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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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23.10.2019 • Digitalradio: SWR bestätigt Vertrag mit Rockland Radio
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rockland Radio kann ab dem 1. November im rheinland-pfälzischen DAB+-Multiplex (Block 11A) des SWR auf Sendung gehen. Das bestätigte ein SWR-Sprecher gegenüber InfoDigital.
Der Termin sei vertraglich vereinbart und der SWR vorbereit; ob der Termin gehalten werde, hänge von der Signalzulieferung durch Media Broadcast ab, hieß es weiter. Rockland Radio bekommt 54 CUs und eine Datenrate von 72 kbit/s in dem Multiplex. Das entspricht den Werten, die auch RPR.1 und bigFM in dem Mux gemietet haben. Mit der Aufschaltung von Rockland Radio sind alle drei überregionalen UKW-Privatradios des Bundeslandes auf DAB+ zu hören.
Wie aus anderer Quelle gemeldet wird, habe der Vertrag eine Laufzeit von nur einem Jahr; Rockland wolle die Ausschreibung einer landesweiten oder regionalen DAB+-Plattform überbrücken. bigFM beabsichtige den Wechsel in den zweiten Bundesmux; das dürfte noch eine Zeitlang dauern, da mit einem Urteil im laufenden Rechtsstreit so bald nicht zu rechnen ist.
Quelle: Meldungen von infodigital, satnews vom 23.10. | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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23.10.2019 • Digitalradio: Änderungen beim NDR-Mux Niedersachsen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR erweitert morgen sein Sendenetz in Niedersachsen um die Sendestandorte Stadthagen und Alfeld. Zugleich wird der Niedersachsen-Mux am Sendeturm Hannover-Telemax auf den Kanal 7A umgeschaltet. Damit senden diese drei Anlagen zusammen mit dem Sender Sibbesse im Kanal 7A und der Großraum Hannover-Hildesheim-Minden wird im Gleichwellenbetrieb versorgt. Das dient zur Vorbereitung der angekündigten Übernahme der UKW-Regionalisierungen von NDR1 nach DAB+, die für Mecklenburg-Vorpommern bereits durchgeführt wurde.
Quelle: Presseinfo des NDR | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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23.10.2019 • Digitalradio: DAB+-Multiplexe aus der Cloud?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der polnische Sendenetzbetreiber BCast stellt ein Produkt vor, das die Beteiligung an DAB+ auch weniger betuchten Radiosendern ermöglichen soll. DABcast nutzt die Internet-Cloud, um mittels der Anwendung Mux Datenströme zusammen zu fassen und in das für DAB+ notwendige Format zu wandeln. Am Ende des Workflows steht die Hardware TX Transmitter, die den Multiplex auf die gewünschte Sendefrequenz setzt und sendet.
Der Workflow wird durch eine App für Produktion und Management ergänzt, die Content aus verschiedenen Quellen in einem „virtuellen Studios“ zusammenfasst. Das richtet sich an Radiosender, die von vielen Stellen Beiträge beziehen. DABcast steht in Konkurrenz zu dem bereits in der Schweiz, England und Deutschland praktizierten Prinzip des Software Defined Radio.
Bcast betreibt mehrere lokale und regionale DAB+-Multiplexe in Polen.
Quelle: Bericht von radioworld vom 20.10., Homepage DABcast | Hintergrund: Software Defined Radio (Small scale DAB+).
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22.10.2019 • Digitalradio: Schleswig-Holstein wartet auf DAB+-Projekt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach der Länderauswertung des Digitalisierungsberichtes Audio 2019 besitzt zwar „rund jeder fünfte Haushalt“ Schleswig-Holsteins ein DAB+-Radio. Angesichts des Fehlens privater Radiosender wird DAB+ von nur 4,3 Prozent als meistgenutzter Radioempfangsweg genannt. Umgekehrt und erwartungsgemäß ist UKW zwischen Nord- und Ostsee mit 77,3 Prozent der führende Empfangsweg für Radiosendungen. Das soll sich, so die Medienanstalt MA HSH, im kommenden Jahr mit dem DAB+-Modellversuch ändern, der R.SH landesweit und weitere Programme für Lübeck, Kiel und nach Sylt bringt.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 22.10., Länderauswertung | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein.
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22.10.2019 • Digitalradio: 13,7% der Hamburger nutzen meist DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für 13,7 Prozent der Hamburger ist DAB+ meistgenutzter Radioempfangsweg. Das hebt die Medienanstalt MA HSH im Ergebnis der Länderauswertung des Digitalisierungsberichtes Audio 2019 hervor.
22 Prozent der Hansestädter haben demnach Zugang zu einem DAB+-Gerät. Innerhalb dieser Gruppe nutzen 62,1 Prozent DAB+, während UKW dort auf nur 27,5 Prozent abfällt. UKW verliert insgesamt: Von allen Befragten nennen nur 58,2 Prozent die analoge Terrestrik als meistgenutzt.
Für Hamburg sendet neben dem Bundesmux und dem NDR ein landesweiter DAB+-Multiplex. Nach früheren Angaben der Medienanstalt reiche das Interesse zusätzliche Radioveranstalter aus, um einen zweiten Multiplex mit Privatsendern auf den Weg zu bringen.
Nach den weiteren Angaben ist die Webradio-Nutzung in der Hansestadt mit 49,5 (bundesweit 41,5) Prozent überdurchschnittlich. Das bedeute laut MA HSH, „dass knapp 750.000 Einwohner jedenfalls gelegentlich Webradio hören“.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 22.10., Länderauswertung | Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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22.10.2019 • Digitalradio: Spekulation um Zuwachs für Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung unter Berufung auf „gut informierte Programmanbieter-Kreise“ plant Rockland „in Kürze“ die Aufschaltung im landesweiten DAB+-Multiplex für Rheinland-Pfalz.
Betreiber des Multiplexes ist der SWR. Dort wäre Rockland der letzte der drei großen Privatsender im Bundesland, der DAB+ für eine landesweite Verbreitung nutzt. Terrestrisch ist die Musikwelle nur in acht UKW-Inseln zu empfangen. Der Neuzugang ist allerdings von einer Frequenzzuweisung durch die Landesmedienanstalt LMK abhängig; die LMK-Versammlung tagt wieder am 9. Dezember.
Quelle: Meldung von satnews vom 21.10. | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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20.10.2019 • 5G: TV-Verbreitung braucht „noch viele Jahre“
Bei den Medientagen München demonstriert der Netzanbieter Media Broadcast eine 5G-Campuslösung für TV-Produktionen. Dafür bestehe „bereits mittelfristig ein Marktpotential für 5G-Campuslösungen für TV-Sendeanstalten und bei Übertragungen größerer, auch temporärer Events“. Es geht also nichtöffentliche Anwendungen, z.B. die Funkübertragung von Kamerasignalen in die Regie. Selbst das geht erst eingeschränkt. Denn es gibt die notwendigen Frequenzen im 3,7 und 3,8 GHz-Bereich noch nicht einmal zu Testzwecken. Daher wich man auf 2,3 GHz und eine LTE-Variante aus, um das Prinzip Live darzustellen.
Keine Basis sieht Geschäftsführer Arnold Stender gegenwärtig für 5G beim linearen TV - also als Ersatz für DVB-T2 HD. „Wir schauen uns als führender Serviceprovider sehr genau das Potential von 5G für die Rundfunkbranche an. 5G Broadcast ist ein spannendes Zukunftsthema, das auf Grund technischer und regulatorischer Hürden und fehlender Geschäftsmodelle voraussichtlich aber noch viele Jahre brauchen wird, bis die Technik für die terrestrische Verbreitung von linearem TV in Betracht kommt.“
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 20.10. | Hintergrund: 5G und der Rundfunk.
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20.10.2019 • Brexit: Engländer dürfen Pay-Angebote nicht unterlaufen
Sat-Zuschauer werden in England nach dem Brexit von Strafen bedroht, wenn sie Programme mit Settopoxen und von Dienstleistern empfangen, die für den EU-Markt gedacht sind und britische Inhalte enthalten. Gleiches gilt für Produkte für Märkte außerhalb der EU. So soll eine „Gebühren-Vermeidung“ bei kostenpflichtigen britischen Sendern verhindert werden, die über ausländische Plattformen und zu günstigeren Kondititionen als im Heimatland empfangen werden können. Die Regierung empfiehlt Verträge mit britischen Dienstleistern. Nicht betroffen seien in England ansässige Ausländer, wenn sie die EU-Produkte für den Empfang von Sendern in ihrer Heimatsprache nutzen.
Quelle: Meldung von broadbandtvnews vom 20.10.
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20.10.2019 • Digitalradio: Bundestag beschließt Hybridradio-Pflicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Am 17. Oktober hat der Bundestag die 6. Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) beschlossen. Die Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie FDP und Bündnis 90/Die Grünen stimmten für die Vorlage; AfD und Linksfraktion votierten dagegen.
Erweiterungen des §48 enthalten Regelungen zur Kompatibilität von Radios. Im Absatz 4 wird die Vorgabe des European Electronic Communications Code der EU (vom Dezember 2018) übernommen. Dadurch müssen Radios von Neuwagen neben UKW auch einen digital-terrestrischen Tuner aufweisen. Der ebenfalls neue Absatz 5 erweitert das auf Radiogeräte, die im Display den Sendernamen anzeigen, und schließt indirekt neben DAB+ auch Webradio als eine Möglichkeit ein.
Die deutsche Vorschrift tritt kurzfristig mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Sie betrifft Autos bzw. Radios, „die ab dem 21. Dezember 2020 in Verkehr gebracht werden“ (§150, Absatz 6).
Die zweite GroKo hatte das Thema nach jahrelangem Widerstand der Bundesregierung in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen; das Kabinett hatte die Novelle im August auf den Weg gebracht.
Randglosse : Am Vortag hatten drei Bundestagsausschüsse den Entwurf beraten. Die MdBs der Linkspartei hatten im Ausschuss für Kultur und Medien der Vorlage zugestimmt, in den Ausschüssen für Verkehr und digitale Infrastruktur und für Wirtschaft und Energie sowie im Plenum dagegen.
Quelle: Presseinfo des Bundestages | Hintergrund: Gesetzentwurf, Beschlußempfehlung, Hybrid-Tuner.
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17.10.2019 • Digitalradio: Absolut Hot bis 2029 bayernweit auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat der BLM hat die Zulassung des Programms Absolut Hot um zehn Jahre bis zum 31. Oktober 2029 verlängert. Das Radioformat sei „eines der erfolgreichsten DAB-only-Angebote“ und ein Beitrag zur Programmvielfalt im Freistaat. Die BLM hatte auf eine Ausschreibung verzichtet, weil für die landesweite Verbreitung keine Interessensbekundungen vorlagen. Absolut Hot ist eines von vier Privatradios, deren bayernweite Verbreitung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk in dessen sechs regionalen Multiplexen gewährleistet wird.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 17.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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17.10.2019 • 5G: „Kein Bedarf für 5G-Radio“
Eine umfangreiche Argumentation zur Debatte um 5G vs. DAB+ gibt Chris Weck, Technikchef von Deutschlandradio, in einem aktuellen Fachbeitrag.
Neben anderem weist er nach, dass für eine flächendeckende Verbreitung von Radio über 5G systembedingt das Neunfache an Sendeanlagen notwendig ist, verglichen mit den für einen entsprechenden Ausbau von DAB+ schon vorhandenen bzw. vorgesehenen. Entsprechend werde die Nutzung eines solchen Netzwerkes ein Mehrfaches von DAB+ kosten. „Können sich Radioanbieter das wirklich leisten?“, fragt Weck. Ohnehin funktioniere Radio mit 4G-Mobilfunk (LTE) und sogar dem älteren UMTS (3G) perfekt. „Warum also sollte man 5G Broadcast abwarten?“
Weck stellt abschließend fest: „Es besteht keine Notwendigkeit von 5G für die Radio-Verbreitung.“ Stattdessen sollten die Vorteile beider Systeme in hybriden Geräten für DAB+ und Internetzugang vereint werden. Das werde den Radioanbietern und ihrer Hörerschaft nutzen.
Quelle: Artikel von Chris Weck auf radioworld vom 15.10. | Hintergrund: 5G.
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17.10.2019 • 5G: Rundfunk-Allianz formiert sich
Gestern hat sich die 5G Media Action Group (5G-MAG) konstituiert. Der Verband will bei der Entwicklung der technischen Standards und Geschäftsmodelle für 5G-Rundfunk die Notwendigkeit für die Verbreitung audiovisuelles Medieninhalte einbringen. Die rund 60 Mitglieder setzen darauf, dass eine Einführung von Rundfunk mittels 5G-Mobilfunktechnik durch den Markt getrieben wird.
Die mit einem 5G Broadcast-Standard verbundenen Notwendigkeiten - darunter z.B. auch medienrechtliche Änderungen - betreffen, so der Mitgründer Antonio Arcidiacono (EBU), bei Weitem nicht nur die Interessen der öffentlich-rechtlichen EBU-Mitgliedsanstalten.
Unter den Mitgliedern sind der Bayerische Rundfunk, Eutelsat, France télévisions, RAI, das IRT, der ORF/ORS, Rohde&Schwarz und die TU Braunschweig.
Quelle: Homepage von 5G MAG | Hintergrund: 5G.
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16.10.2019 • Digitalradio: Werbung für den Weihnachtseinkauf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auch in diesem Jahr starten die Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland ein Werbekampagne in der Vorweihnachtszeit.
ARD, Deutschlandradio, Privatradios, Hersteller und andere werden zwischen dem 25. November und dem 8. Dezember mit dem Motto „Das perfekte Weihnachtsgeschenk. Hört sich gut an: mit DAB+“ crossmedial aktiv. Vorgesehen sind u.a. TV-Spots im Ersten und den Dritten, bundesweite Radiospots, Print-Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften usw. sowie Schulungen für Mitarbeiter von knapp 1.700 Märkten, Regalbranding etc
Quelle: Presseinfo vom Verein Digitalradio vom 16.10. | Hintergrund: DAB+.
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16.10.2019 • Digitalradio: Radio Buh für Voralpenland / Sender Pfronten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Lokalstation aus dem Chiemgau Radio Buh hat gestern den Sendebetrieb über das Internet hinaus auf DAB+ erweitert. Der Sender mit gemeinnützigem Profil wird im Voralpenmux (Kanal 7A) zur Zeit vom Wendelstein und Herzogstand ausgestrahlt. Die Sendestandorte Hohenpeißenberg und Oberammergau sind noch für 2019 angekündigt.
Bayern Digital Radio hat den Sendestandort Pfronten an den Kanal 8B angeschlossen. Der Allgäu-Multiplex erreicht somit jetzt auch Kaufbeuren und den Landkreis Ostallgäu. Rund 626.000 Einwohner können den Mux portabel, davon 523.000 indoor, empfangen. Im November kommt RSA Ostallgäu zusätzlich ins Angebot. 2020 wird der Netzausbau mit dem Standort Pfänder (Österreich) beendet und das Angebot um RSA Westallgäu erweitert.
Quelle: Meldung von satnews, Presseinfo von BDR vom 15.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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15.10.2019 • Digitalradio: BR nimmt zwei Sendestandorte in Betrieb
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie angekündigt wird der BR am 18. Oktober einen zweiten DAB+-Sendestandort in Amberg in Betrieb nehmen. Damit werde der Empfang der neun BR- und eines privaten Senders des landesweiten Muxes im Kanal 11D im Stadtgebiet und der Umgebung von Amberg verbessert. Weitere Programme sollen dort später aufgeschaltet werden. Der Kanal 11D kann damit von 59 Sendestandorten aus bis zu 91,4 Prozent der Bevölkerung portabel indoor und mobil 97,6 Prozent versorgen.
Zugleich geht am Standort Jenner bei Berchtesgaden eine Sendeanlage für den Oberbayern/Schwaben-Mux des BR (im Kanal 10A) auf Sendung.
Der BR hatte zuvor weitere sieben Sendestandorte genannt, wo der landesweite BR-Mux bis Jahresende aufgeschaltet wird. Das wurde für den 31. Oktober am Standort Isen angekündigt.
Quelle: Info von Bayern Digitalradio vom 15.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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15.10.2019 • Digitalradio: SLM schreibt Lokalradio-Regelbetrieb aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Noch im Oktober will der Medienrat der sächsischen Landesmedienanstalt SLM lokale DAB+-Kapazitäten für Leipzig und Freiberg ausschreiben.
Aus den Ende Januar 2018 begonnenen Versuchsprojekten in beiden Städten liegen der SLM „Interessensbekundungen von kommerziellen und nicht-kommerziellen Hörfunkveranstaltern vor, die ihre Programme nach Versuchsende im Regelbetrieb in den vorgenannten Gebietern weiter verbreiten wollen“. Das will der Medienrat ermöglichen.
Beide Projekte laufen Ende Januar 2020 aus und haben keine Verlängerungs-Option. In Leipzig sind aktuell 15, in Freiberg 13 Radiostationen in der Luft.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 15.10. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Sachsen.
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15.10.2019 • Digitalradio: Lokalradio-Projekt kommt für Chemnitz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat hat zugleich einen zweijährigen Versuchsbetrieb mit bis zu 15 DAB+-Radiostationen für das Stadtgebiet von Chemnitz ausgeschrieben. Das Gremium erwartet „ausschließlich Bewerbungen für 24-stündige Hörfunkprogramme in Gestalt von Voll- und Spartenprogrammen sowie für Telemedien“ mit einem „signifikanten Anteil redaktioneller Beiträge über das jeweilige Verbreitungsgebiet“.
Der Sender soll seinen Standort auf dem Gelände der TU Chemnitz haben. Der Sendenetzbetrieb liegt beim Studentenradio UNiCC, das sich schon seit 2018 für ein lokales Projekt stark gemacht hatte. Wie zuvor in Leipzig und Freiberg soll wiederum die lokale Versorgung sowie neue mobile Anwendungen im Mittelpunkt des Projektes. Die Frequenzzuteilung durch die Bundesnetzagentur steht aber noch aus.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 15.10. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Sachsen.
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15.10.2019 • DVB-T2 HD: FreenetTV startet neue Werbekampagne
Das Bezahlfernsehen Freenet TV startet im Vorfeld des Weihnachtsgeschäftes eine neue Werbekampagne. Das Video verwendet das Motiv, man brauche keine Brille sondern HD, um sich „unscharfem“ Fernsehen zu entledigen.
Man wolle „so insbesondere Nutzer alternativer TV-Empfangswege zu einem Wechsel auf freenet TV animieren“ und zielt auf Neukunden, so der Anbieter Media Broadcast. Potentzial gibt es auch bei den 2,5 Mio. Antennenhaushalten (Digitalisierungsbericht Video 2018), von denen nur um 1 Mio. Freenet-Kunden (einschließlich des Sat-Angebotes) sind.
Schwerpunkmässig werden im Fernsehen, Presse, Online und im Handel CI+-Module „für Antennenempfang“ beworben. Für 89 Euro wird ein Jahr Empfang von „bis zu 69 Top-Sendern“ versprechen. Wenn die Empfänger nicht für HbbTV geeignet sowie ans Internet angeschlossen sind, sind es jedoch nur rund 20 Privatsender in FullHD und etliche Shoppingkanäle in reduzierter Bildqualität.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 14.10. | Hintergrund: Freenet TV.
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10.10.2019 • Kabel: DAB+-Hörfunk bald bei M-Net im Draht?
Kabelanschluß Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der bayerische Kabelnetzer M-Net will seinen 470.000 Privat- und Firmenkunden den Radioempfang mittels DAB+ anbieten. Das soll offiziell am 24. Oktober bekannt gegeben werden.
M-Net hatte bereits Ende 2017 gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk einen Testlauf mit Ausstrahlungen in den Sonderkanälen 11 und 12 (die Frequenzen entsprechen dem terrestrischen Kanal 13) durchgeführt. Von der Einführung nahm man jedoch Abstand. Kurz darauf führte Kabel Baumann einen Test mit 25 Programmen, ebenfalls im K13, durch. Der Bayreuther Netzanbieter kündigte ein Paket mit 75 Stationen zur Einführung im zweiten Halbjahr 2019 an.
In Deutschland haben sich die meisten Kabelnetzer im Zuge der Analog-Abschaltung zum Umstieg der Radioverbreitung vom analogen UKW auf den Kabelstandard DVB-C entschieden. Seither kann man Hörfunk im Kabel nicht mehr mit handelsüblichen Radios empfangen. Wer Radiosendungen über seinen Kabelanschluß nicht mit dem Fernseher oder einer Settopbox ohne Programmanzeige empfangen will, kann nur auf zwei Radioboxen für DVB-C-Technik zurückgreifen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 10.10. | Hintergrund: DAB+ im Fernsehkabel.
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10.10.2019 • Digitalradio: Bundesgericht soll Rechtssicherheit schaffen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Wir begrüßen, dass die Medienanstalten die Sprungrevision eingelegt haben. So können alle Beteiligten Rechtssicherheit erhalten, um den 2. Bundesmux zügig an den Start zu bringen.“ So das Statements eines Sprecher von Antenne Deutschland auf Anfrage von dehnmedia zur Fortsetzung des Rechtsstreits um den zweiten Bundesmux vor dem Bundesverwaltungsgericht.
Der Antenne-Sprecher weiter: „Wir haben immer gesagt, dass wir mehrere Optionen verfolgen. Wir arbeiten unverändert intensiv mit allen Beteiligten daran, eine Lösung zu finden, den zweiten Bundesmux zügig an den Start zu bringen.“ Nachdem der geplante Probebetrieb abgesagt wurde, scheint eine baldige Lösung - oder gar der für Ende 2019 angekündigte Sendebeginn - außer Reichweite zu sein. Nach der Niederlage vor dem Sächsischen Verwaltungsgericht nutzt die für die Medienanstalten federführende SLM die Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht. Das dürfte den Verlauf des im Dezember 2017 vom unterlegenen Bewerber DABP eingeleiteten Verfahrens beschleunigen.
Media Broadcast und Absolut Radio, die Partner bei Antenne Deutschland, hatten schon zum Beginn des Rechtsstreits klargestellt, dass ein Sendestart erst möglich sei, sobald Rechtssicherheit besteht.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: Zweiter Bundesmux.
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9.10.2019 • Digitalradio: MABB verschiebt Entscheidung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Entscheidung des MABB-Medienrats über die Vergabe zweier Plätze im Berliner DAB+-Mux (Kanal 7B) verzögert sich weiter. Die drei Bewerbungen werden wohl erst in der nächsten oder übernächsten Sitzung (also am 12. November oder 3. Dezember) behandelt. Das bestätigte eine Sprecherin der MABB auf Anfrage von dehnmedia. Die Ausschreibungsfrist war bereits Ende Juni verstrichen.
Beworben hatten sich Megaradio Berlin, Radio Arabica und PureFM. Die Betreiberfirma von PureFM hatte ihre Zulassung zum 30. Juni zurückgegeben und Insolvenz angemeldet. Gleichwohl duldet der Medienrat die Verbreitung von PureFM bis zur Vergabe-Entscheidung. Das Programm wird inzwischen von einer Nachfolgefirma, geführt vom Bruder des vorherigen Betreibers, verantwortet. Der neuen Firma hatte der Medienrat im August eine UKW-Zulassung mit folgender Begründung versagt:
Insbesondere die Erkenntnisse aus dem Insolvenzverfahren gegen die bisherige Veranstalterin pure Medien Network pMN GmbH und aus der Anhörung gaben dem Gremium Grund zu der Annahme, dass die Antragstellerin (die Nachfolgefirma eagle Broadcast Brandenburg GmbH, dehnmedia) zukünftig nicht in der Lage sein wird, einen dauerhaften, geordneten Sendebetrieb zu gewährleisten.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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8.10.2019 • Digitalradio: RBB erweitert DAB+-Sendenetz 2020
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der RBB plant den Ausbau seines DAB+-Sendenetzes „in 2019/2020 mit den Standorten Belzig, Templin und Herzberg“ sowie in Berlin-Rudow. Das bestätigte ein Sprecher des RBB auf Anfrage von dehnmedia.
Der 1 kW-Füllsender Rudow am Zwickauer Damm ist für den Brandenburg-Mux im Kanal 10B mit Blick auf eine „Verbesserung der Inhouseversorgung am neuen Flughafen Berlin-Brandenburg“ vorgesehen. Im Frühjahr 2020 soll getestet werden, der Regelbetrieb beginne mit der Eröffnung des BER-Airports. Eine Verlegung des Berliner RBB-Muxes nach Rudow ist nicht geplant. Der RBB unterhält dort schon länger eine Reportage-Empfangsstelle, aber auch die Technik für UKW und DAB+ ist vorhanden. Die VHF-Antenne wurde für das DAB-Pilotprojekt in den 90er Jahren montiert. UKW wurde dort für das Eventradio zur Luftfahrtausstellung genutzt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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8.10.2019 • Digitalradio: Drei Bewerber für Ingolstadt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf die Ausschreibung vom Mai für zwei Programme im Lokalmultiplex Ingolstadt haben sich bei der Medienanstalt BLM drei Interessenten gemeldet. Wie eine BLM-Sprecherin auf Anfrage von dehnmedia bestätigte, handelt es sich um den Volksmusikkanal Radio Schwany, die neue Radio IN Oldiewelle und um Radio TopFM. Der BLM-Medienrat wird sich wahrscheinlich am 13. Dezember damit befassen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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7.10.2019 • Digitalradio: Bundesmux 2 bleibt weiter vor Gericht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Landesmedienanstalten geben im Rechtsstreit um die Vergabe des zweiten nationalen DAB+-Multiplexes an das Konsortium Antenne Deutschland nicht klein bei. „Aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Gremienvorsitzendenkonferenz der Landesmedienanstalten (GVK) hat die SLM fristgemäß Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt.“ Das teilt eine Sprecherin auf Anfrage von dehnmedia mit. Die SLM ist federführende Landesmedienanstalt beim zweiten Bundesmux.
Das Verfahren geht also vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) weiter. Aufgrund der „Sprungrevision“ wird das Gericht mit Sitz in Leipzig nicht erneut ermitteln, sondern aufgrund der im Urteil der Vorinstanz festgehaltenen Fakten die Rechtslage beurteilen.
In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Leipzig das im Rundfunkstaatsvertrag (§51a Abs.3) vorgesehene „Verständigungsverfahren“ dahingehend interpretiert, dass alle Bewerber - in dem Fall vier - eine gemeinsame Lösung finden müssten. Eine Teillösung wie hier durch die Vereinbarung zwischen Media Broadcast und Absolut Digital und folglich die Vergabe an deren neue Gemeinschaftsfirma Antenne Deutschland sei unzulässig. Geklagt hatte die bei der Entscheidung der Medienanstalten unterlegene Firma DABP, die von einem Leipziger Bauunternehmer gegründet wurde.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: Zweiter Bundesmux.
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7.10.2019 • Digitalradio: Hauptstadt hört Radio zunehmend digital
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Zugang zu DAB+-Radios ist in Berlin und Brandenburg binnen Jahresfrist um knapp 1/3 gestiegen. Laut einem Länderauszug aus dem Digitalisierungsbericht Audio 2019 haben 20,7 Prozent der Berliner und 16,6 Prozent der Brandenburger unter 14 Jahren Zugang zu einem DAB+-Empfänger.
Der Zugang zu Webradio ist wegen der Verbreitung von Computern, Notebooks usw. wesentlich höher (bei 46,1 bzw. 38,8 Prozent). Die Steigerung beim Zugang zu Webradio fällt allerdings erheblich geringer aus als bei DAB+ und liegt in der Hauptstadt knapp unter 9 Prozent. Via Internet nutzen in Berlin 32 und in Brandenburg rund 25 Prozent der Bevölkerung lineare Radios, die über DAB+ und UKW identlisch gesendet werden.
Die Digitalisierungsquote des linearen Radioempfangs liegt in Berlin bei knapp 60, in Brandenburg bei 51,4 Prozent. Für 65 Prozent der Berliner und 81 der Brandenburger bleibt UKW der meistgenutzte Empfangsweg - der 90 Prozent der Befragten zur Verfügung steht.
Anmerkung : Fast alle DAB+-Radios empfangen auch UKW, Webradios oft alle drei Sendestrecken.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 7.10., Länderauszug (download) | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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7.10.2019 • Digitalradio: WDR bringt Hochsauerland ans Sendenetz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der WDR sendet seinen DAB+-Multiplex seit dem 2. Oktober auch vom Sendestandort Hochsauerland. Im Kanal 11D beträgt die Sendeleistung 1 kW. Nach Angaben des WDR wird die Versorgung vor allem in den Regionen Eslohe und Schmallenberg verbessert. Der neue Sendestandort wurde - wie auch Höxter, Hallenberg und Warbung - bereits 2017 vom WDR angekündigt und ging als erster der Liste in Betrieb.
Quelle: Info des WDR | Hintergrund: DAB+ in NRW.
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5.10.2019 • Österreich: Netzausbau im Westen hat begonnen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für die am 11. Dezember angekündigten Aufschaltungen des nationalen DAB+-Multiplexes im Westen Österreichs haben die Vorarbeiten offenbar schon begonnen.
Laut der Senderliste von ukwtv.de laufen am Sendestandort Innsbruck (Patscherkofel) bereits seit dem 3. Oktober erste Testsendungen im Kanal 5B. Auf gleicher Welle soll ebenfalls ab 11. Dezember vom Standort Salzburg (Gaisberg) und im Block 5D von der Anlage auf dem Jauerling bei St. Pölten gesendet werden (RTR-Karte klickbar). Diese zweite Ausbauphase wird vorgezogen, um den Geräteverkauf im Weihnachtsgeschäft einen zusätzlichen Schub zu verleihen. Die abschließende Phase 3 des Sendenetzausbaus bleibt weiterhin auf September 2020 terminiert.
Im zweiten Multiplex für Wien und Umgebung hat der Österreich-Ableger von Radio Fantasy unterdessen den Sendebetrieb begonnen.
Quelle: ukwtv.de vom 5.10., Meldung von radiowoche vom 3.10. | Hintergrund: DAB+ in Österreich national und in Wien.
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4.10.2019 • Digitalradio: SWR schaltet Alf Bullay und Idar-Oberstein auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR kündigt zwei weitere Sendestandorte in Rheinland-Pfalz für seinen DAB+-Multiplex an. Geplant sind Senderstandort Alf Bullay am 9. Oktober und tags darauf der Senderstandort Hillschied bei Idar-Oberstein. Damit verbessert sich laut SWR die DAB+-Versorgung im Moseltal im Bereich Enkrich, St.Aldegund, Bremm sowie in den Landkreisen Birkenfeld und Bad Kreuznach im Bereich Birkenfeld, Idar-Oberstein sowie im Nahetal von der saarländischen Grenze bis Kirn.
Für Rheinland-Pfalz kündigt der SWR bis Jahresende noch die Standorte Bad Münster, Diez/Lahn und Zweibrücken in Betrieb nehmen und die Sendeleistung an den Standorten Haardtkopf und Kaiserslautern erhöhen. Weitere sechs Sendeanlagen folgen 2020. Für Baden-Württemberg sind die Standorte Brandenkopf, Memmingen, Mühlacker und Wertheim noch in 2019 im Plan.
Quelle: Info des SWR vom 4.10. | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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4.10.2019 • 5G: Broadcast-Modus und freier Zugang zu Inhalten
In der EBU ist klar, dass eine Beteiligung an 5G unvermeidbar ist. Die dort zusammen geschlossenen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender Europas müssten auf allen relevenaten Verbreitungsplattformen präsent sein. Das schließe künftige 5G-Dienste ein. Der EBU Media Director Jean Philip De Tender forderte jetzt die Mitglieder auf, auf die Gestaltung der technischen Standards Einfluß zu nehmen.
Das betreffe nicht nur internetbasiderte Abrufdienste. Erforderlich sei ein 5G-Broadcast-Modus für die lineare Verbreitung. „Es muss möglich sein, 5G Free-to-Air-Dienste mit jedem 5G-Gerät zu empfangen, ohne dass dafür eine spezielle SIM-Karte notwendig wird“, forderte De Tender weiter. Nur so werde gesichert, dass die Nutzer alle Dienste auf einem Gerät empfangen können. Das schaffe für Inhalteanbieter wie für Nutzer eine Win-win-Situation.
De Tender verwies auf die Mitarbeit von EBU-Mitgliedern an verschiedenen Projekten für 5G Broadcast. Das Ziel könne gemeinsam mit den Projektpartnern erreicht werden. In Deutschland arbeitet der Bayerische Rundfunk am Broadcast-Projekt 5G Today mit. An einem weiteren Projekt ist der WDR beteiligt.
Quelle: Vortrag von De Tender (Wortlaut, englisch) vom 3.10. | Hintergrund: 5G Broadcast.
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2.10.2019 • Schweiz: Lizenzen für 49 Lokalfunker verlängert
Schweiz Die schweizerischen Behörden haben 49 Konzessionen von Lokalradios und regionalen Fernsehsendern bis Ende 2024 verlängert. Dies erhöhe die Planungssicherheit der Veranstalter während der Vorbereitungen für den bis 2024 geplanten Umstieg von UKW auf DAB+ und im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion um eine Neuausrichtung der Medienförderung.
Die Zulassungen für die Lokalsender sind mit einem Leistungsauftrag verbunden. U.a. wird Berichterstattung über politische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge und Beiträge zum kulturellen Leben im Sendegebiet gefordert. Nichtkommerzielle Programme sollen auch die sprachlichen und kulturellen Minderheiten im Programm berücksichtigen. Die 49 Sender erhalten im Gegenzug Fördermittel, wofür bis 2024 bis zu sechs Prozent der Schweizer Rundfunkabgabe zur Verfügung stehen.
Sechs Programme, die in städtischen Ballungsräumen aktiv sind, haben keine neue Konzession beantragt. Sie dürfen weiter senden, haben aber keinen Leistungsauftrag und bekommen keine Förderung.
Quelle: Presseinfo von Bakom vom 2.10.
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1.10.2019 • Dänemark: Aufwind nach Regierungswechsel?
Schweiz Nach Wahlen und der Ablösung der konservativen von den Rechtspopulisten abhängigen Koalition gibt es Änderungen in der Rundfunkpolitik.
Die neue sozialdemokratische Minderheitsregierung hat die zuvor beschlossenen erheblichen Einschnitte bei Danmarks Radio (DR) offenbar zumindest reduziert. So bekamen - nach Protesten aus der Musikszene - die Musikwellen P6 Beat und der Jazzkanal P8 einen Aufschub und Finanzierung zunächst bis Ende 2020. P7 Mix wird jedoch Ende 2019 eingestellt.
Die vorherige Koalition hatte die Gebührenfinanzierung beendet. Jetzt wird DR aus Steuern bezahlt und ist darüber vom Wohlwollen der jeweiligen Koalition abhängig. Zugleich wurde die schrittweise Kürzung des Etats um 20 Prozent binnen fünf Jahren angeordnet. Im Ergebnis sind 400 Arbeitsplätze bedroht, drei der sechs TV-Kanäle und drei der acht Radiowellen standen zur Disposition.
Bereits 2018 lag der Anteil der digitalen Radionutzung beim nördlichen Nachbarn bei 38 Prozent. Damit war eine seinerzeit gültige Schwelle für den Beginn von Ausstiegsplanungen aus UKW erreicht.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 29.9.
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1.10.2019 • Digitalradio: Zwei neue Programme für Nürnberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Stadt-Multiplex für Nürnberg gehen heute zwei neue Stationen auf Sendung. Es handelt sich um Pirate Radio (zuvor Pirate Gong) und das neue Programm N90...4 beat. Der Anbieter Funkhaus Nürnberg ist bereits mit fünf Programmen in dem Mux vertreten. Beide Programme erhielten ihre Zuweisungen für den Kanal 10C im Juni von der Medienanstalt BLM.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 1.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.10.2019 • Schweiz: Weiteres Small Scale Netz ging in Betrieb
Schweiz Der Schweizer Netzbetreiber Digris AG hat im September eine weitere lokale DAB+-Sendeinsel in Betrieb genommen. Von zwei Sendestandorten wird St. Gallen mit fünf Programmen versorgt. Ein weiterer Senderstandort soll im Oktober an das Gleichwellennetz im Kanal 9D angeschlossen werden.
Die Digris AG war das erste Unternehmen, dass Small Scale DAB+ bzw. Software Defined Radio für kostengünstige lokale Sendenetze einsetzt. Im Juni 2014 ging die erste DAB+-Insel für Genf mit damals 14, heute 16, Programmen auf Sendung. Jetzt sind 16 Netze in Betrieb. Im Oktober geht ein Mux für das Oberwallis mit zwei Sendestandorten ans Netz; es handelt sich um das kleinste Netz für nur rund 31.000 Einwohner. Ab Mai 2020 soll eine vierte Sendeanlagen die Versorgung des Gebietes Biel/Solothurn verbessern. Den Abschluß macht bis September 2020 die Romandie als größtes Versorgungsgebiet mit bis zu 2 Mio. Menschen.
Das Konzept der Digris wurde europaweit zum Vorbild. Das Unternehmen ist inzwischen auch in Frankreich aktiv. Nach zehn Testprojekten erbrachte eine Bedarfsermittlung in Großbritannien 430 Rückmeldungen für 313 potenzielle Sendegebiete. In Sachsen und Rheinland-Pfalz laufen Projekte, Techniken für kostengünstige lokale Netze sollen in Schleswig-Holstein erprobt werden.
Quelle: Homepage der Digris AG vom 1.10. | Hintergrund: Small Scale DAB+.



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