geräte zu rechnen ist und auch der Veranstaltungs- und Produktionsfunk zu umfangreichen Neuanschaffungen gezwungen wird, könnte LTE dort Milliardenkosten auslösen. Die Zusagen der Bundesregierung für Ersatzleistungen bezeichnete Kurt Beck erst vor wenigen Tagen erneut als „im Ergebnis nicht akzeptabel“.
Quelle: Statistik des Stat. LA vom 15.7. / Hintergrund: Digitale Dividende.
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17.7.2010 • Österreich: Weitere Aufschaltungen angekündigt
Österreich DVB-T Logo Österreich Auf der österreichischen DVB-T-Website werden neue DVB-T Umstiegsregionen in den Bundesländern Oberösterreich und Tirol genannt. Die Inbetriebnahme erfolgt am 21. September; für einige Sender gibt es einen Simulcast ab dem 31. August.
Quelle: DVB-T AT / Hintergrund: Änderungen in Österreich.
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16.7.2010 • Digitale Dividende: „Im Ergebnis nicht akzeptabel“
Überallfernseh-Logo Scharfe Kritik übte Kurt Beck in Sachen „Digitale Dividende“ an der Bundesregierung. Der Bund sei seiner Verpflichtung vom Sommer 2009, die Folgekosten des Frequenzumstiegs - den Umbau von DVB-T Sender und die Ersetzung von Funkmikrofonen - „in angemessener Weise zu tragen“.
Der erste Entwurf des Bundes habe „in keiner Weise unseren Erwartungen“ entsprochen, so der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer. Die gelte „für die Entschädigung der Sendernetzbetreiber ARD und Media Broadcast, die nahezu sämtliche Folgekosten aus derm Umstellung der Sendernetze selbst tragen sollen“ ebenso wie für die Funkbetreiber. „Dies halte ich im Ergebnis für nicht akzeptabel.“ Die Länder, so Beck, werden dazu weiter mit dem Bund verhandeln.
Die Frequenzversteigerung hatte knapp der Bundeskasse knapp 4,4 Mrd. Euro eingebracht. Allein für den oberen UHF-Bereich, in dem die genannten Folgekosten entstehen, kassierte der Bund davon 3,6 Mrd. Euro.
Quelle: Beck-Interview im Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk, Juli 2010 / Hintergrund: Digitale Dividende.
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16.7.2010 • Bayern: Kanalwechsel im Raum Würzburg am 27. Juli (2)
Bayern Wie der Bayerische Rundfunk mitteilt, steht der Kanalwechsel für das ARD-Bouquet im Raum Würzburg auch im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme einer Sendeanlage des BR auf der Frankenwarte. Der neue Turm ist 110 Meter hoch und strahlt neben dem DVB-T Kanal auch UKW-Sender aus. Der neue Sender verbessere den DVB-T Empfang mit Stabantennen und portablen Geräten, so der BR.
Offizieller Betriebsbeginn, und zugleich Termin der Abschaltung des alten DVB-T Senders für den VHF-Kanal 10, ist am 27. Juli um 9 Uhr. Der neue Sender auf dem Kanal 36 ist seite dem 13. Juli in Betrieb, so dass bereits jetzt ein Sendersuchlauf durchgeführt werden kann.
Nach einer früheren Veröffentlichung des BR steht für Würzburg auch ein Umzug des BR-Kanals 45 bevor.
Quelle: Presseinfo des BR vom 15.7. / Hintergrund: DVB-T in Nordbayern.
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15.7.2010 • 3D: DVB-Projekt beginnt 2. Arbeitsphase
3D-Brille (XpanD) Nach Vorschlägen zur Sendetechnik von Stereoskopie-TV steigt das „Commercial Module“ des DVB-Projektes bereits zum Monatsende in eine zweite Arbeitsphase ein. Nach Medienberichten sollen andere Entwicklungen, zum Beispiel bei Dolby, HDMI und der SMPTE thematisiert werden. Laut Broadacst TV News muß man sich auch mit den Terminvorstellungen der bisher außen vor gebliebenen Free-TV-Sender beschäftigen: Vor allem die EBU-Mitglieder erwarten Festlegungen, um zur Olympiade 2012 mit sicheren Standards in 3D-TV einsteigen zu können.
Laut Broadband TV News spiele dabei ein „Tile Frame“-Format eine Rolle, bei dem die beiden Bildanteile im Format 720p sendetechnisch in ein 1080p-Bild eingepasst werden. Dafür könnte auf ein neues Codierverfahren (z.B. MPEG MVC) verzichtet werden. Jedoch unterstützen die meisten aktuell gehandelten HDTV-Boxen das 1080p-Format nicht.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 14.7. / Hintergrund: Download DVB-Empfehlungen, 3D Fernsehen.
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15.7.2010 • Irland: RTE mit Planung für den Start von DVB-T
Irland Der öffentlich-rechtliche Sender RTE will Irland mit zwei DVB-T Multiplexen ausstatten. 70 Mio. Euro sollen investiert werden, um 1,6 Mio. Haushalte zu versorgen. Das entspricht einer Reichweite von 98 Prozent. Die restlichen zwei Prozent sollen über einen Satellitendienst grundversorgt werden.
Der erste Multiplex soll mit MPEG- 4 betrieben werden und RTÉ 1, RTÉ 2, TV3/3e, TG4 und RTÉ News sowie einen partagierten Programmplatz mit RTÉ Children, Euronews und RTÉ umfassen. Der zweite Multiplex soll HDTV-Versionen der Hauptprogramme sowie einen Parlamentssender und einen Filmkanal umfassen.
In Irland hängt die DVB-T Einführung seit Längerem in der Luft. Mehrere Firmen, die die kommerziellen Multiplexe betreiben wollten, waren aus Kostengründen ausgestiegen. Die drei geplanten Privat-Multipexe mussten aus der Planung genommen werden.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 15.7.
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15.7.2010 • Rumänien: Bieterkampf um Sendenetz
Rumänien In Rumänien hat ein Bieterkampf um den Netzbetrieb der beiden geplanten MPEG-4-Multiplexe begonnen. Unter den sieben Bewerbern sind die österreichische ORS, die französische TDF (mit der Tochter MediaBroadcast), die russische General Satellite und vier rumänische Interessenten. Die Ausschreibungsfrist läuft noch bis zum 31. August. Entscheidungen werden bis zum 8. Oktober erwartet.
Laut der österreichischen Zeitung Wirtschaftsblatt (online) ist von Erlösen von bis zu 2,5 Mrd. Euro die Rede. ORS wolle 200 Mio. investieren und mit dem rumänischen Fernsehen oder Romtelecom kooperieren, um deren Infrastruktur zu nutzen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 14.7.
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14.7.2010 • Bayern: Tele 5 gibt DVB-T Verbreitung auf (3)
Bayern Tele5 Der DVB-T Rückzug von Tele5 betreffe nur München und Nürnberg und bedeute keine generelle Abkehr von der terrestrischen Verbreitung. „In Verbreitungsgebieten, die weniger gut erschlossen sind, ist DVB-T auch für uns in Zukunft ein wichtiges Standbein“, erklärte eine Sprecherin des Senders gegenüber Satellifax.
Damit trat sie einer Meldung entgegen, wonach die Zuschauerredaktion auf Anfragen mitteile, der DVB-T Ausstieg stehe auch im Saarland, Hessen und Schleswig-Holstein bevor.
Quelle: Satellifax-Meldung vom 13.7. und 14.7. / Hintergrund: DVB-T in Bayern.
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14.7.2010 • Bayern: Kanalwechsel im Raum Würzburg am 27. Juli
Bayern Am Sender Würzburg Frankenwarte steht ein Kanalwechsel bevor: Das bisher auf dem Kanal 10 ausgestrahlte Bouquet der ARD (DasErste, Arte, Phoenix, EinsPlus) wechselt am 27. Juli um 9 Uhr auf den Kanal 36. DVB-T Zuschauer in den Landkreisen Würzburg Stadt/Land, Schweinfurt Stadt/Land, Kitzingen und Main-Spessart müssen dann einen Suchlauf durchführen. Ein Testbetrieb hat bereits begonnen.
In Berlin, Ostbayern und dem Rhein/Main-Gebiet sind noch vier weitere VHF-Kanäle in Betrieb, die zugunsten des digitalen Hörfunks vom Fernsehen geräumt werden müssen.
Quelle: Meldung von DVB-T Bayern vom 13.7. / Hintergrund: DVB-T in Nordbayern.
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13.7.2010 • 3D: DVB-Projekt verabschiedet kommerzielle Anforderungen
3D-Brille (XpanD) Das DVB-Projekt hat kommerziellen Anforderungen an die Sendetechnik für künftiges 3D-Fernsehen verabschiedet. Favorisiert wird ein „Frame Compatible“-Format (Side-by-Side) für die Integration der beiden Bildkomponenten in das Stereoskopie-Signal. Damit kommt DVB den Pay-Veranstaltern entgegen und sanktioniert die z.B. bei Sky UK oder Canal+ bereits genutzten bzw. geplanten Verfahren, die auf Zuschauerseite den Kauf entsprechender Boxen und 3D-Fernsehgeräte unumgänglich machen. Das Papier kommt auch den Hersteller-Mitgliedern des DVB-Projekts entgegen: Die vorgeschlagene Technik soll mit den schon verkauften HDTV-Settopboxen bzw. 3D-Displays funktionieren.
Weil vor allem aus der EBU „Service Compatible“-Formate gefordert wurden hält DVB weitere Entwicklungen offen. Hintergrund dieser Forderung ist es, dass viele Sender schon aus Kostengründen 3D-Sendungen allenfalls als Highlight, nicht aber als Vollprogramm, ansehen. Sie wollen daher eine Technik, die eine automatische Umschaltung zwischen 2D- und 3D-Ausstrahlungen in einem Programm ermöglicht bzw. den 2D-Anteil von 3D-Ausstrahlungen auf einem „alten“ HDTV-Display ohne Zusatzgerät darstellt.
Quelle: Meldung von Broadband TV News vom 13.7. / Hintergrund: Download DVB-Empfehlungen, 3D Fernsehen.
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13.7.2010 • Bremen: Eurosport-Rückzug geht weiter
Bremen Eurosport Der Rückzug Eurosport aus der DVB-T Verbreitung geht weiter. Nun kündigt auch die Bremische Landesmedienanstalt den Ausstieg des Spartenprogramms an - und zwar zum 15. Juli. Es wird durch dens Shoppingsender QVC ersetzt. Dies hatte der Landesrundfunkausschuss der BreMa am 23. Juni 2010 beschlossen.
Eurosport hat inzwischen die DVB-T Verbreitung für Rhein/Main, Bayern und Schleswig-Holstein aufgegeben und ist noch in Berlin, Hamburg, Köln, dem Ruhrgebiet und Hannover/Braunschweig per Antenne zu empfangen. Der Sender hatte gegenüber dehnmedia im Dezember 2009 erklärt, „dass es keinen bundesweiten Ausstieg geben wird“. Gleichwohl wurden wirtschaftliche Gründe für den Ausstieg genannt und beklagt, dass per DVB-T kostenpflichtige Zusatzangebote nicht verbreitet werden können.
Quelle: Info der BreMa vom 12.7. / Hintergrund: DVB-T in Bremen.
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12.7.2010 • Bayern: Tele 5 gibt DVB-T Verbreitung auf (2)
Bayern Tele5 Ausstieg in Bayern mit den Kosten, die als „wirtschaftlich unvernünftig“ bezeichnet werden. Wie zuvor Eurosport, dass sich inzwischen aus mehreren DVB-T Regionen zurückgezogen hat, heißt es auch bei Tele5: „Eine generelle Abkehr vom DVB-T-Betrieb bedeutet dies aber nicht. In Verbreitungsgebieten, die weniger gut erschlossen sind, ist das auch für uns auch in Zukunft ein wichtiges Standbein.“ In Bayern lag der Marktanteil der Antenne Mitte 2009 laut Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten bei 10,5 Prozent.
Tele5 hatte erst zu Monatsbeginn einen Rekordanstieg der Werbeeinnahmen u.a. auf den Ausbau der technischen Reichweite auf 90 Prozent zurückgeführt, nachdem man unter anderem in Hamburg und Berlin das Programm über DVB-T verbreite.
Einen Tag nach der Bilanzinfo kommentierte Tele5 den Analogsat-Ausstieg des Wettbewerbers DasVierte (aus Kostengründen, wie die spätestens am 30.4.2012 bevorstehende Analogsat-Abschaltung weiterer Programme). Dies sei „überraschend“ geschehen und tangiere „zahlreiche private Kabelnetzbetreiber, die den Sender bisher analog empfingen und die Umstellung auf digitale Zuführung nicht rechtzeitig vornehmen konnten“, moserte Tele5.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 12.7. / Hintergrund: DVB-T in Bayern.
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10.7.2010 • Polen: Offizieller Start im September
Polen DVB-T soll in Polen nun endgültig im September offiziell starten. Die Rede ist von vier Multiplexen mit einer Reichweite von 80 Prozent. Auf dem Mux1, schon seit September 2009 aktiv, bleiben weiter TVP1, TVP2 und TVP Info; vier neue Programme werden per Ausschreibung ermittelt. Die Programme TVN, Polsat, TV Puls und TV4 wechseln von dort in den Mux-2. Mux-3 soll ab Ende Oktober 58 Prozent der Bevölkerung versorgen. Dorthin werden später TVP1, TVP2 und TVP2 verlagert, Mux-1 wird damit für Spartenprogramme frei. Hinsichtlich der Zulassung privater Veranstalter fehlt es jedoch noch an den von der Regierung zu erarbeitenden Lizenzbedingungen.
Kritik kommt von den Privaten. Sie fordern statt angekündigter 400 Mio. Zloty (98 Mio. Euro) 1 Mrd. Zloty (245 Mio. Euro) für die Subventionierung von Settopboxen sowie die Heranziehung des öffentlich-rechtlichen TVP an der Finanzierung.
In Polen wird MPEG-4 als Kompressionsverfahren verwendet. Der Termin für die letzte Analogabschaltung wurde auf den 31. Juli 2013 festgelegt.
Quelle: Meldung von BroadbandTVnews vom 9.7.
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9.7.2010 • Rundfunkbeitrag: GEZ macht weiter, 1,3 Mio. Befreiungen (2)
Euro-Münze Hans Färber, Verwaltungsratsvorsitzender der GEZ und WDR-Verwaltungsdirektor, hat die Darstellung der FTD zurückgewiesen, die Umstellung der GEZ für das neue Finanzierungsmodell würde 150 Mio. Euro kosten. Für die Migration des Datenbestandes werde ein zusätzlicher Aufwand entstehen, räumte Färber ein. Die Kosten seien jedoch erst aufgrund einer noch nicht abgeschlossenen Massnahmeplanung festzustellen.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 8.7. / Hintergrund: Künftiger Rundfunkbeitrag.
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8.7.2010 • Bayern: Tele 5 gibt DVB-T Verbreitung auf
Bayern Tele5 „Voraussichtlich Ende Juli stellt Tele 5 seine DVB-T-Verbreitung in München/Südbayern und Nürnberg ein.“ Das wird heute auf den DVB-T Projektseiten gemeldet. Ein Nachfolger für den Programmplatz steht noch nicht fest und muss per Ausschreibung durch die Landesmedienanstalt festgelegt werden.
Kürzlich hatte Eurosport DVB-T in Bayern und anderen Versorgungsgebieten aufgegeben. Ob Tele5 auch in anderen Regionen auf DVB-T verzichtet, ist nicht bekannt. Der Sender findet sich zur Zeit in den Privat-Multiplexen der Ballungsräume Hannover/Braunschweig, Hamburg, Bremen, Köln/Bonn, Düsseldorf/Ruhrgebiet und Rhein/Main.
Quelle: Meldung von DVB-T Bayern vom 8.7. / Hintergrund: DVB-T in Bayern.
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8.7.2010 • Mitte: DVB-T mit 15 Prozent in Halle
Sachsen-Anhalt DVB-T scheint in der Stadt Halle/Saale hoch im Kurs. Laut einer aktuellen Befragung nutzen 15 Prozent der Befragten Hallenser DVB-T, von den 14- bis 29jährigen sogar 25 Prozent. Im Umland der Stadt sackt die Nutzung auf neun Prozent aller Altersgruppen ab. Zum Vergleich: Laut einer MDR-Umfrage nutzten Mitte 2006 - ein halbes Jahr nach dem Start - nur zwei Prozent der Befragten DVB-T. Das gute Ergebnis wirkt sich auf den Regionalsender TV Halle aus, dessen Bekanntheit bei DVB-T Nutzern höher ist, als bei anderen.
Interessant: Laut der Umfrage ist der Begriff „digitales Antennenfernsehen“ bei den Nichtnutzern (77 Prozent) wesentlich bekannter als das Technikkürzel „DVB-T“ (46 Prozent). Nachholbedarf sieht die Studie bei Jugendlichen im Umland: Dort sei DVB-T nur zu 52 Prozent bekannt. Jedoch könnten sich 45 Prozent der 14- bis 29jährigen einen Umstieg vorstellen.
Wie man DVB-T empfängt sei Nichtnutzern „weitgehend unbekannt“. Nur 22 Prozent wüssten, dass man „DVB-T mit einer Set-Top-Box empfangen kann“. Dass TV-Geräte mit integriertem DVB-T Empfang längst die Boxen verdrängt haben, fiel bei der Fragestellung offenbar herunter.
DVB-T wurde in Halle im Dezember 2005 gestartet. Dort, wie in allen Regionen ohne Beteiligung der Privaten am Programmangebot, wurde DVB-T nicht so gut angenommen. Darüber, ob die Akzeptanz des kostenpflichtigen Angebots Viseo+ von RTL/Eutelsat abgefragt wurde, dass dort im vergangenen Dezember eingeführt wurde, gibt es keine Info.
Auftraggeber der Studie sind die Landesmedienanstalt MSA und das Projektbüro Digitaler Rundfunk Mitteldeutschland.
Quelle: Presseinfo der MSA vom 8.7. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen-Anhalt.
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8.7.2010 • Rundfunkbeitrag: GEZ macht weiter, 1,3 Mio. Befreiungen
Euro-Münze Allein aufgrund der zahlreichen Befreiungen von der Zahlung der derzeitigen Rundfunkgebühr sieht GEZ-Chef Hans Buchholz laut Financial Times Deutschland auch nach der für 2013 vorgesehenen Reform eine weitere Arbeitsgrundlage für die Inkassofirma von ARD, ZDF und D-Radio. „Von den derzeit 39 Millionen Teilnehmern sind knapp 3,1 Millionen befreit“, so Buchholz. Er geht davon aus, dass die künftige Haushaltsabgabe die Tätigkeit der GEZ vereinfachen werde, obwohl er mit einem Anstieg der Befreiungen auf 3,3 Mio. rechnet.
Nach Modellrechnungen der GEZ werden die Einnahmen der Anstalten aus einem künftigen Haushaltsbeitrag um 250 bis 270 Mio. Euro jährlich sinken. Zahlungen aus dem gewerblichen Bereich werden im bisherigen Bereich von 717 Mio. Euro bleiben.
Die Befreiungsquote entspricht danach etwa 8 Prozent. Dieser Duchschnittswert wird aber in einigen Bundesländer erheblich überschritten. Das hat den RBB veranlasst, eine Neuregelung des ARD-internen Finanzausgleichs zu fordern. Andere Anstalten leiten Sparaktivitäten ein, die sich auch auf das programm auswirken.
Quelle: Meldung von FTD vom 7.7. / Hintergrund: Künftiger Rundfunkbeitrag.
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6.7.2010 • Senderwartungen: Zusätzliche Ankündigung für Leipzig
SachsenAm Sender Leipzig Süd wird zusätzlich zur bisherigen Ankündigung (12. Juli (6.30 bis 11.30 Uhr, Kanäle 24 und 37) auch am 8. Juli gearbeitet. BEtroffen ist dann nur der MDR-Kanal 37.
Quelle: Info von DVB-T Mitteldeutschland.
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6.7.2010 • AGF: Zahl der Digitalhaushalte wieder leicht angestiegen
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die Zahl der digital empfangenden TV-Haushalte in Deutschland stieg im Juni nach Angaben der AG Fernsehforschung gegenüber dem Vormonat um 250.000 auf 15,33 Mio.; das entspricht 43,2 (Vormonat: 42,5) Prozent. Im Januar war die 40-Prozentmarke (damals: 14,67 Mio. Digitalhaushalte) überschritten worden. Erhebungsbasis sind 35,49 Mio. TV-Haushalte.
Quelle: Statistik der AGF vom 1.7.
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6.7.2010 • England: Analogempfang ist komplett Out
England DVB-T Logo England In England wurde im Juni kein analog empfangender Fernseher mehr verkauft, wird unter Berufung auf die Organisation Digital UK, die den Umstieg betreut, gemeldet. Inzwischen empfangen im Königreich 24 Mio. Haushalte digital, lediglich 3 Mio. nutzen noch analoge Technik. Die Umstellung auf DVB-T soll in England bis 2012 abgeschlossen werden. In zahlreichen Regionen ist der ASO bereits durchgeführt, so dass der Kauf analoger Empfangsgeräte dort keinen Sinn mehr macht.
Laut Digital-UK finden auch ältere Zuschauer das digitale Fernsehen attraktiv und begrüßen nicht nur das Mehr an Programmen. 36 Prozent der über 65jährigen beabsichtigten die Anschaffung eines Festplatten-Recorders.
Aufgrund der nach wie vor hohen Bedeutung des analogen Kabelempfangs - nach wie vor der in Deutschland am meisten genutzte Empfangsweg - ist ein Aus für Analog-Geräte hierzulande noch nicht erkennbar.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 6.7.
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3.7.2010 • DAB: Einigkeit über Sendernetz erzielt
DAB-Logo Beim angekündigten ersten Gespräch über die Einführung von bundesweitem Digitalradio mit DABplus-Sendetechnik wurde hinsichtlich des Sendernetzes eine Verständigung zwischen dem Netzbetreiber MediaBroadcast und den Programmanbietern erreicht. Lediglich einige mögliche Doppelversorgungen sollen binnen einer Woche beseitigt werden.
Damit, so die Landesmedienanstalten, ist die erste Forderung der KEF bezüglich des Netzkonzeptes offenbar erfüllt. Das Gremium hatte die Aufhebung einer Budgetsperre für DAB-Projekte von ARD und D-Radio auch vom Abschluß eines Vertrages mit dem Netzbetreiber bis September abhängig gemacht. Um dieses schwierige Thema geht es am 16. Juli. Die sechs privaten Programmanbieter wollen einen gemeinsamen Vertrag mit MediaBroadcast aushandeln.
Besprochen wurde auch eine Marketingkampagne, an der sich neben Netzbetreiber und Radiostationen auch die Hersteller und der Handel beteiligen sollen.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 2.7. / Hintergrund: Digitalradio.
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2.7.2010 • HDTV: Kippt die ARD 720p als HD-Produktionsformat?
HDTV-Logo der EICTA für Empfangsgeräte Nach Medienmeldungen hatte der MDR bereits zu Jahresbeginn seinen Inhaltelieferanten mitgeteilt, dass HDTV-Programmzulieferungen künftig nur noch im Format 1080i/25 angenommen werden. Nun nennt der MDR laut heise.de in Schreiben an seine Partner den 1. Juli als Stichtag.
Die Anstalt begründet ihre Entscheidung gegen die Signalzulieferung im Sendeformat 720p/50 damit, dass die ursprüngliche Festlegung „vorbehaltlich der weiteren Marktentwicklung“ erfolgt sei. Nun habe sich „das Format 1080i/25 gesamtheitlich etabliert“. Vor allem internationale Großveranstaltungen wie die Fußball-WM werden durchweg in 1080i/25 produziert.
Wohlgemerkt geht es hier aber um das anstaltsinterne Produktionsformat, nicht um das Sendeformat für HDTV. Auf dem Weg von ARD/ZDF und anderen bis zu den Zuschauern soll es weiterhin beim gewohnten 720p/50 Signalformat bleiben. Dessen Vollbilder haben sich als besser erwiesen - vor allem für Sendungen mit schnellen Bildveränderungen, wie zum Beispiel Live-Sport. Dies entspricht einer Empfehlung der öffentlich-rechtlichen Dachorganisation EBU. Nicht zuletzt sparen gesendete Vollbilder die Umwandlung der 1080i-Signale im Fernsehgerät, deren Flachdisplays ausschließlich Vollbilder darstellen. Diese Konertierung gilt als kritisch, da die Hersteller von LCD- und Plasma-Fernsehern dafür eigene Technik mit höchst unterschiedlicher Qualität einsetzen. Weniger kritisch ist diese Signalaufbereitung mit professioneller Technik auf der Senderseite.
Perspektivisch gilt das Format 1080p/50 als Nonplusultra für HDTV, bestätigte ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky gegenüber heise.de. Eine Einführung sei aber erst möglich, wenn die gesamte Infrastruktur seitens der Programmanbieter entsprechend aufgebohrt werden kann. Das sei jetzt noch nicht möglich. Das ZDF bleibe bei 720p/50 für Produktion und Verbreitung. Die BBC kündigte zur Olympiade 2012 in London 1080p/50-Versuche an.
Quelle: Meldungen von heise.de vom 1.7., heise.de vom 2.7. / Hintergrund: HDTV, Kommentar zu HDTV.
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1.7.2010 • Hersteller: Neuer Kabelstandard HDBaseT contra HDMI
HDBaseT Mit dem neuen Kabelstandard HDBaseT wollen LG, Samsung, Sony und Valens Semiconductors HDMI Paroli bieten. Mittels üblicher CAT5/6-Netzwerkkabel (mit RJ45-Steckern) sollen FullHD-Signale samt Mehrkanalton und Daten bei bis zu 100 Megabits pro Sekunde in Netzwerken verteilt werden. Im Gegensatz zu HDMI sollen jedoch Kabelwege bis 100 Metern möglich sein. Die Transfergeschwindigkeit könnte auf das Zehnfache gesteigert werden. HDBaseT biete eine Vernetzung von Fernsehern, Settopboxen, BluRay-Playern usw. einschließlich der Stromversorgung kleinerer Geräte. Erste Produkte könnten schon im 2. Halbjahr 2010 auf den Markt kommen.
HDMI bietet derzeit ebenfalls 100 MBit/s und kündigte an, andere Verbindungsstandards verdrängen zu wollen.
Quelle: Presseinfo der HDBaseT-Alliance vom 29.6. / Hintergrund: Homepage HDBaseT.org.
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1.7.2010 • HbbTV: Jetzt ETSI-Standard
HbbTV Der HbbTV-Standard für interaktive TV-Anwendungen ist in der Version 1.1.1 nunmehr offizieller ETSI-Standard (TS 102 796) für Europa. Gleichzeitig hat die bisherige Interessengruppe für die Entwicklung des Standards sich zu einem Konsortium umfirmiert und öffnet sich für weitere interessierte Unternehmen. Nächste Arbeitsschritte sinddie Entwicklung einer Test-Suite sowie Zertifizierungs- und Werbemassnahmen. Vorsitzender des Konsortiums mit derzeit 60 Mitgliedern ist Dr. Klaus Ilgner-Fehns (Institut für Rundfunktechnik).
Erste Mustergeräte waren auf der IFA 2009 vorgestellt worden. In Deutschland seien Geräte bereits im Handel, die französische Regulierungsbehörde CSA signalisierte ihre Unterstützung. Dienste könnten ab 2011 eingeführt werden. Laut einer aktuellen Goldmedia-Studie sollen rund 20 Prozent der bis Jahresende in Deutschland verkauften TV-Geräte vernetzbar sein, bis 2015 seien 61 Prozent des TV-Bestandes netzwerkfähig. Von den derzeit 550.000 TV-Haushalten mit Hybridgeräten nutzen jedoch nur 20 Prozent regelmässig Web-Inhalte.
Quelle: Presseinfo des IRT vom 1.7. Presseinfo von Goldmedia vom 30.6. / Hintergrund: HbbTV, Homepage HbbTV.org.
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1.7.2010 • Senderwartungen: Terminankündigungen für Juli
Sachsen-Anhalt Wartungsarbeiten finden heute von 3 bis 5 Uhr am Sender Halle-Stadt für den Kanal 38 (MDR) statt.
SachsenAm Sender für die Bouquets von ARD (K24) und MDR (K37) Leipzig-Süd wird am 12. Juli von 6.30 bis 11.30 gearbeitet.
Baden-WürttembergAlle drei Kanäle des Senders Weinsberg werden am 13. Juli zwischen 9.05 und 12 Uhr aufgrund dringender Arbeiten abgeschaltet.
Quelle: Info von DVB-T Mitteldeutschland und DVB-T Südwest.
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1.7.2010 • Bitkom/Eito: 32 Mio. Settopboxen für Europa
Bitkom Der Verkauf von Settopboxen soll 2010 europaweit um 6,3 Prozent auf 32 Mio. Stück steigen, der erwartete Umsatz liegt bei 2,2 Mrd. Euro (plus 9,6 Prozent). Dies gab der Industrieverband Bitkom unter Berufung auf das European Information Technology Observatory (EITO) bekannt.
Die Entwicklung in den einzelnen Länder ist aufgrund des Digitalisierungsstandes unterschiedlich. So prognostiziert EITO für Frankreich den Anstieg des Marktvolumens um 86 Prozent (!) auf 320 Mio. Euro. In Deutschland wird mit 70 Mio. Euro (plus 38 Prozent), für Italien mti 500 Mio. Euro (plus 29 Prozent) gerechnet. Hingegen wird ein rückläufiger Absatz in Ländern, wo die Digitalisierung weit fortgeschritten ist, erwartet. Dazu zählen England (160 Mio. Euro, minus 32 Prozent) und Spanien (105 Mio. Euro, minus 32 Prozent).
Analogabschaltungen in einigen Ländern sorgten 2009 für einen Rekordanstieg beim Umsatz von DVB-T-Boxen um 32 Prozent.
Nicht nur in Deutschland ist allerdings der Absatz von DVB-T Settopboxen rückläufig. Inzwischen werden mehr Fernseher mit integriertem Digitalempfang als Boxen verkauft. Dabei handelt es sich zunehmen um Multistandardgeräte, die dem Zuschauer den TV-Zugang über mehrere Empfangswege öffnen.
Quelle: Presseinfo der Bitkom vom 29.6.



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