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Nachrichten-Archiv: Januar 2008

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31.1.2008 • DVB-H: Auch die NLM lizensiert Mobil 3.0
NLM Die Versammlung der Landesmedienanstalt NLM hat Mobile 3.0 für die DVB-H Plattform lizensiert. Wie zuvor auch das sächsische Gremium „aufgefordert, ein konkretisiertes Konzept zur Einbeziehung der regionalen Berichterstattung in das Gesamtangebot vorzulegen. Die NLM erwartet, dass für die Region Hannover/Braunschweig bereits in der ersten Ausbaustufe die technischen Voraussetzungen für eine regionale Berichterstattung geschaffen werden.“ Dafür liege bereits ein gesonderter Antrag vor, der auf der nächsten Sitzung beschlossen werden könnte.
Quelle: Presseinfo der NLM vom 31.1.2008.
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30.1.2008 • Österreich: ORF will Gebührenerhöhung um 1,30 €
Österreich Mit dem Publikumsrat und dem Finanzausschuß haben sich zwei Gremien des ORF gegen eine Gebührenerhöhung um monatlich 1,30 Euro ab dem 1. Juni 2008 ausgesprochen. Argumentiert wird unter anderem mit der Inflationsrate, wodurch eine erhöhte Gebühr die sozial Schwachen besonders treffe, sowie mit den Belastungen der Zuschauer durch den DVB-T Umstieg. Bindende Entscheidungen kann jedoch nur der Stiftungsrat treffen, von dem - nach einem vorangegangenen Beschluß vom Dezember - die Zustimmung erwartet wird.
Die Höhe der Rundfunkgebühr in Österreich, zu entrichten an die GIS, ist aufgrund unterschiedlicher „Landesabgaben“ abhängig vom Wohnort und liegt seit dem 1.6.2006 zwischen 17,18 und 21,88 Euro. Davon bekommt der ORF bisher 13,80 Euro - der Erhöhungsvorschlag liegt also bei knapp zehn Prozent.
Übrigens: Das österreichische Gebührengesetz definierte schon 1999 die Gebührenpflicht für alle technischen Geräte, die Programme „unmittelbar optisch und/oder akustisch wahrnehmbar machen“. Damit sind in der Alpenrepublik auch entsprechend ausgestattete PCs (wie seit 2005 in Deutschland) gebührenpflichtig.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 30.1.2008 / Website von GIS.
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29.1.2008 • DAB: Privatfunker fordern „Endgerätegipfel“ für Digitalradio
VPRT Ungeachtet der Probleme, die ARD und Deutschlandfunk beim Digitalradio wahrscheinlich durch den Rotstift der KEF bekommen, orientieren die Privatradio-Mitglieder im VPRT auf eine „schnellstmögliche Einstellung des alten DAB“ zugunsten von DAB+ oder DMB. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Autoindustrie drängt der Verband auf einen zeitnahen „Endgerätegipfel“ gedrängt. „Es wäre fatal, wenn wir in 2009 bundesweit mit drei Multiplexen und einer Vielzahl digitaler Radioangebote starten, und es gäbe keine technisch und preislich passenden Endgeräte.“ Dafür präferiert der Verband offenbar den DAB-nachfolger DAB+ (mit MPEG-4-AAC+) oder dessen Erweiterung DMB.
Der Verband wies zugleich den Vorwurf zurück, die Radiodigitalisierung durch Nichtbeteiligung an der „Mainzer Erklärung“ zu blockieren. Das Dokument habe zum Ziel gehabt, bei der KEF Gelder für die ARD „herauszuschlagen“.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 29.1.2008.
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29.1.2008 • Österreich: ORS und Telekom aus DVB-H-Rennen geworfen
Österreich Die österreichische Medienbehörde KommAustria hat in Sachen DVB-H erwartungsgemäß ihre Ankündigung wahrgemacht: Die Bewerbung der ORF-Sendetochter ORS wurde zurück-, die von Telekom Austria abgewiesen, meldet die Zeitung Der Standard. ORS beabsichtige, wie angekündigt ins Berufungsverfahren zu gehen.
Media&Broadcast habe nun den beiden aus dem Rennen geworfenen Konkurrenten sowie dem vierten Wettbewerber, einem Verlagskonsortium, Minderheitsanteile einer gemeinsamen Betreiberfirma „Media Broadcast Österreich GmbH“ angeboten. Die Absage von Telekom Austria gilt als sicher, weil Minderheitsbeteiligungen nicht der Firmenpolitik entspreche.
KommAustria hatte beim Antrag von Telekom Austria die gesellschaftsrechtliche Verflechtung des Netzbetreibers und des Programanbieters bemängelt. Bei der ORS fehlte der „Programmaggregator“, obwohl gesetzlich vorgeschrieben, gänzlich; somit waren die Bewerbungskriterien nicht erfüllt.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 29.1.2008.
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29.1.2008 • HDTV: Bitkom fordert Sofortstart von ARD und ZDF
Bitkom Der IT-Industrieverband Bitkom hat den HDTV-Einstieg von ARD und ZDF noch in diesem Jahr gefordert. „Seit der zweiten Jahreshälfte 2007 haben Verbraucher verstärkt HD-Fernseher mit sehr großen Bildschirmdiagonalen von über einem Meter gekauft. Mit ihnen kommen HD-Signale besonders gut zur Geltung.“ Einen Testbetrieb zur Euro2008 und den Regelbetrieb ab 2009 hält Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer für geboten und verweist auf die Projekte der Öffentlich-rechtlichen in Österreich und der Schweiz.
Nach Schätzung des Verbandes seien Mitte 2007 etwa 350.000 HDTV-geeignete Settopboxen im Umlauf gewesen. Für Ende 2008 wird mit 1,4 Mio. (der etwa 35 Mio.) TV-Haushalte, die „gelegentlich HD-Bilder sehen“ - im Zweifel als Video. Dazu rechnet Bitkom noch 5 Mio. „passive HD-Haushalte“ mit geeigneten Fernsehern, wodurch die Gesamtzahl der mit HDTV (in welcher Form auch immer) ausgestatteten Haushalte per Ende 2008 auf 17 Prozent hochgerechnet wird.
Ein ARD-Sprecher wiederholte dazu, die Marktdurchdringung sei noch zu gering, um die Investitionen aus den Rundfunkgebühren zu rechtfertigen. ARD und ZDF wollen zur Winterolympiade 2010 in den Regelbetrieb gehen, aber vorher Showcases durchführen, schon um - wie schon über 1Festival zur Funkausstellung 2007 - die neuen Betriebsabläufe zu testen.
Quelle: Presseinfo der Bitkom und Meldung von Pressetext vom 29.1.2008.
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28.1.2008 • DVB-H: Mobil 3.0 für Sachsen lizensiert
SLM Sachsen Der Medienrat der sächsischen Landesmedienanstalt SLM hat das Bewerberkonsortium Mobile 3.0 für die DVB-H Plattform lizensiert. Das Gremium folgt damit erwartungsgemäß der Empfehlung der LMA-Gesamtkonferenz. Nach Angaben der SLM gibt es „große Interesse heimischer Anbieter“. Das hätten Gespräche mit Sachsen Fernsehen, BCS Broadcast Sachsen sowie der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft ergeben. Daher wurde von der Empfehlung abgewichen: Es wurde beschlossen, „die Veranstalterin des regionalen Fensterprogramms mit einer Lizenz der SLM auszustatten“. Ein Grundkonzept für regionale Angebote solljedoch noch erstellt werden. Die SLM kündigt den Start des Dienstes für den 1. Juni an.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 28.1.2008.
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25.1.2008 • LfM: Klage gegen EU-Kommission
LFM-NRW In Sachen DVB-T Förderung hat die NRW-Landesmedienanstalt LfM Klage gegen die EU-Kommission vor dem europäischen Gerichtshof erhoben. Die EU-Kommission hatte im Oktober 2007 die in NRW mit 5,8 Mio. Euro über fünf Jahre geplante Förderung als unerlaubte Beihilfe untersagt. Unter anderem wurde argumentiert, die Technologieneutralität sei nicht gewahrt worden; „vermeidbare Wettbewerbsverzerrungen zwischen den unterschiedlichen Übertragungswegen Terrestrik, Kabel und Satellit (müssen) vermieden werden“.
Schon 2005 hatte die EU die Berliner Förderung mit ähnlicher Begründung als unerlaubte Beihilfe eingestuft, die MABB hatte ebenfalls den Rechtsweg beschritten. Die MABB hatte damals festgestellt, die Rundfunkversorgung liege im Zuständigkeitsbereich der Staaten, nicht der EU. Diese Streitfrage zwischen der EU und Deutschland und anderen Mitgliedsländern betrifft auch andere Medienthemen.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 25.1.2008.
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24.1.2008 • Leipzig: Lowpower-Sender mit Testbild
Sachsen Nach Userberichten wurde gestern im Rahmen des Lowpower-Projekts für Leipzig zeitweise ein erstes den Testbbild gesendet. Eine Tafel zeigte den Text „DVB-T Pilotprojekt Leipzig Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien“.
Bestätigt wurde, dass vier der fünf Sendeanlage bereits errichtet sind, der letzte Standort in Markkleeberg soll Ende Februar betriebsfähig sein. Zwischenzeitlich könnten Mess- und Abstimmarbeiten durchgeführt werden.
Nachtrag: Die SLM hat auch bestätigt, dass der offizielle Startschuß anlässlich des Jahresempfangs der Landesmedienanstalt SLM am 17. März erfolgt. In dem Multiplex sollen das regionale Leipzig Fernsehen sowie Bibel TV, BBC World Service, ein Stadtinformationskanal und die Hörfunkprogramme Radio Horeb und Radio Leipzig übertragen werden. Die SLM übernimmt während der zweijährigen Versuchszeit die Rolle des Netzbetreibers. Für den anschließenden Regelbetrieb mus eine Ausschreibung durch die Bundesnetzagentur erfolgen.
Quellen: Userinfos im DF-Forum vom 23.1.2008, Meldung von DF vom 25.1.2008 / Hintergrund: Lowpower-Netz.
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24.1.2008 • KEF (3): DAB endgültig „Dead And Buried“
DAB-Logo Die von der KEF in den Budgets von ARD und ZDF vorgenommene Streichung von 166 Millionen Euro für das digitale Radio DAB hat der Interessenverband IMDR erwartungsgemäß kritisiert. Der Verband befürchtet ein „ein technologisches und medienpolitisches Chaos“. Man sei von dem KEF-Vorschlag „völlig überrascht“. Generell wird in Frage gestellt, „ob das Verfahren zur Entstehung der KEF-Empfehlungen für technologiepolitische Grundsatzentscheidungen geeignet ist“.
Allerdings sind offenbar nicht alle der kleineren Privatradios mit DAB zufrieden: Das Kinderprogramm Radiojojo und der Sender 89.0 RTL haben ihre Beteiligung am sächsischen DAB-Paket zum Jahreswechsel aufgegeben. Hintergrund ist das Ende der DAB-Förderung durch die Landesmedienanstalt SLM. Das als einziger Sender im Paket verbliebene Privatradio Sunshine Live suche hingegen noch nach einer Finanzierungsmöglichkeit, während die öffentlich-rechtlichen Stationen Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und MDR Klassik weiter per DAB in Sachsen ausstrahlen.
Indessen haben die Privatradios Antenne Bayern, Radio Hamburg, radio ffn, Hit-Radio Antenne Niedersachsen und Radio/Tele FFH das gemeinsame Unternehmen Digital 5 gegründet. Das Konsortium hatte sich bereits vor der offiziellen Gründung erfolgreich um einen Sendeplatz im DVB-H Dienst von Mobile 3.0 bemüht und will dort einen Comedy- und Karaoke-Kanal abieten.
Nachtrag: Die ARD geht unverändert vom Erfolg für DAB aus und kritisierte die KEF-Kürzung. Die bisherigen Hemnisse würden durch die Neuordnung der Sendefrequenzen und neue Codierverfahren (DAB+) „in absehbarer Zeit überwunden“. Daher könnte das Thema 2009 neu angegangen werden. Die Radiodigitalisierung erfordere einen langen Atem; die KEF-Empfehlung habe Einfluß auch aif alle anderen an der Einführung beteiligten. Es sei zweifelhaft, ob das KEF-Verfahren für technologiepolitische Grundsatzentscheidungen geeignet sei.
Quellen: Presseinfo des IMDR, Meldung von Sat und Kabel vom 24.1.2008 und Digitaler Rundfunk vom 21.1.2008 / Hintergrund Digitalradio.
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24.1.2008 • Hamburg/Schleswig-Holstein: Lizenzen für Regionalfenster
Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein Die Landesmedienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) hat die Lizenzen von RTL Nord und Sat.1 Norddeutschland für Regionalfenstern der beiden Programme via DVB-T und Kabel um sieben Jahre verlängert. Die Laufenden Lizenzen hätten mit dem 29. Februar 2008 (RTL) bzw. am 30. Juni 2008 (Sat.1) geendet.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 24.1.2008.
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23.1.2008 • DVB-T: Bundesweite Senderliste jetzt online
Überallfernseh-Logo Die DVB-T Taskforce von ARD und ZDF hat auf ihrer Website jetzt eine bundesweite Senderliste veröffentlicht. Das technisch orientierte Dokument verzeichnet, nach Bundesländern geordnet, alle Sendestandorte mit den ausgestrahlten Programmen und den jeweiligen Sendeparametern sowie die Daten der Inbetriebnahme.
Quelle: Direkt zur Liste (pdf).
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23.1.2008 • CeBIT: DVB-T auf dem Handy
CeBIT-Logo Das Mobilfunkunternehmen Vodafone will auf der CeBIT (Hannover, 4. bis 9. März) zeigen, „wie DVB-T für das Handy aussieht“. Es handele sich um ein „technisches Pilotprojekt“. „Damit können alle vom 'klassischen' DVB-T bekannten Fernsehkanäle auf entsprechenden Handys empfangen werden. In entsprechend versorgten Gebieten profitieren Nutzer von einer sehr hohen Bildqualität“, teilt das Unternehmen dazu mit.
Quelle: Presseinfo von Vodafone vom 23.1.2008.
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22.1.2008 • Österreich: ORS glaubt nicht an pünktlichen DVB-H Start
Österreich Auch beim Sendenetzbetreiber ORS wird der pünktliche Start von DVB-H zur Euro 2008 in Zweifel gezogen. Allenfalls ein eingeschränkter Betrieb in einzelnen Regionen sei möglich, so ORS-Technikchef Michael Wagenhofer in einem Interview. Nach seiner Ansicht hätte man mit den Vorbereitungen schon im Dezember beginnen müssen. Erst am 4. Februar finde eine erste Anhörung der Antragsteller statt. Dort sei ORS aber nicht geladen. Die Medienbehörde hatte bereits im Vorfeld den ORS-Antrag wegen des Fehlens von Partnerverträgen bemängelt. Wagenhofer sieht gerade das als Stärke; würde man eine strenge Auslegung des Bewerbe-Gesetzes auf alle Anträge anwenden, könne keiner den Zuschlag bekommen. Wagenhofer deutete juristische Schritte an, wenn ORS aus dem Bieterverfahren ausgeschlossen würde. Mit dem Gang zum Kadi hatten zuvor schon andere der vier Bewerber gedroht. Kurz vor Ende der Einreichfrist war das geplante Biete5rkonsortium von ORS, T-Mobile und Mobilkom zerbrochen. Auslöser seien Differenzen über die Risikoverteilung gewesen, so Wagenhofer.
Quelle: Meldung von Satund Kabel vom 22.1.2008.
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22.1.2008 • England: Bald nur noch Digitales im Laden
England Die britischen Handelsketten Currys, Dixons und PC World wollen, Medienberichten zufolge, künftig nur noch Fernseher mit integriertem Digitalempfang verkaufen. Bereits heute seien 90 Prozent der verkauften Geräte mit DVB-T Empfang für das Programmpaket Freeview ausgestattet. Am 6. November soll Scottish Borders als erste Region nur noch digital-terrestrisch versorgt werden. Der Umstieg soll 2012 abgeschlossen sein.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 22.1.2008 / Hintergrund DVB-T weltweit.
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21.1.2008 • KEF (2): DAB endgültig „Dead And Buried“
DAB-Logo Die KEF hat 166 Millionen Euro für das digitale Radio DAB aus den Anmeldungen von ARD und Deutschlandradio (188,4 Mio. €, davon ARD 140 Mio. €, Deutschlandradio: 48,4 Mio. €) herausgekürzt. Eine Fortführung der DAB-Entwicklung käme nicht in Frage, „da weder die Zahl der DAB-Empfangsgeräte signifikant vergrößert werden konnte, noch eine Abstimmung mit den privaten Programmanbietern erreicht wurde“. Die KEF hat damit vorgegeben, dass das DAB-Engagement ab 2009 nur noch zur Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen fortgesetzt wird. Dafür wurden 22,5 Mio. Euro bewilligt.
Die Anstalten wollten ihre Aufwändungen sogar erhöhen, um Regionalprogramme per DAB auszustrahlen und die Sendeleistung zu erhöhen. Sie hatten seit 1997 etwa 180 Mio. Euro in DAB investiert. Selbst ARD-Statistiken sehen jedoch nur zwischen 100.000 und 200.000 DAB-Geräte in den Haushalten.
Die KEF argumentiert weiter, dass konkurrierende Übertragungswege (DVB-T, Internet, Sat-Radio, PodCast, MP3) einen Erfolg von DAB verhinderten. Die Umstellung auf den neuen Codec DAB+ würde die bisherigen Nutzer vom Empfang ausschließen. Zudem sei das analoge UKW-Radio weiter sehr beliebt und ein digitaler Ersatz nicht absehbar. Die großen privaten Radios hatten ihr Desinteresse an DAB/DAB+ im vergangenen Oktober deutlich gemacht: Sie unterzeichneten die „Mainzer Erklärung“ zum DAB-Ausbau nicht.
Allerdings wurden 42 Mio. Euro für Entwicklungsprojekte mit anderen Digitalradiotechniken reserviert. Diese Mittel werden erst nach Prüfung der weiteren Planungen frei gegeben.
Quelle: Presseinfo der KEF und Meldung von Sat und Kabel vom 21.1.2008 / Hintergrund Digitalradio.
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21.1.2008 • KEF (1): Rundfunkgebühr auf 17,98 € / Private: Werbeverbot
KEF Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat ihren seit Dezember bekannten Vorschlag für die Höhe der Rundfunkgebühr im Zeitraum 2009 bis 2012 nun offiziell bestätigt. Danach beträgt die Monatsgebühr ab 1.1.2009 17,98 Euro für TV und Radio, nur für Radio sol sie bei 5,76 Euro liegen. Sie steigt damit von 17,03 Euro und um 95 Cent. 56,5 Cent der Erhöhung entfallen auf die ARD, das ZDF erhält ungefähr 34,5 Cent mehr, das Deutschlandradio und die Landesmedienanstalten je 2 Cent.
Aufgrund der von den Anstalten eingereichten Budgetplanungen wären bis zu 18,72 Euro (also 1,69 Euro mehr) fällig gewesen, die KEF hat die Ansätze jedoch (u.a. beim digitalen DAB-Radio um 166 Mio. Euro) auf ursprünglich 17,93 Euro reduziert und nach Anhörung der Sender noch zwei Cents zugegeben. Der Gebührenvorschlag ist Ergebnis des heute vorgelegten 16. KEF-Berichtes. Um Rechtskraft zu erlangen, müssen die Parlamente aller 16 Bundesländer dem neuen Rundfunkgebühren-Staatsvertrag, in den die Gebührenhöhe aufgenommen wird, zustimmen.
Den Bericht kommentierte ARD-Vorsitzender Fritz Raff mit der Bemerkung, die Erhöhung liege unterhalb der Teuerungsrate. Die Kürzung der ohnehin „niedrigsten Gebührenanmeldung seit mehr als 20 Jahren“ gefährde kleinere ARD-Anstalten in der Substanz. Er, ebenso wie ZDF-Intendant Markus Schächter, sehen die Anstalten vor „großen Sparanstrengungen“. Die private Konkurrenz ist ungehalten. Ihr Verband VPRT meint, die Anstalten bekämen ab 2009 7,5 Mrd. Euro jährlich, „ohne dass auch nur im Ansatz geklärt sei, welche Art von Programmen und Angeboten (...) zum öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag gehörten“. Er forderte als ersten Schritt der Dekommerzialisierung, dass ARD/ZDF „ab sofort das Sponsoring verboten“ werden solle „und ab der nächsten Gebührenperiode die Werbung insgesamt“.
Nicht berührt vom KEF-Bericht ist die Diskussion um die Kriterien für die Gebührenpflicht von Privathaushalten und Unternehmen. Entsprechende Änderungen des Rundfunkfinanzierungs-Staatsvertrages könnten ab 2013 in Kraft treten. Auslöser für die Diskussion waren neben Kritik an der Arbeitsweise der GEZ die 2005 eingeführte Gebührenpflicht für „neuartige Rundfunkempfangsgeräte“, darunter Online-PCs (wovon vor allem Unternehmen betroffen sind), sowie die Kürzung des KEF-Vorschlages für die laufenden Gebührenperiode durch die Bundesländer. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Verfahren für verfassungswidrig erklärt.
Im Europa-Vergleich (GIS-Website, pdf) liegt Deutschland auch nach der Erhöhung noch im Mittelfeld. Am Teuersten ist die Gebühr in Dänemark (24,04 Euro mtl.), die günstigsten Gebühren zahlen Zuschauer in Tschechien (6 Euro).
Quelle: Presseinfo der KEF vom 21.1.2008 / Hintergrund Rundfunkgebühren.
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19.1.2008 • Österreich: Rechtsstreit um Bewerbungen?
Österreich Im Bieterrennen um die DVB-H Plattform in Österreich werden harte Bandagen angelegt. Einige Bewerber beschuldigen sich gegenseitig, die für die Zulassung vorgegebenen Kriterien nicht zu erfüllen. Beteiligte hätten die Befürchtung geäußert, dass langwierige Rechtsstreitigkeiten der Vergabe folgen könnten und der Start des Dienstes zur Euro 2008 gefährdet sei, berichtet die Zeitung Der Standard. Erinnert wird an Gerichtsverfahren, die die Zulassung von Privatradios um zwei Jahre verzögerten.
Beworben hatten sich vier Konsortien: Die Telekom (mit ihrer Schwesterfirma Mobilkom), die Media Broadcast GmbH mit den Mobilfunkfirmen 3 und One, die ORS sowie die Mobile TV Infrastruktur GmbH hinter der die Verlage Styria, Moser Holding und das Vorarlberger Medienhaus stehen. Jetzt forderte Telekom bei der Regulierungsbehörde den Ausschluß des Konkurrenten Media&Broadcast vom Bieterverfahren. Begründet wird das damit, dass der Vertrag zwischen Netzbetreiber Media&Broadcast und seinen Content-Partnern nicht bindend, sondern nur eine Vorvereinbarung sei.
Quelle: Meldung von Der Standard vom 18.1.2008.
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16.1.2008 • DVB-SH: Allianz für Hybrid-Variante
DVB-H Logo Die Technologieschmieden Dibcom, Teamcast und Udcast, die 2006 an einem entsprechenden Pilotprojekt in Pau (Frankreich) mitwirkten, wollen den Standard DVB-SH forcieren. Die von Alcatel entwickelte Hybridtechnik für das mobile Fernsehen stützt terrestrische DVB-H-Dienste durch zusätzliche Satelliten-Übertragung. Die Standardisierung beim DVB-Projekt war im Februar 2007 erfolgt. Inzwischen hätten mehrere Diensteanbieter DVB-SH-Satelliten bestellt, sagte Udcast-Vorstand Jas Saini ohne ins Detail zu gehen. Dafür will Dibcom Komponenten zur Demodulation für Mobilgeräte entwickeln; Teamcast beschäftigt sich mit Modulatoren und Überwachungstechnnik für die terrestrischen Repeater; von Udcast kommen Netzwerktechnik und IP-Enkapsulatoren.
Quelle: Presseinfo der 3 Firmen vom 16.1.2008.
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16.1.2008 • DVB-H: Mobile 3.0 mit weiteren Details
DVB-H Logo Anlässlich der angekündigten Lizensierung des DVB-H-Betriebs hat Plattform-Anbieter Mobile 3.0 weitere Einzelheiten bekanntgegeben. Mit den Veranstaltern Regiocast (für das Fußball Bundesliga-Radio kick.fm) und Deutschland24 (für regionale TV-Angebote) seien Einigungen erreicht worden. Weitere Ankündigungen sollen nach Prüfung der Empfehlungs-Unterlagen folgen.
Quelle: Presseinfo der MFD vom 15.1.2008.
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16.1.2008 • HDTV: NHK will „Super Hi-vision“ 2015 senden
JAPAN Das japanische Fernsehen NHK will seinen Sendestandard „Super Hi-vision“ (auch als UHDV bezeichnet) ab 2015 - im Vorfeld der Olympischen Spiele 2016, um die sich Tokyo bewerben will - an den Start bringen. Dieser bekannte Zeitplan (dehnmedia berichtete) wurde jetzt bestätigt. Das bereits 2005 während der Weltausstellung in Aichi mit einer Großprojektion vorgestellte System schraubt die Zahl der Pixel um den Faktor 16 auf 7680 x 4320 (HDTV 1920 x 1080) hoch und sieht bis zu 22 Audio-Richtungs- und zwei Basskanäle vor. Nach japanischen Pressemeldungen will das Innen- und Kommunikationsministerium 2008 etwa 1,8 Mio. Euro in die Entwicklung von Komprimierungs- und Übertragungstechnologien sowie Empfangsgeräten stecken.
Quelle: bericht von Digital Fernsehen vom 15.1.2008 / UHDV bei Wikipedia und NHK (englisch).
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15.1.2008 • DVB-H: Zuschlag an Mobile 3.0
DVB-H Logo Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten hat heute das Bewerberkonsortium Mobile 3.0 für das Handyfernsehen mit DVB-H empfohlen. „Wir haben an einem Strang gezogen, um in kürzester Zeit DVB-Handy Fernsehen in Deutschland möglich zu machen“, sagte der neue Vorsitzende der Direktorenkonferenz, Thomas Langheinrich. „Jetzt muss der Markt über den Erfolg entscheiden.“ Der offiziell als dreijähriges Versuchsprojekt behandelte Dienst soll ab 1. Juni, zunächst in den Landeshauptstädten, starten.
Als nächster Schritt folgen die Einzelgenehmigungen durch die 14 Landesmedienanstalten und Verträge, die Mobile 3.0 mit dem Netzbetreiber Media&Broadcast und seinen Vermarktungspartnern abschließen muss.
Die Gesamtkonferenz hatte bereits im Oktober 2007 ihre Präferenz für Mobile 3.0 deutlich gemacht, von dem Konsortium aber Details zum Programmkonzept nachgefordert. Diese Unterlagen wurden Anfang des Monats geprüft. Inzwischen stehen folgende TV-Programme fest: ARD, ZDF, RTL, Vox, Sat.1, ProSieben, n-24, n-tv und die Radiosender Digital 5, bigBuddy und KickFM. Auch Regionalsender sollen noch ins Angebot kommen.
Nach dem vorangegangenen Hin und Her um das Konzept urteilt die Gesamtkonferenz: Die „Mindestforderungen der Landesmedienanstalten sind im wesentlichen erfüllt“. SPätere Nachbesserungen werden bei „speziell auf mobiles Nutzerverhalten zugeschnittenen Programmangeboten“ erwartet.
Mobile 3.0 ist ein Konsortium der MFD, die bereits den DMB-Dienst „Watch“ betreibt und der Berliner Firma Neva Media. MFD gehört zur südafrikanische Mediengruppe Naspers. Größte Anteilseigner der Neva Media sind die Verlagskonzerne Burda und Holtzbrinck und weitere Investoren.
Quelle: Presseinfo der GL der LMAs vom 15.1.2008 / Hintergrund: DVB-H.
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13.1.2008 • Österreich: Auf- und Abschaltungen im Februar
Österreich In weiteren Teilen von Kärnten, Niederösterreich und Tirol beginnt am 4. Februar die Umstellung auf DVB-T für den Mux A mit den Programmen ORF1, ORF2 und ATV. Zeitgleich wird in zahlreichen weiteren Regionen der noch laufende Parallelbetrieb vn digital- und analogterrestrischen Sendungen der drei Programme beendet. In den betroffenen Sendegebieten kündigen ab dem 14. Januar Laufbänder die Änderung an.
Quelle: Presseinfo von DVB-T Österreich vom 11.1.2008 / Termine der Regionen.
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11.1.2008 • ARD: Keine Steuer statt Werbung (2)
ARD/ZDF In der aus Frankreich herüberschwappende Debatte um Werbung bei den Öffentlich-rechtlichen wiederholen nun auch deutsche Parteien ihre Standpunkte: Vertreter von FDP und DieLinken erklärten, ein Werbe- und Sponsoringverzicht von ARD und ZDF würde deren Glaubwürdigkeit stärken. Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Christoph Waitz, meint, die Einnahmeverluste könnten durch Einsparungen aufgefangen werden. Überhaupt sollten sich ARD und ZDF auf „Bildung, Information und Kultur“ besinnen. „Programme, die die Privaten besser machen können, sollte man auch den Privaten überlassen“. ARD und ZDF lehnen einen Werbeverzicht ab, Kritik an dem Sarkozy-Vorstoss kam auch von Werbeagenturen.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 11.1.2008.
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11.1.2008 • DVB-T: DVB-T2 kommt nicht nach Deutschland
Überallfernseh-Logo Die DVB-T Weiterentwicklung DVB-T2 wird nach Ansicht von Thorsten Mann-Raudies, Leiter der DVB-T Taskforce von ARD und ZDF, gegenüber der Agentur ddp. Die Antennen-Zuschauer müßten sich also bezüglich einer Entwertung ihrer Geräte keine Sorgen machen.
DVB-T sei derzeit für 85 Prozent der Bevölkerung, rund 68 Millionen Einwohner, verfügbar. Bis Ende 2008 sollen die noch bestehenden Lücken in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Mitteldeutschland geschlossen werden und ein Ausbaugrad von 90 Prozent erreicht werden.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 11.1.2008.
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10.1.2008 • ARD: Keine Steuer statt Werbung
ARD/ZDF Gegen ein Werbeverbot für ARD und ZDF hat sich ARD-Vorsitzender Fritz Raff ausgesprochen. Der in Frankreich von Staatspräsident Sarkozy aufgebrachte Vorschlag, die Werbeeinnahmen der dortigen Öffentlich-rechtlichen durch eine Steuer zu ersetzen, sei in Deutschland „undenkbar“. Zudem müssten nach dem Vorschlag die Verbraucher die wegfallenden Werbeeinnahmen zahlen. Die werbetreiben Wirtschaft in Deutschland habe sogar gedrängt, „die Werbemöglichkeiten zu erweitern“.
Quelle: Presseinfo der ARD vom 10.1.2008.
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9.1.2008 • HDTV-Videos: Wichtige Entscheidung im Systemkrieg? (2)
BluRay-Logo In den Video-Formatkrieg zwischen der Bluray-Disc und der HD-DVD kommt weitere Schärfe. Nunmehr denke auch Microsoft, bisher eine Stütze der HD-DVD-Fraktion, darüber nach, in seine Spielekonsole XBox das konkurrierende BluRay-Laufwerk einzubauen. Die künftige XBox360 war vor der Messe CES noch mit HD- HD-DVD-Logo DVD-Laufwerk gezeigt worden. Nun schloß ein Marketing-Mann des Softwarekonzerns eine BluRay-Unterstützung nicht mehr aus. Im Konkurrenz-Produkt PSP von Sony ist ein BluRay-Laufwerk verbaut.
Bill Watkins, Chef des Festplatten-Herstellers Seagate, sieht gleich überhaupt kaum Zukunft für Video-Silberscheiben. Er rechnet mit einer steigenden Bedeutung von OnDemand- und IPTV-Diensten. Dafür benötigten die Kunden Speicherkapazität - in Gestalt von Festplatten. Neue Harddisks der Produktreihe PipelineHD mit Kapazitäten zwischen 320 Gigabyte und einem Terabyte sollen bis zu 200 Stunden HDTV- bzw. 1000 Stunden SDTV-Videos fassen und noch im ersten Halbjahr in den Handel kommen. Auf der CES hatten Sony, Sharp und Panasonic erste Kooperationen mit solchen Content-Lieferanten bekannt gegeben.
Nachtrag: Constantin Film, einer der größten Produktions- und Vertriebsfirmen in Deutschland, will HD-Videos ab März 2008 ausschließlich im BlueRay-Format veröffentlichen. Der jahrelange DVD-Nachfolgestreit habe die Verbraucher verunsichert und die Einführung der neuen Videos verzögert, heißt es in einer Presseinfo vom 10.1.2008 (pdf) und mit Bezug auf die Warner-Entscheidung.
Quellen: Sat und Kabel zu Microsoft, Watkins und Seagate-Festplatten vom 9.1.2008 / Hintergrund: HDTV-Videos.
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9.1.2008 • Österreich: Puls4 startet am 28. Januar
Österreich Am 28. Januar geht der Privatsender Puls4 auf Sendung, auch im DVB-T Mux-B. Der Sender geht aus dem Wiener Stadtsender Puls TV hervor, der von der Pro7Sat1-Gruppe gekauft. Gestartet wird zunächst am Vorabend, ab dem 4. April soll der Ausbau zum Vollprogramma vollzogen sein.
Quelle: Meldung bei Sat und Kabel vom 9.1.2008 / Puls4 / DVB-T in Österreich.
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8.1.2008 • DVB-H: Vorentscheidung am 15. Januar
DVB-H Logo Eine Sondierungsgruppe der Landesmedienanstalten prüft zur Zeit ein mehrere hundert Seiten starkes Konzeptpapier des HandyTV-Konsortiums Mobile 3.0. Für den 15. Januar wird eine Entscheidung erwartet. Die weiteren aufgrund der Medienhoheit der Bundesländer notwendigen Beschlüsse jeder einzelnen LMA gelten dann als Formsache.
Nach einem Pressebericht werden ARD, ZDF, ProSiebenSat1 und RTL je zwei der 15 TV-Sendeplätze erhalten. Weitere Programme könnten von Spartenanbietern kommen. Spekuliert wird hier unter anderem auf die UFA; der TV-Produzent hatte schon zur IFA 2005 ein auf DVB-H zugeschnittenes Quiz gezeigt. Im Jahr darauf drehte die Konzerntochter Phoenix eine „Mobile-Soap“ unter dem Arbeitstitel „Kill Your Darling“. Es gerüchtelt auch um ein Sportangebot von Premiere. Auch Radioprogramme sollen auf der Plattform ausgestrahlt werden.
Weitere Spekulationen beziehen sich auf die Abo-Gebühren: Das Paket könnte 10 Euro pro Monat kosten, wobei die vier öffentlich-rechtlichen Programme kostenlos und unverschlüsselt geliefert werden sollen.
Die LMAs hatte bereits im vergangenen Oktober ihre Präferenz für Mobile 3.0 gegen andere Bewerber (darunter ein Konsortium der Mobilfunker 02, T-Mobile und Vodafone) deutlich gemacht. Nach einem ersten Konzept musste das Konsortium bis Jahresende 2007 erheblich nachbessern. Auf Grundlage einer Vereinbarung mit dem Sendenetzbetreiber Media&Broadcast könne der Aufbau der technischen Infrastruktur umgehend erfolgen, um den Betriebsbeginn zur Fussball-EM 2008 zu sichern.
Mobile 3.0 ist ein Konsortium der MFD, die bereits den DMB-Dienst „Watch“ betreibt und der Berliner Firma Neva Media. Hinter MFD steht im wesentlichen die südafrikanische Mediengruppe Naspers, hinter Neva Media die Verlagskonzerne Burda und Holtzbrinck sowie die Investmentfirma der ehemaligen 9Live-Chefin Christiane zu Salm.
Quelle: Meldung der Süddeutschen Zeitung vom 3.1.2008 / Hintergrund: DVB-H.
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8.1.2008 • Schweiz: Durchbruch für DVB-H?
Schweiz Lizeninhaber Swisscom hat der Mobile TV Schweiz AG einen Sendeplatz für ein Vollprogramm auf der künftigen schweizerischen DVB-H Plattform gegeben. MoTV soll zur Fussball-EM auf Sendung gehen und 44 Prozent der Bevölkerung erreichen. Das Unternehmen räumt jedoch ein, noch nicht genug Eigenkapital für die dreijährige Startphase zu haben. Mitte Dezember 2007 hatten die Mobilfunkunternehmen Orange und Sunrise das Thema DVB-H aus Kostengründen zu den Akten gelegt.
Quelle: Info von MoTV vom 3.1.2008.
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7.1.2008 • DMB: MDR startet Pilotprojekt
MDR „Neue, auf mobile Nutzungssituationen ausgerichtete Angebotsformen und -inhalte“ testet der MDR seit heute mit der Sendetechnik DMB im Raum Leipzig. U.a. wird ein nachrichtenorientiertes Angebot aus bestehenden Sendungen zusammengestellt und eine achtstündige KiKa-Schleife mit Kurzformaten konzipiert. Das befristete Projekt soll die Akzeptanz solcher Angebote beim jungen und mobilen Publikum bringen.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 4.1.2008 / DMB-Infos des MDR.
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6.1.2008 • WDR: Komplett in 16:9
WDR Seit Jahresbeginn sendet der WDR sein Programm - einschließlich aller elf Lokalzeiten - komplett im Bildformat 16:9. Damit werde „eine wichtige Voraussetzung für die sukzessive Einführung des hochauflösenden Fernsehens HDTV, das eine weitere deutliche Steigerung der Bildqualität mit sich bringen wird“, geschaffen.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 6.1.2008.
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5.1.2008 • HDTV-Videos: Wichtige Entscheidung im Systemkrieg?
BluRay-Logo Für alle Beteiligten überraschend hat Warner Home Video bekannt gegeben, Videos künftig nur noch im hochauflösenden Format BluRay (entwickelt von Sony, Philips u.a.) zu veröffentlichen. Diese strategische Massnahme HD-DVD-Logo soll helfen, die Verwirrung der Verbraucher im laufenden Formatkrieg mit HD-DVD (Toshiba u.a.) zu beenden. Die Bekanntgabe wenige Tage vor dem Beginn der Consumer Electronics Show (CES), der wichtigsten Fachmesse für den amerikanischen Kontinent, veranlasste das HD-DVD-Lager seine Messe-Pressekonferenz abzusagen, um die neue Lage zu überdenken.
Das Statement von Warner könnte, so Beobachter, den Ausschlag für das Ende von HD-DVD geben. Das Unternehmen gilt als der weltweit wichtigste Videopublisher. Zusammen mit Disney, Fox, MGM und Sony hätte BluRay damit den HDTV-Videomarkt mit etwa 70 Prozent der US-Titel besetzt. Angeblich hatte Toshiba die US-Studios Paramount und Dreamworks durch Zahlung von zusammen 150 Mio. US-Dollars veranlaßt, 18 Monate lang auf Veröffentlichungen auf BluRay-Discs zu verzichten. Auf HD-DVD Seite ist Universal der wichtigste Homevideo-Anbieter.
Quelle: Meldung von heise.de vom 4.1.2008 / Hintergrund: HDTV-Videos.
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4.1.2008 • AGF: 30 Prozent Digitalanteil knapp verfehlt
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung 10,41 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland empfingen am Jahreswechsel 2007/2008 ihre Programme digital. Das meldet die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung. Das sind etwa 80.000 Haushalte mehr, als im Vormonat. Vor Jahresfrist lag der Digitalanteil bei 8,91 Millionen Haushalten (25,4 Prozent). Die Zahl der TV-Haushalte sank geringfügig von 35,02 auf 34,99 Millionen.
Quelle: Statistik der AGF.
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4.1.2008 • Berlin/Potsdam: Radiopaket um vier Programme reduziert
Berlin Seit dem Jahreswechsel werden die Programme WDR 2, WDR 5, Klassik Radio und sunshine live nicht mehr im Berliner DVB-T Hörfunkpaket auf Kanal 59 verbreitet. Damit ist das Paket von maximal 32 auf nunmehr 26 Programme geschrumpft.
Das Radiopaket wurde im Spätsommer 2005 als „Akzeptanztest“ gestartet. Hintergrund ist die bis heute anhaltende Debatte um die digitalen Perspektiven für das Radio. Im Vorfeld hatte die Landesmedienanstalt MABB DAB als damals einziges regelbetriebsfähiges System in Frage gestellt. Allerdings zeichneten sich DRM, DMB und DVB-H als Alternativen bereits ab.
Quelle: Programmliste auf garv.de / Hintergrund: Radio via DVB-T.
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4.1.2008 • Vox: Einstieg in 16:9-Format
VOX Vox (RTL-Programmfamilie) will ab Februar mit Ausstrahlungen seiner US-Serien im Breitbildformat 16:9 beginnen. Die RTL-Familie hatte ursprünglich die komplette Umstellung aller Programme für Ende 2008 angekündigt. Dies sollte im Zusammenhang mit dem Umzug der Mediengruppe in die Kölner Rheinhallen stehen. Jüngsten Informationen zufolge wird sich die Inbetriebnahme des neuen Sendezentrums aber bis 2009 verzögern.
Quelle: Meldung von Sat und Kabel vom 3.1.2008.
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3.1.2008 • DVB-T: Der Schmuckkanal in vier Regionen auf Sendung
Überallfernseh-Logo Das Shopping-Programm Schmuckkanal ist nach eigenen Angaben ab sofort täglich zwischen 10 und 17 Uhr via DVB-T in den Ballungsräumen Nürnberg, Bremen/Unterweser, Hannover/Braunschweig und Kiel/Lübeck zu empfangen. Details wurden nicht mitgeteilt. Dem Vernehmen ist Mona TV der Sendepartner. Dort nutzte der Shoppingsender HSE24 in den genannten Regionen seit dem 1. August 2007 diese Zeitschiene.
Hinter dem Spartenkanal mit Deutschland-Sitz in Düsseldorf steht die Holding Vaibhav Gems Limited (VGL), nach Unternehmensangaben größter indischer Exporteur von Farbedelsteinen und Betreiber der Jewellery Channels in den USA und England.
Quelle: Presseinfo von Der Schmuckkanal vom 3.1.2008.
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2.1.2008 • DVB-T: Gerätetrends - Funktions-„Verheiratungen“
Überallfernseh-Logo TV-Uhren von LAKS, Österreich Alles neu macht das Neue Jahr? Wie es scheint, kommt die „Verheiratung“ diverser „fernsehfremder“ Funktionen mit DVB-T in Mode. Eine österreichische Firma kündigte gerade eine Armbanduhr an, deren integrierter DVB-T Empfänger über USB und das Notebook mobile TV-Genuß verspricht. Bereits vor einem Jahr wurden erstmalig GPS-Navigation und TV in einem Gerät vorgestellt. Der Mobilitöt der Nutzer sollen Player für diverse Audio- und Videoformate Auftrieb geben. Auch das Fernsehen mit der Webcam ist nun möglich.
Den DVB-T Empfang mit dem Handy zeigten Prototypen bereits vor einiger Zeit. Für alle tragbaren Geräte scheint mir DVB-H allerdings praktischer: Die kleineren Bilder „ersparen“ die Skalierung der großen Fernsehbilder auf die Minidisplays und das für mobile Nutzung optimierte DVB-H spart obendrein Strom, wodurch die Akkus länger halten.
Quelle: Eigene Recherche / Geräte mit Sonderfunktionen in der Datenbank.
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1.1.2008 • DVB-H: Programmpaket beschlußreif?
DVB-H Logo Die Firma Mobile 3.0, von den Landesmedienanstalten für den Betrieb der DVB-H Programmplattform „in Aussicht“ genommen, hat nach eigenen Angaben die Forderung der LMAs nach Vorlage eines Vorschlags für die Programmbelegung fristgerecht zum Jahresende vorgelegt. Man habe nicht nur, wie gemeldet, mit ARD/ZDF und RTL, sondern auch mit der Pro7Sat1-Gruppe Verträge abgeschlossen und habe mit weiteren Anbietern erfolgreiche Gespräche geführt. Zudem wurde mit Michael Tenbusch ein zweiter Geschäftsführer berufen. Man habe seine Hausaufgaben gemacht und sehe „Entscheidung voller Zuversicht entgegen“, so das Unternehmen. Nach dem Erhalt der Lizenz können zügig mit dem Aufbau des Sendenetzes und der Markteinführung begonnen werden. Angaben über die Programmbelegung wurden nicht gemacht.
Quelle: Presseinfo der MFD vom 1.1.2008.
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1.1.2008 • 2008 - Jahr des Endes, Jahr des Anfangs
Überallfernseh-Logo 2008 wird für die Rundfunk-Digitalisierung in Deutschland ein wichtiges Jahr: ARD und ZDF wollen die Umstellung auf DVB-T abschließen. Dafür werden im Laufe des Jahres 22 Sendeanlagen für den digitalen Betrieb umgebaut. Deutschland ist damit das 6. Land in Europa, in dem das Fernsehen per Antenne nur noch digital verbreitet wird. Ein weiteres interessantes Projekt ist das DVB-T Lowpower-Netz in Leipzig, das im Frühjahr in den Testbetrieb gehen soll. Neben der eigentlichen Zielgruppe, den lokalen Anbietern Leipzig Fernsehen und videowerkstatt.net sowie Radio Leipzig, profitieren von dem Projekt auch BBC World, BibelTV und ein christliches Radio.
Das zuende gegangenen Jahr hat zwar den Ausbau von DVB-T auf einen Versorgungsgrad von nunmehr 85% (68 Mio. Einwohner) gebracht. Und die Gerätehersteller freuen sich, seit dem DVB-T Start Anfang November 2002 unerwartete 9 Millionen Geräte verkauft zu haben. Ein Wermutstropfen für die DVB-T Zuschauer ist aber unter anderem der Wegfall des Dolby-Tons, auf den ProSieben, Sat1 und das ZDF zugunsten besserer Bildqualität verzichteten. MHP-Logo So gut wie nicht (und schon gar nicht negativ) aufgefallen ist das Ende des MHP-Angebots Digitext zugunsten eines vierten TV-Programms (Infokanal) im DVB-T Paket ZDFmobil. Deutlich wurde überdies leider, dass die Bemühungen um ein Procedere für den Software-Update „Over the Air“ endgültig scheiterten. Welcher Erfolg einer weiteren Aktivität der TV-Plattform beschieden sein wird, bleibt abzuwarten: Der Interessenverband hatte kurz vor Jahresende ein weiteres „Qualitätslogo“ vorgestellt: Gegen eine Konformitätserklärung und Gebührenzahlung darf das bekannte grüne Überallfernseh-Logo nun auch für Antennen genutzt werden.
DVB-H Logo Eine wichtige Marke soll - trotz einiger Probleme - für das Handy-Fernsehen mit DVB-H gesetzt werden. Einmal mehr ist „König Fussball“ - die EM in Österreich und der Schweiz - der Treiber für Innovationen der Rundfunkverbreitung. Rechtzeitig zum Anpfiff soll ein Paket mit 15 TV- und weiteren Radiosendern auf den Markt gebracht werden. Man darf daran erinnern, dass in Berlin die weltweit ersten Pilotprojekte mit DVB-H durchgeführt wurden.
DVB-T Logo Österreich Schließlich geht es mit DVB-T auch in Österreich weiter voran. Im 1. Halbjahr gehen ein Dutzend Sendeanlagen neu in den Digitalbetrieb, in 25 Empfangsregionen wird die Analogausstrahlung per Antenne beendet werden.



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