Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
UKW und die Radiodigitalisierung (2/2)

DVB-T ist nur eine der technischen Möglichkeiten, Radioprogramme digital zu verbreiten. Speziell für den Hörfunk wurden Standards wie DAB, DABplus und HD Radio entwickelt. Auch DMB und DVB-H bieten, trotz der eigentlichen Fokussierung auf das Fernsehen, fürs Radio einige Möglichkeiten. Vor allem, weil beide Techniken - stärker als die genannten Radiostandards - für die mobile Nutzung optimiert wurden.

Umfragen der deutschen Landesmedienanstalten, zum Beispiel der LfM NRW, haben eine deutliche Bevorzugung der DAB-Familie (DAB, DABplus, DMB) durch die interessierten Radioveranstalter ergeben. Hier ein Vergleich der genannten sechs Übertragungsstandards.

Digitalstandards für den Hörfunk im Leistungsvergleich*)

    DAB-Logo   DAB+-Logo   DMB-Logo
Radios **)   geringe Programmzahl   fast verdoppelt ggü. DAB   fast verdoppelt ggü. DAB
techn. Reichweite   80 %   80 % (abh. vom Ausbau)   2007: 18 %
Verbreitungs-
kosten
  höher als bei DAB+,
DMB,DVB-H
  geringer als bei DAB   geringer als bei DAB
Lokalfunk   Regionalisierung ist möglich, jedoch kann das heutige UKW-Angebot
nicht identisch abgebildet werden
Video   nein   nein   ja
Mobilität   Alle Techniken sind für den mobilen Empfang optimiert
Fazit   wenig Programme, ineffizienter Codec, teuer   gutes Programmangebot, günstigere Sendekosten   gutes Programmangebot, günstigere Sendekosten

    DVB-H Logo   Überallfernseh-Logo   HD-Radio Logo
Radios **)   bis 188 Radios techn. möglich, aber Vorrang für TV; 4 Radios geplant   bis 104 Radios techn. möglich, aber vorrangig für TV genutzt   Verdreifachung des UKW-Angebots (3 Programme auf einer Frequenz)
techn. Reichweite   0 % (Ausbau ab 2008)   bis 90 % (Ende 2008)   0 % (keine Planung)
Verbreitungs-
kosten
  geringer als bei DAB   höher als bei anderen Standards   geringer als bei anderen. Vorteil: Skalierbarkeit
Lokalfunk   nein   nein   ja, kompatibel mit UKW
Video   nein   ja   nein
Mobilität   stabiler Empfang erwartet   mit Diversity-Geräten   ja
Fazit   Radios wegen Nutzer-
interesse im Angebot
  für Fernsehen optimiert   Abbildung lokaler Strukturen möglich, Kosten skalierbar

    *) Quelle: Präsentation zur LfM-Anhörung zur Digitalisierung der Hörfunks in NRW am 8.5.2008 (pdf).
  **) Gemeint sind Programme je Multiplex. Die Größe eines Multiplexes unterscheidet sich bei den Standards teils erheblich.

Seite: 1 | 2



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Diese Seite wurde zuletzt am 2.11.2016 geändert.
Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2018) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff