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Nachrichten-Archiv Dezember 2018

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30.12.2018 • DVB-T: Abschaltungen sind kein Grund zur Besorgnis
EUROPA Die internationale Dachorganisation der Rundfunkanstalten EBU ist wegen des DVB-T Ausstiegs des flämisch-belgischen Senders VRT (1. Dezember 2018) und der schweizerischen Schweiz (3. Juni 2019) nicht besorgt. EBU-Vertreter Marcello Lombardo
begründet das in der EBU-Zeitschrift tech-i mit Angaben der EBU-Medienforschung zur Nutzung der Verbreitungswege.
In den 28 EU-Mitgliedsländern empfangen 45,1 Prozent der Zuschauer das Fernsehen über die Terrestrik. In Belgien (95 Prozent) und der Schweiz (80 Prozent) dominiere jedoch traditionell das Kabel. Nirgendwo anders in der EU sei der Empfangsmarkt derart extrem polarisiert.
Von den Entscheidungen seien in Beiden Ländern zusammen kaum 200.000 Haushalte betroffen. Diese verschwindend geringe Zahl stellt
TV-Erstempfang in den EU28-Ländern (Haushalte, in % seit 2010). Quelle: EBU/Ampere (klickbar).
Lombardo den 60 Mio. (29 Prozent) EU-Haushalten gegenüber, für die DVB-T bzw. DVB-T2 der verlässliche Erstempfangs-Weg sei. Die Grafik zeigt einen Anstieg der Terrestrik seit 2010, während Kabel und Satellit verloren. Größter Gewinner ist aber IPTV, dessen Nutzerzahl sich bis 2017verdoppelte.
Anmerkung : In Deutschland führen laut Digitalisierungsbericht Video 2018 Kabel (45,1 Prozent) und Satellit (45,0 Prozent) dichtauf im Wettbewerb der Verbreitungswege. Mit großen Abstand folgen IPTV (7,9 Prozent) und DVB-T2 HD (6,5 Prozent). Die Antenne nutzen also rund 2,5 Mio. Haushalte.
Quelle: Beitrag von M. Lombardo, EBU.
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28.12.2018 • DVB-T2 HD: Bremen ist Primus beim Antennenfernsehen
Bremen Wer hätte das gedacht: Das kleine Bremen hat den höchsten Anteil von Antennenhaushalten. Der Nutzungsanteil liegt bei 58 Prozent. Das teilt die Medienanstalt BreMa mit. „Hiervon empfangen bereits knapp 60% der Haushalte auch die privaten TV-Programme in HD“, heißt es weiter als Auszug der Sonderauswertung zum Digitalisierungsbericht 2018.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Ausstattung mit Digitalradios ist im Bundesland „um 15 Prozent“ auf 16 Prozent gestiegen. „Damit sind DAB+ Geräte deutlich weiter verbreitet als die sogenannten IP-Radios“, während UKW nach naturgemäß in der Radioausstattung führt. Die statistischen Angaben wurden allerdings vor dem Start des bremischen Privatradio-Muxes Ende Juni 2018 erhoben.
Quelle: Presseinfo der BreMa vom 19.12. | Hintergrund: DVB-T2 HD, DAB+ in Bremen.
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28.12.2018 • Schweiz: Abschaltung von DVB-T erfolgt am 3. Juni 2019
DVB-T Logo (DVB Project) Das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen SRG schaltet seine DVB-T Multiplexe am 3. Juni 2019 ab. Das wird im terrestrischen Sendesignal ab Januar durch die permanente Einblendung des Schriftzuges „DVB-T“ oben rechts sowie durch gelegentliche Lauftexte angekündigt. Die Abschaltung erfolgt ersatzlos, DVB-T2 wird in der Schweiz nicht eingeführt.
Hintergrund ist die ab Januar geltende neue Konzession der Anstalt, die u.a. den Ausstieg aus DVB-T bis Ende 2019 vorschreibt. Nach Angaben der SRG sind nur 64.000 bzw. 1,9 Prozent der 3,7 Mio. Schweizer Haushalte betroffen.
Zusätzlich zu den Einsparungen durch die Stillegung von rund 200 Sendeanlagen für DVB-T wurden nach der gescheiterten Volksbefragung zur Abschaffung der SRG die Monatsgebühren drastisch reduziert, was weitere Sparmassnahmen erforderlich macht. U.a. muss ein italienischsprachiger Fernsehkanal durch ein Onlineangebot ersetzt werden.
Weitere Informationen geben die Website www.dvbt-switch.ch und eine Telefon-Hotline.
Quelle: SRG | Hintergrund: DVB-T in der Schweiz.
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27.12.2018 • Rundfunkbeitrag: Erhöhung oder weniger Programm (2)
Im Gespräch mit der Presseagentur dpa hat ZDF-Intendant Thomas Bellut wiederholt, was allen Intendanten und Gremien der öffentlich-rechtlichen Anstalten auf den Nägeln brennt: „Ohne eine Beitragsanpassung ist das Qualitätsniveau auf keinen Fall zu halten“.
Der Rundfunkbeitrag liegt zur Zeit bei monatlich 17,50 Euro. „Weil wir aber aktuell die Rücklage einsetzen dürfen, die nach der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag entstanden war, beträgt der Beitrag nach unserer Berechnung real bereits 18,35 Euro“, beschreibt Bellut den tatsächlichen Kostenaufwand. Hinsichtlich einer möglichen Kopplung des Beitrags an die Inflationsrate sind die Anstalten gesprächsbereit, so Bellut.
Die Höhe des Rundfunkbeitrags wird für jeweils vier Jahre festgelegt. Der aktuelle Beitragszeitraum endet 2020.
Quelle: Meldung von DF vom 27.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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27.12.2018 • Digitalradio: Schlagerparadies schaltet Sat-Verbreitung ab
1" 1" Überraschung zum Jahresende: Schlagerparadies stellt die Verbreitung über den Astra 1N-Satelliten zum 31. Dezember ein. Die Abschaltung erfolge „aufgrund der mittlerweile nahezu flächendeckenden DAB+ Versorgung“, teilt der Veranstalter auf seiner Website mit. Es handelt sich um den ersten Radioanbieter, der den Ausstieg aus der europaweiten Sat-Verbreitung mit der Entwicklung von DAB+ begründet.
Schlagerparadies hatte 2014 zunächst mit Duldung der Medienanstalten den Programmplatz vom 90elf im nationalen DAB+-Multiplex (Kanal 5C) übernommen. 2016 erfolgte die Lizenzierung.
Ob andere Veranstalter Ähnliches planen (z.B. mit Blick auf den - allerdings durch eine gerichtliche Auseinandersetzung blockierten - 2. Bundesmux) bleibt aber Spekulation. Der zweite nationale DAB+-Multiplex wäre eine Alternative. Klassik Radio und Deutschlandradio, beide ebenfalls im Kanal 5C aktiv, hatten 2018 UKW-Ressourcen aufgegeben.
Quellen: Info von Schlagerparadies | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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27.12.2018 • Österreich: Diverse Lizenzänderungen in den C-Muxen
Österreichs Medienbehörde KommAustria hatte eine Reihe regionaler Multiplexe (Mux-C Plattformen) neu ausgeschrieben. Jetzt liegen eine Reihe von Entscheidungen vor. Die neuen Zulassungen wurden auf zehn Jahre - bis Anfang Dezember 2028 - vergeben. In einigen Fällen ist der Umstieg auf DVB-T2 oder ein Kanalwechsel eingeschlossen. Hier eine Zusammenfassung der bisher veröffentlichten Entscheidungen:
Bundesland Region Sender Kanal Modus Programme

Nieder-Öst. Steyr, Mostviertel Gresten 52 > 34 DVB-T2 Logo (DVB Project) M4TV HD
Ober-Öst. Linz, Mostviertel Lichtenberg, Freynberg, Steyr 44 DVB-T2 Logo (DVB Project)1 HD: RTV, SchauTV, LT1, BibelTV
SD: WT1, oe24TV, DorfTV
SD verschlüsselt: Pro7Maxx AT, Kabel1 AT, Welt, BTV
Salzburg Bad Ischl, Bad Goisern, Wolfgangsee Bad Ischl Katrin, Strobl, Jochwand 34 / 30 DVB-T Logo (DVB Project) STV1 (SD)
Steiermark Mur-/Mürztal Bruck Mur (Mugl), Knittelfeld (Tremmelberg) 57 > 21 DVB-T Logo (DVB Project) 2 ATV-Das Magazin (HD)
Schladming Planai 48 DVB-T2 Logo (DVB Project) 3 PlanaiTV (HD)
Tirol Oberland Landeck, Imst 34 DVB-T2 Logo (DVB Project) Oberland TV (HD), TirolTV (HD)
Außerfern Hahnenkamm 23 DVB-T Logo (DVB Project) REeins (SD), ServusTV (SD)

Anmerkungen : 1 BTV statt Comedy Central/Viva. 2 Wechsel auf DVB-T2 später möglich. 3 Wechsel auf DVB-T2/HD ist erfolgt.
Quellen: Entscheidungen von KommAustria zu Steyr/Mostviertel, Linz, Salzburg, Mur-/Mürztal,
Schladming, Oberland, Außerfern, BTV | Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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26.12.2018 • Vor 60 Jahren: Radio mit UKW-Piloten für beide Ohren
Bereits vor dem 2. Weltkrieg hatte es erste Versuche mit stereophonischen Sendungen gegeben. Der Sender Freies Berlin griff das Thema wieder auf und begann vor 60 Jahren, am 26. Dezember 1958, mit versuchsweisen Stereosendungen.
„Die Sendung wird über zwei UKW-Sender verbreitet und kann mit zwei aufeinander abgestimmten UKW-Empfängern abgehört werden“, beschreibt die ARD-Chronik den Hauptmangel der ersten Versuche. Das war unpraktisch für die Hörerschaft und wenig sinnvoll für die Sender, abgesehen von der wirtschaftlichen Seite - für einen Regelbetrieb also völlig ungeeignet.
Gegen Ende der 50er Jahre schalteten sich die EBU-Techniker ein, um ein europaweit einheitliches System einzuführen. Zwei Aufgaben waren zu lösen: Zum Einen war eine gegenseitige Beeinflussung der beiden Tonkanäle bzw. Sendesignalanteile („Übersprechen“) weitgehend zu unterdrücken. Zum Anderen musste das Stereo-Sendesignal kompatibel mit dem bisherigen Monosignal sein. Denn beide Stereokanäle sollten mit vorhandenen Radios monaural gehört werden. Und umgekehrt sollten Stereoradios Monosendungen sauber wiedergeben. 1962 empfahl die EBU ihren Mitgliedern das in den USA entwickelte sog. Pilotton-Multiplexverfahren. Der Pilotton dient dabei als Steuersignal zur Erkennung einer Stereosendung durch das Stereoradio.
Die ARD-Anstalten sendeten Stereo ab der Funkausstellung 1963 noch stundenweise über Frequenzpaare. NDR2 war ab Ende April 1968 die erste ARD-Welle, die 24/7 stereophon sendete, obwohl noch monaural produziert wurde und Archivtöne naturgemäß so vorlagen. Ende 1973 stellte der HR alle Radiowellen auf Stereo um.
Schon frühzeitig konnten einige Empfänger auf Stereo umgebaut werden. Geräte mit volltransistorisierten Stereodecodern gab es in der BRD ab 1964, in der DDR ab 1965. Im Westen wurden bis 1965 rund eine Mio. Stereoradios verkauft.
Eine Seitenentwicklung war die Kunstkopf-Stereophonie, wofür schon in den 20er Jahren Patente angemeldet worden waren. Produziert wird mit zwei Mikrophonen, die in den Ohrmuscheln eines dem akustischen Verhalten des Kopfes nachempfundenen Kunststoff-Körpers eingebaut oder á la Kopfhörer aufgesetzt wurden. Beim Abhören über Kopfhörer wird die Richtungslokalisierung der zweikanalig aufgezeichneten Schallereignisse verbessert. Dafür müssen weder die Sendestrecke noch die Empfangstechnik geändert werden.
Erste Sendungen gab es 1973 in der BRD wie in der DDR. Im Westen erfreuten sich Produkte von Sennheiser, Neumann und AKG ebenso wie Styropor-Köpfe vom Friseur einer gewissen Beliebtheit. Manches Bootleg entstand, indem Rockfans z.B. das MKE 2002 von Sennheiser (siehe Foto) wie einen „Kopfhörer“ unter ihren langen Haaren versteckt in den Saal schummelten, obwohl private Konzert-Mitschnitte damals verboten waren.
Am 8. Juli 1974 sendete der SFB ein erstes Sinfoniekonzert über zwei Sender parallel in Kunstkopf- und normaler Stereofonie. Auch im Hörspiel-Studio wurde der Kunstkopf in den 80er Jahren zum Qualitätsmerkmal für außergewöhnliche Produktionen.
Als technische Sackgasse erwies sich die Quadrophonie (oder Vierkanal-Stereophonie). Dieses Verfahren regte jedoch spätere Raumklangverfahren wie Dolby 5.1 an, das zum ersten Weltstandard für Multikanal-Tonsysteme in den Kinos wurde.
Quellen: Wikipedia: Stereo-Technik, Kunstkopf-Stereo, Quadrophonie | Hintergrund: Rundfunkgeschichte.
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22.12.2018 • Rundfunkbeitrag: Erhöhung oder weniger Programm (1)
Zwei Wochen nach der ausgebliebenen Einigung der Länder-Ministerpräsidenten über die Höhe und die Zukunft des Rundfunkbeitrages könnte sich eine Lösung abzeichnen. Laut der Zeitschrift Capital (Print) wollen die Länderchefs im Januar eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages 18 Euro ab 2021 diskutieren. Ein höherer Monatsbeitrag sei nicht durchsetzbar.
Die Sender setzen jedoch offenbar auf einen Vorschlag, den Rundfunkbeitrag ab 2023 an einen Wirtschaftsindex zu koppeln, z.B. an die Inflationsrate. Das entspricht der parlamentarischen Praxis in Bund und Ländern; die Bundestags-Diäten sind z.B. an die Lohnentwicklung gebunden.
Die Landespolitik hat den ARD-Anstalten, dem ZDF und dem Deutschlandradio seit 2009 einen Inflationsausgleich vorenthalten. Sie mussten Personal entlassen und gemeinsame Projekte für Einsparungen auf den Weg bringen. Wie alle Anstalten anlässlich ihrer Budget-Planungen für 2019 erklärt haben, können sie die steigenden Kosten nur durch einen Griff in die Rücklagen ausgleichen. Komme keine Beitragserhöhung, sind ab 2021 Abstriche an den Programmleistungen unvermeidlich.
Quellen: Meldungen von satnews vom 20.12., DF vom 21.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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21.12.2018 • Digitalradio: Drittes Small Scale Projekt in Sachsen?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Sachsen 2019 könnte ein drittes sächsisches Small Scale-Projekt in Chemnitz etabliert werden. „Es ist ein Versuchsbetrieb geplant, die dafür erforderliche Zulassung wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres erteilt“, wird Martin Deitenbeck, Geschäftsführer der Medienanstalt SLM, zitiert.
Auf dem Dach des Studentenwerk-Gebäudes sei bereits eine Antenne errichtet worden, die im Kanal 9C mit 1 kW Leistung senden könnte. Geplant sei ein Plattform-Betrieb in Regie des Uni-Radios UNiCC. Auch der Studentensender 99drei Radio Mittweida soll einbezogen werden. Veranstalter aus dem Leipziger bzw. Freiberger Projekt seinen interessiert an weiteren der dann noch 13 Sendeplätze des Multiplexes.
Im Frühjahr hatte Deitenbeck zwar über Interesse an einem dritten Projekt für Dresden berichtet. Jedoch könne die SLM die Teilnehmer nicht fördern.
Quellen: Meldungen von satnews vom 19.12. und 20.12. | Hintergrund: DAB+ und Small Scale in Sachsen.
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21.12.2018 • Digitalradio: PureFM mal wieder einschaltbar / Wie lange?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Dem Hin und Her um den Berliner Sender PureFM kann ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden. Jetzt ist der Musiksender wieder im Berliner DAB+-Paket (Kanal 7B) zu hören. Der Hintergrund der mehrfachen An- und Abschalterei seit Monatsbeginn bleibt im Dunkeln, weil das Unternehmen sich nicht äußert. Die Senderwebsite behautet sogar, in anderen Regionen über DAB+ zu senden, obwohl das Programm dort längst abgeschaltet ist.
Was die aktuelle Situation in Berlin betrifft, wurde die zeitweise Abschaltung u.a. mit einem „technischen Defekt“ begründet. Ähnliches war bereits um den Jahreswechsel 2017/18 geschehen und mit Verhandlungen begründet worden. Kürzlich war davon die Rede, dass „eine Verbreitungsgesellschaft aus Brandenburg“ Insolvenzantrag gegen PureFM gestellt habe.
Mal sehen, wie lange das diesmal hält.
Quellen: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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20.12.2018 • Digitalradio: NDR-Mux jetzt Indoor im Raum Lüneburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat heute den für dieses Jahr letzten DAB+-Sender in Betrieb genommen. Vom Standort Lüneburg aus ist der NDR-Mux zum Einen nun auch in Gebäuden empfangbar. Das gelte für das Stadtgebiet und das südöstlich davon gelegene Gebiet zwischen Bleckede, Dahlenburg, Bad Bevensen, Ebstorf und Melbeck. Im Nordwesten sind Winsen, Bardowick und andere Orte zwar bereits (mit dem Hamburger NDR-Mux) versorgt. Dort kann nun zusätzlich der Niedersachsen-Mux mit NDR1 Niedersachsen empfangen werden, teilt der NDR mit.
Auch 2019 plant der NDR einen umfangreichen Ausbau des DAB+ Sendenetzes in den drei Flächenländern des NDR-Staatsvertrages.
Nachtrag: Nach Angaben des Digitalradio Büros wurde zeitgleich in Lüneburg auch der Bundesmux aufgeschaltet.
Quelle: Presseinfo des NDR, Info von DR Büro vom 20.12. | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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20.12.2018 • Frankreich: 40 Bewerbungen für Ballungsraum-Muxe
Laut Meldungen sind für die beiden nationalen DAB+-Multiplexe in Frankreich 40 Bewerbungen bei der Medienbehörde CSA eingegangen. Auch die NRJ-Gruppe, die sich bisher nur auf regionaler Ebene engagiert hatte, soll sich mit vier Stationen nachträglich beworben haben. Bereits bekannt war, dass die großen Privatradio-Gruppen ihre bisherige Ablehnung von DAB+ aufgegeben hatten und sich mit zusammen neun Programmen einsteigen wollen.
Zu vergeben sind 30 Plätze, von denen vier für das staatliche Radio France reserviert sind. Die nationalen Muxe sind für die Ballungsgebiete und längs der Autobahnen geplant, so dasss etwa 70 Prozent der Franzosen versorgt werden. Sendebeginn könnte 2020 sein. Unterdessen geht der Ausbau in den Regionen voran; Anfang Dezember waren 46 Stationen im Großraum Lyon und 43 für den Elsass auf Sendung gegangen.
Quelle: Meldung vonsatnews vom 20.12.
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20.12.2018 • Belgien: Flämischer Sender schaltet DVB-T ersatzlos ab
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen für die flämische Sprachregion Belgiens VRT hat die DVB-T Verbreitung am 1. Dezember beendet. Zuletzt nutzten nur ein Prozent der Bevölkerung (knapp 66.000 Personen) diesen Verbreitungsweg. Laut VRT nutzen die Zuschauer vorwiegend das Internet zum Fernsehen.
Die 16 Kanäle des verschlüsselten privaten DVB-T2 Pakets AntenneTV von TV Vlaanderen wird jedoch weiterhin angeboten.
Quelle: Infos von VRT zum 1.12.und AntenneTV.
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19.12.2018 • Digitalradio: SWR-Mux für Sigmaringen / Planung für 2019
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR hat gestern am Standort Sigmaringen eine neue Sendeanlage für seinen DAB+-Multiplex (Kanal 8D) für Baden-Württemberg in Betrieb genommen. Damit ist der Ausbau des SWR-Sendenetzes für dieses Jahr beendet.
2019 geht der Ausbau entgegen früherer Ankündigungen auch in Baden-Württemberg weiter. Der SWR nennt dort die Standorte Brandenkopf, Buchen, Mühlacker und Wertheim. Der Ausbau für Rheinland-Pfalz betrifft Alf Bullay, Bitburg, Bleialf, Diez an der Lahn, Kirn, Haardtkopf (mit Leistungserhöhung), das Obere Ahrtal und Zweibrücken.
Quelle: Info des SWR | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz.
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19.12.2018 • DVB-T2 HD: Positive Bilanz für FreenetTV / QVC2 neu
„Noch nie waren private Programme via Antenne für so viele Einwohner verfügbar wie heute.“ Das ist die Kernaussage der Jahresbilanz von Media Broadcast in Sachen FreenetTV.
Das Pay-Paket privater HDTV-Programme erreicht über 63 Sendestandorte bis zu 62 Mio. Einwohner über Dachantenne. Das bedeute einen erheblichen Reichweiten-Gewinn gegenüber DVB-T (42 Mio. Einwohner). Zudem können Kunden seit März zwischen der Terrestrik und dem Sat-Paket des Anbieters wechseln.
Die Presseinformation enthält keine Angaben zu den Kundenzahlen. In der Bilanz der Muttergesellschaft Freenet AG für das 3. Quartal wurde die Zahl der Kunden, die das Paket freigeschaltet hatten, nach unten korrigiert.
Über DVB-T2 wurde gestern QVC2 aufgeschaltet. Der fünfte Shopping-Kanal ist wie die anderen frei empfangbar.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 19.12. | Hintergrund: DVB-T2 HD in FreenetTV.
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18.12.2018 • Digitalradio: NDR verbessert Empfang im Raum Schleswig
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat heute die Aufschaltung seines DAB+-Multiplexes am Sendestandort Schleswig-Stadt bekannt gegeben. Die neue Sendeanlage im Kanal 12B verbessert den Empfang in der Region zwischen Süderbrarup, Rieseby, Kropp, Ostenfeld, Viöl und Jübeck. Dort sind die NDR-Radios nun auch im Haus digital empfangbar.
Mit Inbetriebnahme des Senders Lüneburg (Niedersachsen) übermorgen bringt der NDR den für 2018 angekündigten Sendenetz-Ausbau zum Abschluß. 2019 geht der Netzausbau in den drei Flächenländern weiter, die der NDR zu versorgen hat.
Quelle: NDR vom 17.12. | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
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18.12.2018 • Digitalradio: Regional und international ein Erfolgsjahr
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Digitalradio Büro Deutschland wertet 2019 als erfolgreich für DAB+ in Deutschland und darüber hinaus.
Bei uns senden über 250 unterschiedliche Programme über DAB+. Darunter sind zahlreiche Zielgruppensender, von denen etliche (wie das neue MDR Tweens) exklusiv auf DAB+ empfangbar sind. Zugleich haben Deutschlandradio, Klassik Radio und Radio FFH „bereits auf UKW Frequenzen zugunsten von DAB+ verzichtet. Damit setzen diese Anbieter ein wichtiges Signal: Die Digitalisierung des Hörfunks macht große Fortschritte, mit DAB+ als verlässlichen terrestrischen Verbreitungsweg und IP als sinnvolle Ergänzung“, heißt es weiter.
Als erfreulich wird die Entwicklung der regionalen Angebote bewertet. „In gut der Hälfte der Republik sind inzwischen durchschnittlich zwischen 30 und 50 regionale Programme verfügbar, in Ballungsräumen deutlich mehr.“ Genannt werden Bayern, wo die meisten Lokalradios parallel zu UKW digital senden und die Hauptstadtregion mit 68 Programmen. Die Beteiligung von 46 Firmen am „Call of Interest“ für NRW „zeigt deutlich, dass Digitalradio nicht nur im Privatfunk angekommen ist, sondern als Geschäftsmodell für die Weiterentwicklung der eigenen Marke ernst genommen wird“.
Das Digitalradio Büro erinnert an die laut Digitalisierungsbericht die 2 Mio. verkauften DAB+-Geräte (plus 19 Prozent), während der Verkauf von UKW-Radios kontinuierlich sinkt. In Deutschland gibt es inzwischen 12 Mio. DAB+-Radios. Zugang zu einem DAB+-Gerät besteht jetzt in 18,1 (15,7) Prozent der Haushalte. Die bundesweite Netzabdeckung liegt bei 98 Prozent der Fläche und der Indoor-Empfang erreicht 89 Prozent der Bevölkerung.
Als positive Entwicklung im internationalen Bereich wird die von der EU beschlossene Digitalradio-Pflicht für Neuwagen herausgestellt. Genannt werden die Ereignisse des Jahres auf nationaler Ebene u.a. in Frankreich und Österreich. In Norwegen wurde UKW bereits fast vollständig aufgegeben.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 18.12. | Hintergrund: DAB+.
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16.12.2018 • Digitalradio: BLM fördert auch DAB+-Technikinvestments
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die bayerische Medienanstalt BLM fördert „initiale Einrichtungskosten (z.B. Encoder)“ der DAB+-Radios mit nun 20 statt bisher 10 Prozent. Die Basisförderung der Netzkosten wurde flexibilisiert, damit die BLM - nach Gremienzustimmung - auf Folgen des Sendenetz-Ausbaus reagieren kann.
Die BLM will 2019 15,24 Mio. Euro in Fördermaßnahmen investieren. 1,85 Mio. Euro sind für die technische Infrastruktur vorgesehen, worunter auch die DAB+-Förderung fallen dürfte. Die Fördermittel entsprechen insgesamt etwa 46 Prozent des BLM-Etats von 33,24 Mio. Euro.
Quelle: Budget-Info und Förder-Beschlüsse der BLM vom 14.12. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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15.12.2018 • DVB-T2 HD: Kanalwechsel erneut verschoben
Der Kanalwechsel von TV Westsachsen an den Sendestandorten Auerbach und Plauen wurde erneut verschoben. „Den alten anvisierten Termin hat unser Dienstleister leider nochmals verschoben“, teilt der Veranstalter mit. Nunmehr „Anfang 2019“ soll der neue Kanal 23 aufgeschaltet werden. Der Wechsel wurde ursprünglich für Anfang Oktober angekündigt. Der bisherige Kanal 51 muss aufgrund der Digitalen Dividende an den Mobilfunk abgegeben werden.
Quelle: Info von TV Westsachsen | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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14.12.2018 • Digitalradio: Rollback beim Bundesmux 2?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Gremienvorsitzenden der Landesmedienanstalten scheinen einen Rollback des Vergabeverfahrens für den zweiten Bundesmux ins Auge zu fassen. „Ob es tunlich ist, im Verfahren vor das beanstandete Einigungsverfahren zurückzugehen oder eine neue Ausschreibung durchzuführen, kann erst nach Stellungnahme des Gerichts sachgerecht diskutiert werden.“ Mit diesem Bericht an die BLM-Medienräte spielte Ratsvorsitzender Walter Keilbart heute auf das ausstehende Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bautzen an.
Verhandelt wird eine Klage der Medienanstalt SLM und des Lizenzinhabers Antenne Deutschland gegen die „aufschiebenden Wirkung“ der Klage der DABP GmbH gegen die Plattform-Vergabe an Antenne Deutschland. Das Bautzener Urteil ist Voraussetzung für die Fortsetzung des Hauptverfahrens. Die Medienanstalten scheinen davon auszugehen, dass es bei der „aufschiebenden Wirkung“ bleibt. Nun suchen sie nach Möglichkeiten, den dann zu erwartenden jahrelangen Rechtsstreit zu vermeiden.
Wie das OVG Bautzen auf Anfrage von dehnmedia mitgeteilt hat, müssen sich die Richter aber zunächst mit mehreren Anträgen beschäftigen, „die die Art des Fortgangs des Verfahrens“ betreffen. Erst danach könne sich das Gericht mit dem Thema der Klage befassen. Ob das vor den Feiertagen möglich werde, sei offen.
Quelle: Eigene Recherche, Bericht von W. Keilbart vom 14.12. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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14.12.2018 • Digitalradio: BLM verhindert Antenne-Einstieg bei EgoFM
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Konrad Schwingenstein, einer der Erben des Süddeutsche Zeitung-Verlages, darf die Mehrheit an der Radioblut GmbH von Studio Gong erwerben. Das genehmigte heute der Medienrat der Medienanstalt BLM. Die Radioblut GmbH ist Gesellschafterin von Radio Next Generation, das den Sender Ego FM betreibt.
Der Medienrat stellt sich damit an die Seite des bayerischen Lokalradio-Verbandes und anderer Gegnern einer Übernahme von EgoFM durch Antenne Bayern. Dies könnte „irreparable Schäden“ der bayerischen Radiolandschaft auslösen, wurde befürchtet. Ein entsprechender Antrag von Antenne wurde offenbar zurückgezogen.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 14.12. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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14.12.2018 • Schweiz: Neuer Mux verschoben / noch kein Abschalttermin
Der Sendestart des neuen Multiplexes für die Deutschschweiz (Kanal 7B) wird sich bis in den Sommer 2019 hinein verschieben. Die Technik ist laut Netzbetreiber SMC zwar vorbereitet, meldet die Info-Plattform DAB-Swiss. Jedoch fehle es an einer bis dahin dringend erwarteten Entscheidung der Medienbehörde Bakom zur Subventionierung.
Auch das Fehlen eines definitiven Abschalttermins für UKW wirke sich gegen DAB+ aus: Interessierte Veranstalter können die Kosten eines Simulcast nicht kalkulieren. Newcomer-Radios, die nicht über UKW senden, können sich nicht darauf verlassen, dass und ab wann sie über DAB+ das gesamte Hörerpotenzial erreichen können.
Quellen: Meldungen von dab-swiss vom 13.12., satnews vom 14.12.
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14.12.2018 • Digitalradio: SWR-Mux schaltet in Bad Urach auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR setzt seine Ausbaukampagne für das DAB+-Netz wie angekündigt fort. Gestern ging der neue Sendestandort Bad Urach (Kanal 8D) On Air. Die letzte Neuaufschaltung des Jahres ist am 18. Dezember in Sigmaringen vorgesehen.
Quelle: Info des SWR | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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13.12.2018 • Digitalradio: NDR sendet digital aus Stralsund
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat heute, wie angekündigt, seinen DAB+-Mux am Sendestandort Stralsund aufgeschaltet. Von dort aus werden der Süden der Insel Rügen und das Gebiet zwischen Miltzow im Osten, Barth im Westen, Steinhagen im Süden und Barhöft im Norden nun auch innerhalb von Gebäuden versorgt.
Der NDR hatte kürzlich über die Planungen für den Ausbau seiner DAB+-Netze im kommenden Jahr informiert.
Quellen: Presseinfo des NDR vom 13.12. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
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13.12.2018 • Rundfunkbeitrag: Nach EU-Recht korrekt
Die ab 2013 neu gestaltete deutsche Rundfunkfinanzierung ist nach einem heutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofes rechtens. Die Anbindung der Beitragspflicht an die Wohnung (statt zuvor an Geräte) stelle keine unerlaubte staatliche Beihilfe im Sinne der EU-Bestimmungen dar, so die Luxemburger Richter. Das Landgericht Tübingen hatte für ein eigenes Verfahren um eine Stellungnahme der EU-Richter gebeten.
Wurde die frühere Erhebung aufgrund vorhandener Empfangsgeräte mit Polemik und Rechtsmitteln bekämpft, so nun auch die neue Erhebungsgrundlage. Nun scheiterten Klagen nach allen deutschen Instanzen auch auf europäischer Rechtsebene. Nur eine Teilvorschrift - die Beitragspflicht für Zweitwohnungen - wurde vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben.
Nach beiden genannten Entscheidungen „besteht Rechtssicherheit auf allen Ebenen“, so ZDF-Intendant Thomas Bellut.
Quellen: Presseinfos des EuGH, des ZDF vom 13.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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13.12.2018 • Digitalradio: Initiative für Small Scale in Berlin
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In der mit mehr als 60 DAB+-Programmen reichlich ausgestatteten Hauptstadt Berlin gibt es offenbar eine Initiative für ein Small Scale-Projekt. Laut einem Bericht hat das Unternehmen Tel Berlin nach eigenen Angaben bei der Medienanstalt Berlin Brandenburg eine Anfrage dazu eingereicht. Das Unternehmen sucht allerdings noch Partner für ein solches Projekt.
Ein solcher Multiplex könnte nach den Angaben vom Treptower-Hochhaus im Orteil Alt-Treptow mit bis zu 2 kW Leistung (wie im wesentlich kleineren sächsichen Freiberg) betrieben werden. Das alternative Konzept drücke die Sendekosten je Programm von etwa 1.000 Euro auf 200 Euro. Das sei ebenso attraktiv für nichtkommerzielle und Web-Radios wie auch für UKW-Radios, die sich den zweiten terrestrischen Sendeweg nicht leisten können.
Tel Berlin nennt seinen Standort in 128 Metern Höhe „den besten Standort für Veranstaltungsrundfunk in Berlin“. Die beiden mit Ausrichtung nach Westen und nur 0,2 KW Leistung genannten UKW-Frequenzen sind jedoch in der aktuellen BNetzA-Liste der koordinierten UKW-Frequenzen nicht verzeichnet.
Quellen: Meldung von teltarif vom 12.12., BNetzA-Frequenzlisten | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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13.12.2018 • Vor 130 Jahren: Alles Welle oder was?
Heinrich Hertz/Wikipedia Der schottische Physiker James Clark Maxwell (1831-1879) hatte 1865 erkannt, dass sich elektrische Wellen wie Licht ausbreiten, wenngleich sie dem Menschen unsichtbar bleiben. Am 13. November 1886, also gut 20 Jahre später, gelang es Heinrich Hertz (1857-1894), die elektromagnetischen Wellen experimentell nachzuweisen und Maxwells Theorie praktisch zu bestätigen. Sein Bericht vor der Akademie der Wissenschaften in Berlin „Über Strahlen elektrischer Kraft“ datiert vom 13. Dezember 1888.
Heinrich Hertz legte mit seinen Arbeiten zu diesem Thema die Grundlagen für zahlreiche weitere Entwicklungen - vor allem im Bereich von Funkdiensten aller Art. Dazu zählen u.a. die drahtlose Telegrafie und der daraus hervorgegangene Rundfunk für Fernsehen und Radio - analog wie digital.
Die Nazis verfolgten Hertz' Nachfahren als Juden. Es gab die Absicht, die 1930 international eingeführte physikalische Einheit Hertz (Hz) für Frequenzen im Sinne einer sog. „deutschen Physik“ in Helmholtz umzubennen. Den Namen des Wissenschaftlers tragen heute u.a. das mit medientechnischen Forschungen befaßte Heinrich-Hertz-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin und ein Funkturm in Hamburg sowie zahlreichen Bildungseinrichtungen. Ende 2021 soll ein deutscher „Heinrich-Hertz-Satellit“ u.a. medientechnische Forschungen in den Orbit tragen.
Quellen: Wikipedia: Heinrich Hertz, Meldung zum Hertz-Satelliten vom 13.12. | Hintergrund: Rundfunkgeschichte.
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12.12.2018 • Digitalradio: PureFM wieder abgeschaltet - und insolvent?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Hin und Her um den Berliner Sender PureFM geht weiter. Seit heute ist das Programm im Berliner DAB+-Kanal 7B wieder abgeschaltet. Das war bereits Anfang des Monats wegen eines angeblichen „technischen Defekts“ und um den Jahreswechsel 2017/18 (Verhandlungen mit dem Netzbetreiber) der Fall.
Wie weiter gemeldet wird, habe „eine Verbreitungsgesellschaft aus Brandenburg“ Insolvenzantrag gegen PureFM gestellt. Das könnte, unabhängig von DAB+, UKW-Frequenzen des Veranstalters im Land Brandenburg betreffen. Insolvenzanträge haben angeblich weitere Unternehmen gestellt.
Im April wurde die Abschaltung in drei bayerischen Stadtnetzen mit Verletzungen des Vertrags mit dem Sendenetzbetreiber BMT begründet. Der Sendebetrieb in Hamburg wurde ebenfalls beendet. Das hindert den Veranstalter nicht, auf seiner Website mit einer angeblichen DAB+-Verbreitung in Bayern und Hamburg zu werben und Angebote für Anzeigenschaltungen in diesen Regionen zu veröffentlichen.
Quellen: Meldung von satnews vom 12.12. | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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11.12.2018 • DVB-T2 HD: SLM verlängert Förderung des Lokalfernsehens
Auch 2019 wird die Medienanstalt SLM lokale TV-Veranstalter in Sachsen finanziell unterstützen. Mit 670.000 Euro werden die technischen Verbreitungskosten von acht Antragstellern gefördert. Begünstigt sind u.a. mit Dresden Fernsehen, Leipzig Fernsehen, TV Westsachsen, Lausitzwelle und Chemnitz Fernsehen Lokalsender, die auch digital-terrestrisch ausgestrahlt werden.
Quellen: Presseinfo der SLM vom 11.12. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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11.12.2018 • Digitalradio: Radio B2 sendet jetzt auch in Nordhessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Berliner Schlagersender Radio B2 ist - nach im September erfolgter Zulassung - jetzt auch im Nordhessen-Mux (Kanal 6A) zu hören. Der Veranstalter kündigt zugleich den Sendestart im Rhein-Main-Gebiet „ab Januar 2019“ an.
Laut einer Meldung soll dem der länger geplante Wechsel vom Kanal 11C auf den neuen Kanal 12C „bis Ende Februar“ vorausgehen.
Wie es weiter heißt soll die Datenrate von MegaRadio SNA im Kanal 11C von 48 auf 40 kbit/s reduziert worden sein.
Quelle: Info von Radio B2, Meldung von satnews vom 11.12. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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11.12.2018 • Kabel: Sachsen beschließt Digitalisierungs-Ausnahme
Der sächsische Landtag hat eine von der CDU/SPD-Koalition angeschobene Änderung des Privatfunkgesetzes beschlossen. Jetzt können sich Betreiber von Kabelnetzen mit weniger als 1.000 Teilnehmern von der Pflicht befreien lassen, die Radioverbreitung bis Ende 2018 auf digitale Technik umzustellen: Dafür haben sie nun bis Ende 2025 Zeit.
Netzbetreiber können das bei der Landesmedienanstalt SLM beantragen, wenn sie die neue Technik nicht finanzieren können oder „aufgrund der topographischen Lage die analoge Weiterverbreitung in Kabelanlagen erforderlich ist“. Eine weitere Ausnahme (bis Ende 2020) gilt für Betreiber größerer Netze als „Härtefälle“. Das Gesetz wird kurzfristig verkündet. Die SLM hat ein halbes Jahr Zeit, um die Richtlinien des Verfahrens zu formulieren.
Der Landtag geht von 619 Kabelanlagen unter 1000 Teilnehmern aus. Das sind 76 Prozent der 815 Kabelnetze im Freistaat, die nur 17,9 Prozent (184.000) der TV-Haushalte versorgen.
Neu ist die Regelung, dass aufgegebene terrestrisch-analoge UKW-Frequenzen nicht neu ausgeschrieben werden sollen. Das soll auf Anregung der SLM in den Entwurf aufgenommen worden sein. Nicht aufgenommen wurde der SLM-Vorschlag, die rechtliche Voraussetzung für die Zulassung von Sendeplattformen zu schaffen.
Quelle: Beschlußempfehlung (6/15443), Koalitions-Entwurf (6/14748).
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11.12.2018 • Digitalradio: Allgäu-Mux sendet im Testbetrieb (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Inzwischen haben sich weitere Radiostationen aus dem neuen Allgäu-Mux zu Wort gemeldet. Radio Session Allgäu (RSA) hat seine bisher als RSA2 und RSA3 bezeichneten Webradios im Vorfeld des offiziellen DAB+-Startes im Januar umfirmiert. Der Sender Griaß di' Allgäu greift in Nachfolge von RSA3 den Titel einer gleichnamigen Zeitschrift aus dem Portfolio des Gesellschafters Allgäuer Zeitungsverlag auf. RSA2 wurde in Allgäuer Heimatmelodie umfirmiert. Als offizieller Sendestart im DAB+-Kanal 8B wird Anfang Januar genannt.
Quelle: satnews zu Griaß di und Heimatmelodie vom 11.12.| Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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10.12.2018 • Vor 30 Jahren: Fernsehen kommt jetzt auch aus dem Weltall
Am 4. Oktober 1957 begann mit dem sowjetischen Sputnik 1 das Weltraum-Zeitalter. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt wurde bestaunt und der Orbit zur Arena des kalten Krieges. 1988 waren bemannte Flüge in den Erdorbit schon fast Alltag. Dennoch war der Start des ersten Astra-Satelliten am 10. Dezember 1988 zumindest für die Rundfunkbranche etwas Besonderes.
Denn mit Astra 1A begann ein neues Konzept der Rundfunk-Versorgung: Erstmals wurde aus dem All „Direct to home“ gesendet. Zuschauer können nun mit einer kleinen „Schüssel“ und einem speziellen (noch analogen) Receiver TV- und Radioprogramme aus dem All empfangen - ohne Umweg, z.B. über ein kostenpflichtiges Kabelnetz. Die „Ko-Positionierung“ mehrerer Erdbegleiter - d.h. ihr sehr geringer Abstand
Eine Ariane-Rakete trug Astra 1A von Kourou (Franz. Guyana) in den Orbit.
Foto: SES.
voneinander - lässt mehrere Satelliten von der Erde aus wie einen einzigen aussehen. Daher reicht eine „Schüssel“ für Hunderte Programme. Die werden nicht nur von privaten Haushalten genutzt, sondern auch von Kabelnetzbetreibern aufgefasst, die sie in ihre Netze einspeisen. Der „Footprint“ der Sat-Systeme umfasst zudem große Teile Europas - es handelt sich also um ein internationales Geschäft mit dem Nebeneffekt, dass man deutsche Programme auch im Spanien- oder Italien-Urlaub sehen kann.
Vom offiziellen Sendestart am 5. Februar 1989 an übertrug Astra bereits deutsche Privatsender auf der für deutsche Zuschauer wichtigsten Orbitalposition 19,2 Grad Ost. Dort befinden sich heute vier Astra 1-Satelliten. Heute sind es mehr als 500 SD-, 380 HD- und einige UltraHD-Kanäle für fast ganz Europa. Astra 1A wurde 2004 abgeschaltet und auf einer „Friedhofs“-Position im All geparkt.
Die Luxemburger Firma Société Européenne des Satellites (SES) ist Betreiber von Astra-Orbitern auf mehreren Orbitalpositionen und von TV-Satelliten für andere Erdteile. 2004 stieg man mit einem Testkanal in die HDTV-Verbreitung ein. Seit 2014 werden einige UltraHD-Kanäle gesendet. Mit den Töchtern MX1 und HD+ stieg man in die Vermarktung von Programmpaketen ein: Private HDTV-Programme werden gebündelt, grundverschlüsselt und die Zugangsrechte an Privatleute verkauft. Die Einnahmen teilt man sich mit den beteiligten Veranstaltern.
Quellen: Astra-Geschichte (Wikipedia); Selbstaussagen von Astra und SES zur Geschichte.
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8.12.2018 • AGF: 350.000 Haushalte am analogen Kabel
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Zumindest nach der Zählweise der AG Fernsehforschung (AGF) scheint bei der Digitalisierung der Kabelhaushalte in der letzten Etappe im November eine Stagnation angetreten. Obwohl Telekom und Vodafone die Analogabschaltung im November u.a. in Berlin und Potsdam durchführten, meldet AGF, wie im Vormonat zum 1. Dezember unverändert einen Digitalisierungsgrad von 99,1 Prozent. Das entspricht 38,45 von 38,8 Mio. Fernsehhaushalten. Weiterhin wären also 350.000 Haushalte noch zu digitalisieren.
Im Digitalisierungsbericht Video 2018 wurde von 1,2 Mio. analog empfangenden Kabelhaushalten ausgegangen. Die PR-Initiative Digitales Kabel geht davon aus, dass die letzten Umstellungen in Vodafone-Netzen bis Ende März 2019 und bei Kunden von PYUR im Sommer 2019 vorgenommen werden.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.12., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine bis Ende Januar.
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8.12.2018 • Digitalradio: Allgäu Hit Radio startet offiziell an Neujahr
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im neuen DAB+-Mux für das Allgäu, der bereits im Probebetrieb im Kanal 8B läuft, geht Allgäu Hit Radio, bisher nur im Kabel und Online aktiv, am 1. Januar offiziell auf Sendung. Bereits jetzt meldet der Veranstalter Feedback und Anfragen von Zuhörern. Allgäu Hit Radio sendet Regionalnachrichten zur halben und Weltnachrichten sowie Regional-Schlagzeilen zur vollen Stunde. Das Musikprpogramm wird zwischen 6 und 20 Uhr durchgehend live moderiert.
Bis zum Jahreswechsel soll der Mux nach dem Grünten auch von Memmingen aus gesendet werden. Das Sendegebiet wird 2019 durch die Standorte Pfronten und Markt Wald erweitert.
Quelle: Meldung von radioszene vom 7.12.| Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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8.12.2018 • Italien: Weitere UKW-Abschaltungen / DAB+-Ausbau
RAS, der öffentlich-rechtliche Sendenetzbetreiber für Südtirol, nimmt am 11. Dezember weitere UKW-Sender außer Betrieb. Erste UKW-Abschaltungen waren vor einem Jahr durchgeführt worden. Die gute Verbreitung von DAB+-Radios in der Bevölkerung mache das möglich, so RAS.
An sieben Sendestandorten wird RAS 22 UKW-Frequenzen für Ö1, ORF Radio Tirol, Ö3 und Radio Rumantsch abschalten. Zum Hintergrund heißt es: „Um landesweit die UKW-Sendenetze in vollem Umfang weiter betreiben zu können, müsste die RAS die mittlerweile mehr als 30 Jahre alten Sendegeräte ersetzen.“ RAS spart damit Investitionen und Betriebskosten, ohne die Grundversorgung einzuschränken. Die abgebaute Technik dient als Ersatzteilspender für die aktiven 212 UKW-Sender.
Gleichzeitig setzt RAS den Ausbau seiner DAB+-Netze fort. Inzwischen versorgen 92 Sendeanlagen 99,6 Prozent der Bevölkerung mit 22 Programmen, darunter etlichen deutschsprachigen Stationen aus Deutschland und Österreich. Das zweite Sendenetz für 13 Lokalradios der norditalienischen Provinz wurde erheblich erweitert; dort liegt der Versorgungsgrad bei 95 Prozent.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 6.12. | Hintergrund: DAB+ in Südtirol.
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7.12.2018 • Rundfunkbeitrag: Einigung der Bundesländer wurde vertagt
Eine Beschlußfassung der Länder-Ministerpräsidenten über die künftige Finanzierung von ARD, ZDF und D-Radio ist gescheitert. Auf ein Index-Modell, wonach die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrages (ähnlich wie die Diäten im Bundestag und vielen Länderparlamenten) z.B. an die Entwicklung der Inflationsrate gekoppelt ist, konnten sich die 16 Landeschefs nicht einigen.
„Diese Beschlüsse würden für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Medienordnung auch zahlreiche Veränderungen bewirken, deshalb wurde sich darauf verständigt weitere Beratungen anzustellen und – wo erforderlich - wissenschaftliche Expertise hinzuzuziehen.“ Das teilt Heike Raab, zuständige Staatssekretärin von Rheinland-Pfalz (Vorsitzland der Medienkommission der Bundesländer), mit. Sie bestätigte auch, dass die internen Diskussionen um „Eckpunkte für die Reform von Auftrag und Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ weiter laufen. Ziel ist u.a. eine umfangreiche Reduzierung der Programmaufgaben um den Rundfunkbeitrag senken
zu können. In der Folge könnten z.B. viele Highlights der Bereiche Unterhaltung und Sport zu Monopolen der Privatsender und des Bezahlfernsehens werden.
Der Rundfunkbeitrag wird alle vier Jahre und nach aufwändiger (und nicht unumstrittener) Prüfung von Budgetanmeldungen der Anstalten durch die KEF durch einen Staatsvertrag der 16 Bundesländer festgelegt. Der Rundfunkbeitrag von monatlich 17,50 Euro gilt noch bis Ende 2020. Seit 2009 wurde der Rundfunkbeitrag - trotz Kostensteigerungen - nicht erhöht, sondern 2015 sogar von 17,98 Euro auf 17,50 Euro gesenkt.
Ausgewählte Preise und der Rundfunkbeitrag seit 2009 (klickbare ARD-Grafik).
(Download der Basiszahlen).
Quellen: Presseinfo von RLP vom 5.12., Meldung von DF vom 6.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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7.12.2018 • DVB-T2 HD: ARD und ZDF starten „Phase 3b“ im März 2019
Mit Inbetriebnahmen von Sendestandorten in Mecklenburg-Vorpommern, NRW und Schleswig-Holstein wurde die im Herbst 2018 angesiedelte „Phase 3a“ des Umstiegs DVB-T auf DVB-T2 HD am 5. Dezember absolviert. Der Systemwechsel ist damit in 13 der 16 Bundesländer abgeschlossen.
Die bevorstehenden letzten Massnahmen werden als „Phase 3b“ bezeichnet. Betroffen sind nur die Programme der ARD-Anstalten und des ZDF; FreenetTV hat den Ausbau seines Sendenetzes am 28. November beendet. Nach bisherigem Informationsstand werden am 13. März 2019 die letzten sechs Standorte in Bayern auf die neue Technik umgestellt. Am 3. April folgt ein Standort in Brandenburg. Als Schlußtermin gilt bisher der 22. Mai 2019, an dem drei Standorte in Niedersachsen umgeschaltet werden. Noch offen ist dort die weitere Verwendung des Standortes Alfeld für DVB-T2 HD. Ein Termin für die Aufschaltung des seit 2017 avisierten zusätzlichen Standorts (Berus) für die ARD-Muxe im Saarland ist ebenfalls nicht bekannt.
In sechs Bundesländern sind für den 3. April 2019 Kanalwechsel einiger Multiplexe fällig. Diese werden notwendig, weil das Fernsehen seine Frequenzen oberhalb des Kanals 47 an den Mobilfunk abgeben muss. In weiteren Fällen kann der endgültige Sendekanal erst bezogen werden, wenn an anderen Standorten auf- bzw. umgeschaltet wurde.
Quellen: Infos von DVB-T2 HD, Aufschaltungen, Kanalwechsel.
Hintergrund: Migration, DVB-T2 HD in Bayern, Brandenburg und Niedersachsen.
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7.12.2018 • Digitalradio: NDR informiert über Netzplanung für 2019
Der Norddeutsche Rundfunk veröffentlicht jetzt Planungen für den Ausbau seiner DAB+-Sendenetze im kommenden Jahr.
Für das 1. Halbjahr werden in Mecklenburg-Vorpommern die Regionen Darß/Zingst und die Insel Rügen genannt. Husum und die Inseln Sylt, Föhr und Amrum sind in Schleswig-Holstein geplant. In Niedersachsen sind es Stade/Buxtehude und Bremerhaven.
Im 2. Halbjahr wird die Versorgung in den drei Bundesländern weiter ausgebaut. Hinzu kommt die Müritz (Mecklenburg-Vorpommern; mit Röbel, Plau, Malchow, Waren), Storman-Süd (Schleswig-Holstein; mit Glinde, Reinbek, Barsbüttel, Wentorf) und in Niedersachsen das Wesergebirge (mit Rinteln, Bückeburg, Obernkirchen, Stadthagen) sowie die Küstenregion Wilhelmshaven. Der Netzausbau werde 2020 fortgesetzt.
Diese Informationen (siehe dazu auch die klickbare neue Karte des NDR) stehen unter dem Vorbehalt der notwendigen Genehmigungsverfahren.
Noch vor dem Jahreswechsel gehen neue Sendeanlagen am 13. Dezember in Stralsund und Greifswald und am 20. Dezember in Lüneburg ans Netz. Ein Termin für Schleswig wurde noch nicht genannt.
Quelle: Website des NDR vom 6.12. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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5.12.2018 • Terrestrik: Test mit 5G Broadcast startet in Bayern
Terrestrik Der praktische Teil des Forschungsprojektes „5G Today“ steht unmittelbar vor dem Beginn. Gestern wurden erste Testsignale am Sendestandort Wendelstein des Bayerischen Rundfunks mit 100 kW Leistung ausgestrahlt. Es handelt sich um den weltweit ersten Sender, der nach dem Prinzip „High Tower-High Power“ (HTHP) und mit der 5G-Mobilfunktechnik FeMBMS arbeitet. Daher können die Signale (Verbreitungsgebiet siehe klickbare Karte) nur mit speziellen Testequipment empfangen werden.
Nach Angaben des BR wurden gestern Kontrollmessungen der Sendeparameter durchgeführt. Ab Monatsmitte soll ein dauerhafter Testbetrieb beginnen. Ein weiterer Sender am BR-Standort Ismaning wird vorbereitet, so dass ein Gleichwellennetz erprobt wird und die Empfangssituation in der Münchner Innenstadt ermittelt werden kann.
Laut Helwin Lesch, Leiter der BR-Hauptabteilung Verbreitung und Controlling, ist der hier erprobte 5G Broadcast „ein neuer, sehr effizienter Verbreitungsweg, um künftig stationäre und vor allem mobile Nutzer mit hochqualitativen linearen und hybriden Programmen und Diensten zu versorgen. Den BR interessiert dabei speziell die Möglichkeit, Radio- und Fernsehprogramme über 5G auszustrahlen.“ Die Sendetechnik nutzt dabei (im Gegensatz zu der kleinzelligen Infrastruktur des Mobilfunks) großflächige Versorgungsgebiete.
Die Projektleitung hat das Institut für Rundfunktechnik übernommen. Weitere Partner sind die Technikhersteller Kathrein und Rhode&Schwarz sowie der Netzbetreiber Vodafone.
Quelle: Presseinfo des BR vom 5.12. | Hintergrund: Vorgängerprojekt IMB5, Handy-TV mit DVB-H etc.
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5.12.2018 • Frankreich: DAB+ ab heute für Lyon und das Elsass
Heute werden die ersten DAB+-Multiplexe in Lyon und dem Elsass aufgeschaltet. In Lyon sind 46 Radios in einem Ballungsraum-Mux (Kanal 6A) und zwei lokalen Bedeckungen (Kanäle 5B, 11B) vertreten. Im Norden, Westen und Osten der Stadt erweitern voraussichtlich im 1. Quartal 2019 die Regionen Bourg-en-Bresse, Bourgoin-Jallieu, Tarare und Mâcon das Versorgungsgebiet.
Für das Elsass und die Rheinebene sendet jetzt ein regionaler Multiplex 13 Programme. Dazu kommen zwei Stadtmuxe für Strasbourg mit 26 Sendern (Kanäle 6C, 7C) und je ein Lokalmux für Mulhouse (11D), Colmar (11C), Haguenau/Saverne/Wissembourg (7A) und Sélestat (5D). Im gesamten Gebiet sind 43 Stationen digital auf Sendung.
Nach den drei bisherigen DAB+-Sendegebieten Paris, Marseille und Nizza beginnt nun der Netzausbau fahrt aufzunehmen. Den Anfang machte im Sommer die Region Hauts-de-France, u.a. mit Lille, Calais und Dunkerque. In allen aktiven Regionen sind neben den zahlreichen privaten überregionalen, regionalen und lokalen Stationen das staatliche Auslandsradio RFI und das öffentlich-rechtliche Webradio FIP on Air.
2019 geht der Ausbau für Rouen, Le Havre, Nantes, Toulouse und Bordeaux weiter. Für je 15 Gebiete laufen Ausschreibungen bzw. soll 2019 ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung zweier nationaler Multiplexe endete kürzlich. Drei große Privatradiogruppen hatten sich beteiligt, während NRJ für seine Radios auf Präsenz in den regionalen Muxen setzt. Bis 2020 sollen 70 Prozent der französischen Bevölkerung in den Ballungsräumen mit DAB+-Programmen versorgt sein.
Quelle: Presseinfos zu Lyon, Elsass vom 5.12. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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4.12.2018 • Digitalradio: EU-Rat beschließt Hybridtuner-Pflicht für Kfz
Nach dem EU-Parlament hat auch der Europäische Rat der Regierungen die Neufassung des European Electronic Communications Code (EECC) beschlossen. Dieser bestimmt u.a., dass Autoradios von Neufahrzeugen künftig einen UKW- und einen Digital-Tuner haben müssen. Den Mitgliedsländern steht es außerdem frei, ähnliche Vorgaben für andere Radio-Produktgruppen einzuführen.
Das EECC soll noch vor den Feiertagen wirksam werden. Die 27 Mitgliedsstaaten haben zwei Jahre für die Umsetzung Zeit.
Quelle: Presseinfo der EU vom 4.12. | Hintergrund: EECC (Download, deutsche Fassung); Artikel 113 und Annex XI beachten.
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3.12.2018 • Digitalradio: MDR startet Kindersender MDR Tweens
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mitteldeutschland Der MDR sendet ein neues Radioprogramm. MDR Tweens richtet sich mit dem Slogan „Wir funken dazwischen“ an die Altersgruppe zwischen 8 und 13 Jahren. Kernstück des Kanals für coole Kinder und auf Augenhöhe (Audiobeitrag des MDR) ist eine moderierte Livesendung Montags bis Freitags zwischen 16 und 18 Uhr. Produziert wird am MDR-Standort Halle. MDR Tweens wird über die DAB+-Multiplexe in den MDR-Bundesländern und im Web gesendet.
Quelle: Presseinfo vom 3.12., Audio-Beitrag vom 2.12. des MDR
Hintergrund: Tweens-Homepage, DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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3.12.2018 • Digitalradio: Allgäu-Mux sendet im Testbetrieb (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung startete heute der Testbetrieb für den DAB+-Multiplex für das Allgäu im Südwesten Bayerns. Der offizielle Sendestart, den Hitradio RT1 kürzlich für den 7. Dezember angekündigt hat, steht also bevor.
Den Sendebetrieb hat, wie für die vier Stadt-Multiplexe und den für 2019 geplanten Voralpen-Mux im Freistaat, Bayern Digitalradio übernommen. Gesendet wird zunächst von den Standorten Grünten (4 kW) und Memmingen (1 kW) im Kanal 8B. Zugelassen sind neun Programme, darunter vier, die nicht per UKW verbreitet werden. Es wird damit gerechnet, dass von Beginn an Hitradio RT1, AllgäuHitRadio, Radio Galaxy Kempten, RSA Radio, RSA2 Heimat und RSA3 Holiday auf Sendung gehen. Die RSA-Ableger Bodensee und Ostallgäu sollen 2019 mit entsprechender Erweiterung des Sendegebiets dazu kommen. Ein Starttermin für das landesweit lizenzierte neue Programm Arabella Plus ist noch nicht bekannt.
Quelle: Meldung von satnews vom 3.12.| Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.12.2018 • DVB-T2 HD: Nächste Umschaltungen am 5. Dezember
Nach dem 28. November wird der Umstieg auf DVB-T2 HD schon am kommenden Mittwoch, dem 5. Dezember, fortgesetzt. Damit endet die „Phase 3a“ der Umstiegsplanung. Ab jetzt werden nur die ARD-Anstalten und das ZDF ihre Programme in weiteren Regionen auf DVB-T2 HD umstellen. Wie immer wird DVB-T an den genannten Sendestandorten abgeschaltet. Einige Kanalwechsel sind für Freenet-Muxe vorgesehen.
In Mecklenburg-Vorpommern sind Waren und der Helpterberg die letzten umzustellenden Sendestandorte. Dort empfangen die Zuschauer nun 15 öffentlich-rechtliche Kanäle in FullHD.
In Niedersachsen tauscht FreenetTV einen seiner Kanäle am Standort Osnabrück. Änderungen an der bisherigen Planung betreffen den Standort Alfeld, der nicht am 5. Dezember abgeschaltet, sondern bis 2019 die DVB-T-Multiplexe sendet.
In NRW werden die Sendeanlagen Hochsauerland, Nordhelle und Siegen-Stadt auf DVB-T2 HD-Sendetechnik umgebaut. Ein Kanalwechsel betrifft FreenetTV im Raum Bielefeld/Münster.
FreenetTV muss auch am Standort Magdeburg in Sachsen-Anhalt einen Kanaltausch vornehmen.
Auch in Schleswig-Holstein wird der Umstieg beendet. Die letzten umzuschaltenden Standorte für ARD und ZDF sind
Ausbaustand am 5.12. DVB-T2 HD, klickbar).
Bredstedt, Heide und Sylt. In Brunsbüttel werden nur die beiden ARD-Muxe aufgeschaltet.
Damit wird der Umstieg auf DVB-T2 HD in 13 der 16 Bundesländer beendet. Die letzte Inbetriebnahme-„Phase 3b“ beginnt am 13. März Bayern. Am 3. April folgt Brandenburg (außerdem sind Kanalwechsel in 6 Bundesländern geplant). Am 22.5. endet der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD mit Umschaltungen in Niedersachsen. Offen sind noch eine Aufschaltung im Saarland und die Zukunft des Standortes Alfeld.
Quellen: Infos von NDR, WDR und DVB-T2 HD. Aufschaltungen, Kanalwechsel | Hintergrund: Migration, FreenetTV.
DVB-T2 HD in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein.
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1.12.2018 • Digitalradio: PureFM ist wieder in der Berliner Luft
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 PureFM ist im Berliner Kanal 7B nach zeitweiser Abschaltung wieder auf Sendung. Laut einer Meldung heißt es unter Berufung auf Geschäftsführer Matthias Kayales, die zeitweise Abschaltung sei durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Der Sender war bereits im Januar während Verhandlungen mit dem Netzbetreiber zeitweise abgeschaltet.
Der Ausstieg bei DAB+ in Hamburg sei laut Kayales erfolgt, weil der auslaufende Vertrag mit dem Netzbetreiber Media Broadcast von ihm nicht verlängert wurde. Die Abschaltung in drei bayerischen Stadtmuxen erfolgte laut der Medienanstalt BLM, „weil die pure Medien Network pMN GmbH die Vertragsbedingungen mit der bmt nicht erfüllt hat“. Die Abschaltung in den vier Stadtmuxen hindert den Veranstalter nicht, auf seiner Website zu behaupten, dort mit DAB+ On Air zu sein (siehe unten rechts im klickbaren Screenshot von heute).
Quelle: Meldung von satnews vom 30.11. | Hintergrund: DAB+ in Berlin.



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