Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv Januar 2022

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.
31.1.2022 • Digitalradio: Luxemburger Station für Bad Kreuznach?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der zu Jahresbeginn in Luxemburg neu gegründete private Websender Radio C plant nach eigenen Angaben einen Sendestart im Bad Kreuznacher DAB+-Versuchsmultiplex. Mit dem Plattformbetreiber sei man sich einig und erwarte nun die Entscheidung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz. Die Versammlung der MA RLP tagt aber erst am 28. März, so dass mit einem Sendestart nicht vor April zu rechnen wäre.
Zwei weitere Programme des Ensembles lassen seit etwa einem Jahr auf sich warten. Radio Musicstar will nach eigenen Angaben „noch vor Ostern“ für Bad Kreuznach senden und „in der zweiten Jahreshälfte 2022 auch in der Region Vorder- und Westpfalz“. Das Programm werde „in sogenannten Network-Home-Studios produziert“. Ebenfalls (noch?) nicht angetreten ist das Schellackradio Gramma.
Im Bad Kreuznacher-Ensemble (Block 12A) sind derzeit sieben Programme zu empfangen. Es handelt sich offiziell um einen bis laufenden Versuch mit kostengünstiger Sendetechnik nach dem Prinzip Software Defined Radio (SDR). Bei der MA RLP läuft gerade das Verfahren für einen Fünfjahres-Versuch nach dem SDR-Prinzip für vier Regionen, die zusammen eine landesweite Versorgung darstellen.
Quellen: Meldung von satnews vom 31.1. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, SDR in Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

30.1.2022 • UKW: Konzentrationsprozeß bei den NRW-Lokalradios?
Terrestrik Beginnt eine Konzentrationswelle bei den NRW-Lokalradios? Laut einer Meldung hat Aschendorff Medien zum Jahreswechsel das NRW-Lokalradio Kiepenkerl von der Coesfelder Lokalradio Betriebsgesellschaft übernommen, einer Tochter der Verlagsgruppe Westfälischer Anzeiger. Damit sind vier der fünf Lokalsender für das Münsterland unter einem Firmendach. Radio Kiepenkerl wird bereits von deren Schwesterfirma MMS vermarktet, die auch schon ein neues Logo im Aschendorff-Design zeigt.
Dass das gesetzlich verankerte Zweisäulen-Modell für die NRW-Lokalradios ins Wanken kommt, zeichnete sich seit Längerem ab. Der von der Medienanstalt LfM beauftragte Konzentrationsbericht hatte 2016 die Folgen der wirtschaftliche Misere der Lokalzeitungen auf deren Radio-Beteiligungen unterstrichen: „Von der deutlichen Tendenz zur Monopolisierung lokaler Zeitungsmärkte wird der Lokalfunk künftig wohl stärker betroffen sein.“ Der Folgebericht konstatiert: „Die Vielfalt des lokaljournalistischen Angebots ist aber nochmals zurückgegangen“. Dies betraf zwar die lokalen Zeitungen, aber die Lokalradios sind über ihre Betriebsgesellschaften von den Verlagen wirtschaftlich abhängig. Sparmaßnahmen gingen laut LfM bisher auf Kosten der freiberuflichen Journalisten - letztlich also zulasten der Vielfalt und Qualität der Berichterstattung.
Das Zweisäulenmodell (Grafik: LfM) setzt Veranstaltergemeinschaften von Vertretern lokaler Institutionen als Programmmacher ein. Betriebsgesellschaften unter Führung der Presseverlage finanzieren das und profitieren von Gewinnen. Wirtschaftliche Schwierigkeiten dieses Anfang der 1990er Jahre eingeführten Konstrukts wurden spätestens vor einem Jahr deutlich, als die Funke-Mediengruppe (über ihre Radiotochter Westfunk) Radio Ennepe Ruhr mangels Profitabilität in die Insolvenz schicken wollte. Der Sender konnte nur erhalten werden, weil die anderen Verlage über ihre gemeinsame Gesellschaft Radio NRW den weiteren Betrieb ermöglichten.
Die Probleme sind nicht erst seit 2016 bekannt, werden aber immer deutlicher. Neben den wirtschaftlichen Fragen gehört dazu auch die vehemente Ablehnung der Lokalradios, an einem geeigneten DAB+-Konzept mitzuwirken. Eine Adhoc-Kommission der LfM hatte im vergangenen Mai die Player des Lokalfunks aufgefordert, sich „uneingeschränkt und langfristig zur Stärkung der lokalen Vielfalt und zum Erhalt der redaktionellen Qualität im Lokalfunk NRW (zu) verpflichten“. Alle Beteiligten sind „für sich und ihr eigenes Wirken sowie den Gesamterfolg des Systems in der Zukunft maßgeblich selbst verantwortlich. Die notwendige Kraft zum Wandel könne dabei nur aus dem System selbst heraus entstehen“, fordert der Bericht der Kommission die Eigenverantwortung aller Player ein.
Quelle: Meldung von Radiowoche vom 30.1. | Hintergrund: Zweisäulenmodell (LfM); NRW-Lokalradios, DAB+ in NRW.
Zum Seitenanfang

28.1.2022 • Thailand: DAB+-Testprojekt wird erweitert
Das 2020 in Thailands Hauptstadt Bangkok begonnene Testprojekt wird jetzt erheblich erweitert. Zehn neue Sendeanlagen sollen laut der Medienbehörde NBTC in Kooperation mit der Armee die Versorgung regionaler Zentren im Lande mit nationalen und lokalen Multiplexen ermöglichen. Zu den genannten Gebieten gehört auch der touristische Anziehungspunkt Phuket. Über die Möglichkeit weiterer Tests von Features hinaus soll DAB+ im ganzen Land bekannt gemacht werden und Programmanbieter sollen einsteigen. Das soll durch eine Werbekampagne flankiert werden. DAB+ soll laut NBTC dabei helfen, eine umweltfreundliche wie auch wettbewerbsfähige Radiolandschaft zu sichern.
Quelle: Beitrag auf RadioInfo Asia vom 26.1. | Hintergrund: DAB+ in Thailand.
Zum Seitenanfang

27.1.2022 • Digitalradio: Polnischer Sender für Berlin/Brandenburg?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Polens Radio Szczecin will ein neues Programm Radio Yaxa für Polen in deutschen Grenzregionen über DAB+ ausstrahlen. Der polnische Rat der Nationalen Medien stimmte am 18. Januar einer Satzungsänderung zu, um der öffentlich-rechtlichen Regionalstation ein auf Migranten in Deutschland orientiertes Programmkonzept zu ermöglichen. Neben Anderem gibt es aber juristische Aspekte, die dieser Absicht entgegenstehen.
Der Sender soll sich in polnischer Sprache an 40.000 Pendler und bis zu 180.000 polnische Migranten in den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern richten, so Wojciech Wlodarski, der Geschäftsführer von Radio Szczecin. Sie sollen aus polnischer Sicht u.a. über Aktuelles aus den Bundesländern informiert werden.
Der Stationsname spielt auf den slawischen Fürsten Jaksa von Miechow an, der in der Berliner Geschichte des 12. Jahrhunderts als Jacza von Köpenick bezeichnet wird. Auf ihn u.a. geht die Berliner Schildhorn-Sage zurück.
Realitätsnähe oder Wunschdenken? Auslandsprogramme des polnischen Rundfunks werden aus dem Staatsetat finanziert. Ein solcher „Staatsrundfunk“ steht deutschem Recht entgegen, wie derzeit das russische staatliche Auslandsfernsehen RT zur Kenntnis nehmen muss.
Zudem ist DAB+ in Berlin und Brandenburg (Blocks 7B, 12D) nach den jüngsten Zuweisungen durch die MABB ausgebucht. Die Idee eines dritten Muxes hatte die MABB im Sommer 2021 zurückgewiesen. Ein Privatradio-Mux für Mecklenburg-Vorpommern steht ohnehin nicht in Aussicht.
Ungeachtet dessen behauptet Wlodarski, mit einer Ausschreibung der MABB sei zu rechnen. Mutig kündigt er - unter Vorbehalt der Zustimmung der MABB - den Sendestart schon mal für das 4. Quartal 2022 an.
Der Beitrag verweist auch auf eine Reihe rechtlicher Unklarheiten, darunter die weitgehenden Einflußmöglichkeiten des nur fünfköpfigen Rats Nationaler Medien auf die öffentlich-rechtlichen Sender des Landes.
Quelle: Bericht von radioszene vom 27.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
Zum Seitenanfang

27.1.2022 • Unterhaltungselektronik: TV-Verkauf fällt auf Allzeittief (2)
gfu Auch der Branchenverband gfu, Veranstalterin der Berliner Funkausstellung, bestätigt den dramatischen Rückgang beim TV-Verkauf im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf nur 5,9 Mio. Stück. Diesen habe man trotz erheblicher Preiserhöhungen nicht ausgleichen können. Der Rückgang sei nach dem Pandemie-Boom von 2020 erwartet worden.
Obwohl der Durchschnittspreis um immerhin 16 Prozent auf 694 Euro „deutlich“ erhöht wurde, gingen die Umsätze der Produktgruppe im Vergleich mit 2020 um 7 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro zurück. Das sei gegenüber 2019 aber ein Plus von 10 Prozent, gewinnt der Verband den Umsätzen (im Gegensatz zur Stückzahl) eine Aufwärtsbewegung ab. gfu-Geschäftsführerin Sara Warneke begründet den höheren Durchschnittspreis mit Chipmangel, unterbrochenen Lieferketten und einem Trend „zu größeren oder besser ausgestatteten Geräten“.
Displays mit über 55 Zoll sind mit über 65 Prozent am Umsatz beteiligt. Geräte mit OLED-Schirmen spülten bei einem Durchschnittspreis von über 1.600 Euro etwa eine Mrd. Euro in die Kassen des Handels, was den Umsatzrückgang etwas bremste.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 27.1.
Zum Seitenanfang

25.1.2022 • Digitalradio: Rechtsstreit verzögert 2. Hamburg-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Start des zweiten Hamburger DAB+-Multiplexes läßt weiter auf sich warten. Angesichts eines laufenden Rechtsstreits sei der am 1. März geplante Sendestart nicht möglich, informiert eine Sprecherin der Medienanstalt MA HSH auf Anfrage von dehnmedia.
Hintergrund ist eine Klage von Uplink Network beim Verwaltungsgericht Schleswig gegen die Vergabe der Sendeplattform an den Mitbewerber Media Broadcast. Die Klägerin habe zugleich beantragt, die „aufschiebende Wirkung“ anzuordnen, um den medienrechtlich möglichen kurzfristigen Sendebeginn zu verhindern. Wann das Gericht darüber und in der Hauptsache entscheidet, sei derzeit nicht abzusehen, heißt es aus der MA HSH.
Die Sprecherin bestätigte auch, dass FFN Bollerwagen und ByteFM einen Platz im zweiten Hamburg-Mux haben. Gleichwohl müssen beide - ebenso wie die bereits bekannten Anbieter Radio Teddy, Radio Holiday, Nordseewelle, Ostseewelle und Harbour Town Radio - den Ausgang des Rechtsstreits abwarten. Wie weiterhin bestätigt wurde, wird Oldie Antenne den Programmplatz von 917xfm im ersten DAB+-Multiplex der Hansestadt übernehmen.
Keine Rede von DAB+ ist hingegen, was das neue OK Radio betrifft. Das Musik-Spinoff von Hamburg Zwei starte nach Informationsstand der MA HSH nur als Webradio.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hamburg.
Zum Seitenanfang

25.1.2022 • Unterhaltungselektronik: TV-Verkauf fällt auf Allzeittief (1)
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Nach Angaben der Deutschen TV-Plattform, die sich auf die gfu Marktforschung beruft, wurden 2021 nur „5,9 Mio. Fernsehgeräte in Deutschland verkauft“. Das liegt noch unterhalb des Tiefs von 2016. 2020 hatte die gfu-Marktforschung 7,4 Mio. Stück einem Corona-Boom zu verdanken. Höchstwerte wurden zuletzt 2011/2012 mit 9,4 bzw. 9,5 Mio. Stück gemeldet.
Mangels Masse verlegt sich der Lobbyverband auf die Propagierung des Anteils von „smarten“ Produkten (Grafik klickbar) von 94 Prozent (+5 Prozent, 5,5 Mio. Stück). Der Verkaufsanteil von Produkten mit UHD-Displays stieg 2021 auf 4,5 Mio. Stück bzw. 75 Prozent. Die meisten Geräte unterstützen „nahezu alle mindestens ein Verfahren für High Dynamic Range (HDR)“ von denen knapp 80 Prozent über dynamische HDR-Verfahren verfügen. Seit Einführung des UltraHD-Standards seien in Deutschland 23,8 Mio. geeignete Fernseher verkauft worden. Displays ab 55 Zoll Diagonale mit 2,5 Mio. bzw. 44 Prozent der Verkäufe tragen weiter einen Großteil des Marktes.
Quelle: Presseinfo der TV-Plattform vom 25.1.
Zum Seitenanfang

22.1.2022 • UKW: 11 Bewerber wollen gemeinsam ein Programm machen
Elf Antragsteller wollen nach Verständigungsgesprächen die zweite NRW-weite UKW-Senderkette mit 27 Frequenzen einem gemeinsamen Programm belegen. Das teilt die Medienkommission der LfM mit.
Die vorliegende Absichtserklärung sei „ein bisher einmaliger Vorgang bei der Vergabe einer einzelnen UKW-Frequenz-Kette“. Die Veranstalter planen ein jugendorientiertes Programm, das eine zu gründende „gemeinsame Unternehmung mit verschiedenen Gesellschaftern und unterschiedlichen Gesellschaftsanteilen“ betreiben soll. Bis zum Sendebeginn wird es wohl aber noch dauern: Die Medienkommission will im Frühjahr den Antrag bestätigen. Danach ist das Projekt den Wettbewerbsbehörden vorzulegen.
Ihm sei „kein vergleichbarer Fall von einem solch kollektiv-konstruktiven Verhalten“ bekannt, so LfM-Direktor Tobias Schmid. Hinsichtlich des Betriebs von DAB+-Multiplexen gab es in jüngster Zeit mehrere Allianzen: U.a. verantworten Divicon Media und Uplink Network Bau, Betrieb und Wartung des landesweiten DAB+-Muxes NRW für den Plattformbetreiber, eine Tochter von Media Broadcast.
Mit dabeisein wollen einige Veranstalter, die mit ihren eigenen Programmen kürzlich im landesweiten DAB+-Ensemble starteten. Dazu zählen Antenne NRW, FFN NRW, Kiss FM, NiedersachsenRock 21, Radio NRW, Radio Teddy und Studio Gong NRW. Weitere Gesellschaftsanteile wollen Arabella NRW, Metropol FM, Rock Antenne und die Plattform für regionale Musikwirtschaft (FluxFM) übernehmen.
Nachtrag : Nach weiteren Informationen zielt das Programm auf die junge Hörerschaft. Antenne NRW und Radio NRW wollen mit je um 25 Prozent die größten Gesellschaftsanteile übernehmen. Als Konkurrent werden jedoch die Stimmrechte von Radio NRW beschränkt. An den durch Radio NRW vertretenen Lokalfunk des Landes sollen 20 Prozent der Gewinne abgeführt werden.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 21.1., Meldung von Radioszene vom 21.1.
Zum Seitenanfang

22.1.2022 • Medienanstalten: Schmid will 2. Amtszeit als LfM-Direktor
Die Medienkommission der NRW-Medienanstalt LfM schreibt die Direktorenstelle aus. Amtsinhaber Tobias Schmid, seit 2016 im Amt, will sich um eine zweite sechsjährige Amtszeit ab Anfang 2023 bewerben. Vor seiner Wahl war er Cheflobbyist von RTL Deutschland. Bewerbungen werden bis zum 28. Februar angenommen. Der Medienrat will am 8. April wählen.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 21.1. | Hintergrund: Parteien und Medienanstalten.
Zum Seitenanfang

21.1.2022 • Bulgarien: DAB+-Einführung braucht Gesetzesänderungen
Die Einführung von DAB+ in Bulgarien stößt weiter auf Hindernisse. Einer Mitteilung des nationalen Radioverbandes ABBRO ist zu entnehmen, dass bei einem Treffen von Behörden und Radiounternemen Einigkeit über die Notwendigkeit der Festlegung politischer Grundsätze und einer gesetzlichen Regelung zur Vergabe von Lizenzen herrschte. Während einer Fachveranstaltung bot der Verband den Behörden an, einen Einführungsfahrplan erarbeiten und ihnen Informationen über das Vorgehen in anderen europäischen Ländern zukommen zu lassen.
Dem ging ein langjähriges Hickhack voraus, während dem die Behörden beschuldigt wurden, sich passiv zu verhalten und DAB+ zu blockieren. Eine Änderung gab es offensichtlich erst, nachdem 14 Sender an einem im März 2020 begonnenen Testbetrieb im Raum Sofia teilgenommen hatten. Daraufhin begann die Medienbehörde CRC im September 2021 eine Konsultation zum Interesse an zwei nationalen und bis zu zehn regionalen Sendegebieten.
Quelle: Info von ABBRO vom 19.1., DAB+-Büro | Hintergrund: DAB+ in Bulgarien.
Zum Seitenanfang

20.1.2022 • Digitalradio: BHeins ab dem 15. Februar wieder auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 BHeins kehrt am 15. Februar nach längerer Abwesenheit auf DAB+ zurück und wird im Zweiländer-Ensemble (Block 12D) ausgestrahlt. Der Sender war 2014 als Babelsberg Hitradio auf DAB+ (Block 7B) gestartet, hatte sich aber ab Ende 2016 terrestrisch auf UKW beschränkt.
Das Potsdamer Lokalradio übernimmt den Platz von Rockland. Die Musikwelle der Magdeburger VMG-Gruppe war zur IFA 2018 in dem damals neuen Zweiländer-Ensemble auf Sendung in der Hauptstadtregion gegangen. Kürzlich wurde die eigentlich bis Ende Januar 2025 laufende Zuweisung zu Ende 2021 zurück gegeben und abgeschaltet.
Im November hatte der MABB-Medienrat für den Block 12D drei weitere Zuweisungen ausgesprochen: Zumindest Großstadtradio und Mega Radio Berlin sind neue Programme, die ersteinmal konzeptionell entwickelt und dann technisch vorbereitet werden müssen. Der Starttermin von Radio Holiday ist offen. Eine weitere Änderung steht ihm Berliner Block 7B bevor: ByteFM wird Radio Germany One (ein Schwesterkanal von Holiday) ersetzen.
Quellen: Homepage BHeins am 20.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
Zum Seitenanfang

20.1.2022 • Digitalradio: BLM schreibt regional und lokal aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Entsprechend der Beschlüsse des BLM-Medienrats vom 16.12. über die Zukunft lokaler und regionaler DAB+-Sendenetze hat die Medienanstalt Bayerns jetzt drei Ausschreibungen veröffentlicht, denen weitere Informationen über die Entwicklung der Multiplexe zu entnehmen sind. Bewerbungen werden bis zum 15. Februar angenommen. Es handelt sich um folgende Programmplätze:
München
(Block 11C)
Ein Programm mit 60 CU und Fehlerschutz EEP 3A (Nettodatenrate 80 kbit/s inkl. FEC).
2022 soll der Sender Isen mit 4 kW ans Netz gehen; später könnte „voraussichtlich“ der schon vor Längerem genannte Standort Fürstenfeldbruck (Schöngeising) dazu kommen. Das Netz hätte dann vier Senderanlagen.
Voralpen
(Block 7A)
80 CU für ein Programm mit Fehlerschutz EEP 2A (Nettodatenrate 80 kbit/s inkl. FEC).
2022 soll die Senderanlage Tegernsee/Wallberg mit 1 kW ans Netz gehen; weitere nicht genannte Standorte mit kleiner Sendeleistung könnten folgen. Das Ensemble wird „auf Grund der geplanten Netzentwicklung“ später auf EEP 3A umgestellt. Der Mux heißt jetzt „Oberbayern Süd“.
Allgäu
(Block 8B)
Für diesen Programmplatz stehen 72 CU mit Fehlerschutz EEP 2A (Nettodatenrate 72 kbit/s inkl. FEC) zur Verfügung.
Die Inbetriebnahme des Senders Ulm mit 10 kW wird von 2024 auf das 2. Halbjahr 2022 vorgezogen. Das Ensemble versorgt auch fünf Landkreise in Baden-Württemberg mit mindestens 75 Prozent der Bevölkerung. Es wird jetzt als Mux „Allgäu-Donau-Iller“ geführt.
In den von der BLM-Tochter BDR betriebenen Stadt- und Lokalnetzen wird ab dem 1. April ein Platz durch den Wechsel von Arabella Bayern in die Regionalmuxe des Bayerischen Rundfunks frei. Die avisierten Netzerweiterungen sollen eine „annähernde Vollversorgung“ der Sendegebiete erreichen. Der Netzausbau erfolge in Abstimmung mit dem Veranstaltern (also nur, wenn diese das wünschen und bezahlen).
Der Medienrat hatte im Dezember weiterhin beschlossen, einige durch den Wechsel von Arabella frei werdende Sendeplätze nicht auszuschreiben. Einige dieser Ressourcen sollen zur Optimierung des Fehlerschutzes der aktiven Programme verwendet werden.
Quellen: Ausschreibungen Allgäu, München, Voralpen vom 18.1. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
Zum Seitenanfang

19.1.2022 • Digitalradio: FFN-Bollerwagen will in 3 Ländern digital rollen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach dem NRW-Start Ende Oktober kündigt FFN für seinen Ableger Radio Bollerwagen die weitere Expansion an.
Laut dem eigenen Facebook-Auftritt der Partymusikwelle will man „bald auch auf DAB+ in Hessen, Hamburg und Niedersachsen“ hörbar werden. Allerdings scheint eine Novelle des niedersächsischen Mediengesetzes eine Voraussetzung zu sein, bevor über die Staatskanzlei eine Frequenz angefordert und eine Ausschreibung veröffentlicht werden können. „Ein realistischer Termin für die Inbetriebnahme wäre dann Ende 2022/Anfang 2023“, kommentierte die Landesregierung im Juli vor dem Landtag,
nachdem die Medienanstalt NLM die Novellierung abwarten wolle. Wegen eines laufenden Rechtsstreits ist auch für Hamburg ein Sendestart nicht absehbar.
Quelle: Radio Bollerwagen, Landtags-Protokoll (Top 2) vom 14.7.2021 | Hintergrund: DAB+ in Hamburg, Hessen, Niedersachsen.
Zum Seitenanfang

18.1.2022 • Digitalradio: Zwei bundesweite Radio-Zulassungen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Zulassungskommission der Landesmedienanstalten ZAK hat die bundesweite Verbreitung zweier weiterer Radioprogramme befürwortet. Das alternative Musikradio ByteFM bekommt in seiner Heimatstadt Hamburg ab Februar eine eigene UKW-Frequenz mit Landesfenster. In Berlin wird der Start auf DAB+ vorbereitet und offenbar ist noch mehr geplant, so dass die bundesweite Zulassung bei der MA HSH beantragt wurde.
Über das Konzept für das neue Supercircusradio wurde bisher nichts bekannt gemacht. Veranstalterin ist die erst kürzlich gegründete Leipziger Medienfirma Beringer GmbH, die bei der Medienanstalt SLM beantragt hat. Spekuliert werden darf über eine Beteiligung an den jüngsten Ausschreibungen für Sachsen.
Quellen: Liste der abgeschlossenen ZAK-Verfahren vom 18.1. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Sachsen.
Zum Seitenanfang

18.1.2022 • Rundfunkrecht: Landes-CDU will Das Erste loswerden
Die Bundesländer veranstalten derzeit eine Konsultation zur geplanten Novelle des Medienstaatsvertrages und zum Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender. Die CDU Sachsen-Anhalt meldet sich dabei mit einem Statement zu Wort, dass selbst die Forderungen des Privatfunkverbandes Vaunet weit hinter sich lässt.
Das im Novellen-Entwurf vorgesehene Entscheidungsrecht der Sendergremien über die Existenz der TV-Spartenkanäle von ARD und ZDF überholen die Medienpolitiker der CDU Sachsen-Anhalts in rechtspopulistischer Manier. Eine Äußerung von Medienstaatssekretär Rainer Robra, Das Erste „als eigenständigen Kanal abzuschaffen“, wurde vom medienpolitschen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Markus Kurze ausdrücklich als „Fernziel“ bestätigt, weil man es „politisch derzeit nicht umsetzen“ kann. Kurze behauptet, „dass im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oft Minderheitenmeinungen stärker vorkommen als die Meinung der Mehrheit“ und nennt dazu die Befürworter von mehr Klimaschutz. Die CDU-Landtagsfraktion flankierte ihre Parteifreunde mit der Verlautbarung, ihr aktueller Medienbeschluß beinhalte nicht etwa die „jetzige Abschaltung des Ersten“ (Hervorhebung dehnmedia). Neu ist diese Strategie nicht: 2016 forderte Horst Seehofer (CSU) unter dem Vorwand der Beseitung von Doppelstrukturen „die Zusammenlegung von ARD und ZDF unter einem Dach“ - dem des ZDF.
Die CDU Sachsen-Anhalts untermauert einmal mehr ihren traurigen Ruf als medienpolitische Rechtsaußen-Populisten: Um einen Abstimmungserfolg der AfD im Landtag (gemeinsam mit der CDU-Fraktion) zu verhindern hatte Ministerpräsident Haseloff (CDU) die Erhöhung des Rundfunkbeitrages ab Januar 2021 selbst blockiert, um seine schwarz-rot-grüne Koalition zu retten. Damit erreichte die AfD ihr Ziel ohne eigenes Zutun. Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Blockade später für rechtswidrig und strafte Haseloff & Co. öffentlich ab.
Fast zurückhaltend wirken dagegen die Forderungen des Privatfunkverbandes Vaunet. Dieser wiederholt die Forderung nach drastischer Reduzierung von Werbung und Sponsoring in den öffentlichen-rechtlichen Programmen und verlangt „eine weitere erkennbarere Unterscheidbarkeit von den privaten Angeboten“ - sprich die Reduzierung populärer Themen und Formate aus Unterhaltung, Sport etc. durch gesetzliche Vorgabe. Ein Recht für Sendergremien, über die Existenz der TV-Spartenkanäle zu entscheiden, lehnt der Verband ab. Dann würden die Sender selbst in „das Wettbewerbsverhältnis zu den privaten Medien“ eingreifen. Das soll weiter den Bundesländern vorbehalten, also politisch regelmentiert, bleiben.
Bis zum 14. Januar wurden 2.600 Stellungnahmen zum Entwurf des „Medienänderungsstaatsvertrages“ (MÄStV) abgegeben.
Quelle: Meldung von infosat vom 18.1., Presseinfo von Vaunet vom 17.1. | Hintergrund: Zukunft der TV-Sparten, Strukturdebatte.
Zum Seitenanfang

17.1.2022 • Digitalradio: Oldie Antenne ab 1.2. in drei Bundesländern
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Antenne Bayern will seine Nostalgiewelle Oldie Antenne am 1. Februar in NRW (Block 9D), im Saarland (9C) und in Hamburg (10D) aufschalten lassen. Das kündigt der Nachfolger des bisherigen Webradiosenders Oldies but Goldies auf seiner Website an.
In Hamburg wird dadurch 917xfm ersetzt, an dem Antenne Bayern beteiligt war. Oldie Antenne hat eine bundesweite Zulassung. Dass das keinen Automatismus bedeutet zeigt die Vergabe für Berlin/Brandenburg, bei der u.a. die Anträge für Oldie Antenne und
einen Berlin-Ableger des Schwestersenders Rock Antenne nicht berücksichtigt wurden.
Quellen: Meldung von Oldie Antenne vom 17.1. | Hintergrund: DAB+ in NRW, Hamburg und im Saarland.
Zum Seitenanfang

16.1.2022 • HbbTV: ARD bringt alle Digitaltexte auf eine Plattform
Die ARD will die HbbTV-Textangebote des Ersten und der neun Landesrundfunkanstalten auf einer technischen Plattform zusammenführen. Basis ist der Interaktiv-Standard HbbTV, der die traditionellen TV-Verbreitungswege mit dem Internet verbindet. Aus ARD-Sicht schafft die Zentralisierung der Videotext-Angebote Synergien und trägt zur Reduzierung von Kosten bei.
Eine einheitliche Benutzeroberfläche erleichtert den Zuschauern die Navigation. Die einzelnen Angebote werden schrittweise in das neue System aufgenommen. die VT-Inhalte von BR und RBB sind bereits integriert. Im ersten Quartal sollen die Angebote des NDR und der ARD folgen.
Die neue Plattform ist im ARD-Playoutcenter in Potsdam angesiedelt. Gleichwohl kann jede Landesrundfunkanstalt ihre Inhalte konfigurieren. Die Hamburger Softwarefirma Teravolt entwickelte die Technik, mit der die VT-Seiten aus diversen Quellen zusammengefasst, vereinheitlicht und in das HbbTV-System eingespielt werden.
Die Nutzung ist mit Empfangsgeräten möglich, in denen HbbTV implementiert ist und die ans Internet angeschlossen sind.
Quelle: Presseinfo von Teravolt vom 10.1. | Hintergrund: HbbTV und DVB-T2 HD, Hybrid-TV.
Zum Seitenanfang

14.1.2022 • Digitalradio: Sportradio NRW will ab 4. Februar senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Sportradio NRW will am 4. Februar im DAB+-Ensemble NRW (Block 9D) auf Sendung gehen. Es handelt sich um die 13. von 16 Stationen, die Zuweisungen für den von der Media Broadcast-Tochter Audio Digital betriebenen landesweiten Multiplex haben.
Der Spartensender ist ein Ableger von Sportradio Deutschland (Bundesmux 2) für das Bundesland. Der Veranstalter, die Leipziger Teutocast, plant zwei weitere DAB+-Sender für das Bundesland. Dort steht noch der Sendestart der Oldie Antenne, eines Spartensenders von Antenne Bayern, aus.
Quellen: Meldung von Infosat vom 13.1. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
Zum Seitenanfang

12.1.2022 • Belgien: RTBF plant UKW-Ausstieg bis 2027
RTBF, die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt für Wallonien, den französischsprachigen Teil Belgiens, will die analoge Radioverbreitung über UKW bis 2027 abbauen. Das ist Teil eines neuen Strategiekonzepts, das auf einen digitalen Wandel setzt, um mehr jüngere Menschen zu erreichen.
Ende 2020 hatten 20 Prozent der wallonischen Bevölkerung ein DAB+-Radio und etwa 80 Prozent war das digitale Sendeverfahren bekannt. Der Anteil digitaler Plattformen (DAB+, Streaming, Digital-TV) am Radiokonsum lag zeitgleich bei rund 50 Prozent.
Die neue Strategie schließt auch den Ausstieg aus der digitalen TV-Terrestrik bis 2027 ein; stattdessen wird auf IPTV gesetzt.
Quelle: Meldung von radioworld vom 6.1. | Hintergrund: DAB+ in Belgien.
Zum Seitenanfang

11.1.2022 • Österreich: Lulu.FM bereichert Großraum Wien ab Samstag
Der Kölner Sender Lulu.FM nimmt am Samstag (15.1.) um 9 Uhr den Sendebetrieb im Wiener DAB+-Ensemble auf. „Österreichs Hauptstadt und größte Metropole, mit seiner vielfältigen und offenen queeren Szene, bekommt damit ein LGBTIQ-Radio, dass für queere Vielfalt, Hörbarkeit und Sichtbarkeit in der österreichischen Radiolandschaft sorgt“, wird dazu mitgeteilt.
Lulu.FM geht davon aus, dass bereits rund 500.000 Einwohner das Programm empfangen können. Der Wiener DAB+-Mux sendet vom Standort DC Tower mit 13 kW Leistung im Block 11C. Versorgt wird der Großraum der österreichischen Hauptstadt samt Teilen Niederösterreichs und bis in die Slowakei hinein, so Lulu.FM.
Quelle: Presseinfo von Lulu.fm vom 11.1. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
Zum Seitenanfang

10.1.2022 • Österreich: Welle1 schaltet über DAB+ auf Wien um
Welle1, seit fast genau einem Jahr mit einem Musikprogramm im nationalen DAB+-Mux des Nachbarlandes auf Sendung, verbreitet seit heute ihr neues Programm für Wien auch über das nationale DAB+-Netz.
Hintergrund ist der heutige Start der UKW-Verbreitung in der Hauptstadt mit dem für Wien gebauten Inhalten. Die UKW-Lizenz hat Welle1 zwar schon seit 2017. Jedoch wurde der Sendebeginn durch die Klage eines unterlegenen Bewerbers bis jetzt verzögert.
Quelle: Bericht von radiowoche vom 10.1. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
Zum Seitenanfang

9.1.2022 • England: Nationale DAB-Muxe werden bis 2035 verlängert
Die britische Regierung hat der Medienbehörde Ofcom gestattet, Lizenzen für die beiden nationalen DAB-Multiplexe bis Ende 2035 zu verlängern. Die Entscheidung erfolgt im Ergebnis einer von Juli bis September 2021 durchgeführten Konsultation.
Die Presseinfo nennt 46 Radiostationen, denen damit eine längere Perspektive geboten werden soll. Multiplex Digital One (Lizenz endet im November 2023) Sound Digital (März 2028) bleiben damit Betreiber der nationalen Ensembles.
Die Regierung wurde aktiv, weil Ofcom aus rechtlichen Gründen diese Lizenzen nicht selbst verlängern darf. Die öffentlich-rechtliche BBC unterliegt anderen Gesetzen und ist nicht betroffen.
DAB ist nach Stand 3. Quartal 2021 mit 43 Prozent der Hörzeit meistgenutzter Radio-Verbreitungsweg in England. Auf andere digitale Ausspielwege entfallen zusammen weitere 23 Prozent. 90 Prozent der Briten nutzen den digitalen Radioempfang.
Quelle: Presseinfos des Digitalministeriums zu Lizenz und Konsultation vom 5.1. | Hintergrund: DAB+ in England.
Zum Seitenanfang

3.1.2022 • Digitalradio: Rockland räumt Platz in Berlin/Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rockland hat am Wochenende wie angekündigt seinen Platz im Berlin-Brandenburger Block 12D geräumt. Der Veranstalter hatte die eigentlich bis 2025 gültige Zuweisung zum Jahreswechsel zurückgegeben. Die Musikwelle der Magdeburger VMG-Gruppe war zur IFA 2018 in dem damals neuen Zweiländer-Ensemble auf Sendung in der Hauptstadtregion gegangen. In Sachsen-Anhalt (Block 11C) und Leipzig (Block 6C) sendet Rockland weiter.
Für den Block 12D werden vier Programme erwartet; Termine für die Aufschaltungen sind jedoch nicht bekannt. Es handelt sich um den Newcomer Großstadtradio, Radio Holiday (The Radio Group), Mega Radio Berlin (Mega Radio hatte eine frühere Zuweisung nicht wahrgenommen) und das Potsdamer BHeins (war von 2014 bis 2016 auf DAB+).
Eine weitere Änderung für die Hauptstadtregion, ebenfalls noch ohne Termin, ergibt sich aus den November-Beschlüssen der MABB: Im Berliner Block 7B steigt Germany One aus; das Schwesterprogramm von Radio Holiday wird durch ByteFM ersetzt.
Quellen: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
Zum Seitenanfang

2.1.2022 • Digitalradio: Bilanz 2021 - Ausblick 2022
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zehn Jahre nach dem Neustart der digitalterrestrischen Radioverbreitung führt kein Weg mehr an DAB+ vorbei. Das belegen die Einschalt- und Verkaufszahlen und das Programmangebot, das bis Ende 2021 auf rund 300 Kanäle unterschiedlichsten Charakters anwuchs. Rund 100 davon werden ausschließlich digital verbreitet - also über DAB+ und das Internet.
In der Konsequenz können auch bisher zurückhaltende Privatradios nicht mehr abseits von DAB+ agieren: 2021 haben neue Länder-Multiplexe für kommerzielle Stationen im größten Bundesland NRW, dem Saarland und Thüringen den Sendebetrieb begonnen. Weitere neue landesweite und regionale Netze für private Radiosender sind in Vorbereitung. Weit voran ist Bayern, wo jetzt alle UKW-Privatradios ihren Platz auf DAB+ haben. Für die Flächen-Bundesländer planen die ARD-Anstalten weitere Sendeanlagen ein, um letzte Lücken zu schließen und den Indoor-Empfang ihrer Programme zu sichern. Der Geräte- und Hörermarkt wird durch die Präsenz der Privatradios in weiteren Bundesländern und durch die europaweite Hybridtuner-Pflicht vorangebracht.
Bedenklich scheinen allerdings Programmkonzepte, die das Radio zur automatisierten Diskothek verkommen lassen und deren Betreiber auf kostengünstigen personalarmen Betrieb setzen, und auf schnelle Gewinne trotz eher geringer Werbeumsätzen spekulieren. Sie schreiben nicht nur das Prinzip jeglicher Medienarbeit - die Kombination von Information und Unterhaltung - in den Wind. Statt diese Tradition und die Vorzüge des Mediums (u.a. die schnelle Reaktion auf Ereignisse) weiter zu entwickeln koppelt man die Hörer vom Geschehen in Deutschland und der Welt ab. In diesen dramatischen Zeiten, wo kompetente Information eine hohe Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft hat, ist das nicht nachvollziehbar.
Einen ausführlichen Rückblick auf die Ereignisse von 2021 und eine Vorausschau auf 2022 gibt ein umfangreicher neuer Beitrag.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Deutschland vom 15.12. | Hintergrund: DAB+ - Bilanz und Ausblick.
Zum Seitenanfang

2.1.2022 • DVB-T2 HD: FreenetTV lässt SD-Versionen rotieren
Unter der Kennung „Jetzt testen in SD“ wirbt Plattformbetreiber Media Broadcast weiter für sein gleichnamiges kostenpflichtiges Terrestrik-Paket mit HDTV-Kanälen der Privatsender FreenetTV.
Ein frei empfangbares rotierendes Programm (derzeit Sat1) in der schlechteren alten Standard-Bildauflösung soll nun das HDTV-Angebot besser aussehen lassen und dessen Kosten für neue Kunden attraktiv machen.
Dies geschieht vor dem Hintergrund abstürzender Kundenzahlen. Schon Ende 2020 war der Kundenbestand nach einer kräftigen Preiserhöhung rückläufig und wurde mit rund 1 Mio. Verträgen bilanziert. Im August 2021 meldete der Konzern nur noch 845.000 „umsatzgenerierende Nutzer“. Das entspricht einem Rückgang um 15,9 Prozent und bedeutet einen noch stärkeren Verlust an Umsatzbringern als 2018/19, als 1,14 Mio. Zahlende gemeldet wurden. Zugleich ist das gegenläufig zur stabilen bzw. gering gestiegenen Nutzung von DVB-T2 HD, die die
FreenetTV versorgt seit Mai 2019 rund 80 Prozent der Bevölkerung (hellgrün)
Grafik: Media Broadcast (klickbar).
Landesmedienanstalten mit 2,6 Mio. Haushalten beziffern. Zuvor wurde der gescheiterte Sat-Ableger vom Markt genommen.
Die neuerliche Werbeaktion hängt wohl auch mit dem bevorstehenden Wegfall des sog. Nebenkostenprivilegs zusammen: Das Ende der Zwangsumlage von Kabelkosten auf die Miete soll privaten Haushalten bei der Wahl alternativer TV-Empfangswege helfen.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der Freenet AG vom 11.8. | Hintergrund: Freenet TV.
Zum Seitenanfang

1.1.2022 • Digitalradio: Hamburger Musikwelle beendet ihr Programm
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Hamburger Radio 917xfm hat seine Sendungen zum Jahreswechsel auf allen Verbreitungswegen eingestellt. Zur Aufschaltung des Nachfolgers ByteFM auf DAB+ und UKW liegt noch kein Termin vor.
Das Musikradio wurde 2010 als Abkömmling von Alsterradio gegründet, dem UKW-Radio der Nordwest-Zeitung. Die Verbreitung im Hamburger DAB+-Ensembles begann im Oktober 2017. Kurz danach stieg Antenne Bayern beim Veranstalter mit 49 Prozent ein und Alsterradio wurde zur Rock Antenne Hamburg umfirmiert. Jetzt scheinen zwei Sender des Veranstalters für die Hansestadt einer zuviel zu sein. Die bis April laufende Zuweisung für 917xfm wurde schon zum Jahreswechsel zurück gegeben.
Weiter offen bleibt, wann der zweite DAB+-Privatmux der Hansestadt starten kann. Dafür zugelassen (aber noch ohne Zuweisung eines Programmplatzes) sind Radio Teddy, Radio Holiday, Nordseewelle, Ostseewelle sowie der Newcomer Harbour Town Radio.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 31.12. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hamburg.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2021) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff