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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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18.12.2018 • Digitalradio: NDR verbessert Empfang im Raum Schleswig
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat heute die Aufschaltung seines DAB+-Multiplexes am Sendestandort Schleswig-Stadt bekannt gegeben. Die neue Sendeanlageim Kanal 12B verbessert den Empfang in der Region zwischen Süderbrarup, Rieseby, Kropp, Ostenfeld, Viöl und Jübeck. Dort sind die NDR-Radios nun auch im Haus digital empfangbar.
Mit Inbetriebnahme des Senders Lüneburg (Niedersachsen) übermorgen bringt der NDR den für 2018 angekündigten Sendenetz-Ausbau zum Abschluß. 2019 geht der Netzausbau in den drei Flächenländern weiter, die der NDR zu versorgen hat.
Quelle: NDR vom 17.12. | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
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18.12.2018 • Digitalradio: Regional und international ein Erfolgsjahr
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Digitalradio Büro Deutschland wertet 2019 als erfolgreich für DAB+ in Deutschland und darüber hinaus.
Bei uns senden über 250 unterschiedliche Programme über DAB+. Darunter sind zahlreiche Zielgruppensender, von denen etliche (wie das neue MDR Tweens) exklusiv auf DAB+ empfangbar sind. Zugleich haben Deutschlandradio, Klassik Radio und Radio FFH „bereits auf UKW Frequenzen zugunsten von DAB+ verzichtet. Damit setzen diese Anbieter ein wichtiges Signal: Die Digitalisierung des Hörfunks macht große Fortschritte, mit DAB+ als verlässlichen terrestrischen Verbreitungsweg und IP als sinnvolle Ergänzung“, heißt es weiter.
Als erfreulich wird die Entwicklung der regionalen Angebote bewertet. „In gut der Hälfte der Republik sind inzwischen durchschnittlich zwischen 30 und 50 regionale Programme verfügbar, in Ballungsräumen deutlich mehr.“ Genannt werden Bayern, wo die meisten Lokalradios parallel zu UKW digital senden und die Hauptstadtregion mit 68 Programmen. Die Beteiligung von 46 Firmen am „Call of Interest“ für NRW „zeigt deutlich, dass Digitalradio nicht nur im Privatfunk angekommen ist, sondern als Geschäftsmodell für die Weiterentwicklung der eigenen Marke ernst genommen wird“.
Das Digitalradio Büro erinnert an die laut Digitalisierungsbericht die 2 Mio. verkauften DAB+-Geräte (plus 19 Prozent), während der Verkauf von UKW-Radios kontinuierlich sinkt. In Deutschland gibt es inzwischen 12 Mio. DAB+-Radios. Zugang zu einem DAB+-Gerät besteht jetzt in 18,1 (15,7) Prozent der Haushalte. Die bundesweite Netzabdeckung liegt bei 98 Prozent der Fläche und der Indoor-Empfang erreicht 89 Prozent der Bevölkerung.
Als positive Entwicklung im internationalen Bereich wird die von der EU beschlossene Digitalradio-Pflicht für Neuwagen herausgestellt. Genannt werden die Ereignisse des Jahres auf nationaler Ebene u.a. in Frankreich, Österreich und Norwegen, wo UKW bereits fast vollständig aufgegeben wurde.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 18.12. | Hintergrund: DAB+.
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16.12.2018 • Digitalradio: BLM fördert auch DAB+-Technikinvestments
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die bayerische Medienanstalt BLM fördert „initiale Einrichtungskosten (z.B. Encoder)“ der DAB+-Radios mit nun 20 statt bisher 10 Prozent. Die Basisförderung der Netzkosten wurde flexibilisiert, damit die BLM - nach Gremienzustimmung - auf Folgen des Sendenetz-Ausbaus reagieren kann.
Die BLM will 2019 15,24 Mio. Euro in Fördermaßnahmen investieren. 1,85 Mio. Euro sind für die technische Infrastruktur vorgesehen, worunter auch die DAB+-Förderung fallen dürfte. Die Förderungen entsprechen etwa 46 Prozent des BLM-Etats von 33,24 Mio. Euro.
Quelle: Budget-Info und Förder-Beschlüsse der BLM vom 14.12. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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15.12.2018 • DVB-T2 HD: Kanalwechsel erneut verschoben
Der Kanalwechsel von TV Westsachsen an den Sendestandorten Auerbach und Plauen wurde erneut verschoben. „Den alten anvisierten Termin hat unser Dienstleister leider nochmals verschoben“, teilt der Veranstalter mit. Nunmehr „Anfang 2019“ soll der neue Kanal 23 aufgeschaltet werden. Der Wechsel wurde ursprünglich für Anfang Oktober angekündigt. Der bisherige Kanal 51 muss aufgrund der Digitalen Dividende an den Mobilfunk abgegeben werden.
Quelle: Info von TV Westsachsen | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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14.12.2018 • Digitalradio: Rollback beim Bundesmux 2?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Gremienvorsitzenden der Landesmedienanstalten scheinen einen Rollback des Vergabeverfahrens für den zweiten Bundesmux ins Auge zu fassen. „Ob es tunlich ist, im Verfahren vor das beanstandete Einigungsverfahren zurückzugehen oder eine neue Ausschreibung durchzuführen, kann erst nach Stellungnahme des Gerichts sachgerecht diskutiert werden.“ Mit seinem Bericht über eine Besprechung der Gremienvorsitzenden der Medienanstalten vor den BLM-Medienräten spielte Ratsvorsitzender Walter Keilbart heute auf das ausstehende Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bautzen an.
Verhandelt wird eine Klage der Medienanstalt SLM und des Lizenzinhabers Antenne Deutschland gegen die „aufschiebenden Wirkung“ der Klage der DABP GmbH gegen die Plattform-Vergabe an Antenne Deutschland. Das Bautzener Urteil ist Voraussetzung für die Fortsetzung des Hauptverfahrens. Die Medienanschalten scheinen davon auszugehen, dass es bei der „aufschiebenden Wirkung“ bleibt. Nun suchen sie nach Möglichkeiten, den dann zu erwartenden jahreslangen Rechtsstreit zu vermeiden.
Wie das OVG Bautzen auf Anfrage von dehnmedia mitgeteilt hat, müssen sich die Richter aber zunächst mit mehreren Anträgen beschäftigen, „die die Art des Fortgangs des Verfahrens“ betreffen. Erst danach könne sich das Gericht mit dem Thema der Klage befassen. Ob das vor den Feiertagen möglich werde, sei offen.
Quelle: Eigene Recherche, Bericht von W. Keilbart vom 14.12. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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14.12.2018 • Digitalradio: BLM verhindert Antenne-Einstieg bei EgoFM
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Verlagserbe Konrad Schwingenstein darf die Mehrheit an der Radioblut GmbH von Studio Gong erwerben. Das genehmigte heute der Medienrat der Medienanstalt BLM. Die Radioblut GmbH ist Gesellschafterin von Radio Next Generation, das den Sender Ego FM betreibt.
Der Medienrat stellt sich damit an die Seite des bayerischen Lokalradio-Verbandes und anderer Gegnern einer Übernahme von EgoFM durch Antenne Bayern. Dies könnte „irreparable Schäden“ der bayerischen Radiolandschaft auslösen, wurde befürchtet. Ein entsprechender Antrag von Antenne wurde offenbar zurückgezogen.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 14.12. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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14.12.2018 • Schweiz: Neuer Mux verschoben / noch kein Abschalttermin
Der Sendestart des neuen Multiplexes für die Deutschschweiz (Kanal 7B) wird sich bis in den Sommer 2019 hinein verschieben. Die Technik ist laut Netzbetreiber SMC zwar vorbereitet, meldet die Info-Plattform DAB-Swiss. Jedoch fehle es an einer bis dahin dringend erwarteten Entscheidung der Medienbehörde Bakom zur Subventionierung.
Auch das Fehlen eines definitiven Abschalttermins für UKW wirke sich gegen DAB+ aus: Interessierte Veranstalter können die Kosten eines Simulcast nicht kalkulieren. Newcomer-Radios, die nicht über UKW senden, können sich nicht darauf verlassen, dass und ab wann sie über DAB+ das gesamte Hörerpotenzial erreichen können.
Quellen: Meldungen von dab-swiss vom 13.12., satnews vom 14.12.
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14.12.2018 • Digitalradio: SWR-Mux schaltet in Bad Urach auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR setzt seine Ausbaukampagne für das DAB+-Netz wie angekündigt fort. Gestern ging der neue Sendestandort Bad Urach (Kanal 8D) On Air. Die letzte Neuaufschaltung des Jahres ist am 18. Dezember in Sigmaringen vorgesehen.
Quelle: Info des SWR | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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13.12.2018 • Digitalradio: NDR sendet digital aus Stralsund
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat heute, wie angekündigt, seinen DAB+-Mux am Sendestandort Stralsund aufgeschaltet. Von dort aus werden der Süden der Insel Rügen und das Gebiet zwischen Miltzow im Osten, Barth im Westen, Steinhagen im Süden und Barhöft im Norden nun auch innerhalb von Gebäuden versorgt.
Der NDR hatte kürzlich über die Planungen für den Ausbau seiner DAB+-Netze im kommenden Jahr informiert.
Quellen: Presseinfo des NDR vom 13.12. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
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13.12.2018 • Rundfunkbeitrag: Nach EU-Recht korrekt
Die ab 2013 neu gestaltete deutsche Rundfunkfinanzierung ist nach einem heutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofes rechtens. Die Anbindung der Beitragspflicht an die Wohnung (statt zuvor an Geräte) stelle keine unerlaubte staatliche Beihilfe im Sinne der EU-Bestimmungen dar, so die Luxemburger Richter. Das Landgericht Tübingen hatte für ein eigenes Verfahren um eine Stellungnahme der EU-Richter gebeten.
Wurde die frühere Erhebung aufgrund vorhandener Empfangsgeräte mit Polemik und Rechtsmitteln bekämpft, so nun auch die neue Erhebungsgrundlage. Nun scheiterten Klagen nach allen deutschen Instanzen auch auf europäischer Rechtsebene. Nur eine Teilvorschrift - die Beitragspflicht für Zweitwohnungen - wurde vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben.
Nach beiden genannten Entscheidungen „besteht Rechtssicherheit auf allen Ebenen“, so ZDF-Intendant Thomas Bellut.
Quellen: Meldung von DF, Presseinfo des ZDF vom 13.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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13.12.2018 • Digitalradio: Initiative für Small Scale in Berlin
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In der mit mehr als 60 DAB+-Programmen reichlich ausgestatteten Hauptstadt Berlin gibt es offenbar eine Initiative für ein Small Scale-Projekt. Laut einem Bericht hat das Unternehmen Tel Berlin nach eigenen Angaben bei der Medienanstalt Berlin Brandenburg eine Anfrage dazu eingereicht. Das Unternehmen sucht allerdings noch Partner für ein solches Projekt.
Ein solcher Multiplex könnte nach den Angaben vom Treptower-Hochhaus im Orteils Alt-Treptow mit bis zu 2 kW Leistung (wie im wesentlich kleineren sächsichen Freiberg) betrieben werden. Das alternative Konzept drücke die Sendekosten je Programm von etwa 1.000 Euro auf 200 Euro. Das sei ebenso attraktiv für nichtkommerzielle und Web-Radios wie auch für UKW-Radios, die sich den zweiten terrestrischen Sendeweg nicht leisten können.
Tel Berlin nennt seinen Standort in 128 Metern Höhe „den besten Standort für Veranstaltungsrundfunk in Berlin“. Die beiden mit Ausrichtung nach Westen und nur 0,2 KW Leistung genannten UKW-Frequenzen sind jedoch in der aktuellen BNetzA-Liste der koordinierten UKW-Frequenzen nicht verzeichnet.
Quellen: Meldung von teltarif vom 12.12., BNetzA-Frequenzlisten | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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13.12.2018 • Vor 130 Jahren: Alles Welle oder was?
Heinrich Hertz/Wikipedia Der schottische Physiker James Clark Maxwell (1831-1879) hatte 1865 erkannt, dass sich elektrische Wellen wie Licht ausbreiten, wenngleich sie dem Menschen unsichtbar bleiben. Am 13. November 1886, also gut 20 Jahre später, gelang es Heinrich Hertz (1857-1894), die elektromagnetischen Wellen experimentell nachzuweisen und Maxwells Theorie praktisch zu bestätigen. Sein Bericht vor der Akademie der Wissenschaften in Berlin „Über Strahlen elektrischer Kraft“ datiert vom 13. Dezember 1888.
Heinrich Hertz legte mit seinen Arbeiten zu diesem Thema die Grundlagen für zahlreiche weitere Entwicklungen - vor allem im Bereich von Funkdiensten aller Art. Dazu zählen u.a. die drahtlose Telegrafie und der daraus hervorgegangene Rundfunk für Fernsehen und Radio - analog wie digital.
Die Nazis verfolgten Hertz' Nachfahren als Juden. Es gab die Absicht, die 1930 international eingeführte physikalische Einheit Hertz (kiru: Hz) für Frequenzen im Sinne einer sog. „deutschen Physik“ in Helmholtz umzubennen. Den Namen des Wissenschaftlers tragen heute u.a. das mit medientechnischen Forschungen befaßte Heinrich-Hertz-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin und ein Funkturm in Hamburg sowie zahlreichen Bildungseinrichtungen. Ende 2021 soll ein deutscher „Heinrich-Hertz-Satellit“ u.a. medientechnische Forschungen in den Orbit tragen.
Quellen: Wikipedia: Heinrich Hertz, Meldung zum Hertz-Satelliten vom 13.12. | Hintergrund: Rundfunkgeschichte.
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12.12.2018 • Digitalradio: PureFM wieder abgeschaltet - und insolvent?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Hin und Her um den Berliner Sender PureFM geht weiter. Seit heute ist das Programm im Berliner DAB+-Kanal 7B wieder abgeschaltet. Das war bereits Anfang des Monats wegen eines angeblichen „technischen Defekts“ und um den Jahreswechsel 2017/18 (Verhandlungen mit dem Netzbetreiber) der Fall.
Wie weiter gemeldet wird, habe „eine Verbreitungsgesellschaft aus Brandenburg“ Insolvenzantrag gegen PureFM gestellt. Das könnte, unabhängig von DAB+, UKW-Frequenzen des Veranstalters im Land Brandenburg betreffen. Insolvenzanträge haben angeblich weitere Unternehmen gestellt.
Im April wurde die Abschaltung in drei bayerischen Stadtnetzen mit Verletzungen des Vertrags mit dem Sendenetzbetreiber BMT begründet. Der Sendebetrieb in Hamburg wurde ebenfalls beendet. Das hindert den Veranstalter nicht, auf seiner Websitemit einer angeblichen DAB+-Verbreitung in Bayern und Hamburg zu werben und entsprechende Angebote für Anzeigenschaltungen in diesen Regionen zu veröffentlichen.
Quellen: Eigene Recherche, Meldung von satnews vom 12.12. | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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11.12.2018 • DVB-T2 HD: SLM verlängert Förderung des Lokalfernsehens
Auch 2019 wird die Medienanstalt SLM lokale TV-Veranstalter in Sachsen finanziell unterstützen. Mit 670.000 Euro werden die technischen Verbreitungskosten von acht Antragstellern gefördert. Begünstigt sind u.a. mit Dresden Fernsehen, Leipzig Fernsehen, TV Westsachsen, Lausitzwelle und Chemnitz Fernsehen Programme, die auch digital-terrestrisch ausgestrahlt werden.
Quellen: Presseinfo der SLM vom 11.12. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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11.12.2018 • Digitalradio: Radio B2 sendet jetzt auch in Nordhessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Berliner Schlagersender Radio B2 ist - nach im September erfolgter Zulassung - jetzt auch im Nordhessen-Mux (Kanal 6A) zu hören. Der Veranstalter kündigt zugleich den Sendestart im Rhein-Main-Gebiet „ab Januar 2019“ an.
Laut einer Meldung soll dem der länger geplante Wechsel vom Kanal 11C auf den neuen Kanal 12C „bis Ende Februar“ vorausgehen.
Wie es weiter heißt soll die Datenrate von MegaRadio SNA im Kanal 11C von 48 auf 40 kbit/s reduziert worden sein.
Quelle: Info von Radio B2, Meldung von satnews vom 11.12. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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11.12.2018 • Kabel: Sachsen beschließt Digitalisierungs-Ausnahme
Der sächsische Landtag eine von der CDU/SPD-Koalition angeschobene Änderung des Privatfunkgesetzes beschlossen. Jetzt können sich Betreiber von Kabelnetzen mit weniger als 1.000 Teilnehmern von der Pflicht befreien lassen, die Radioverbreitung bis Ende 2018 auf digitale Verbreitung umzustellen: Dafür haben sie nun bis Ende 2025 Zeit.
Netzbetreiber können das bei der Landesmedienanstalt SLM beantragen, wenn sie die neue Technik nicht finanzieren können oder „aufgrund der topographischen Lage die analoge Weiterverbreitung in Kabelanlagen erforderlich ist“. Eine weitere Ausnahme (bis Ende 2020) gilt für Betreiber größerer Netze als „Härtefälle“. Das Gesetz wird kurzfristig verkündet. Die SLM hat ein halbes Jahr Zeit, um die Richtlinien des Verfahrens zu formulieren.
Der Landtag geht von 619 Kabelanlagen unter 1000 Teilnehmern aus. Das sind 76 Prozent der 815 Kabelnetze im Freistaat, die nur 17,9 Prozent (184.000) der TV-Haushalte versorgen.
Neu ist die Regelung, dass aufgegebene terrestrisch-analoge UKW-Frequenzen nicht neu ausgeschrieben werden sollen. Das soll auf Anregung der SLM in den Entwurf aufgenommen worden sein. Nicht aufgenommen wurde der SLM-Vorschlag, die rechtliche Voraussetzung für die Zulassung von Sendeplattformen zu schaffen.
Quelle: Beschlußempfehlung (6/15443), Koalitions-Entwurf (6/14748).
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11.12.2018 • Digitalradio: Allgäu-Mux sendet im Testbetrieb (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Inzwischen haben sich weitere Radiostationen aus dem neuen Allgäu-Mux zu Wort gemeldet. Radio Session Allgäu (RSA) hat seine bisher als RSA2 und RSA3 bezeichneten Webradios im Vorfeld des offiziellen DAB+-Startes im Januar umfirmiert. Der Sender Griaß di' Allgäu greift in Nachfolge von RSA3 den Titel einer gleichnamigen Zeitschrift aus dem Portfolio des Gesellschafters Allgäuer Zeitungsverlag auf. RSA2 wurde in Allgäuer Heimatmelodie umfirmiert. Als offizieller Sendestart im DAB+-Kanal 8B wird Anfang Januar genannt.
Quelle: satnews zu Griaß di und Heimatmelodie vom 11.12.| Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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10.12.2018 • Vor 30 Jahren: Fernsehen kommt jetzt auch aus dem Weltall
Am 4. Oktober 1957 begann mit dem sowjetischen Sputnik 1 das Weltraum-Zeitalter. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt wurde bestaunt und der Orbit zur Arena des kalten Krieges. 1988 waren bemannte Flüge in den Erdorbit schon fast Alltag. Dennoch war der Start des ersten Astra-Satelliten am 10. Dezember 1988 zumindest für die Rundfunkbranche etwas Besonderes.
Denn mit Astra 1A begann ein neues Konzept der Rundfunk-Versorgung: Erstmals wurde aus dem All „Direct to home“ gesendet. Zuschauer können nun mit einer kleinen „Schüssel“ und einem speziellen (noch analogen) Receiver TV- und Radioprogramme aus dem All empfangen - ohne Umweg, z.B. über ein kostenpflichtiges Kabelnetz. Die „Ko-Positionierung“ mehrerer Erdbegleiter - d.h. ihr sehr geringer Abstand
Eine Ariane-Rakete trug Astra 1A von Kourou (Franz. Guyana) in den Orbit.
Foto: SES.
voneinander - lässt mehrere Satelliten von der Erde aus wie einen einzigen aussehen. Daher reicht eine „Schüssel“ für Hunderte Programme. Die werden nicht nur von privaten Haushalten genutzt, sondern auch von Kabelnetzbetreibern aufgefasst, die sie in ihre Netze einspeisen. Der „Footprint“ der Sat-Systeme umfasst zudem große Teile Europas - es handelt sich also um ein internationales Geschäft mit dem Nebeneffekt, dass man deutsche Programme auch im Spanien- oder Italien-Urlaub sehen kann.
Vom offiziellen Sendestart am 5. Februar 1989 an übertrug Astra bereits deutsche Privatsender auf der für deutsche Zuschauer wichtigsten Orbitalposition 19,2 Grad Ost. Dort befinden sich heute vier Astra 1-Satelliten. Heute sind es mehr als 500 SD-, 380 HD- und einige UltraHD-Kanäle für fast ganz Europa. Astra 1A wurde 2004 abgeschaltet und auf einer „Friedhofs“-Position im All geparkt.
Die Luxemburger Firma Société Européenne des Satellites (SES) ist Betreiber von Astra-Orbitern auf mehreren Orbitalpositionen und von TV-Satelliten für andere Erdteile. 2004 stieg man mit einem Testkanal in die HDTV-Verbreitung ein. Seit 2014 werden einige UltraHD-Kanäle gesendet. Mit den Töchtern MX1 und HD+ stieg man in die Vermarktung von Programmpaketen ein: Private HDTV-Programme werden gebündelt, grundverschlüsselt und die Zugangsrechte an Privatleute verkauft. Die Einnahmen teilt man sich mit den beteiligten Veranstaltern.
Quellen: Astra-Geschichte (Wikipedia); Selbstaussagen von Astra und SES zur Geschichte.
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10.12.2018 • Österreich: Lizenzänderung im C-Mux Steiermark
ATV Aichfeld Film- und Videoproduktionen GmbH kann ihre bisher im Kanal 57 angesiedelten Sendungen auf den Kanal 21 umstellen. Das beinhaltet eine jetzt veröffentlichte Entscheidung der Medienbehörde KommAustria, die eine lokale Multiplex-Plattform auf zehn Jahre bewilligte.
Zur Zeit wird dort nur die wöchentlich produzierten 40 Minuten-Sendung ATV-Das Magazin in HDTV ausgestrahlt. Die Sendestandorte Bruck Mur3 (Mugl) und Knittelfeld 3 Tremmelberg versorgen bis zu 200.000 Zuschauer.
Die Verbreitung erfolgt in DVB-T, der Betreiber kann zwischen MPEG-2 und MPEG-4 wählen. Aus der vorgegebenen 16QAM-Modulation, der Coderate 2/3 und dem Guard-Intervall 1/8 ergibt sich eine Nutzdatenrate von 14,75 Mbit/s. Das reicht für bis zu drei HDTV-Programme. Daher sollen freie Kapazitäten ausgeschrieben werden. In drei bis vier Jahren sei der Umstieg auf DVB-T2 geplant.
Quelle: Entscheidung von KommAustria vom 6.12. | Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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8.12.2018 • AGF: 350.000 Haushalte am analogen Kabel
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Zumindest nach der Zählweise der AG Fernsehforschung (AGF) scheint bei der Digitalisierung der Kabelhaushalte in der letzten Etappe im November eine Stagnation angetreten. Obwohl Telekom und Vodafone die Analogabschaltung im November u.a. in Berlin und Potsdam durchführten, meldet AGF, wie im Vormonat zum 1. Dezember unverändert einen Digitalisierungsgrad von 99,1 Prozent. Das entspricht 38,45 von 38,8 Mio. Fernsehhaushalten. Weiterhin wären also 350.000 Haushalte noch zu digitalisieren.
Im Dgitalisierungsbericht Video 2018 wurde von 1,2 Mio. analog empfangenden Kabelhaushalten ausgegangen. Die PR-Initiative Digitales Kabel geht davon aus, dass die letzten Umstellungen in Vodafone-Netzen bis Ende März 2019 und bei Kunden von PYUR im Sommer 2019 vorgenommen werden.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.12., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine bis Ende Januar.
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8.12.2018 • Digitalradio: Allgäu Hit Radio startet offiziell an Neujahr
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im neuen DAB+-Mux für das Allgäu, der bereits im Probebetrieb im Kanal 8B läuft, geht Allgäu Hit Radio, bisher nur im Kabel und Online aktiv, am 1. Januar offiziell auf Sendung. Bereits jetzt meldet der Veranstalter Feedback und Anfragen von Zuhörern. Allgäu Hit Radio sendet Regionalnachrichten zur halben und Weltnachrichten sowie Regional-Schlagzeilen zur vollen Stunde. Das Musikprpogramm wird zwischen 6 und 20 Uhr durchgehend live moderiert.
Bis zum Jahreswechsel soll der Mux nach dem Grünten auch von Memmingen aus gesendet werden. Das Sendegebiet wird 2019 durch die Standorte Pfronten und Markt Wald erweitert.
Quelle: Meldung von radioszene vom 7.12.| Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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8.12.2018 • Italien: Weitere UKW-Abschaltungen / DAB+-Ausbau
RAS, der öffentlich-rechtliche Sendenetzbetreiber für Südtirol, nimmt am 11. Dezember weitere UKW-Sender außer Betrieb. Erste UKW-Abschaltungen waren vor einem Jahr durchgeführt worden. Die gute Verbreitung von DAB+-Radios in der Bevölkerung mache das möglich, so RAS.
An sieben Sendestandorten wird RAS 22 UKW-Frequenzen für Ö1, ORF Radio Tirol, Ö3 und Radio Rumantsch abschalten. Zum Hintergrund heißt es: „Um landesweit die UKW-Sendenetze in vollem Umfang weiter betreiben zu können, müsste die RAS die mittlerweile mehr als 30 Jahre alten Sendegeräte ersetzen.“ RAS spart damit Investitionen und Betriebskosten, ohne die Grundversorgung einzuschränken. Die abgebaute Technik dient als Ersatzteilspender für die aktiven 212 UKW-Sender.
Gleichzeitig setzt RAS den Ausbau seiner DAB+-Netze fort. Inzwischen versorgen 92 Sendeanlagen 99,6 Prozent der Bevölkerung mit 22 Programmen, darunter etlichen deutschsprachigen Stationen aus Deutschland und Österreich. Das zweite Sendenetz für 13 Lokalradios der norditalienischen Provinz wurde erheblich erweitert; dort liegt der Versorgungsgrad bei 95 Prozent.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 6.12. | Hintergrund: DAB+ in Südtirol.
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7.12.2018 • Rundfunkbeitrag: Einigung der Bundesländer wurde vertagt
Eine Beschlußfassung der Länder-Ministerpräsidenten über die künftige Finanzierung von ARD, ZDF und D-Radio ist gescheitert. Auf ein Index-Modell, wonach die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrages z.B. an die Entwicklung der Inflationsrate gekoppelt wird (ähnlich wie es bei den Diäten im Bundestag und vielen Länderparlamenten der Fall ist) wird, konnten sich die 16 Landeschefs nicht einigen.
„Diese Beschlüsse würden für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Medienordnung auch zahlreiche Veränderungen bewirken, deshalb wurde sich darauf verständigt weitere Beratungen anzustellen und – wo erforderlich - wissenschaftliche Expertise hinzuzuziehen.“ Das teilt Heike Raab, zuständige Staatssekretärin von Rheinland-Pfalz (Vorsitzland der Medienkommission der Bundesländer), mit. Sie bestätigte auch, dass die internen Diskussionen um „Eckpunkte für die Reform von Auftrag und Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ weiter laufen. Ziel ist u.a. eine umfangreiche Reduzierung der Programmaufgaben um den Rundfunkbeitrag senken
zu können. In der Folge könnten z.B. viele Highlights der Bereiche Unterhaltung und Sport zu Monopolen der Privatsender und des Bezahlfernsehens werden.
Der Rundfunkbeitrag wird alle vier Jahre und nach aufwändiger (und nicht unumstrittener) Prüfung von Budgetanmeldungen der Anstalten durch die KEF durch einen Staatsvertrag der 16 Bundesländer festgelegt. Der Rundfunkbeitrag wird in Höhe von monatlich 17,50 Euro noch bis Ende 2020. Seit 2009 wurde der Rundfunkbeitrag - trotz Kostensteigerungen - nicht erhöht, sondern 2015 sogar von 17,98 Euro auf 17,50 Euro gesenkt.
Ausgewählte Preise und der Rundfunkbeitrag seit 2009 (klickbare ARD-Grafik).
(Download der Basiszahlen).
Quellen: Presseinfo von RLP vom 5.12., Meldung von DF vom 6.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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7.12.2018 • DVB-T2 HD: ARD und ZDF starten „Phase 3b“ im März 2019
Mit Inbetriebnahmen von Sendestandorten in Mecklenburg-Vorpommern, NRW und Schleswig-Holstein wurde die im Herbst 2018 angesiedelte „Phase 3a“ des Umstiegs DVB-T auf DVB-T2 HD am 5. Dezember absolviert. Der Systemwechsel ist damit in 13 der 16 Bundesländer abgeschlossen.
Die bevorstehenden letzten Massnahmen werden als „Phase 3b“ bezeichnet. Betroffen sind nur die Programme der ARD-Anstalten und des ZDF; FreenetTV hat den Ausbau seines Sendenetzes am 28. November beendet. Nach bisherigem Informationsstand werden am 13. März 2019 die letzten sechs Standorte in Bayern auf die neue Technik umgestellt. Am 3. April folgt ein Standort in Brandenburg. Als Schlußtermin gilt bisher der 22. Mai 2019, an dem drei Standorte in Niedersachsen umgeschaltet werden. Noch offen ist dort die weitere Verwendung des Standortes Alfeld für DVB-T2 HD. Ein Termin für die Aufschaltung des seit 2017 avisierten zusätzlichen Standorts (Berus) für die ARD-Muxe im Saarland ist ebenfalls nicht bekannt.
In sechs Bundesländern sind für den 3. April 2019 Kanalwechsel einiger Multiplexe fällig. Diese werden notwendig, weil das Fernsehen seine Frequenzen oberhalb des Kanals 47 an den Mobilfunk abgeben muss. In weiteren Fällen kann der endgültige Sendekanal erst bezogen werden, wenn an anderen Standorten auf- bzw. umgeschaltet wurde.
Quellen: Infos von DVB-T2 HD, Aufschaltungen, Kanalwechsel.
Hintergrund: Migration, DVB-T2 HD in Bayern, Brandenburg und Niedersachsen.
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7.12.2018 • Digitalradio: NDR informiert über Netzplanung für 2019
Der Norddeutsche Rundfunk veröffentlicht jetzt Planungen für den Ausbau seiner DAB+-Sendenetze im kommenden Jahr.
Für das 1. Halbjahr werden in Mecklenburg-Vorpommern die Regionen Darß/Zingst und die Insel Rügen genannt. Husum und die Inseln Sylt, Föhr und Amrum sind in Schleswig-Holstein geplant. In Niedersachsen sind es Stade/Buxtehude und Bremerhaven.
Im 2. Halbjahr wird die Versorgung in den drei Bundesländern weiter ausgebaut. Hinzu kommt die Müritz (Mecklenburg-Vorpommern; mit Röbel, Plau, Malchow, Waren), Storman-Süd (Schleswig-Holstein; mit Glinde, Reinbek, Barsbüttel, Wentorf) und in Niedersachsen das Wesergebirge (mit Rinteln, Bückeburg, Obernkirchen, Stadthagen) sowie die Küstenregion Wilhelmshaven. Der Netzausbau werde 2020 fortgesetzt.
Diese Informationen (siehe dazu auch die klickbare neue Karte des NDR) stehen unter dem Vorbehalt der notwendigen Genehmigungsverfahren.
Noch vor dem Jahreswechsel gehen neue Sendeanlagen am 13. Dezember in Stralsund und Greifswald und am 20. Dezember in Lüneburg ans Netz. Ein Termin für Schleswig wurde noch nicht genannt.
Quelle: Website des NDR vom 6.12. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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5.12.2018 • Terrestrik: Test mit 5G Broadcast startet in Bayern
Terrestrik Der praktische Teil des Forschungsprojektes „5G Today“ steht unmittelbar vor dem Beginn. Gestern wurden erste Testsignale am Sendestandort Wendelstein des Bayerischen Rundfunks mit 100 kW Leistung ausgestrahlt. Es handelt sich um den weltweit ersten Sender, der nach dem Prinzip „High Tower-High Power“ (HTHP) und mit der 5G-Mobilfunktechnik FeMBMS arbeitet. Daher können die Signale (Verbreitungsgebiet siehe klickbare Karte) nur mit speziellen Testequipment empfangen werden.
Nach Angaben des BR wurden gestern Kontrollmessungen der Sendeparameter durchgeführt. Ab Monatsmitte soll ein dauerhafter Testbetrieb beginnen. Ein weiterer Sender am BR-Standort Ismaning wird vorbereitet, so dass ein Gleichwellennetz erprobt wird und die Empfangssituation in der Münchner Innenstadt ermittelt werden kann.
Laut Helwin Lesch, Leiter der BR-Hauptabteilung Verbreitung und Controlling, ist der hier erprobte 5G Broadcast „ein neuer, sehr effizienter Verbreitungsweg, um künftig stationäre und vor allem mobile Nutzer mit hochqualitativen linearen und hybriden Programmen und Diensten zu versorgen. Den BR interessiert dabei speziell die Möglichkeit, Radio- und Fernsehprogramme über 5G auszustrahlen.“ Die Sendetechnik nutzt dabei (im Gegensatz zu der kleinzelligen Infrastruktur des Mobilfunks) großflächige Versorgungsgebiete.
Die Projektleitung hat das Institut für Rundfunktechnik übernommen. Weitere Partner sind die Technikhersteller Kathrein und Rhode&Schwarz sowie der Netzbetreiber Vodafone.
Quelle: Presseinfo des BR vom 5.12. | Hintergrund: Vorgängerprojekt IMB5, Handy-TV mit DVB-H etc.
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5.12.2018 • Frankreich: DAB+ ab heute für Lyon und das Elsass
Heute werden die ersten DAB+-Multiplexe in Lyon und dem Elsass aufgeschaltet. In Lyon sind 46 Radios in einem Ballungsraum-Mux (Kanal 6A) und zwei lokalen Bedeckungen (Kanäle 5B, 11B) vertreten. Im Norden, Westen und Osten der Stadt erweitern voraussichtlich im 1. Quartal 2019 die Regionen Bourg-en-Bresse, Bourgoin-Jallieu, Tarare und Mâcon das Versorgungsgebiet.
Für das Elsass und die Rheinebene sendet jetzt ein regionaler Multiplex 13 Programme. Dazu kommen zwei Stadtmuxe für Strasbourg mit 26 Sendern (Kanäle 6C, 7C) und je ein Lokalmux für Mulhouse (11D), Colmar (11C), Haguenau/Saverne/Wissembourg (7A) und Sélestat (5D). Im gesamten Gebiet sind 43 Stationen digital auf Sendung.
Nach den drei bisherigen DAB+-Sendegebieten Paris, Marseille und Nizza beginnt nun der Netzausbau fahrt aufzunehmen. Den Anfang machte im Sommer die Region Hauts-de-France, u.a. mit Lille, Calais und Dunkeque. In allen aktiven Regionen sind neben den zahlreichen privaten überregionalen, regionalen und lokalen Stationen das staatliche Auslandsradio RFI und das öffentlich-rechtliche Webradio FIP on Air.
2019 geht der Ausbau für Rouen, Le Havre, Nantes, Toulouse und Bordeaux weiter. Für je 15 Gebiete laufen Ausschreibungen bzw. soll 2019 ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung zweier nationaler Multiplexe endete kürzlich. Drei große Privatradiogruppen hatten sich beteiligt, während NRJ für seine Radios auf Präsenz in den regionalen Muxen setzt. Bis 2020 sollen 70 Prozent der französischen Bevölkerung in den Ballungsräumen mit DAB+-Programmen versorgt sein.
Quelle: Presseinfos zu Lyon, Elsass vom 5.12. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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4.12.2018 • Digitalradio: EU-Rat beschließt Hybridtuner-Pflicht für Kfz
Nach dem EU-Parlament hat auch der Europäische Rat der Regierungen die Neufassung des European Electronic Communications Code (EECC) beschlossen. Dieser bestimmt u.a., dass Autoradios von Neufahrzeugen künftig einen UKW- und einen Digital-Tuner haben müssen. Den Mitgliedsländern steht es außerdem frei, ähnliche Vorgaben für andere Radio-Produktgruppen einzuführen.
Das EECC soll noch vor den Feiertagen wirksam werden. Die 27 Mitgliedsstaaten haben zwei Jahre für die Umsetzung Zeit.
Quelle: Presseinfo der EU vom 4.12. | Hintergrund: EECC (Download, deutsche Fassung); Artikel 113 und Annex XI beachten.
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3.12.2018 • Digitalradio: MDR startet Kindersender MDR Tweens
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mitteldeutschland Der MDR sendet ein neues Radioprogramm. MDR Tweens richtet sich mit dem Slogan „Wir funken dazwischen“ an die Altersgruppe zwischen 8 und 13 Jahren. Kernstück des Kanals für coole Kinder und auf Augenhöhe (Audiobeitrag des MDR) ist eine moderierte Livesendung Montags bis Freitags zwischen 16 und 18 Uhr. Produziert wird am MDR-Standort Halle. MDR Tweens wird über die DAB+-Multiplexe in den MDR-Bundesländern und im Web gesendet.
Quelle: Presseinfo vom 3.12., Audio-Beitrag vom 2.12. des MDR
Hintergrund: Tweens-Homepage, DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
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3.12.2018 • Digitalradio: Allgäu-Mux sendet im Testbetrieb (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung startete heute der Testbetrieb für den DAB+-Multiplex für das Allgäu im Südwesten Bayerns. Der offizielle Sendestart, den Hitradio RT1 kürzlich für den 7. Dezember angekündigt hat, steht also bevor.
Den Sendebetrieb hat, wie für die vier Stadt-Multiplexe und den für 2019 geplanten Voralpen-Mux im Freistaat, Bayern Digitalradio übernommen. Gesendet wird zunächst von den Standorten Grünten (4 kW) und Memmingen (1 kW) im Kanal 8B. Zugelassen sind neun Programme, darunter vier, die nicht per UKW verbreitet werden. Es wird damit gerechnet, dass von Beginn an Hitradio RT1, AllgäuHitRadio, Radio Galaxy Kempten, RSA Radio, RSA2 Heimat und RSA3 Holiday auf Sendung gehen. Die RSA-Ableger Bodensee und Ostallgäu sollen 2019 mit entsprechender Erweiterung des Sendegebiets dazu kommen. Ein Starttermin für das landesweit lizenzierte neue Programm Arabella Plus ist noch nicht bekannt.
Quelle: Meldung von satnews vom 3.12.| Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.12.2018 • DVB-T2 HD: Nächste Umschaltungen am 5. Dezember
Nach dem 28. November wird der Umstieg auf DVB-T2 HD schon am kommenden Mittwoch, dem 5. Dezember, fortgesetzt. Damit endet die „Phase 3a“ der Umstiegsplanung. Ab jetzt werden nur die ARD-Anstalten und das ZDF ihre Programme in weiteren Regionen auf DVB-T2 HD umstellen. Wie immer wird DVB-T an den genannten Sendestandorten abgeschaltet. Einige Kanalwechsel sind für Freenet-Muxe vorgesehen.
In Mecklenburg-Vorpommern sind Waren und der Helpterberg die letzten umzustellenden Sendestandorte. Dort empfangen die Zuschauer nun 15 öffentlich-rechtliche Kanäle in FullHD.
In Niedersachsen tauscht FreenetTV einen seiner Kanäle am Standort Osnabrück. Änderungen an der bisherigen Planung betreffen den Standort Alfeld, der nicht am 5. Dezember abgeschaltet, sondern bis 2019 die DVB-T-Multiplexe sendet.
In NRW werden die Sendeanlagen Hochsauerland, Nordhelle und Siegen-Stadt auf DVB-T2 HD-Sendetechnik umgebaut. Ein Kanalwechsel betrifft FreenetTV im Raum Bielefeld/Münster.
FreenetTV muss auch am Standort Magdeburg in Sachsen-Anhalt einen Kanaltausch vornehmen.
Auch in Schleswig-Holstein wird der Umstieg beendet. Die letzten umzuschaltenden Standorte für ARD und ZDF sind
Ausbaustand am 5.12. DVB-T2 HD, klickbar).
Bredstedt, Heide und Sylt. In Brunsbüttel werden nur die beiden ARD-Muxe aufgeschaltet.
Damit wird der Umstieg auf DVB-T2 HD in 13 der 16 Bundesländer beendet. Die letzte Inbetriebnahme-„Phase 3b“ beginnt am 13. März Bayern. Am 3. April folgt Brandenburg (außerdem sind Kanalwechsel in 6 Bundesländern geplant). Am 22.5. endet der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD mit Umschaltungen in Niedersachsen. Offen sind noch eine Aufschaltung im Saarland und die Zukunft des Standortes Alfeld.
Quellen: Infos von NDR, WDR und DVB-T2 HD. Aufschaltungen, Kanalwechsel | Hintergrund: Migration, FreenetTV.
DVB-T2 HD in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein.
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1.12.2018 • Digitalradio: PureFM ist wieder in der Berliner Luft
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 PureFM ist im Berliner Kanal 7B nach zeitweiser Abschaltung wieder auf Sendung. Laut einer Meldung heißt es unter Berufung auf Geschäftsführer Matthias Kayales, die zeitweise Abschaltung sei durch einen technischen Defekt ausgelöst worden. Der Sender war bereits im Januar während Verhandlungen mit dem Netzbetreiber zeitweise abgeschaltet.
Der Ausstieg bei DAB+ in Hamburg sei laut Kayales erfolgt, weil der auslaufende Vertrag mit dem Netzbetreiber Media Broadcast von ihm nicht verlängert wurde. Die Abschaltung in drei bayerischen Stadtmuxen erfolgte laut der Medienanstalt BLM, „weil die pure Medien Network pMN GmbH die Vertragsbedingungen mit der bmt nicht erfüllt hat“. Die Abschaltung in den vier Stadtmuxen hindert den Veranstalter nicht, auf seiner Website zu behaupten, dort mit DAB+ On Air zu sein (siehe unten rechts im klickbaren Screenshot von heute).
Quelle: Meldung von satnews vom 30.11. | Hintergrund: DAB+ in Berlin.



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