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Digital-TV von A bis Z - 304 Kürzel und Fachbegriffe

Das Glossar enthńlt zur Zeit Erlńuterungen zu 304 AbkŘrzungen bzw. Fachbegriffen. Zuletzt wurde der Eintrag Die Medienanstalten am 20.11.2021 hinzugefŘgt bzw. bearbeitet.

Hinweis: Hier kann nur schlaglichtartig auf die Themen eingegangen werden. AusfŘhrliches findet sich in den bekannten Quellen.

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LTE (Long Term Evolution - 4G)

Vierte Generation der Daten├╝bertragung im Mobilfunk und Nachfolger von UMTS. ├ähnlich wie DVB-T werden OFDM-Techniken genutzt, um den Datendurchsatz auf mehr als 100 Megabit pro Sekunde zu steigern und damit die Nutzerzahl in einer Mobilfunkzelle um den Faktor 10 zu erh├Âhen. Siemens Networks (heute Nokia Siemens Networks) zeigte 2006 einen ersten Demonstrator, im Mai 2007 wurden Daten bis 108 Mbit/s ├╝bertragen. Daf├╝r wurden Labor-Ger├Ąte mit zwei Empfangsantennen genutzt. F├╝r den Regelbetrieb ist von bis zu 17 Megabits pro Sekunde (Mbit/s) die Rede (UMTS: 3,6 Mbit/s). Damit w├Ąre die Technik, die 2010/2011 marktf├Ąhig sein soll, auch daf├╝r geeignet, IPTV-Anwendungen f├╝r mobile Endger├Ąte verf├╝gbar zu machen.
Ein Einsatz der Technik soll vor allem durch die Digitale Dividende - die Umnutzung freier UHF-Frequenzen (Kanal 60 - 69) - m├Âglich werden. Der juristische Rahmen ist durch die im Juni 2009 verabschiedete „Zweite Verordnung zur ├änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung“ gegeben. Ab Anfang 2010 sollen Versteigerungen des Spektrums beginnen. Dem gehen Ende 2008 begonnene Tests der Internetversorgung des l├Ąndlichen Raumes mit LTE im oberen UHF-Bereich voraus.
Laut IRT sind St├Ârungen des TV-Empfangs beim Gleichkanalbetrieb mit dem Kabelfernsehen nicht auszuschlie├čen. Da auch der Produktionsfunk von TV, Radio, Theatern, Events usw. in dem Frequenzbereich arbeitet, werden auch dort massive St├Ârungen bef├╝rchtet. Ersatzfrequenzen f├╝r diese Anwendungen sind im Plan nicht enthalten, der Bundesrat schiebt das an die Bundesnetzagentur ab.
LTE soll den Mobilfunkanbietern einen kosteng├╝nstigeren ├ťbergang zu neuen Techniken erm├Âglichen, als das mit der Konkurrenz WiMAX der Fall w├Ąre. Dennoch ist selbst nach Angaben des Unternehmensverbandes Bitkom das mobile Internet allein auf dem Land nicht „wirtschaftlich tragf├Ąhig“ und m├╝sse daher auch in den Ballungsr├Ąumen gestartet werden.
Die Versteigerung durch die Bundesnetzagentur im April/Mai 2010 erbrachte 4,38 Mrd. Euro f├╝r die Bundeskasse. Davon wurden allein 3,58 Mrd. Euro f├╝r UHF-Frequenzen oberhalb des Kanals 60 gezahlt.
Hintergrund: Digitale Dividende.


Letzte ─nderung: 08.10.2010



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