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Nachrichten-Archiv März 2022

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31.3.2022 • Digitalradio: Arabella Bayern vollzieht Frequenzwechsel
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Arabella Bayern vollzieht in der kommenden Nacht den Wechsel in die regionale DAB+-Infrastruktur des Bayerischen Rundfunks und verläßt die vier Stadt- und zwei südbayerischen Multiplexe von Bayern Digital Radio. Das Programm ist seit Mitte Dezember und weiterhin in den sechs regionalen Multiplexen des Bayerischen Rundfunks zu empfangen. Damit wird die strategische Orientierung auf eine landesweite Verbreitung im Freistaat umgesetzt.
Das Programm ging als Arabella Kult vor fast genau drei Jahren auf Sendung und wurde als „Bayerns Musiksender“ beworben. Als klar wurde, dass der Wettbewerber Antenne Bayern in den landesweiten DAB+-Mux des BR wechseln würde, erfolgte Ende 2020 die Umbenennung in Arabella Bayern. Mit dem Kanalwechsel wird das Sendegebiet nach Norden und Osten des Bundeslandes erweitert.
Arabella Bayern informiert darüber online knapp und rät im
Das Sendegebiet vor (links) und nach dem Umstieg in die BR-Muxe.
Grafiken: Arabella Bayern (klickbar).
Zweifelsfall zu einem Sendersuchlauf: „Aufgrund einer technischen Umstellung zum 1.4.2022 kann es sein, dass insbesondere stationäre DAB+ Geräte Zuhause Arabella Bayern aufgrund eines Frequenzwechsels nicht mehr finden.“
Der Medienrat der BLM entscheidet heute u.a. über die Nachfolger für einige bisherige Arabella-Sendeplätze.
Quelle: Homepage, Presseinfo von Arabella Bayern | Hintergrund: Lokalmuxe, Privatradios in Bayern.
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30.3.2022 • Digitalradio: DAB+ mit 24,5 Prozent der Hörer ab 14 Jahren
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die heute veröffentlichen Zahlen der Media Analyse belegen die Bedeutung des Hörfunks im Medienalltag und der Verbreitung über DAB+. In der Kategorie Weitester Hörerkreis (WHK, Hörer ab 14 Jahren) kann die Digitalantenne ihren Anteil von 20,4 auf nun 24,5 Prozent steigern. Der WHK-Wert steigt bei den 30-bis 59jährigen DAB+-Hörern von 22,7 auf 2527,2 Prozent. Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue nennt als Hintergrund „auch die Erfolge beim Netzausbau“, der verstärkt den ländlichen Raum erreicht.
Laut Media Analyse bleibt der Deutschlandfunk - trotz des Rückgangs von 2,23 auf 2,08 Mio. Hörer (Tagesreichweite) - als einziges Informationsradio in den Top10 der meistgehörten Radios. In der Kategorie Weitester Hörerkreis erreicht der Kanal von Deutschlandradio erstmals mehr als 10 Mio. regelmäßige Hörer.
Auf gleicher Grundlage sieht sich Antenne Deutschland als „das am stärksten wachsende Radiounternehmen Deutschlands“, sagte Geschäftsführer Mirko Drenger. Die nur digital verbreitete Absolut-Programmfamilie verzeichne ein Wachstum um 70 Prozent auf 156.000 Hörer in der Durchschnittsstunde bzw. von 53 Prozent beim Weitesten Hörerkreis. Davon profitiere auch die eigene Firma für Werbevermittlungen ad.audio, deren Reichweite auf 300.000 DAB+-Hörer in der Durchschnittsstunde steige.
Die MA Audio ermittelt auf Basis von 70.000 Interviews die Hörerzahlen für Radioprogramme.
Quellen: Presseinfos von Agma, D-Radio, Antenne D vom 30.3.
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29.3.2022 • Digitalradio: Verbesserungen für Uelzen und Umgebung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit heute sendet der NDR seinen DAB+-Multiplex auch vom Senderstandort Uelzen-Sprakensehl. Dadurch wird das Empfangsgebiet auf Wittingen, Hankesbüttel, Wahrenholz, Wesendorf, Müden und Gifhorn erweitert und eine Lücke auf der B4 zwischen Uelzen und Wolfsburg wird geschlossen, so der NDR. Gesendet wird im Block 6C mit der Braunschweiger Regionalisierung für NDR1.
Quelle: NDR am 29.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Niedersachsen.
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28.3.2022 • Digitalradio: Internationale Programme für Bad Kreuznach
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die britischen BBC World Services und Radio Slovakia International dürfen ihre deutschsprachigen Programmen im DAB+-Multiplex Bad Kreuznach (Block 12A) ausstrahlen. Das entschied laut einer Meldung die Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Wann der Sendebetrieb aufgenommen wird und ob eine Verbreitung in der kommenden landesweiten Regionalstruktur für Rheinland-Pfalz vorgesehen ist, wurde nicht mitgeteilt.
Es handelt sich um die ersten öffentlich-rechtlichen Stationen aus dem Ausland (im Gegensatz zum russischen Staatssender SNA), die in Deutschland über DAB+ senden dürfen. BBC World Services, wie auch Frankreichs RFI, senden in Berlin über UKW.
Quelle: Meldung von satnews vom 28.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios lokal in Rheinland-Pfalz.
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28.3.2022 • Digitalradio: NDR schaltet am Senderstandort Itzehoe auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die vom NDR für diese Woche angekündigte Aufschaltung am Standort Itzehoe erfolgt morgen. Im Block 11B kann der NDR-Mux (NDR1 mit Regionalisierung für Heide) czwischen Wilster, Wacken, Hennstedt, Wrist, Horst und Krempe ... in noch besserer Qualität“ empfangen werden, so der NDR. In Hohenlockstedt und Kellinghusen sei der Empfang dann auch in Gebäuden möglich. Im Laufe der Woche soll in Niedersachsen auch der Standort Uelzen, kommende Woche Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern ans Netz gehen.
Quelle: NDR am 28.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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28.3.2022 • Digitalradio: SLM zu Lokalensembles und Regionalstarts
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die sächsische Landesmedienanstalt SLM sieht keine Auswirkung der Etablierung überregionaler DAB+-Ensembles in Sachsen auf die drei Stadt-Multiplexe Leipzig, Freiberg und Chemnitz. Wann die neuen Regional-Multiplexe auf Sendung gehen, bleibt derzeit offen. Das erklärt SLM-Geschäftsführer Hardy Sieglitz auf Anfrage von dehnmedia.
Die Zulassungen für die neuen überregionalen Muxe haben laut Sieglitz „keine direkte Auswirkung auf die lokalen Zulassungen, insbesondere laufen die Lizenzen in den lokalen Multiplexen nicht aus. Den Veranstaltern steht es gleichwohl frei, ihre Lizenzen zurückzugeben. Verpflichtet sind sie dazu jedoch nicht.“ Sieglitz erklärt weiter: „Sofern sich freie Kapazitäten auf den lokalen DAB+-Multiplexen ergeben, wird die SLM anhand der dann bestehenden Situation, insbesondere anhand der Interessenlage an einer Verbreitung in diesen Multiplexen die Ausschreibung der freien Kapazitäten prüfen.“ Ankündigungen zum Rückzug aus Stadtensembles liegen derzeit der SLM laut Sieglitz nicht vor.
Wann die vier regionalen, der landesweite und der Stadtmux Dresden senden werden, könne die SLM nicht sagen. Sieglitz verweist auf den medienrechtlich erforderlichen weiteren Ablauf:
Sobald die Zulassungsbescheide bestandskräftig sind, wird die SLM die zugelassenen Veranstalter anregen, sich auf einen Senderbetreiber zu einigen und eine eventuelle Einigung der Sächsischen Staatskanzlei (als zuständige Stelle i. S. d. TKG) mitzuteilen. Die Bundesnetzagentur wird erst zu einem Zeitpunkt aufgefordert, die Frequenzvergabeverfahren zu starten, wenn ersichtlich keine Einigung in einem vertretbar angemessenen Zeitrahmen zu erwarten ist.
Jedoch nehme die SLM an diesen Gesprächen nicht teil. Zudem seien den Multiplexen noch keine Frequenzen zugeteilt. Wann das geschehe liege in der Verantwortung der Bundesnetzagentur.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Sachsen.
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26.3.2022 • Digitalradio: Den UKW-Ausstieg auf den Weg bringen (3)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Privatradios beharren weiter auf der Nutzung von UKW. „Erst, wenn keine Versorgungslücken mehr bestehen, kann über die Stilllegung von zurückgegebenen UKW-Frequenzen gesprochen werden.“ Das erklärte Vorstand Marco Maier (Geschäftsführer Radio FFH) auf der Fachververanstaltung DAB+ im Dialog 2022.
Ihm sprang der Präsident der Medienanstalt BLM Thorsten Schmiege zur Seite: Es gebe für Deutschland kein festes Datum eines UKW-Ausstieges, weil DAB+ die Marktteilnehmer ökonomisch „mitnehmen“ müsse. Auch in fünf Jahren, da sei sich Maier mit dem ARD-Vertreter Ulrich Liebenow (MDR-Technikchef und Leiter der ARD-AG Digitalradio) einig, könne man nicht auf UKW verzichten und werde weiterhin über DAB+, UKW und IP diskutieren - auch, wenn sich die Gewichtung verschieben könnte.
Quelle: Presseinfo von Vaunet vom 24.3. | Hintergrund: DAB+, Roadmap (2017).
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25.3.2022 • Digitalradio: DAB+-Regelbetrieb für Schleswig-Holstein?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf der nächsten Sitzung am 30. März will der Medienrat der Medienanstalt HSH einen „Beschluss über die Ausschreibung von DAB+-Übertragungskapazitäten in Schleswig-Holstein“ fassen. Hintergrund ist der derzeitige Modellversuch, der zum Jahresende ausläuft.
Gespannt sein darf man auf die Zielrichtung der Ausschreibung: Denkbar wäre eine landesweite Plattform für die Privatradios, auf der sich neben den R.SH, Deltaradio, Ostseewelle aus dem Bundesland auch überregional aktive Programme platzieren würden. Es wäre aber auch möglich, die regionale Struktur des Versuchs fortzuschreiben bzw. weiter zu entwickeln, um die regionalen Radios (auch die Nichtkommerziellen) auf DAB+ zu halten.
Der Modellversuch soll u.a. „die Akzeptanz von DAB+ in Schleswig-Holstein erhöhen“, hieß es zur Bekanntgabe 2019. Dem Plattformbetreiber Media Broadcast wurde u.a. auferlegt, den „Einsatz neuer technischer Lösungen“ zu erproben, um den Privatradios „die kosteneffiziente Verbreitung ihrer Inhalte per DAB+ (zu) ermöglichen – unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards, welche sowohl die Hörer als auch die Veranstalter von einem modernen Hörfunkmedium wie DAB+ erwarten“. Im Januar 2020 ging ein Lowpowersender für Lübeck (heute 8 Programme) on Air. Im März 2020 folgte Kiel (4) und Ende 2020 auch Sylt (2). Weil man seinerzeit einem landesweiten Privatradiomux wohl nicht über den Weg traute, wurde ein Programmplatz im NDR-Ensemble für Private zur Verfügung gestellt; dort sendet R.SH seit Ende März 2020 landesweit. Auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie des Projektes darf man gespannt sein.
Quelle: Tagesordnung des MA HSH Medienrates für den 30.3. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Schleswig-Holstein.
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25.3.2022 • Digitalradio: Barba Radio will in Hamburg auf DAB+ senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Veranstalter Regiocast will sein Programm Barba Radio für Hamburg platzieren. Der Medienrat der MA HSH hat die Zulassung auf die Tagesordnung für den 30. März genommen. Das Programm orientiert sich seit 2018 online mit der Moderatorin Barbara Schöneberger auf eine vorwiegend weibliche Zielgruppe. Da keine Zuweisung einer UKW-Frequenz behandelt wird, kann es sich nur um den Einstieg in den zweiten Hamburger DAB+-Multiplex handeln. Die Zulassung vorausgesetzt ist dann mit dem Plattformbetreiber Media Broadcast über die Konditionen zu verhandeln. Der 2. Mux kann allerdings frühestens nach Ende eines Rechtsstreits um die Vergabe auf Sendung gehen.
Ein zweiter Hamburg betreffender TOP beschäftigt sich mit einem möglichen Gesetzesverstoß des inzwischen wegen der Partnerschaft mit Russland abgeschalteten Megaradio SNA.
Quelle: Tagesordnung des MA HSH Medienrates für den 30.3. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Hamburg.
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24.3.2022 • Digitalradio: RBB jetzt mit einheitlicher Nachrichtenmarke
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der RBB ordnet nun weitere Programme seiner Marke rbb24 unter. Ab Montag, dem 28. März, betrifft das die drei Nachrichtenplattformen des öffentlich-rechtlichen Zweiländersenders. Der Nachrichtenkanal Inforadio firmiert dann als rbb24 Inforadio. Die beiden TV-Nachrichtenmagazine heißen entsprechend rbb24 Abendschau und rbb24 Brandenburg Aktuell. Die TV-Spätnachrichten heißen bereits seit 2018 rbb24.
Quelle: Presseinfo des RBB vom 24.3. | Hintergrund: DAB+ in Berlin und Brandenburg.
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24.3.2022 • Digitalradio: Den UKW-Ausstieg auf den Weg bringen (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine Debatte über die Ablösung der analog-terrestrischen Radioverbreitung mit UKW durch DAB+ scheint näher zu rücken. Jetzt beraten die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender und die Medienanstalten in vier Arbeitsgruppen über die „Stilllegung von UKW-Frequenzen“, die „Förderung der Privatradios“, die „Datenerhebung zu DAB+“ und „Gemeinsame Bewerbung von DAB+“. Das wurde gestern auf der Fachveranstaltung „DAB+ im Dialog 2022“ mitgeteilt.
Für den Veranstalter, den Verein Digitalradio Deutschland, nannte Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue es als eine Aufgabe der Beteiligten, sich „auf Kriterien (zu) verständigen, die den Umstieg von analog auf digital definieren“. Das gebe allen die notwendige Planungssicherheit und trage zu einer schnellen Digitalisierung des Radios bei. Raue kündigte außerdem an, dass „Deutschlandradio in diesem Jahr voraussichtlich weitere sechs UKW-Antennenstandorte auf rein digitalen Empfang umstellen“ will.
Auf der Veranstaltung hob neben Heike Raab als Politikvertreter der Staatssektär im Bundes-Digitalministerium Stefan Schnorr die Bedeutung des Hörfunks für die Gesellschaft hervor. Er stellte u.a. die effektive Frequenznutzung und den Beitrag von DAB+ zur Sicherheit heraus.
Nachtrag : Offensichtlich erfolgte eine Einigung in einem früheren Streitpunkt: Frei werdende UKW-Frequenzen sollen zum Lückenschluß verwendet werden, aber nicht für neue Programme. Das bringen die ARD und die Senderfamilie Regiocast in die entsprechende Arbeitsgruppe ein.
Quelle: Presseinfo vom Verein Digitalradio, Meldung von satnews vom 24.3. | Hintergrund: DAB+, Roadmap (2017).
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24.3.2022 • Rundfunkbeitrag: Sinnvolle Entlastungen in der Krise
Die Hilflosigkeit mancher Politiker angesichts der gegenwärtigen Krise schlägt in populistische Demagogie um: In der Bild-Zeitung (einem Hauptfeind von ARD/ZDF) schlägt Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold u.a. vor, „den Rundfunkbeitrag für ein halbes Jahr auszusetzen. Das entspräche 110,16 Euro“.
Das bringt die Existenz von Tausenden dort Beschäftigten von Film- und TV-Produktionen abhängigen Freiberuflern und ihrer Familien in Gefahr. Das ganz abgesehen von der Aufgabe, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk gerade auch in Krisenzeiten zu erfüllen hat. Derartiges hätte man von der AFD erwartet. Dass das ausgerechnet eine führende Grünen-Politikerin fordert, muss dieser Partei doch mehr als nur peinlich sein.
Gegenvorschlag: Alle Minister, Staatssekretäre und Parlamentarier in Bund und Ländern verzichten für ein halbes Jahr auf die Hälfte ihrer Bezüge. Ein Beispiel: Die 736 Mitglieder des Bundestages erhalten monatlich 10.012,89 Euro (plus Spesenpauschale, Rentenbeitrag, Büro, Kommunikation, Freifahrten usw.). Würden sie sechs Monate lang auf 5.000 Euro ihrer Bezüge verzichten, stünden der Bundeskasse knapp 22,1 Mio. Euro zusätzlich zur Verfügung. Übrigens: Jährlich zum 1.7. beschließt der Bundestag die Erhöhung der eigenen Diäten ...
Quelle: Meldung von DF vom 24.3., Bundestag - Diäten | Hintergrund: Rundfunkbeitrag ab 2021.
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24.3.2022 • Digitalradio: Entscheidung über RLP-Muxe wohl erst im Juli
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit einer schnellen Entscheidung über die vier regionalen DAB+-Plattformen ist offenbar nicht zu rechnen. Das Thema steht nicht auf der Tagesordnung der Versammlung der MA RLP am 28. März. Die nächste Sitzung ist am 8. Juli geplant.
Um die vier Plattformbetriebe hatten sich vier Unternehmen beworben: Die AB Audio Broadcast GmbH ist mit dem Betrieb der Bad Kreuznacher Testplattform verbunden. Die Digitalplattform der lokalen Rundfunkanbieter in RLP GmbH ist ein Zusammenschluß von elf Radiobeteiligungen von The Radio Group. Die On Air Support GmbH betreibt in Baden-Württemberg das landesweite Privatradio-Sendenetz. Die Uplink Network GmbH ist einer der drei großen Sendenetzer.
Quelle: Tagesodnung der Versammlung am 28.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios landesweit in Rheinland-Pfalz.
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24.3.2022 • Digitalradio: Den UKW-Ausstieg auf den Weg bringen (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Angesichts des „sehr deutlichen Trends hin zur digitalen Radionutzung müssen alle Beteiligten sich gemeinsam darauf verständigen, wie der Umstieg aktiv gestaltet werden kann“. Das gab die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab den Teilnehmern der Fachveranstaltung „DAB+ im Dialog 2022“ auf den Weg.
Eine Sondierungsgruppe des Digitalradio Boards habe bereits weitere Schritte vorgeschlagen, „wie ein mittelfristiger Ausstieg aus der analogen UKW-Technik ausgestaltet werden könnte. Auch der Umgang mit freiwerdenden UKW-Frequenzen muss sinnvollerweise einheitlich geregelt werden“, so Raab, die auch die Rundfunkkommission der Bundesländer leitet, mit Blick auf die Länder und den Bund. Über die bekannten hinaus spreche ein weiterer Vorteil für DAB+, stellte Raab heraus: „DAB+-Geräte können eine Alarmfunktion bieten, die Radios bei Naturkatastrophen und anderen Notlagen einschaltet und so automatisch Warnmeldungen verbreitet. Anders als Mobilfunk-Masten verfügen Radiosender über eine Notstromversorgung, sodass die Warn-Funktion über DAB+ ein wichtiger Beitrag im Katastrophenschutz sein kann.“
Nachtrag : Eine vom Digitalradio Board vorgelegte Roadmap zum UKW-Ausstieg war 2017 gescheitert, weil die Privatradios das Thema weitgehend blockierten. Wie es scheint haben sich seither die Bedingungen geändert.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei RLP am 23.3. | Hintergrund: DAB+, Roadmap (2017).
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24.3.2022 • Digitalradio: Teutocast plant Musikwellen für NRW ab 2.5.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Teutocast-Tochterfirma Touricast kündigt für den 2. Mai den Sendestart zweier Musikprogramme unter dem Label Zound1 an. Sie besetzen die beiden letzten Plätze im DAB+-Multiplex für Nordrhein-Westfalen (Block 9D), die bisher unter den Arbeitstiteln Feel Good Radio und Enerwe Hitradio geführt wurden.
Es handelt sich nach Sportradio NRW um zwei weitere Stationen des Leipziger Veranstalters im NRW-Mux. Drei Sender betreibt Teutocast im Bundesmux 2.
Quelle: Homepage Zound1 am 24.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios landesweit in NRW.
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22.3.2022 • Digitalradio: NDR nennt Rahmentermine für den Netzausbau
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf seiner Website kreist der NDR jetzt die für das Frühjahr angekündigten Inbetriebnahmen von DAB+-Sendestandorten ein. Demnach geht der Multiplex in der KW 13 (ab 28.3.) am Standort Itzehoe (mit NDR1-Regionalisierung Heide im Block 11B) und am Standort Uelzen (NDR1 Braunschweig, Block 6C) auf Sendung. In der KW 14 (ab 4.4.) soll Bad Doberan mit dem NDR1-Programm aus Rostock (Block 11B) folgen. Für die KW 17 (ab 25.4.) ist Neustrelitz (NDR1 Neubrandenburg, Block 10C) vorgesehen. Für den weiteren Sommer und Herbst kündigt der NDR weitere sechs Inbetriebnahmen mit Schwerpunkt in Niedersachsen an.
Quelle: NDR-Technikseiten am 2.3. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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21.3.2022 • Digitalradio: Startet der Chemnitz-Mux im Juni?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Second Radio sendet „ab Juni neu auf Kanal 5B in Chemnitz“. Das teilt der Radioveranstalter aus Leipzig auf Facebook mit.
Allerdings haben sich offenbar die Intentionen geändert: Ursprünglich hatte das Chemnitzer Studentenradio UNiCC 2018 eine lokale SDR-Plattform initiiert und eine Antenne auf dem Uni-Gelände errichtet. Die aktuelle BNetzA-Senderliste nennt nun den Sendemast Chemnitz-Reichenhain als Senderstandort. Für den Stadt-Multiplex für Chemnitz waren schon im Oktober 2020 zehn Programme zugelassen worden. Nach Angaben der Medienanstalt SLM prüfte die Bundesnetzagentur im April 2021 offenbar erfolgreich, ob der Block 5B genutzt werden könnte.
Fraglich scheint allerdings, ob das Angebot mit den neun noch existierenden Stationen wirklich Bestand hat: Second Radio selbst, Schlagerradio, RadioT und Radio Chemnitz haben Zuweisungen für die neuen Multiplexe bekommen. Sobald diese senden scheint die Doppelversorgung von Stadtgebiet und Region nicht sinnvoll zu sein.
Quellen: Facebook-Auftritt von Second Radio vom 20.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, Small Scale in Sachsen.
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18.3.2022 • Italien: UKW-Ausstieg bis 2030 nutzt auch der Energiebilanz
RAI-Direktor Roberto Sergio bleibt bei dem Vorschlag, aus UKW auszusteigen. Das Management der öffentlich-rechtlichen Anstalt sei sich darin einig, „dass es an der Zeit ist, entschieden auf die Abschaltung von UKW zugunsten von DAB zu drängen. Wir schlagen den Beginn der Abschaltung ab 2025 vor, um bis 2030 eine vollständige Umstellung auf Digitaltechnik zu erreichen.“ Ohne die traditionellen Systeme der Radioverbreitung „werden wir wahnsinnige Einsparungen bei der Stromrechnung haben, wir werden weniger Energie verbrauchen“.
Quelle: Interview auf radiospeaker vom 15.3. | Hintergrund: DAB+ in Italien.
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16.3.2022 • Frankreich: Digitalradio bald auch vom Eiffelturm
Gestern vormittag wurde eine neue Antenne, die erste für DAB+ am Standort, an der Spitze des Pariser Eiffelturms montiert. Dadurch wird Frankreichs Wahrzeichen um 6 Meter höher; die Gesamthöhe beträgt nun 330 Meter und das Gewicht steigt um 350 Kilogramm. Erstmals wurde am Eiffelturm ein Hubschrauber eingesetzt, um das Antennenmodul auf der erforderlichen Höhe heranzutransportieren.
Nun können auch DAB+-Ensembles erstmals vom höchsten Bauwerk Frankreichs ausgestrahlt werden. Die beiden Metropolen- und sieben weitere DAB+-Ensembles werden bisher von erheblich niedrigeren Standorten im Stadtgebiet und der Region ausgestrahlt.
Der 1889 errichtete Stahlbau (damals mit 312 Metern das weltweit höchste Gebäude) ist seit 1921 Standort für die Radio- und seit 1935 für die Fernsehverbreitung. Vom Eiffelturm aus werden heute 12 Mio. Einwohner von Paris und der umgebenden Region Ile-de-France im Umkreis bis in knapp 70 Kilometern Entfernung mit 32 Radio- und 30 DVB-T Programmen versorgt. Auch UHD-Testsendungen werden dort durchgeführt.
Quelle: Presseinfo von TDF vom 15.3. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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15.3.2022 • Digitalradio: Neue Werbekampagne in der 2. Maihälfte
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Vom 16. bis 29. Mai kündigt das Digitalradiobüro den ersten Aktionszeitraum dieses Jahres an. Die Kampagne läuft unter dem Motto „Hör, was du willst, aber hör es richtig. Mit der neuen Generation Radio“.
ARD, Deutschlandradio, Privatsender und weitere Mitglieder des Vereins beteiligen sich an der neuen Kampagne, die wiederum im TV, Radio und Social Media für DAB+ wirbt. Wiederum gibt es Schulungen für Mitarbeiter von bis zu 1.200 Elektronikmärkten und Design-Elemente für die Händler. Weiteres, insbesondere die Kampagnen-Motive, werden Anfang Mai veröffentlicht. Der Verein weist u.a. auf die Rolle des Privatfunks hin, der sich mit „kumuliert weit über 2.000 Hörfunkspot-Einsätzen“ an der Dezember-Kampagne 2021 beteiligt hatte und den größten Teil des Gesamtangebots von 300 Stationen stellt.
Laut dem Verein wurden 2021 2,1 Mio. DAB+-Radios verkauft. In den Haushalten stehen inzwischen 20 Mio. Radios, so dass DAB+ in einem Viertel der deutschen Haushalte genutzt werden kann. Jeder vierte Radiohörer nutze regelmäßig DAB+-Programme.
Hinweis : Das Programmangebot wird noch erweitert: Für Sachsen wurden kürzlich 37 Programme für fünf Gebiete zugelassen, vier regionale Sendeplattformen stehen in Rheinland-Pfalz vor der Vergabe.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 15.3. | Hintergrund: DAB+ in Deutschland.
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14.3.2022 • Digitalradio: 12 neue Standorte für den Bundesmux 1
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Beim Plattformbetreiber Media Broadcast wurden weitere 12 Senderstandorte für den ersten DAB+-Bundesmux beauftragt. In Reutlingen geht am 16. März die erste der neuen Anlagen in Betrieb. Gemäß dieser übereinstimmenden Info des Unternehmens und von Deutschlandradio werden in 2022 doppelt so viele Standorte gebaut, wie zuletzt angekündigt.
Der Ausbau von derzeit 149 auf 161 Standorte beinhaltet demnach folgende Standorte, für die keine Termine genannt werden:
Baden-Württemberg: Reutlingen (Reutlingen, Tübingen, B27).
Bayern: Pfaffenhofen/Ilm (Kreis Pfaffenhofen, A9).
Unterringingen (Bissingen, Landkreis Dillingen).
Brandenburg: Eisenhüttenstadt/Neuzelle (Kreis Oder-Spree, Eisenhüttenstadt, Guben).
Petkus (Kreis Teltow-Fläming, Baruth/Mark).
Mecklenburg-Vorpommern: Güstrow (Güstrow, A19).
Torgelow (Kreis Vorpommern-Greifswald, A20, B109).
Niedersachsen: Steinkimmen (Kreis Oldenburg, A28).
Uelzen (Kreis Uelzen).
Sachsen: Zwickau (Zwickau, A4).
Schleswig-Holstein: Hennstedt (Kreise Dithmarschen und Steinburg, Itzehoe).
Süderlügum (Kreis Nordfriesland, B5).
161 Standorte (MB-Grafik klickbar).
Wie es weiter heißt werden nach Ende der diesjährigen Aufschaltungs-Kampagne 74,6 Mio. Einwohner von 161 Senderstandorten zum Empfang mit einer Zimmerantenne versorgt. Das entspreche etwa 90 Prozent der Bevölkerung. Der mobile Empfang soll auf 97 Prozent der Fläche und 99 Prozent der Autobahnen möglich sein.
Quellen: Presseinfos von Media Broadcast, D-Radio vom 14.3. | Hintergrund: DAB+-Bundesmuxe.
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11.3.2022 • Digitalradio: Radiogroup will DAB+-Plattformen betreiben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Vorfeld der am 28. März erwarteten Entscheidung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz über vier regionale DAB+-Versuchsplattformen meldet sich die Digitalplattform der lokalen Rundfunkanbieter in RLP GmbH (DRLP) zu Wort. Dort haben sich die elf im Bundesland aktiven UKW-Lokalsender des Radioveranstalters The Radio Group zusammengeschlossen, die sich jetzt ins Gespräch bringen.
Für die Lokalradios sei es „überlebenswichtig, möglichst zeitnah über den neuen Verbreitungsweg senden zu dürfen“, heißt es u.a. „Ohne Verbreitung über DAB+ haben wir einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Wir haben bereits viel Zeit verloren. Dies kann nun durch die Ausschreibung eines Plattform-Versuchsbetriebs durch die Medienanstalt RLP endlich beendet werden und die lokale Hörfunklandschaft eine deutliche Stabilisierung erfahren“, wird Vittorio Nobile, Geschäftsführer von Antenne Mainz, zitiert.
DRLP habe mit Divicon Media den Aufbau der Sende-Infrastruktur vereinbart. Zunächst seien fünf Senderstandorte in den Regionen Koblenz, Trier, Mainz, Kaiserslautern und Ludwigshafen vorgesehen. „Ein flächendeckender Ausbau wird in den nächsten Jahren angestrebt.“ Von jeweils 16 Programmplätzen will man sechs an Lokalradios aus dem Bundesland vergeben. Für regionale und überregionale Anbieter sind die weiteren 10 Plätze vorgesehen.
Die Lokalradios hätten kürzlich mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe den Zugang zum modularen Warnsystem MoWaS vereinbart. „Umso wichtiger ist nun auch eine rasche Umsetzung der Verbreitung der Lokalsender über DAB+.“
An der DRLP GmbH sind laut der Presseinfo folgende Antenne-Stationen beteiligt: Kaiserslautern, Koblenz, Trier, Mainz, Bad Kreuznach, Landau, Pfalz, Idar-Oberstein, Pirmasens und Zweibrücken sowie 100% Rheinhessen. Antenne Mainz ist bereits in Hessen (Rhein/Main-Mux), Antenne Bad Kreuznach im dortigen Small Scale-Projekt auf DAB+ vertreten.
Um den Betrieb der Plattformen hatten sich auch AB Audio Broadcast GmbH (an der Antenne Bad Kreuznach beteiligt ist), der baden-württembergische Netzanbieter On Air Support und Uplink Network beworben.
Quelle: Meldung von radioszene.de am 10.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, SDR in Rheinland-Pfalz.
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9.3.2022 • Digitalradio: Vorbereitungen für neue Programme in Bayern
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hörfunkausschuß der bayerischen Medienanstalt BLM beschäftigt sich am 17. März mit den Ausschreibungen von Mitte Januar für drei lokale Multiplexe. Dabei geht es u.a. um einen Ersatz für Arabella Bayern. Nach dessen Wechsel in die landesweiten Regionalmuxe des BR am 31. März frei macht.
Auf der Tagesordung des Gremiums, das Entscheidungen des Medienrats vorbereitet, stehen u.a. Kapazitätszuweisungen an Radio Seefunk (Mux Allgäu-Donau-Iller, Block 8B) und TopFM für den Mux Oberland-Südostoberbayern (Block 7A). Weitere Zulassungen und Zuweisungen stehen für beide Regionen und für die Landeshauptstadt München (Block 11C) zur Entscheidung.
Ein weiterer Punkt dürfte Spekulationen auslösen: Das betrifft die bundesweite DAB+-Zulassung für ein Programm namens Absolut Germany. Außerdem wird über Änderungen der Förder-Richtlinie für terrestrische Radioangebote diskutiert.
Nachtrag : Beim Medienrat stehen alle genannten Zulassungen und Zuweisungen laut Tagesordnung am 31. März zur Diskussion.
Quelle: Tagesordnung des Hörfunkausschusses am 4.3. | Hintergrund: Lokalmuxe, Privatradios in Bayern.
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9.3.2022 • Frequenzen: Weiter keine Einigung über das UHF-Restband
Terrestrik Wie das von DVB-T2 HD (sowie zum Teil vom Kulturfunk) genutzte UHF-Restband unterhalb von 700 MHz künftig genutzt wird, ist weiter offen. Nach Angaben des europäischen Senderverbundes EBU gab es bei den bisherigen vier Vorbereitungsgesprächen für die Wellenkonferenz WRC-23 keine Einigung.
Die EBU ist besorgt, dass die mögliche Übergabe des UHF-Bandes für 5G an Mobilfunk-Anbieter zu Einschränkungen des terrestrischen Fernsehens führen wird. Mit Interferenzen zwischen TV und 5G sei zu rechnen, sobald benachbarte Staaten unterschiedliche Nutzungen gleicher Frequenzen betreiben. Solche Störungen könnten in bis zu 500 Kilometern Abstand zwischen den Sendeanlagen auftreten. Dann drohe die Abschaltung des Antennenfernsehens, damit ein 5G-Dienst etabliert werden kann.
Die EBU sei zu einem Entgegenkommen bereit. Auf einem fünften Treffen im September sollen die Unterlagen für die Entscheidungen der WRC-23-Konferenz fertig gestellt werden.
Quelle: Meldung von broadbandtvnews am 17.3. | Hintergrund: Digitale Dividenden 1 und 2; 5G.
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9.3.2022 • Schweiz: Deutschlandradio jetzt in Schweizer Lokalnetzen
In drei lokalen DAB+-Sendeinseln des schweizerischen Netzbetreibers Digris wurden überraschend die Programme von Deutschlandradio aufgeschaltet. Laut der Plattform dab-swiss betrifft das Deutschlandfunk, DLF Kultur und DLF Nova in den Sendegebieten Berner Oberland (Block 6A), Oberwallis (Block 9D) und Südostschweiz (Block 8B). Dies sei sicherlich im Sinne der vielen Deutschen, die in den Sendegebieten leben oder arbeiten. Unklar sei aber der medienrechtliche Hintergrund. In der Nordschweiz sind die drei Programme im deutschen Bundesmux1 (Block 5C) zu empfangen.
Quelle: Meldung von DAB Swiss vom 8.3. | Hintergrund: DAB+ in der Schweiz.
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8.3.2022 • Digitalradio: Neuer Werbesender für DAB+ in Vorbereitung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 DAB+-Pläne eines zweiten firmeneigenen Werberadios bestätigt jetzt ein großer Farbenhersteller mit Brillux Radio: Das Unternehmen sucht derzeit „als bundesweites DAB+-Programm“ nach Redakteuren für die Themen „Renovieren, Sanieren und Umgestalten“. Neue Spekulationen sind darauf nun gerichtet, dass Brillux Radio dem letzten freien Programmplatz im zweiten nationalen DAB+-Multiplex belegen könnte.
Für die Zielgruppe von Hand- und Heimwerkern wollte ein Kieler Anbieter von Instore-Programmen mit seinem Profi Radio in den zweiten Bundesmux einsteigen. Das Projekt sei gescheitert, weil der Werbemarkt in der Pandemie „aus nachvollziehbaren Gründen nicht bereit für neue, innovative Produkte wie unserem“ sei, so die Veranstalter.
Quelle: Anzeige bei radioszene vom 8.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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7.3.2022 • Österreich: Weitere DAB+-Ausschreibungen zu erwarten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Sowohl auf Multiplex-Betreiber-Seite wie auch auf Veranstalterseite (ist) eine ausreichend große Nachfrage vorhanden, um die Ausschreibung weiterer Multiplex-Plattformen zur Verbreitung von digitalem terrestrischem Hörfunk vorzubereiten.“ Das will die Medienbehörde KommAustria in der zweiten Jahreshälfte in Angriff nehmen. Im Nachklang der letztjährigen Interessenabfrage veröffentlicht KommAustria jetzt eine Zusammenfassung und die Stellungnahmen von 13 Radioveranstaltern, Sendenetzern und Instutionen.
Die fünf potenziellen Infrastrukturanbieter sind an lokalen, regionalen und (bis auf einen) auch nationalen Plattformen interessiert. Eine Auslastung trete ab sechs bis 13 Programmen (Datenrate 72 kbit/s bzw. 54 Capacity Units) ein. Für lokale und regionale Muxe sei auch die Open Source-Technologie interessant. Etwas anders ist das Bild bei den elf Veranstaltern: Alle nennen regionale Multiplexe, zehn würden sich auch lokal engagieren, während nur vier Interesse an nationaler Digitalterrestrik bekunden.
Die Veranstalter erwarten einen Rollout-Planung, die zugleich technische Mindeststandards fixiert. Auch sie nennen Bandbreiten ab 72 kbit/s bzw. 54 CUs als qualitatives Minimum. Für bestehende UKW-Programme wird ein „must carry“-Status gefordert. Vorgeschlagen wird eine 2 Mio. Euro-Förderung für die Infrastruktur und eine weitere Mio. Euro für Werbung und Geräteförderung. Finanziert werden könnte das durch die Erhöhung des Digitalisierungsfonds von aktuell 500.000 € auf 3 Mio. € jährlich. Auch die Politik ist gefordert: Aus dem Medienrecht müsse die Beschränkung auf 2 Programme pro Veranstalter je Multiplex gestrichen werden.
Zu den Perspektiven von DAB+ heißt es u.a.: „Eine Ablöse von DAB+ durch 5G-Broadcast als digitaler Hörfunkstandard DAB+ wird in den kommenden Jahren nicht gesehen.“ Auch Webradio wird - vor allem für die mobile Nutzung - kritisch gesehen, weil „in diesem Modell eine Abhängigkeit von den Tarifmodellen der Mobilfunkanbieter aufgebaut wird.“ In Anbetracht der Tarifentwicklung bei Flatrates berge ein Rückzug auf Streaming Risiken für die Veranstalter.
Quelle: Leitseite von KommAustria vom 28.2. | Hintergrund: DAB+ in Österreich national und für Wien.
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5.3.2022 • Digitalradio: Privater NRW-Landessender will auch auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nachdem sich alle elf Bewerber für eine landesweite UKW-Kette miteinander einig geworden sind, hat ihnen die Medienanstalt LfM jetzt die landesweit verfügbaren UKW-Ressourcen zugewiesen. Der Sendestart sei auch über DAB+ vorgesehen.
Die Station soll sich unter dem vorläufigen Namen „Radio 345“ und „noch im Sommer“ an eine Hörerschaft zwischen 20 und 39 Jahren wenden „und ein breites Themenspektrum aus den Bereichen Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung abdecken“, so die LfM. Die weiterhin auf UKW verharrenden NRW-Lokalradios sollen journalistische Beiträge des neuen Senders kostenpflichtig übernehmen.
Veranstalter ist die NRW Audio GmbH & Co. KG. Deren größte Teilhaber sind die Antenne NRW GmbH & Co. KG und die radio NRW GmbH mit je 24,5 Prozent. Weitere Anteile halten ffnrw GmbH (9,0 Prozent), NiedersachsenRock 21 GmbH & Co. KG (7,0 Prozent), Kiss FM Radio GmbH & Co. KG (7,0 Prozent), Metropol FM GmbH (6,5 Prozent), Radio Teddy GmbH & Co. KG (6,0 Prozent), Rock Antenne GmbH & Co. KG (6,0 Prozent), Studio Gong NRW GmbH & Co. Studiobetriebs KG (5,0 Prozent), Arabella NRW GmbH & Co. KG i. G. (3,5 Prozent), Plattform für regionale Musikwirtschaft GmbH (1,0 Prozent). Ihre Geschäftsführer sind Felix Kovacs (Antenne Bayern-Gruppe) und Harald Gehrung (FFN-Gruppe).
Bis auf Metropol und die Musikplattform senden Programme der beteiligten Veranstalter bereits im landesweiten DAB+-Mux, darunter radio NRW mit dem neuen Jugendkanal Noxx. Dort sind alle 16 Plätze vergeben, auch wenn zwei für Teutocast zugelassene Stationen noch nicht aktiv sind.
Quelle: Presseinfo der LfM NRW vom 4.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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4.3.2022 • Südafrika: Analog-Antenne nur noch bis Ende März
Südafrika DVB-T2 Logo (DVB Project) Nach langen Verschiebungen wird das analogen Antennenfernsehen in Südafrika zum 31. März endgültig abgeschaltet und durch DVB-T2 ersetzt. Dies wird möglich, weil die Abdeckung der dgitalen Versorgung eine ausreichende Zahl von Haushalte erreicht, so Staatspräsident Cyril Ramaphosa. Er wies auch auf Fördermittel für die Anschaffung von Settopboxen hin, die an arme Haushalte abgegeben werden sollen.
Quelle: Presseinfo der Regierung vom 28.2.
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3.3.2022 • Digitalradio: Megaradio SNA musste abschalten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Hamburg, Hessen und Wien ist Megaradio SNA samt seinen Zulieferungen vom russischen Regierungssender SNA via DAB+ derzeit nicht zu hören. Das geht aus Hörermeldungen im Rundfunkforum hervor. Megaradio SNA stellt bis zu 50 Prozent seiner Sendezeit dem russischen Staatsmedium Sputnik gegen Bezahlung zur Verfügung. Zum Wiener DAB+-Mux teilt der Plattformanbieter mit: „Die Zulieferung beläuft sich auf 50% bis 100%.“
Die MABB hatte schon im Februar 2019 die Abschaltung von Megaradio SNA im Berliner DAB+-Angebot veranlaßt. Das Oberverwaltungsgericht war deren Argumenten gefolgt und hatte „Zweifel an der Veranstaltereigenschaft von MEGA Radio geäußert, da der Sender in einem hohem Maße finanziell von dem staatlichen russischen Medienunternehmen Rossiya Segodnya (Russland heute) abhängig sei“. Ohnehin ist Staatsrundfunk in Deutschland verboten, was auch für ausländische Sender unter Regierungskontrolle gilt. Die Medienanstalt HSH hatte im Dezember eine Megaradio SNA-Meldung über angebliche Todesfälle nach Corona-Impfungen beanstandet.
Gestern hatte die EU Sanktionen gegen „die in der EU stattfindenden oder auf die EU abzielenden Sendetätigkeiten von Sputnik und RT/Russia Today (RT English, RT UK, RT Germany, RT France und RT Spanish)“ beschlossen. Der Kreml nutze seine Medien während des Ukraine-Angriffs für „systematische Informationsmanipulation und Desinformation“ - auch um die Nachbarländer der Ukraine zu destabilisieren. Medienkampagnen richteten sich u.a. „gegen europäische politische Parteien – insbesondere zu Wahlzeiten –, die Zivilgesellschaft, geschlechtliche und ethnische Minderheiten in Russland, Asylsuchende sowie das Funktionieren demokratischer Institutionen in der EU und ihren Mitgliedstaaten“.
In den EU-Ländern sind die Medienbehörden für die Durchsetzung des Beschlusses zuständig. Astra hat bereits die RT-Kanäle auf seinen Satelliten abgeschaltet und Internetplattformen blockieren die Kanäle russischer Medien.
Nachtrag 1: Laut weiteren Meldungen ist Megaradio SNA auch im Schweizer Lokalmux Bern (Block 10A) abgeschaltet.
Nachtrag 2: Gegen das schon vor Kriegsbeginn ergangene Sendeverbot für seinen deutschsprachigen Ableger will das russische Staatsfernsehen RT DE mit einem Eilverfahren vorgehen, das beim Verwaltungsgericht Berlin beantragt wurde.
Quelle: Presseinfo der EU-Rats vom 2.3., Meldungen zu Schweiz, RT-Klage vom 4.3.
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3.3.2022 • Digitalradio: Erstmals über 2 Mio. DAB+-Heimradios verkauft
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 2021 wurden 2,1 Mio. stationäre DAB+-Radios in Deutschland verkauft. Im Vorjahr waren es 1,83 Mio. Stück. Hingegen sackte der Verkauf von Analogradios um 16 Prozent ab. Das teilt das Digitalbüro Deutschland und verweist auf den Handelsindex Hemix.
Die tatsächliche Verkaufszahl liege jedoch darüber, weil der Hemix u.a. Käufe aus dem Ausland und die Autoauslieferung ab Werk nicht erfaßt. Nach der europaweiten Einführung der Digitaltuner-Pflicht sind 94 Prozent der in Deutschland ausgelieferten Neuwagen mit DAB+ ausgestattet. Der Wert liegt unter 100 Prozent, weil Autoradios bei uns keine Pflichtausstattung sind.
Den Handelstrend wertet das Digitalradiobüro als „Ausdruck des Vertrauens, das Hörerinnen und Hörer dem Radio entgegenbringen. Gerade in besonderen Zeiten schätzen sie es als verlässliche Quelle für relevante Nachrichten, seriöse Informationen und Unterhaltung.“ laut Medienforschung ist der Hörfunk mit knapp 75 Prozent täglicher Nutzung das meistgenutzte Medium. Im Schnitt werden über den Tag rund 53 Mio. Menschen erreicht, die 260 Minuten Radio hören.
Quelle: Presseinfo von Digitalradiobüro vom 3.3. | Hintergrund: DAB+.
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3.3.2022 • Unterhaltungselektronik: Am Ende des Corona-Booms
gfu Nicht trotz sondern wegen der Pandemie verzeichnen die Branchen der Home Electronics in Deutschland im Jahr 2021 wieder eine positive Entwicklung. Für einen Ausriss sorgen nur die Fernseh-Geräte.
Der Gesamtmarkt der Marktsegmente Unterhaltungselektronik, privater Telekom- und Computertechnik und Heimelektro wuchs laut dem Branchenindex Hemix gegenüber 2020 um 3,1 Prozent auf 49 Mrd. Euro. Nachdem die Umsätze von 2019 auf 2020 um 11,6 Prozent auf 47,5 Mrd. Euro gestiegen waren, sieht Sara Warneke, Geschäftsführerin des IFA-Mitveranstalters gfu, den Höhepunkt der Corona-„Sonderkonjunktur“ überschritten.
Das zeigt vor allem der Negativ-Trend bei den Fernsehern. Dort sackten die Stückzahlen um 19,7 (!) Prozent auf knapp 5,8 Mio. ab. Dass die Umsätze nur um 6,8 Prozent auf rund 3,9 Mrd. Euro schmolzen liegt an dem um 16,1 Prozent auf 677 Euro gestiegenen Stückpreis. Das beruhe nicht etwa auf Preissteigerungen sondern auf dem Kaufverhalten, wehrt
Absatz und Umsätze von TV-Geräten 2021 (oben) und 2020. Gafiken (klickbar): gfu.
Warneke ab. Sie nennt beispielhaft den Trend zu größeren TV-Displays, hochwertige Smartphones, ActionCams und Gameskonsolen. Im Januar hatte Warneke auch den Chipmangel und unterbrochene Lieferketten mitverantwortlich für eine Teuerung gemacht.
Bei einer Vorabveröffentlichung Ende Januar hatte die gfu übrigens „knapp 5,9 Mio.“ Stück und einen Durchschnittspreis von 694 Euro genannt. So oder so liegen die Ergebnisse von 2021 trotz „Sonderkonjunktur“ weit unterhalb der von vor zehn Jahren: 2010 bis 2012 wurden jeweils mehr als 9 Mio. Fernseher pro Jahr verkauft.
Auf die Branchen der Consumer Electronics entfallen 31 Mrd. Umsatz-Euro und ein Umsatzplus von 2,5 Prozent. Wachstumstreiber waren u.a. Core Wearebles und Tablets. Die „braune Ware“ einschließlich der Fernseher verzeichnet ein Umsatz-Minus von 4,3 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Nicht nur bei den Fernsehern sind laut der von der Gfk betreuten Statistik gesunkene Stückzahlen wie auch gestiegene Durchschnittspreise zu verzeichnen.
Kommentar : Natürlich würde niemand behaupten, die Industrie hätte die Preise für Fernseher um 16,1 Prozent erhöht. Nein, verantwortlich sind die Verbraucher, denn sie kaufen u.a. OLED-Displays mit größeren Bilddiagonalen. Freilich: Nicht nur Größe geht ins Geld sondern auch Funktionen, die man kaum nutzt. Die man aber mit kaufen und bezahlen muss - vor allem betrifft das die 4k-Bildauflösung samt HDR. Man sieht im Handel kaum noch Anderes und ist gezwungen, aus dem vorhandenen Angebot zu wählen.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 3.3., Hemix-Daten 2022.
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1.3.2022 • Digitalradio: SLM bringt 37 DAB+-Programme auf den Weg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat der sächsischen Medienanstalt SLM hat heute die Zuweisungen für die fünf ausgeschriebenen DAB+-Sendegebiete entschieden. Alle 37 Radios, unter ihnen vier nichtkommerzielle Stationen, erhalten Zulassungen für zehn Jahre und bekommen Kapazitäten von 60 bis 72 Capacity Units.
Die große Zahl der Anbieter ermögliche einen wirtschaftlichen Betrieb in allen fünf neuen Multiplexen, so Medienrats-Präsident Markus Heinker. Nachdem „sich fast alle bereits über UKW im Freistaat zugelassenen kommerziellen und nichtkommerziellen Radioveranstalter“ an DAB+ beteiligen wollen, handele es sich um einen „wichtigen Meilenstein für die Digitalisierung des Hörfunks in Sachsen“. Heinker weiter: „Sie werden in naher Zukunft gemeinsam mit weiteren neuen Radioanbietern eine flächendeckende Versorgung der Hörerinnen und Hörer in Sachsen mit einer attraktiven privaten DAB+-Programmvielfalt sicherstellen.“
Vor dem Start müssen die Programmanbieter noch eine Aufgabe lösen, so die SLM: „Die Zulassungen erstrecken sich nicht auf die Modalitäten der technischen Bereitstellung der Übertragungskapazitäten. Hierfür ist eine gesonderte Vereinbarung zwischen dem jeweiligen Lizenznehmer (nach TKG: Inhalteanbieter) und den Betreibern der Sendeanlagen (§ 96 Abs. 1 TKG) erforderlich.“
Weil die Zahl der Interessenten unter der den vorhandenen Programmplätzen blieb, konnten alle Bewerber berücksichtigt werden. Hier eine Übersicht:
Landesweit : Oldie Antenne, DetektorFM, 89,0 RTL, Radio Galaxy Sachsen, Schlager Radio, Radio Teddy, Rundfunk-Kombinat Sachsen, Second Radio, JAM FM Sachsen.
Norden (Leipzig) : Energy Sachsen Leipzig, Antenne Sachsen Region Leipzig, Hitradio RTL Sachsen Region Leipzig, R.SA, MegaradioMix, Leipzig Beatz, Energy Leipzig, Radio PSR, Radio Blau, 90s90s, Mantelprogramm Sächsische Lokalradios, Peli One, Radio Leipzig, Radio Holiday.
Südwest (Chemnitz) : Antenne Sachsen Region Chemnitz/Erzgebirge, Antenne Sachsen Region Vogtland/Westsachsen. Radio Erzgebirge, Hitradio RTL Sachsen Region Chemnitz, Hitradio RTL Sachsen Region Vogtland/Westsachsen, R.SA, Energy Sachsen, Radio PSR, Radio Chemnitz, Energy Sachsen Chemnitz, Radio T, Radio Zwickau, 90s90s, Mantelprogramm sächsische Lokalradios, Vogtland Radio.
Osten (Dresden) : Lausitzwelle, Antenne Sachsen Region Dresden, Antenne Sachsen Region Lausitz, Hitradio RTL Sachsen Region Dresden, Hitradio RTL Sachsen Region
Die drei regionalen Ensembles ergeben eine zweite landesweite Bedeckung.
Grafik: SLM (klickbar).
Oberlausitz/Niederschlesien, R.SA, Radio PSR, Energy Sachsen, Radio Dresden, Radio Lausitz, Coloradio, 90s90s, Mantelprogramm Sächsische Lokalradios.
Dresden Stadt : Radio Dresden 2, Radio Dresden Eins, Lulu.FM, MegaradioMix, Coloradio, EgoFM, Peli One, Radio Holiday.

Hinweise : Die Interessenten konnten sich für mehrere Regionen bewerben. Daher sind Doppelnennungen möglich.

Im Ergebnis der heutigen Entscheidung zeichnet sich ab, das die Mehrzahl der heute in den Stadtmuxen Leipzig und Freiberg vertretenen Programme in die neue großflächigere Verbreitungsstruktur wechseln werden. Ähnlich ist die Situation für den bisher nicht gestarteten Stadtmux Chemnitz. Ob diese Small-Scale-Ensembles dann noch gehalten werden können, ist fraglich. Das Projekt, durch das R.SA beim MDR seit 2016 landesweit digital sendet, geht laut SLM-Beschluß „bis zu einer sachsenweiten Einführung von DAB+“; dieser Fall tritt mit dem Sendebeginn der drei regionalen Muxe ein.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 1.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, Small Scale in Sachsen.
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1.3.2022 • Digitalradio: Aufschaltungen in Berlin und Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit heute erweitern neue Programme das DAB+-Angebot in und um die Hauptstadt Berlin und für das Bundesland Hessen.
In Hessen startete um 12 Uhr Oldie Antenne, ein Ableger von Antenne Bayern, in den Multiplexen Nordhessen (Block 6A) und Rhein/Main (Block 12C). „Die Nachfrage nach zusätzlichen Verbreitungskanälen kommt aus unserer Hörerschaft“, so Antenne-Chef Felix Kovac. Die habe den Internetvorgänger Oldies but Goldies „zu Deutschlands erfolgreichstem moderierten Webradio auch außerhalb unseres Freistaats gemacht“. „Weitere DAB+-Kapazitäten streben wir an.“ Der Rhein/Main-Mux mit Frankfurt, Wiesbaden und Mainz, ist nun komplett belegt. Im Nordhessen-Ensemble sind fünf Pätze frei.
Um 15 Uhr schaltete ByteFM im Hauptstadt-Block 7B auf. Das werbefreie, durch Beiträge und Spenden finanzierte, Programm ersetzt Radio Germany One und sendet musikjournalistische Beiträge von rund 100 Journalisten zu vielen Themen. Damit ist der Berliner DAB+-Block komplett ausgebucht. Das gilt auch für den Berlin-Brandenburg-Mux (Block 12D); drei dort nicht genutzte Plätze wurden an Radio Holiday, Mega Radio Berlin und den Newcomer Großstadtradio vergeben.
Quelle: Presseinfo von Antenne Bayern vom 25.2. | Hintergrund: DAB+ in Berlin und Hessen.



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